Schlagwort-Archive: Gedenkveranstaltung

Röspel gedenkt der Opfer von Krieg und Naziherrschaft

Hagen – Vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945, kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos – nach über 2000 Kriegstagen und mehr als 50 Millionen Toten. Der heimische Bundestagsabgeordnete René Röspel gedachte in diesem Jahr in Belarus der Opfer von Krieg- und Nazi-Barbarei. Aus diesem Grund nahm er Anfang Mai zusammen mit seinem Kollegen Oliver Kaczmarek an einer Gedenkveranstaltung in Trostenez bei Minsk, Belarus teil.
Trostenez war während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944 der größte Vernichtungsort in Belarus. Zwischen 50 000 und 200 000 Menschen wurden dort getötet und verscharrt. Es ist aber auch das letzte große Vernichtungslager der Nazis ohne eigene Gedenkstätte. Mit deutschen und belarussischen Mitteln entsteht dort aktuell ein würdiger Erinnerungsort. Röspel und sein MdB-Kollege Oliver Kaczmarek aus Unna unterstützen diesen Bau und legten bei der offiziellen Gedenkveranstaltung am Erschießungsort des ehemaligen Vernichtungslagers im Wald von Blagowtschina Blumen nieder. „Wenn die Zeitzeugen irgendwann verstummen und der nächsten Generation nicht mehr von ihrem Schicksal berichten können, braucht es Stätten des Gedenkens, die für sich sprechen“, ist Röspel überzeugt.
Für große Beachtung sorgte der ebenfalls anwesende Gernot Erler (SPD), Beauftragter der Bundesregierung für die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland und u. a. Belarus, der sich im Rahmen der Gedenktage im Namen der Bundesregierung für die deutschen Verbrechen entschuldigte und um Vergebung bat.
Röspel und Kaczmarek zeigten sich nach der Veranstaltung und der Besichtigung der Mordstätte beeindruckt und bestätigt in der Aufgabe, die Versöhnungsarbeit der Zivilgesellschaft in Belarus und Deutschland politisch weiter zu begleiten.
Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden sich auch auf der Seite des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) Dortmund: www.ibb-d.de

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule

Hagen – Auf Initiative des damaligen Bundes­präsi­denten Roman Herzog wird seit 1996 der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 durch russische Soldaten, als „Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozia­lis­mus“ began­gen. In diesem Zusammenhang wird am kommenden Dienstag, 28. Januar, um 13 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, Am Bügel 20, eine Gedenk­veran­stal­tung mit Ansprachen, Lesungen, Musik und Schüler­beiträgen stattfinden. Die Gedenkrede sei­tens der Stadt Hagen wir Bürgermeisterin Brigitte Kramps halten. Interes­sierte Bürgerinnen und Bürger sind zur regen Teilnahme an dieser Gedenkveranstaltung aufgerufen.