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Wechsel an der Hagener Gewerkschaftsspitze

Foto Quelle:  NGG-Region Südwestfalen
Foto Quelle: NGG-Region Südwestfalen

Hagen. Staffel-Übergabe bei der NGG Südwestfalen: Isabell Mura wird neue Chefin in der Region. Die neue Chefin für die NGG in Hagen heißt Isabell Mura. Die 31-Jährige wechselt zum August an die Spitze der NGG Südwestfalen, die auch die Stadt Hagen betreut. Damit tritt Mura die Nachfolge von Helge Adolphs an, der die Gewerkschaft in der Region bislang geführt hat. Isabell Mura will an die gute Mitgliederentwicklung und Tarif-Erfolge anknüpfen: „Ob in den Brauereien, Restaurants oder Hotels – die NGG ist auch in Hagen stark verankert. Aber gerade bei Löhnen und Arbeitszeiten bleibt in diesen Branchen noch viel zu tun. Die Beschäftigten erwarten, dass wir am Arbeitsplatz handfeste Verbesserungen für sie herausholen“, sagt Mura. Dafür werde sie als neue Geschäftsführerin einstehen.  Für Isabell Mura ist der Wechsel nach Hagen kein ganz kalter Sprung ins Wasser: Über ein Jahr lang hat sie in der Stadt Beschäftigte im Hotel- und Gastgewerbe am Telefon beraten – in Fragen von Kündigungsschutz bis Urlaubsgeld. Und auch mit Bier, von dem es in Südwestfalen reichlich gibt, kennt sie sich aus. „Während meiner Ausbildung bei der Gewerkschaft war ich in Bayern und habe dort das Wichtigste rund um Hopfen und Malz gelernt“, sagt Mura.

Zur Gewerkschaft kam die gebürtige Gelsenkirchenerin durch Nebenjobs im Einzelhandel. „Dort habe ich gemerkt, wie viel sich die Beschäftigten von manchen Chefs gefallen lassen müssen. Dagegen wollte ich etwas tun und habe mich bei ver.di und dann bei der NGG engagiert“, erinnert sich Mura. Zuletzt hat die 31-Jährige im NGG-Landesbezirk in Düsseldorf gearbeitet. Ein Höhepunkt dort: Nach einem dreimonatigen Streik bei der Firma „Zamek“ konnte Mura in Verhandlungen durchsetzen, dass für die Beschäftigten wieder die Bedingungen der Tarifverträge gelten. Zuvor war der Arbeitgeber aus dem Flächentarifvertrag der Obst- und Gemüse-Industrie ausgetreten.

Muras Vorgänger an der NGG-Spitze in Südwestfalen ist Helge Adolphs, der nun Geschäftsführer im Münsterland wird. „Nach vielen Jahren in Hagen werde ich die Region sicher vermissen“, sagt der 44-Jährige. Aber bei seiner Nachfolgerin sei die NGG Südwestfalen „in guten Händen“. Die Beschäftigten könnten auf eine „starke Gewerkschafterin“ zählen, so Adolphs.

Und mit welchem Lebensmittel lässt sich die NGG vergleichen, trägt sie doch Nahrung und Genuss im Namen? Für Helge Adolphs und Isabell Mura ist die Sache klar: „Eine Tüte gemischter Bonbons“, sagt er – „eine Tüte Gummibärchen“, sagt sie. „Denn die NGG ist bunt und vielfältig, genau wie ihre Mitglieder und ihre Branchen“, so Mura.

NGG: Nur gesetzlicher Mindestlohn kann „Anheuerungsgeschäft“ mit Billiglöhnen verhindern

icon20136006002.png(12:50 Uhr) Ab 1. Januar 2014 steht der Arbeitsmarkt in Hagen mehr EU-Bürgern offen – „Billigjobs” einen Riegel vorschieben: Die vollständige Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes für EU-Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien macht nach Ansicht der NGG Südwestfalen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns notwendiger denn je. „Ab 1. Januar kommenden Jahres können Bürger aus beiden Ländern ohne Beschränkungen auch in Hagen arbeiten. NGG: Nur gesetzlicher Mindestlohn kann „Anheuerungsgeschäft“ mit Billiglöhnen verhindern weiterlesen