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ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM ESM

Foto: TV58.de
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Hagen. EMIL SCHUMACHER – DER WEG IN DIE ABSTRAKTION
Bei einem Rundgang durch das Museum am Sonntag, den 4. Oktober wird ab 11.15 Uhr die Werkentwicklung des Künstlers Emil Schumacher erläutert: Von den frühen, vom Expressionismus beeinflussten Arbeiten, über die Werke der 1950er-Jahre, die schließlich zur Abstraktion führten, den Einsatz von verschiedenen Materialen der folgenden Jahrzehnte bis hin zum Spätwerk werden verschiedene Facetten aus rund 70 Schaffensjahren vorgestellt. Einen Schwerpunkt der Führung bilden „Der Weg in die Abstraktion“ und die Wiederkehr des Figurativen im Spätwerk. Köpfe, Tierfigurationen, Formen von Architektur, Motive wie die Leiter oder das Rad bevölkern die Bilder des Malers bereits im spätexpressionistischen Frühwerk. Dann aber findet Schumacher den Weg in die freie Expressivität des Informel und zur Materialität des Bildes. Im Spätwerk kehrt er zurück zur Figuration und greift die Motive aus seinem Frühwerk wieder auf, die jetzt vor dem Hintergrund der Abstraktion in ihrer Aussagekraft gesteigert sind. Ihm selbst ist dieser scheinbar neue Blick auf die Figur allerdings ganz selbstverständlich gewesen, denn auch in seiner nicht abbildenden Malerei hat er die eigene Naturverbundenheit nie aus den Augen verloren. Schumacher war, wie er selbst sagte, stets „der Erde näher als den Sternen“. Wie ist dies zu verstehen? Die Führung widmet sich dieser Frage und ermöglicht so einen Einblick in die Malerei Emil Schumachers zum ersten Kennenlernen und anhand des Themas auch die Vertiefung eigener Seherfahrungen.
Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

AUSSTELLUNGEN PATRICK HUGHES UND CHRISTOPH BÖLL

Hagen. Am Sonntag, den 27. September findet um 11.15 Uhr eine öffentliche Führung zu den Ausstellungen „Patrick Hughes – Bewegende Räume“ und  „Christoph Böll – Pforten der Wahrnehmung“ statt. Der 1939 in Birmingham geborene Engländer Patrick Hughes ist in der zeitgenössischen Kunst zu einem Begriff für dreidimensionalen Bildobjekte geworden. In seinen Arbeiten konfrontiert er den Betrachter mit einer genialen optischen Irritation und setzt sich mit dem zentralen Thema seiner Kunst auseinander, der Wahrnehmung von Illusion und Wirklichkeit. In seinem künstlerischen Werk offenbart sich eine kreative, intellektuell und analytisch arbeitende Künstlerpersönlichkeit mit britischem Humor. Das Filmprojekt präsentiert Arbeiten des 1949 geborenen Filmemachers Christoph Böll. Mit aufwendigen Präsentationen verwandelt sich das Museum in einen Projektionsraum, in dessen Mitte sich die Besucherinnen und Besucher ganz dem dokumentarischen Anliegen Bölls hingeben können. Besonders beeindruckend sind dabei die kraftvollen Szenen aus dem Alltag eines Stahlwerkes, die für das Ruhrgebiet eine Reminiszenz an eine längst vergangene Epoche industriellen Daseins darstellen. Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellungen wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

FÜHRUNG DURCH DIE ANDACHTSHALLE DES KREMATORIUMS

Foto: Tobias Roch, Hagen
Foto: Tobias Roch, Hagen

Hagen. Die erste Anlage für Feuerbestattung in Preußen wurde in Hagen gebaut – erst Jahre später konnte sie in Betrieb genommen werden, denn die Rechtslage sah eine solche Einrichtung noch gar nicht vor. Dass das Hagener Krematorium zudem durch den später als AEG-Gestalter zu Weltruhm gelangten Peter Behrens gebaut wurde, ist dem Kunstförderer und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus zu verdanken. Dessen Leidenschaft für vorbildliche Gestaltung auch und gerade in Alltagsbereichen verdankt die Stadt Hagen eine ganze Reihe interessanter Bauwerke. Verbindliche Anmeldungen zur Führung am Mittwoch, den 23. September, um 16.00 Uhr werden unter der Telefonnummer 207 2740 entgegen genommen. Für die Führung wird eine Teilnahmegebühr von 6 € erhoben, zehn Teilnehmer sind erforderlich.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM ESM – ZDENĚK SÝKORA

Foto: TV58.de
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Hagen. Am Sonntag, den 20. September findet um 11.15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Zdeněk Sýkora – System und Kraft der Linie“ im Emil Schumacher Museum statt. Der tschechische documenta-Teilnehmer gehörte seit Mitte der 1960er-Jahre zu den Pionieren der internationalen Computerkunst. Die in der Ausstellung zu sehenden „Linienbilder“ entstanden ab 1973 und fanden in kurzer Zeit auch international große Anerkennung. Trotz einer Basis zufälliger computergenerierter Zahlenreihen sind die konstruktivistischen Gemälde Sýkoras dennoch ganz von der Steuerung durch den Künstler durchdrungen, weshalb sie nicht ausschließlich auf den Begriff Computerkunst festzulegen sind. Bis heute zählt Sýkora zu den bedeutendsten Künstlern seines Landes und ist in Ausstellungen weltweit vertreten. Das Emil Schumacher Museum in Hagen präsentiert nun seit vielen Jahren die erste Einzelausstellung in Deutschland und setzt dabei die konkrete Malerei Sýkoras mit der gestisch expressiven Malerei Emil Schumachers in Bezug. Beide Künstler arbeiten mit dem Prinzip des Zufalls und unbedingter Freiheit. Formal gegensätzlich stehen sie einander künstlerisch überraschend nahe. Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM RIEMERSCHMID-HAUS

© TV58.de
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Hagen. Nicht nur der Hohenhof und andere großartige Villen, sondern auch Arbeiterwohnhäuser gehören zu den architektonischen Schätzen, die unter dem Begriff „Hagener Impuls“ zusammengefasst werden. Zwischen 1907 und 1911 baute der Architekt und Kunstgewerbler Richard Riemerschmid im „Wasserlosen Tal“ eine Häuserzeile, die eigentlich als Teil einer großen Gesamtanlage für Arbeiterwohnungen geplant war. Von dieser sogenannten „Walddorf-Siedlung“ wurden jedoch nur elf Häuser gebaut. Bei der öffentlichen Führung am Mittwoch, den 16. September um 16 Uhr durch Haus Nr. 17 werden die alten Zeiten wieder lebendig, wenn die Ideen von Karl Ernst Osthaus und der Hagener Textilindustrie als Auftraggeber dieser Bauten dargestellt werden.
Die Teilnahmegebühr von 6 € ist vor Ort, Walddorfstr. 17 zu entrichten. Eine verbindliche telefonische Anmeldung unter der Nummer 02331 207 2740 ist erforderlich, die Veranstaltung findet ab einer Teilnehmerzahl von zehn Personen statt.