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Sichere und dauerhafte Behebung des Bruchs

1309 Klatt Portrait
Foto Quelle:Krankenhaus Haspe

Volmarstein – Patientenforum im Ev. Krankenhaus Haspe. „Beim Vorliegen eines Narbenbruches besteht stets die Operationsoption“, so Dr. Richard Klatt. „Ist ein Bruch aufgetreten, wird eine Operation aus Angst oder Unkenntnis über die potentielle Gefahr häufig verschleppt“, weiß der Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Ev. Krankenhauses Haspe. „Aber es kann lebensgefährlich werden, wenn sich Baucheingeweide im Bruch einklemmen“.
Der Narbenbruch war das Thema beim Patientenforum im Krankenhaus am Mops. Dass das Problem immer häufiger nach Operationen auftritt zeigt die große Zahl der Besucher. Etwa jeder fünfte Patient erleide nach einer größeren offenen Bauchoperation einen Narbenbruch, berichtete der Experte. „Eine Operationsnarbe ist immer eine Schwachstelle im Gewebe. Ist die Bauchwand nicht fest genug, kann im Bereich der Narbe eine Bruchpforte entstehen. Das ist eine Lücke in der Bauchwand, durch die sich die Baucheingeweide nach außen vorwölben können.“ Meist trete die Narbenhernie dabei innerhalb des ersten Jahres nach der OP auf. Sie kann wenige Millimeter bis 30 Zentimeter groß sein.
„Es gibt keine nachhaltig bessere Lösung als eine rasche und schonende Operation“, betont der Referent. Denn wer zu lange warte, habe ein wachsendes Problem und lebe gefährlich: Der Bruch vergrößert sich, die Gefahr einer Einklemmungssituation steigt. Wird eine nach außen durchgebrochene Darmschlinge abgeklemmt und mit ihr die Durchblutung, bestehe sogar Lebensgefahr. „Dann haben Sie noch vier Stunden, bevor Darmgewebe abstirbt.“
Der Oberarzt aus Haspe betonte, dass es ihm nicht darum gehe, Panik zu schüren. „Aber verglichen mit einer Notoperation ist die geplante Operation eines Bruchs ist in der Regel ein gut beherrschbarer Eingriff mit nur wenigen Komplikationen. Ein akut eingeklemmter Bruch ist dagegen eine echte Notsituation.“ Die Chirurgische Abteilung am Mops ist ein zertifiziertes „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“. Zu den Qualitätskriterien gehören eine hohe Anzahl von Operationen, das Qualitätsmanagement, die Durchführung aller modernen OP-Verfahren, spezielle Sprechstunden, das Schmerzmanagement, die hohe Kompetenz bei Ultraschalluntersuchungen und die laparoskopischen Operationen sowie eine geringe Gesamtkomplikationsraten. „Die Verschließung der Bruchpforte operativ mit einem Netz bedeutet derzeit die sicherste und dauerhafteste Behebung des Bruchs“, betont Dr. Claas Brockschmidt, Chefarzt der Viszeralchirurgie am Mops.

„Der Narbenbruch: Tipps und Tricks diesen zu vermeiden“

1309 Klatt PortraitHagen – „Neue Volkskrankheit: Der Narbenbruch“ ist der Titel des nächsten Patienten-Forums, zu dem das Evangelische Krankenhaus Haspe am Dienstag, den 16. Juni um 18.00 Uhr, in den Schulungsraum des Krankenhauses, Brusebrinkstraße 20, einlädt. Den Vortrag hält Dr. Richard Klatt, Leiter des Kompetenzzentrums Hernienchirurgie am Mops. Er erläutert Tipps und Tricks den Narbenbruch zu vermeiden oder rechtzeitig zu behandeln und berichtet von den Erfahrungen des Hernienzentrums.
„Eine Operationsnarbe ist immer eine Schwachstelle im Gewebe“, so Dr. Klatt. „Ist die Bauchwand nicht fest genug, kann im Bereich der Narbe eine Bruchpforte entstehen. Das ist eine Lücke in der Bauchwand, durch die sich die Baucheingeweide nach außen vorwölben können.“ Etwa jeder fünfte Patient erleide nach einer größeren offenen Bauchoperation einen Narbenbruch, berichtet der Experte vom Mops. Meist trete die Narbenhernie dabei innerhalb des ersten Jahres nach der OP auf. Sie kann wenige Millimeter bis 30 Zentimeter groß sein.
„Ist ein Bruch aufgetreten, wird eine Operation aus Angst oder Unkenntnis über die potentielle Gefahr häufig verschleppt“, berichtet Dr. Klatt. „Aber das kann lebensgefährlich werden.“ Der Oberarzt erklärt: „Es gibt keine nachhaltig bessere Lösung als eine rasche und schonende Operation.“ Denn wer zu lange wartet, hat ein wachsendes Problem und lebt gefährlich: Der Bruch vergrößert sich in der Folge, die Gefahr einer Einklemmungssituation steigt. Wird hierbei eine nach außen durchgebrochene Darmschlinge mitsamt ihrer Durchblutung abgeklemmt, besteht sogar Lebensgefahr.
Jedes Jahr werden in Deutschland rund 350.000 Hernien-Operationen durchgeführt. In den rund 30 zertifizierten Referenz- und Kompetenzzentren, zu denen die Chirurgische Abteilung am Mops auch gehört, wird die Patientensicherheit und Versorgungsqualität in der Hernienchirurgie stetig kontrolliert und verbessert. Um „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“ zu werden, musste das Krankenhaus in Haspe hohe Voraussetzungen erfüllen: Eine hohe Anzahl von Operationen, Qualitätsmanagement, die Durchführung aller modernen OP – Verfahren, spezielle Sprechstunden, perioperatives Schmerzmanagement, hohe Kompetenz bei Ultraschalluntersuchungen und den laparoskopischen Operationen sowie geringe Gesamtkomplikationsraten. „Für Patienten unterstreicht diese Zertifizierung den hohen Stellenwert und die herausragende Qualität der Behandlung von Brüchen“, betont Dr. Claas Brockschmidt, Chefarzt der Viszeralchirurgie am Mops. Für Fragen bleibt genügend Zeit. Der Eintritt ist frei.

Das Leiden mit den Steinen – Patientenforum im Ev. Krankenhaus Haspe

icon20136006002.png(14:35 Uhr) Das nächste Patientenforum im Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe thematisiert Gallenerkrankungen: „Das Leiden mit den Steinen“ heißt der Vortrag, den Dr. Richard Klatt, Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Dr. Dirk Wimmers, Oberarzt der Medizinischen Klinik gemeinsam halten. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 18. Juni, um 18.00 Uhr im Schulungsraum des Krankenhauses am Mops. Das Leiden mit den Steinen – Patientenforum im Ev. Krankenhaus Haspe weiterlesen