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Keine Parkplätze am Hagener DGB-Haus

Wegen der anstehenden Umbaumaßnahmen am und im Gewerkschaftshaus an der Körnerstraße kommt es künftig zu geringen Beeinträchtigungen. Keine Parkplätze am Hagener DGB-Haus weiterlesen

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DGB: „Herausforderungen an unsere Stadt müssen anders gemeistert werden“

DGBAktion150Hagen. Für den DGB zeichnet sich in Hagen eine Situation, die wie in einem Brennglas die zentralen Fragen der aktuellen Politik bündelt. Während auf der einen Seite eine herausragende Solidarität mit Flüchtlingen und große Anstrengungen der Verantwortlichen in den Strukturen der Stadt zu verzeichnen sind, zeigt sich auf der anderen Seite deren Begrenztheit im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. „Wir sind beeindruckt von einer Willkommenskultur in unserer Stadt, die von sehr vielen Menschen getragen wird und freuen uns über das persönliche Engagement vieler unserer Mitglieder“, so Jochen Marquardt für die Hagener Gewerkschaften. „Aktuell bemühen wir uns um eine bessere Vernetzung unserer Aktivitäten.“

Dazu zählt unter anderem die Arbeit des neuen Gewerkschaftssekretärs Fatih Ece, der seit dem 01.09. beim DGB beschäftigt ist und daran arbeitet, eine Analyse der aktuellen Lage zu erstellen, um daraus die Möglichkeiten und Erfordernisse für die weitere Arbeit abzuleiten. In einer Vorstandssitzung in der nächsten Woche will der DGB Stadtverband seine nächsten Maßnahmen diskutieren.

Unter anderem wird es darum gehen, die konkrete und direkte Hilfe weiter zu entwickeln und gleichermaßen Lösungen für die strukturellen Probleme zu finden. Dazu zählen die Sicherung der Sprachunterrichte und die Aufgabe Wege in gute Arbeit zu eröffnen. Zusätzlich sollen Veranstaltungen vorbereitet werden, die über die Ursachen der Flucht informieren und Anforderungen an die Politik formulieren, diese Ursachen ernsthaft anzugehen.

Gleichermaßen dürfen für den DGB in dieser Situation die vielen anderen Probleme in der Stadt nicht aus dem Blick verloren gehen. So bleibt die Zahl der Erwerbslosen nach wie vor hoch, vor allem bei den Langzeitarbeitslosen und auch die Forderung nach Ausbildungsplätzen für alle Jugendlichen bleibt bestehen. Für den DGB-Vorsitzenden zeichnet sich hier eine besonders komplizierte Lage ab. „Es gibt zwei gleichzeitige Wahrheiten. Zum einen fehlen 2015 hunderte Ausbildungsplätze und zum anderen finden Unternehmen oftmals nicht die Jugendlichen, die sie für ihre betrieblichen Anforderungen suchen.“ Für Marquardt stellt sich das Problem als so genanntes Matching-Problem dar, ebenso wie nicht nachgelassen werden darf, die Wirtschaft und Verwaltung aufzufordern, ausreichend Plätze anzubieten.

Der DGB wird sich weiterhin für gute Arbeit in den bestehenden Beschäftigungsverhältnissen einsetzen und aktiv für die Schaffung neuer Arbeitsplätze eintreten. Dabei verweisen die Gewerkschaften darauf, dass auch die Stadt in großer Verantwortung steht. Hier müssen sowohl große Anstrengungen unternommen werden, um die Attraktivität für Hagen weiter zu erhöhen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern als auch wirtschaftspolitische Impulse gesetzt werden. Dem stehen weitere Kürzungsbemühungen entgegen. „Mehr Attraktivität entsteht weder durch die geplante Sparpolitik im Kulturbereich noch durch die Kürzung von Bürgerangeboten in den Bürgerzentren oder durch weitere Einschnitte in den sozialen Bereichen“, sagt Marquardt. Für ihn muss es um einen Masterplan für Hagen gehen. Eine verantwortliche Analyse der bisherigen Schritte bezeugt nachhaltig, dass die Kürzungspolitik der Vergangenheit keine Erfolge gebracht hat und es von daher immer mehr darauf ankommt, dass keine Wunscheinnahmen formuliert werden, sondern der Druck auf Düsseldorf und vor allem auf die Bundesregierung erhöht werden muss, die Einnahmen durch eine Steuerpolitik zu verbessern, die die Handlungsräume der Stadt erhöht und die Zukunft gestalten hilft.

