Schlagwort-Archive: Jochen Marquardt

DGB: „Herausforderungen an unsere Stadt müssen anders gemeistert werden“

DGBAktion150Hagen. Für den DGB zeichnet sich in Hagen eine Situation, die wie in einem Brennglas die zentralen Fragen der aktuellen Politik bündelt. Während auf der einen Seite eine herausragende Solidarität mit Flüchtlingen und große Anstrengungen der Verantwortlichen in den Strukturen der Stadt zu verzeichnen sind, zeigt sich auf der anderen Seite deren Begrenztheit im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. „Wir sind beeindruckt von einer Willkommenskultur in unserer Stadt, die von sehr vielen Menschen getragen wird und freuen uns über das persönliche Engagement vieler unserer Mitglieder“, so Jochen Marquardt für die Hagener Gewerkschaften. „Aktuell bemühen wir uns um eine bessere Vernetzung unserer Aktivitäten.“

Dazu zählt unter anderem die Arbeit des neuen Gewerkschaftssekretärs Fatih Ece, der seit dem 01.09. beim DGB beschäftigt ist und daran arbeitet, eine Analyse der aktuellen Lage zu erstellen, um daraus die Möglichkeiten und Erfordernisse für die weitere Arbeit abzuleiten. In einer Vorstandssitzung in der nächsten Woche will der DGB Stadtverband seine nächsten Maßnahmen diskutieren.

Unter anderem wird es darum gehen, die konkrete und direkte Hilfe weiter zu entwickeln und gleichermaßen Lösungen für die strukturellen Probleme zu finden. Dazu zählen die Sicherung der Sprachunterrichte und die Aufgabe Wege in gute Arbeit zu eröffnen. Zusätzlich sollen Veranstaltungen vorbereitet werden, die über die Ursachen der Flucht informieren und Anforderungen an die Politik formulieren, diese Ursachen ernsthaft anzugehen.

Gleichermaßen dürfen für den DGB in dieser Situation die vielen anderen Probleme in der Stadt nicht aus dem Blick verloren gehen. So bleibt die Zahl der Erwerbslosen nach wie vor hoch, vor allem bei den Langzeitarbeitslosen und auch die Forderung nach Ausbildungsplätzen für alle Jugendlichen bleibt bestehen. Für den DGB-Vorsitzenden zeichnet sich hier eine besonders komplizierte Lage ab. „Es gibt zwei gleichzeitige Wahrheiten. Zum einen fehlen 2015 hunderte Ausbildungsplätze und zum anderen finden Unternehmen oftmals nicht die Jugendlichen, die sie für ihre betrieblichen Anforderungen suchen.“ Für Marquardt stellt sich das Problem als so genanntes Matching-Problem dar, ebenso wie nicht nachgelassen werden darf, die Wirtschaft und Verwaltung aufzufordern, ausreichend Plätze anzubieten.

Der DGB wird sich weiterhin für gute Arbeit in den bestehenden Beschäftigungsverhältnissen einsetzen und aktiv für die Schaffung neuer Arbeitsplätze eintreten. Dabei verweisen die Gewerkschaften darauf, dass auch die Stadt in großer Verantwortung steht. Hier müssen sowohl große Anstrengungen unternommen werden, um die Attraktivität für Hagen weiter zu erhöhen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern als auch wirtschaftspolitische Impulse gesetzt werden. Dem stehen weitere Kürzungsbemühungen entgegen. „Mehr Attraktivität entsteht weder durch die geplante Sparpolitik im Kulturbereich noch durch die Kürzung von Bürgerangeboten in den Bürgerzentren oder durch weitere Einschnitte in den sozialen Bereichen“, sagt Marquardt. Für ihn muss es um einen Masterplan für Hagen gehen. Eine verantwortliche Analyse der bisherigen Schritte bezeugt nachhaltig, dass die Kürzungspolitik der Vergangenheit keine Erfolge gebracht hat und es von daher immer mehr darauf ankommt, dass keine Wunscheinnahmen formuliert werden, sondern der Druck auf Düsseldorf und vor allem auf die Bundesregierung erhöht werden muss, die Einnahmen durch eine Steuerpolitik zu verbessern, die die Handlungsräume der Stadt erhöht und die Zukunft gestalten hilft.

