Schlagwort-Archive: Flüchtlinge

Bildung – Ausbildung – Arbeit – Angebote für Geflüchtete

Hagen. Mehr als 100 Teilnehmer haben sich heute in einer gut besuchten Veranstaltung bei der agentur mark mit den Angeboten für Geflüchtete in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis beschäftigt. Gemeinsam mit den Kommunalen Integrationszentren Hagen und Ennepe-Ruhr und der Freiwilligenzentrale Hagen hatte die agentur mark ehrenamtlich und hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierte eingeladen, sich über Angebote und praktische Integrationshilfen in den zentralen Handlungsfeldern Bildung – Ausbildung und Arbeit sowie über rechtliche Fragen zu informieren und wichtige Ansprechpartner vor Ort kennenzulernen. Viele Partner aus Institutionen, von Trägern sowie Bildungs- und Beratungseinrichtungen haben die Veranstalter mit ihrem Fachwissen aktiv unterstützt. So konnten in lebhaften Diskussionen an mehreren Themeninseln konkrete Fragen beantwortet, praxisnahe Lösungen beschrieben und Zuständigkeiten geklärt werden. Die sehr erfreuliche Resonanz und der lebhafte Verlauf der Veranstaltung haben einmal mehr bestätigt, wie wichtig eine gute Vernetzung und der offene Austausch von Ehren- und Hauptamtlichen mit den zuständigen Stellen und
Institutionen sind. Der Blick über den eigenen Tellerrand und die Kenntnis der vielfältigen Unterstützungsangebote vor Ort sind für alle Beteiligten ein unverzichtbares Rüstzeug, wenn es darum geht, geflüchtete Menschen bei ihren ersten Integrationsschritten bestmöglich zu unterstützen. Nach einem spannenden und anregenden Nachmittag, zog Kirsten Kling, Geschäftsführerin der agenturmark, eine erste positive Bilanz für die Veranstaltergemeinschaft: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem auf direkte Fragen und Gespräche setzenden Format ganz offensichtlich den Nerv vieler aus der Flüchtlingsarbeit getroffen haben. Das zählt ganz besonders, weil wir alle wissen, dass uns das Thema Integration auch längerfristig beschäftigen wird. Wenn man sich erst mal kennengelernt und ausgetauscht hat, fällt die Zusammenarbeit leichter und vieles gelingt dann einfach besser.“ Erste Rückmeldungen zur Veranstaltung zeigen, wie wichtig es ist, die „Fäden weiter zu spinnen“ und im Gespräch zu bleiben.

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(Politik) Röspel unterstützt: Flüchtlinge schützen – Rassismus ächten – Naziterror bekämpfen

1Roespel_PressefotoHagen. „Wir stehen an der Seite der vielen engagierten Menschen in Deutschland, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Diese verdienen mehr Unterstützung.“ So heißt es in einem Aufruf, den 218 Bundestagsabgeordnete aus allen Parteien außer der CSU unterzeichnet haben. Auch der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel fordert darin „ernsthafte europäische Anstrengungen zur Bekämpfung der Fluchtursachen“. Bis sie erfolgreich sind, seien keine weiteren „Abschottungs- und Angstdebatten“ nötig, sondern den klaren Willen, Flüchtlinge schnell und gut zu integrieren.
Die Abgeordneten „stehen an der Seite der vielen engagierten Menschen in Deutschland, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Diese verdienen mehr Unterstützung“, schreiben die Abgeordneten. Sie erwarten, dass alle Politikerinnen und Politiker für eine offene Gesellschaft eintreten, in der Diskriminierung von Flüchtlingen und Angstmache gegen Fremde keinen Platz haben.
Der komplette Aufruf ist auf René Röspels Homepage www.roespel.de zu finden.
„Unabhängig davon werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass der Bund mehr Verantwortung für die Finanzierung der Aufgaben übernimmt, die den Städten durch die Betreuung und Versorgung Flüchtlinge entstehen“, verspricht Röspel.

DRK bietet ab Mittwoch Schwimmkurs für erwachsene Flüchtlinge an

Witten –Schwimmen und das sichere Bewegen am und im Wasser ist nicht nur für Kinder wichtig. Aus diesem Grund bietet das Wittener DRK ab kommenden Mittwoch einen Schwimmkurs für erwachsene Flüchtlinge an, selbstverständlich sind aber auch alle anderen Nichtschwimmer und Bürgerinnen und Bürger, die ihre Sicherheit am und im Wasser verbessern wollen, herzlich eingeladen.  „Die ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder, die über die Lehrberechtigung Schwimmen und Rettungsschwimmen verfügen, freuen sich darauf, kontinuierlich zweimal in der Woche einen vollwertigen Schwimmkurs für Erwachsene im Annener Freibad anbieten zu können. Einsteigen können Interessierte jederzeit.“, berichtet  Kreisrotkreuzleiterin Tanja Knopp.

Neben dem Schwimmen lernen selbst, werden die Baderegeln, die verschiedenen Gefahren, die von Gewässern ausgehen und der individuelle Erwerb von Sicherheit im und am Wasser im Mittelpunkt der Termine stehen, individuelle Förderung „…, können wir garantieren, denn der Schwimmkurs wird jeweils parallel zu den Trainingszeiten unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der DRK-Wasserwacht stattfinden, sodass wir jeweils mit einer großen Anzahl an Rettungsschwimmern und Ausbildern konkrete Hilfestellungen geben werden.“, ergänzt Fachdienstleiter Bastian Wiebusch, der für individuelle Rückfragen jederzeit per Email unter wiebusch@drk-witten.de zur Verfügung steht.