Schlussendlich zählt dazu auch alles zu tun, um die Arbeitsplätze bei Enervie zu sichern und dabei vor allem die beteiligten Banken einzubinden anstatt die Beschäftigten für die Verfehlungen der Politik des Unternehmens in Regress zu nehmen.

Gewerkschaften zum Antikriegstag 2015

Hagen. DGB ruft zu Aktionen am 1. September auf. Für die Gewerkschaften ist der 1. September ein Tag des Erinnerns und des Mahnens. An diesem Tag begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen. In vielen Städten und Kreisen der Region finden anlässlich der europaweit 60 Millionen Toten Aktionen und Veranstaltungen statt. Für Jochen Marquardt vom DGB stehen die Gewerkschaften in Tradition alles zu tun, um die Erinnerung wachzuhalten und die Mahnung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ in Gegenwart und Zukunft zu tragen. Für den DGB-Vertreter bleibt die Aufgabe aktuell. „Die Gewerkschaften sind Teil der Friedens- und Solidaritätsbewegung der Welt, im eigenen Land, in unseren Städten und an unseren Arbeitsplätzen. Wir freuen uns über die vielen Aktivitäten und rufen unsere Mitglieder und alle Menschen dazu auf, aktiv mitzumachen. Während es vor Ort große Herausforderungen gibt, um Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie in unsere Lebensräume aufzunehmen“, so der örtliche DGB-Vorsitzende, „stehen wir gleichzeitig vor der Herausforderung, auf die Ursachen für Flucht und Vertreibung zu schauen und gemeinsam über Lösungen nachzudenken.“ Die Hoffnungen auf eine soziale und gerechte Welt ohne Krieg hat sich bis heute nicht erfüllt. Sie erfordert politisches Umdenken auf vielen Ebenen. Dafür gilt es für den DGB aktiv einzutreten. In Hagen beteiligen sich die Gewerkschaften an den Aktivitäten des Bündnisses „Hagen ist bunt“  am 1. September. Diese starten ab 15.00 Uhr mit Infoständen in der Elberfelderstr. und enden mit dem Flashmob um 19.00 Uhr: eine Minute „Klatschen für den Frieden“ im Volkspark. Marquardt: „Wir hoffen darauf, dass sich viele Menschen beteiligen werden.“

„Friedensstifter oder Kriegstreiber?“

cropped-logo201506.pngHagen. Am Montag, 31. August, dem Vorabend des Antikriegstages, wird Andreas Zumach in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, über die Ursachen der verschiedene Krisenherde informieren. Er wird über Menschenrechte und Machtpolitik berichten und über Instrumente einer nachhaltigen Friedenssicherung diskutieren. Die Europäische Friedensordnung wird mit Kriegsrhetorik, Eskalationshandlungen und Sanktionsdrohungen in Politik und Medien geradezu fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Die EU als Friedensnobelpreisträger hat im weltweiten Waffenhandel eine gewichtige und widersprüchliche Rolle. Die NATO als militärisches Bündnis übernimmt einen eigenen Part in der Vertretung der westlichen Interessen. In der Ukrainekrise findet die Rolle der EU in der Berichterstattung kaum Berücksichtigung. Hinzu kommt das Werben von Juncker und von der Leyen für ihre Zukunftsvision einer europäischen Armee.
Bei vielen Krisenherden wird die Ursachenbeseitigung oftmals von der Symptombearbeitung in den Hintergrund gedrängt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird zur Friedensherstellung kaum berücksichtigt und scheint auch über keine geeigneten Instrumente zu verfügen.
Referent Andreas Zumach arbeitet auf den Gebieten des Völkerrechts, der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und internationaler Organisationen. Er arbeitet in Genf als Korrespondent für Printmedien, wie beispielsweise „die tageszeitung (taz)“ und „Die Presse“, sowie für deutschsprachige Rundfunkanstalten.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Ausbildungsstart: Die wichtigsten Fragen und Antworten