Schlussendlich zählt dazu auch alles zu tun, um die Arbeitsplätze bei Enervie zu sichern und dabei vor allem die beteiligten Banken einzubinden anstatt die Beschäftigten für die Verfehlungen der Politik des Unternehmens in Regress zu nehmen.

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Gewerkschaften zum Antikriegstag 2015

Hagen. DGB ruft zu Aktionen am 1. September auf. Für die Gewerkschaften ist der 1. September ein Tag des Erinnerns und des Mahnens. An diesem Tag begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen. In vielen Städten und Kreisen der Region finden anlässlich der europaweit 60 Millionen Toten Aktionen und Veranstaltungen statt. Für Jochen Marquardt vom DGB stehen die Gewerkschaften in Tradition alles zu tun, um die Erinnerung wachzuhalten und die Mahnung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ in Gegenwart und Zukunft zu tragen. Für den DGB-Vertreter bleibt die Aufgabe aktuell. „Die Gewerkschaften sind Teil der Friedens- und Solidaritätsbewegung der Welt, im eigenen Land, in unseren Städten und an unseren Arbeitsplätzen. Wir freuen uns über die vielen Aktivitäten und rufen unsere Mitglieder und alle Menschen dazu auf, aktiv mitzumachen. Während es vor Ort große Herausforderungen gibt, um Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie in unsere Lebensräume aufzunehmen“, so der örtliche DGB-Vorsitzende, „stehen wir gleichzeitig vor der Herausforderung, auf die Ursachen für Flucht und Vertreibung zu schauen und gemeinsam über Lösungen nachzudenken.“ Die Hoffnungen auf eine soziale und gerechte Welt ohne Krieg hat sich bis heute nicht erfüllt. Sie erfordert politisches Umdenken auf vielen Ebenen. Dafür gilt es für den DGB aktiv einzutreten. In Hagen beteiligen sich die Gewerkschaften an den Aktivitäten des Bündnisses „Hagen ist bunt“  am 1. September. Diese starten ab 15.00 Uhr mit Infoständen in der Elberfelderstr. und enden mit dem Flashmob um 19.00 Uhr: eine Minute „Klatschen für den Frieden“ im Volkspark. Marquardt: „Wir hoffen darauf, dass sich viele Menschen beteiligen werden.“

TTIP-Beschluss des Rates behält seine volle Gültigkeit

Hagen – Für den DGB in Hagen gibt es keinen Grund den mit großer Mehrheit gefassten Ratsbeschluss zum Freihandelsabkommen TTIP infrage zu stellen. Die dort beschriebenen Gefahren für demokratische Entscheidungsfindungen bleiben beim Stand der bekannten, bzw. nicht öffentlichen bisherigen Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und den USA relevant. Die Risiken, dass TTIP Bedingungen schaffen kann, die sich nicht nur gegen die Interessen kommunaler Politik richten, sondern mögliche örtliche Entscheidungen verhindern, sind keineswegs gebannt. Vor diesem Hintergrund betrachtet der DGB das über die Bezirksregierung Arnsberg weitergeleitete Schreiben aus dem Innenministerium des Landes als informativen Hinweis darauf, dass … TTIP-Beschluss des Rates behält seine volle Gültigkeit weiterlesen

Atypische Beschäftigung bleibt in Hagen weiter hoch

Hagen – Die sozialversicherte Beschäftigung in Hagen hat den Stand des Vorkrisenniveaus mittlerweile überwunden. 2013 hatten 66.254 Menschen einen sozialversicherten Job. Dies waren 427 Stellen mehr als in 2007. „Grundsätzlich ist das eine positive Entwicklung, so Jochen Marquardt, Geschäftsführer der DGB Region Ruhr-Mark, „aber leider ist es eine Verschiebung von Voll- auf Teilzeit. Gab es 2007 noch 53.739 Vollzeitjobs, so ist die Anzahl in 2013 um knapp 4.500 Stellen gesunken.“ 

Dagegen steigt die Anzahl der atypische Beschäftigung in Hagen; das zeigen aktuelle Auswertungen des …  Atypische Beschäftigung bleibt in Hagen weiter hoch weiterlesen

„Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen

 

 

 

 

 

 

 

 