Der „Schwimmkurs für erwachsene Flüchtlinge“ findet ab dem 15.07.2015 jeweils Mittwochs und Donnerstags von 19.15 bis 21:00 Uhr im Annener Freibad, Herdecker Straße 66, 58453 Witten statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei und ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.drk-witten.de, telefonisch oder persönlich im Rotkreuzzentrum oder zu den Kurszeiten persönlich im Annener Freibad.

Sprach- und Integrationsmittler ausgebildet

Die erfolgreichen SprInt-Absolventen, die die Diakonie Mark-Ruhr ausgebildet hat, mit der Leiterin der Zuwanderungsberatung Hagen, Heike Spielmann (rechts) (Foto Quelle: Diakonie Hagen)
Die erfolgreichen SprInt-Absolventen, die die Diakonie Mark-Ruhr ausgebildet hat, mit der Leiterin der Zuwanderungsberatung Hagen, Heike Spielmann (rechts) (Foto Quelle: Diakonie Hagen)

Hagen/ Dortmund. Prognosen zufolge werden im Jahr 2015 so viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Sprachliche und kulturelle Missverständnisse sind die Folge. Professionell ausgebildete Sprach- und Integrationsmittler (SprInt) schaffen Verständigung durch fachkundiges Dolmetschen, Vermittlung in soziokulturellen Fragen und Assistenz in der sozialen Arbeit. Eine neue Generation von Sprach- und Integrationsmittlern wurde am 30. Juni 2015 in Dortmund feierlich verabschiedet.

Im Januar 2014 starteten die Qualifizierungen der Sprach- und Integrationsmittler bei der Diakonie Mark-Ruhr gGmbH in Hagen und der EWEDO GmbH in Dortmund im Rahmen eines durch Mittel des Landes NRW und der EU geförderten Projektes SprInt NRW. Die Ausbildung dauerte 18 Monate. Für die zukünftigen „SprInt“ bietet die Tätigkeit die Möglichkeit, nach langer Arbeitslosigkeit wieder ein Einkommen zu erzielen. „Endlich werden unsere Mehrsprachigkeit und die Erfahrung, in zwei Kulturen gelebt zu haben, als besondere Kompetenzen anerkannt“, betont Kurssprecherin Veska Petrova-Schneider. Sie selbst kommt aus Bulgarien und bietet als Sprache Bulgarisch an.

Die erworbenen SprInt-Zertifikate wurden von Heike Bettermann (Jobcenter Dortmund) und Volker Klein (Jobcenter Hagen) verliehen. Zertifizierte SprInt unterliegen bundesweiten Qualitätsstandards auf dem Niveau eines Fortbildungsberufes. Ab Sommer 2015 will der SprInt-Vermittlungsservice in Dortmund diese Dienstleistung der professionellen Sprach- und Integrationsmittlung flächendeckend anbieten. Über die Diakonie Mark-Ruhr haben teilgenommen und bestanden: Katalin Balaton, Olga Balci, Alvina Bilmann, Jana Heinrichs, Yura Karadzhova, Danijela Kuprat, Muhtesim Memis, Nadia Moftah, Smail Mujkic, Aka Eugenie Susanne N’da, Veska Petrova-Schneider, Aspasia Pouliou, Rossario Sammarco, Tasleem Sayfi, Svetlana Schwabenland, Natalja Schmidt, Sedat Silviri, Muharrem Spahiu, Ayse Yalciner und Edina Ziga.

Menschen nicht nach Herkunft beurteilen

Aydan Özoguz, Rene Röspel und Franz-Josef Franke (Foto: SPD)
Aydan Özoguz, Rene Röspel und Franz-Josef Franke (Foto: SPD)

(12:20 Uhr) Menschen solle man nicht nach ihrer Herkunft beurteilen, sondern nach ihren Fähigkeiten, forderte der heimische SPD Bundestagsabgeordnete René Röspel bei einer „Fraktion vor Ort“-Veranstaltung, zu der er zusammen mit seiner Kollegin Christel Humme, der Abgeordneten für den nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis, in das „Alte Stadtbad“ in Haspe eingeladen hatte. Aber immer noch entscheidet die Abstammung darüber, wer Deutscher ist und wer nicht, machte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Aydan Özoğuz, deutlich. Menschen nicht nach Herkunft beurteilen weiterlesen

Musik aus der West-Sahara – Weltmusik-Star Mariem Hassan im AllerWeltHaus

Mariem Hassan (Foto: AllerWeltHaus)
Mariem Hassan (Foto: AllerWeltHaus)

(12:00 Uhr) Die charismatische Sängerin und Musikerin Mariem Hassan hat den Haul, die traditionel-le Musik Westsaharas, behutsam modernisiert. Mit ihrem dritten Solo-Album „El Aaiún Egdat“ erreichte sie im Sommer 2012  für zwei Monate die Spitze der europäischen Weltmusik-Charts.
Mariem Hassan ist die Stimme der Westsahara und des sahrauischen Volkes, das seit fast vier Jahrzehnten im Exil lebt. Sie wurde 1958 in eine Nomadenfamilie in der Westsahara geboren, als das Land noch unter spanischer Besatzung stand.
Mariems Lieder erzählen Geschichten vom Alltag im Exil, von den Widersprüchen zwi-schen Tradition und Modernität, von der Identität ihres Volkes und der Sehnsucht nach ihrer Heimat. Musik aus der West-Sahara – Weltmusik-Star Mariem Hassan im AllerWeltHaus weiterlesen