DGBHagen. Für viele Jugendliche in Hagen hat das neue Ausbildungsjahr bereits am 1. August angefangen, für andere beginnt es in Kürze. Gerade am Anfang stellen sich viele Fragen: Was ist beim Ausbildungsvertrag zu beachten? Gibt es einen betrieblichen Ausbildungsplan? Wer regelt, wann und wo ich arbeiten muss? Muss ich wirklich Überstunden machen? Und was ist, wenn es einfach nicht passt – kann ich dann den Ausbildungsplatz wechseln? Auskünfte gibt es beim DGB seit mehr als zehn Jahren kostenlos bei dr-azubi.de, dem Online-Portal der DGB-Jugend. Auszubildende können anonym Fragen stellen, die in kurzer Zeit beantwortet werden. „Alle Azubis sollten von Beginn an ihre Rechte und Pflichten kennen“, sagt Jochen Marquardt vom DGB in Hagen. Und: „Auch in diesem Jahr besuchen wir wieder bundesweit Berufsschulen, um die Azubis direkt zu informieren. Als Gewerkschaftsjugend sind wir die Experten für alle Fragen rund um die Ausbildung. Wir sind Ansprechpartner für bessere Ausbildungsbedingungen!“, so Marquardt.

Die häufigsten Fragen und Antworten gibt es online auf www.jugend.dgb.de :

Zwölf Fragen zum Beginn der Ausbildung 

 Der DGB stellt die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick vor:

Was gilt es beim Abschluss des Ausbildungsvertrages zu beachten?

Der Ausbildungsvertrag muss noch vor Beginn der Ausbildung schriftlich geschlossen werden. Er wird von Azubi und Ausbilder unterschrieben und muss, falls der oder die Auszubildende nicht volljährig ist, zusätzlich von den gesetzlichen Vertretern – in der Regel den Eltern – unterschrieben werden. Betrieb und Azubi bekommen je ein Exemplar. Im Ausbildungsvertrag sind wichtige Punkte geregelt, wie z.B. die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung, der Ausbildungsort und die Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte, aber auch die Dauer der täglichen Arbeitszeit und der Probezeit sowie die Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung. Hier sind auch die Voraussetzungen beschrieben, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann sowie ein allgemeiner Hinweis auf die geltenden Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

Dr. Azubi rät: Vertrag vor der Unterzeichnung gut durchlesen und bei Unklarheiten sofort nachfragen. Es lohnt sich, den Vertrag von der Gewerkschaft prüfen zu lassen.

Was bedeutet die Probezeit?

Die Probezeit dauert ein bis maximal vier Monate und dient zum gegenseitigen Kennenlernen. Während dieser Zeit können sowohl Azubi als auch Betrieb von heute auf morgen und ohne Begründung das Ausbildungsverhältnis kündigen. Die Kündigung muss aber trotzdem schriftlich erfolgen.

Können Azubis den Ausbildungsplatz wechseln?

Azubis können kündigen oder einen Aufhebungsvertrag mit dem Betrieb vereinbaren und ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen. Wenn der Betrieb mit ihrem Weggang nicht einverstanden ist, brauchen Azubis aber einen gravierenden Grund für eine fristlose Kündigung.

Dr. Azubi rät: Azubis sollten erst kündigen, wenn sie einen neuen Betrieb gefunden haben, der sie übernimmt!

Müssen Azubis Überstunden machen?

Überstunden sind in der Ausbildung nicht vorgesehen, da die Azubis im Betrieb sind, um ihren Beruf zu erlernen – und dazu reicht die vertraglich festgelegte Ausbildungszeit aus. Wenn Überstunden geleistet werden sollen, müssen die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes eingehalten werden. Alle Überstunden müssen der oder dem Azubi mit entsprechendem Überstundenzuschlag bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden.

Wann dürfen Azubis in Urlaub gehen?

Wie viel Urlaub Azubis im Jahr zusteht, kann man im Ausbildungsvertrag nachlesen. Azubis dürfen ihren Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr nehmen, mindestens zwei Wochen des Urlaubs müssen am Stück gewährt werden.

Dr. Azubi rät: Frühzeitig einen schriftlichen Urlaubsantrag stellen, der Arbeitgeber muss dann innerhalb eines Monats darauf reagieren.

Wie viel Ausbildungsvergütung steht Azubis zu?

Die Ausbildungsvergütung ist für viele Azubis in Tarifverträgen festgelegt. Aber auch wenn kein Tarifvertrag Anwendung findet, muss die Vergütung angemessen sein. Azubis in einer normalen dualen Ausbildung haben deshalb auf jeden Fall Anspruch auf mindestens 80 Prozent der üblichen tariflichen Vergütung. In einer überbetrieblichen Ausbildung sind es 55 Prozent.

Wie reagiert man bei einer Abmahnung?