Hagen – „Schickt das Buch an die Kanzlerin“

Der DGB und die VHS Hagen sowie Arbeit und Leben hatten zu einer Buchvorstellung ins Theatercafé eingeladen. Das frisch gedruckte Buch setzt sich aus Aufsätzen von Referentinnen und Referenten der gemeinsamen Vortragsreihe „Gegen den Strom“ zusammen und ist eine Fortsetzung von „Es geht nur anders“. Die Reihe blickt nunmehr auf 100 Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit einem breiten … „Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen weiterlesen

Ausbildungsreport der DGB Jugend NRW

Hagen – Der DGB in der Region schließt sich den Einschätzungen der DGB-Jugend NRW an, die eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Jugendlichen im Übergang Schule und Beruf ausgemacht hat. Die Ergebnisse der Befragungen von 7500 Auszubildenden in NRW sprechen eine deutliche Sprache. Ausbildungsreport der DGB Jugend NRW weiterlesen

DGB Ruhr Mark: EU-Programm „Jugendgarantie“ stößt auf Kritik

DGBAktion150(12:20 Uhr) „Besser als gar nichts, aber viel zu wenig“: so kommentieren Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt und Jugendbildungsreferent Tim Ackermann vom DGB Ruhr-Mark die Ergebnisse des Gipfels gegen Jugendarbeitslosigkeit. Für die Gewerkschafter bleiben die vereinbarten Ergebnisse des Gipfels bei Kanzlerin Angela Merkel weit hinter den Erwartungen zurück und vermitteln zudem den Eindruck die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit seien in Deutschland kaum vorhanden. DGB Ruhr Mark: EU-Programm „Jugendgarantie“ stößt auf Kritik weiterlesen

DGB Hagen: fehlende Frühjahrsbelebung – Sommeraufschwung verhalten

DGB(19:50 Uhr) Weiterhin kritisch betrachtet der DGB die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten der Region. Trotz leichter Rückgänge zum Vormonat ist kein ernsthafter Jobaufschwung in Sicht. In Relation zum Vorjahr bleiben die Zahlen erkennbar hinter den Erwartungen, denn in Hagen sind im Vorjahresvergleich fast 400 Menschen mehr ohne Beschäftigung. Mit besonderer Sorge blicken die Hagener Gewerkschaften auf die nach wie vor hohe Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger. Ein Ausweg aus dem Hartz-IV-System ist immer schwieriger zu finden. DGB Hagen: fehlende Frühjahrsbelebung – Sommeraufschwung verhalten weiterlesen

Rentenkürzung und Niedriglohn: DGB Hagen warnt vor Altersarmut

DGB(16:50 Uhr) Nach aktuellen Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) muss jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Hagen künftig mindestens 47 Jahre lang arbeiten, um eine Rente zu bekommen, die knapp oberhalb der Grundsicherung liegt. Rentenkürzung und Niedriglohn: DGB Hagen warnt vor Altersarmut weiterlesen

DGB Hagen – Arbeitsmarkt bleibt hinter Erfordernissen

DGBDer Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen sieht die Arbeitsmarktlage in der Stadt kritisch. Die übliche Frühjahrsbelebung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Mit besonderer Sorge schauen die Gewerkschaften auf die Stellenangebote. Hier herrscht seit Monaten eine abnehmende Tendenz. Beim monatlichen Zugang an gemeldeten Stellen ist die Zahl in Hagen zwischen März und Mai des Jahres von 471 auf 361 gesunken. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Stellenangebotszugänge für den Mai um 39,5 Prozent gesunken. Für den Hagener DGB-Vorsitzenden Jochen Marquardt eine Entwicklung, die dringende Initiativen erforderlich macht.  DGB Hagen – Arbeitsmarkt bleibt hinter Erfordernissen weiterlesen

Die Krise in Irland ist keineswegs überwunden ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

Foto: DGB Hagen
Foto: DGB Hagen

DGB Hagen: ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

(12:35 Uhr) Hagen/Westf. – Obwohl die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten nicht weiter angestiegen ist, hält der irische Gewerkschafter Philipp O´Connor die Krise in seinem Heimatland keineswegs für gelöst. Vor der Krise lag die Zahl der Erwerbslosen bei 4 % heute sind es 14 %, so der Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft IMPACT. O´Connor besuchte Hagen und die Region auf Einladung des DGB-Hagen. Neben Betriebsbesuchen und Gesprächen mit Gewerkschaften war O´Connor zu Gast bei einer Veranstaltung des Hagener Europa-Büros und der Volkshochschule. Die Krise in Irland ist keineswegs überwunden ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen weiterlesen