Mit einer Abmahnung gibt der Ausbilder dem Azubi zu verstehen, dass er mit der Leistung oder dem Verhalten nicht zufrieden ist. Eine Faustregel besagt, dass der Kündigung eines Azubis mindestens zwei Abmahnungen vorausgehen müssen. — Dr. Azubi rät: Den Inhalt der Abmahnungen genau prüfen und bei einer unberechtigten Abmahnung eine Gegendarstellung verfassen. Außerdem den Betriebsrat oder die Gewerkschaft einschalten.

Welche finanziellen Hilfen gibt es?

Auszubildende können bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, wenn das Geld nicht reicht. Eltern von Azubis unter 25 Jahren erhalten außerdem weiterhin Kindergeld, solange ihr Kind eine Ausbildung absolviert. Wenn der Azubi nicht mehr zu Hause wohnt und den Eltern keine Kosten durch ihn entstehen, müssen die Eltern ihm das Kindergeld auszahlen.

„Weitere Fragen können die Auszubildenden beim DGB oder bei den Mitgliedsgewerkschaften in Hagen stellen“, so Marquardt, „oder auch direkt bei den Betriebs- und Personalräten bzw. der JAV (Jugend- und  Auszubildendenvertretung) in den Betrieben.“

„Wer rettet wen“ – Filmveranstaltung in der Pelmke

Hagen – Bleibt Griechenland im Euro oder droht der Grexit? Die Diskussion bestimmt auch in den letzten Tagen die Medien. Im Zentrum steht dabei der jeweilige Verhandlungsstand. „Wer rettet wen“ – Filmveranstaltung in der Pelmke weiterlesen

Europa neu begründen! – Investieren oder sparen?

Hagen – Leider hatten sich nur wenige Besucher ins „Trauzimmer“ des Hagener Rathaus getraut, um an der Informations- und Diskussionsveranstaltung des „europe-direct“-Büros und des örtlichen DGB teilzunehmen. Bedauerlich fanden die Veranstalter und Anwesenden, denn sowohl der Wissenschaftler Dr. Steffen Lehndorff als auch Birgit Ladwig-Tils vom Redner-Team Europe starteten mit interessanten Beiträgen und profundem Hintergrundwissen. Ladwig-Tils erläuterte die Situation in der EU anhand aktueller Entwicklungen aus dem Rat der EU und der Darstellung eines Überblicks über die Ausrichtungen der europäischen Entwicklungen anhand des Dreiklangs aus Schuldenkonsolidierung, Finanzstabilität und wirtschaftlicher Konsolidierung durch Strukturreformen. Sie machte deutlich, dass auch mit dem amtierenden Chef Juncker an der grundsätzlichen Orientierung festgehalten würde. „Allerdings“, so die Rednerin, „mit einer verstärkten Ausrichtung auf mehr Investitionen und Veränderungen in der Arbeitsweise. So sind die bisherigen 28 Kommissionen auf 7 Ressorts konzentriert worden, um eine bessere Zusammenarbeit und Abstimmung zu ermöglichen. Ziel der Arbeit ist es unter anderem bis zum Jahr 2020 Dreiviertel aller 20 – 64jährigen in Arbeit zu bringen. Dabei soll ein Investitionsprogramm von 21 Mrd. dienen. Der Kommissionspräsident verspricht sich über einen Hebel durch private Investoren einen Volumen von 315 Mrd. Euro.“ Gewissheiten darüber, ob das so funktionieren wird, gibt es bisher allerdings nicht. Lehndorff, Autor des Buches „Spaltende Integration“, in dem in verschiedenen Länderstudien, z.B. aus Spanien, Griechenland, Irland und Italien die Entwicklungen der vergangenen Jahre aufgezeigt und abgeglichen werden, eröffnete einen eher kritischen Blick auf die Entwicklungen. Einerseits müsse es darum gehen die Lage in Europa und die Entwicklungen zur Krise, wie auch die Versuche sie zu bewältigen, sauber zu analysieren und andererseits Wege in eine erfolgreiche Zukunft der EU zu gestalten. Dabei schnitten die bisherigen Lösungsversuche nicht gut ab. Verantwortlich seien vor allem, die als Lösungen dargestellten Spardiktate für die besonders betroffenen Länder, die durchgängig nicht zur Lösung, sondern zum weiteren Aufbau von Staatsschulden geführt hätten. Während die Banken und Finanzakteure gerettet worden sind, sind die Schulden auf die Staaten übertragen worden. Durch die so genannten Strukturreformen, vor allem in den Arbeitsmärkten, beim Abbau tariflicher und sozialer Rechte, sowie in der Reduzierung von Löhnen und Renten ist die Wirtschaftsleistung rückgängig und somit keine Hilfe bei der Bewältigung der Krisenlagen. Anschließend an die Vorträge fand eine rege Diskussion statt, die von Jochen Marquardt, DGB moderiert wurde und in der beide Referenten deutlich machten, dass die Zukunft Europas mehr brauche als eine Sparpolitik ohne Augenmaß, wenn sie die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern wolle. Vielmehr seien Wachstumsimpulse erforderlich, die die Wirtschaft wieder in Gang setzen können und zum Rückbau der Schulden beitragen kann. Einig waren sich Vortragende und Moderation, dass dazu eine grundlegende Veränderung der EU-Politik notwendig wäre. Für Lehndorff, eine, die von einer Umverteilung im eigenen Land gestützt werden müsse, um die deutsche Exportstärke zu sichern und durch mehr Kaufkraft dazu Beiträge zu leisten, um Importe aus anderen Ländern zu befördern. Mögliche Perspektiven wurden in einem Aufruf der deutschen Gewerkschaftsvorsitzenden ausgemacht, der dazu aufruft, die Wahlen in Griechenland als Ausdruck des demokratischen Willens der Griechen ernst zu nehmen und eine Kursänderung in ein soziales und zukunftsfähiges gemeinsames Europa zu vollziehen. http://www.europa-neu-begruenden.de/ Für Sabine Krink vom „europe-direct“-Büro eine erkenntnisreiche Veranstaltung und trotz geringer Teilnehmerzahl Grund für weitere gemeinsame Diskussionen um die Politik in Europa, die im Laufe des Jahres folgen sollen.