3.616 Aufstocker in Hagen – 23.800 regional

DGBAktion150(16:31 Uhr) Hagen/Westf. / Bochum – Die aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit nimmt der DGB in der Region Ruhr-Mark zum Anlass seine Forderungen nach einer Neuordnung der Arbeit und einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn zu unterstreichen. 3.616 Aufstocker in Hagen – 23.800 regional weiterlesen

DGB Ruhr Mark: solidarisch mit BeamtInnen

Aufruf zur Demonstration am 15.5. in Düsseldorf

DGBAktion150(14:57 Uhr) Hagen/Westf. – Bochum – NRW – Der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region Ruhr-Mark unterstützt die Forderungen der Beamtinnen und Beamten nach Übernahme der Tarifergebnisse auf alle Besoldungsgruppen. Für DGB-Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt eine klare Sache:  DGB Ruhr Mark: solidarisch mit BeamtInnen weiterlesen

Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? – Darstellung am Beispiel Irland

DGBAktuell rückt Slowenien in den Blick der Euro-Krise. Die vergangenen Wochen waren in der Berichterstattung durch die Entwicklungen in Zypern geprägt. Das Büro „europe direct“, die VHS und der DGB in Hagen veranstalteten in den vergangenen Jahren gemeinsame Informations- und Diskussionsabende zu Griechenland und Spanien. Am kommenden Mittwoch soll Irland in den Fokus gerückt werden. Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? – Darstellung am Beispiel Irland weiterlesen

Tausende Beschäftigte im Warnstreik – DGB Ruhr-Mark solidarisch

DGBAktion150(Hagen/Westf. – Bochum) Der DGB in der Region Ruhr-Mark versichert den Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie seine volle Solidarität. Tausende Beschäftigte im Warnstreik – DGB Ruhr-Mark solidarisch weiterlesen

DGB-Hagen: Stagnation auf dem Arbeitsmarkt

DGBFür den DGB in Hagen ist die Arbeitsmarktentwicklung in der Stadt weiterhin von großen Herausforderungen geprägt. Die Zahlen stagnieren wie in den Vormonaten und ein erkennbarer Rückgang ist nicht sichtbar. Stadtverbandsvorsitzender Jochen Marquardt sieht darin einen deutlichen Ausdruck einer verfehlten Politik. DGB-Hagen: Stagnation auf dem Arbeitsmarkt weiterlesen

„Tag der Arbeit“ in Hagen

DGBAuf vollen Touren laufen die Vorbereitungen der Gewerkschaften auf den 1.Mai in Hagen
Wie in den vergangenen Jahren wird es wieder ein Solidaritäts- und Volksfest mit Kultur, Diskussion und buntem Programm. Die diesjährige Losung für den „Tag der Arbeit“ findet sich in den Überschriften: „Unser Tag – für gute Arbeit, sichere Renten und ein soziales Europa“. Für den Hagener DGB-Vorsitzenden Jochen Marquardt steht der 1.Mai unter einem guten Stern. „Tag der Arbeit“ in Hagen weiterlesen

In 80 Städten gleichzeitig: Umfairteilen

1(TV58.de – Dietmar Laatsch) Die Mittelstraße in Hagen war heute Schauplatz für eine weitere Aktion des Bündnisses: „Aufstehen für Hagen – „Sozial gerechtes Hagen“. Hauptsächlich ging es darum, mit den Bürgern in der Stadt ins Gespräch zu kommen.
3Mit dem griffigen Slogan „umfairteilen – Reichtum besteuern“, war Hagen heute eine von weiteren 80 Städten bundesweit, in denen es auf unterschiedlichen Wegen um soziale Gerechtigkeit, gerechtes Steuersystem und die Zukunft der Kommunen ging. DGB-Chef Jochen Marquardt, der heute gleich auf mehreren Hochzeiten zu tanzen hatte, unterstrich noch einmal die Notwendigkeit die Krise wirksam zu bekämpfen. Ein gerechteres Steuersystem sei dafür erforderlich und dieser nur auf dem Wege eines Politikwechsels erreichbar. Am 1. Mai und in einer Großaktion vor den Bundestagswahlen werden die Gewerkschaften gemeinsam für einen neuen Weg zur sozialen Gerechtigkeit ringen.