70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Hagen – „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“ war der Schwur von Buchenwald vor 70 Jahren. VHS, DGB und Arbeit und Leben laden zu einer Diskussionsveranstaltung mit Professor Dr. Hajo Schmidt am Dienstag, 5. Mai, um 19 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein. Der Frieden sollte zum Normalfall der europäischen, ja, der menschlichen Entwicklung werden. Wie sehr dieser Friede zu Zeiten des „Kalten Krieges“ auch immer gefährdet erschien, so wurde er doch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und den daran geknüpften Hoffnungen für viele Menschen in Deutschland und Europa zu einer nicht mehr problematisierten, selbstverständlichen Erfahrung. Dabei ist die Rechtsentwicklung durch die parlamentarischen Erfolge der AfD sowie die Gruppierungen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ und damit verbundene Fremdenfeindlichkeit mit erschreckendem Zuwachs rassistischer Prägungen mit großer Sorge zu betrachten. In seinem Vortrag wird sich Hajo Schmidt nach einem Blick in die Geschichte mit der Notwendigkeit des Erinnerns beschäftigen und aktuelle Bezüge herstellen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Vortrag zu „Spardiktaten“ gegenüber Griechenland

Hagen – Über die Medienkampagne anlässlich der „Spardiktate“ gegenüber Griechenland referiert Otto König, ehemaliger erster Bevollmächtigter der IG Metall in Gevelsberg und engagierter Gewerkschafter, am Dienstag, 21. April, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14.

Seit sechs Wochen ist in Griechenland die neue linke Regierung unter Führung von Syriza im Amt. Große Aufregung herrscht in Deutschland und Europa darüber, dass die Griechen das Spardiktat aufgekündigt haben. Die Botschaft aus Berlin und Brüssel an die neue griechische Regierung ist deutlich: Entweder wird weiter gekürzt oder die Kredite aus der EU werden gestoppt, damit die Gelder nicht im Sumpf von Korruption und Sozialromantikern versinken.
Um eine einseitige Berichterstattung in den Medien zu kompensieren, bietet Referent Otto König mit seinem Vortrag eine differenzierte Auseinandersetzung zu dem Thema an. Er wird Ursachen und Hintergründe herausarbeiten, um anschließend über die aus seiner Sicht notwendige Solidarität von Gewerkschaften und anderen nationalen und internationalen Bewegungen zu diskutieren.
Zu dieser Veranstaltung laden Arbeit und Leben, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Volkshochschule Hagen ein. Der Eintritt ist frei.

Warum die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden

Hagen – Am Dienstag, 17. März 2015 referiert Professor Dr. Heinz Bontrup um 19 Uhr in der Reihe „Gegen den Strom“ über das Thema der auseinanderstrebenden Einkommens- und Vermögensverteilung. Zu dieser Veranstaltung laden Arbeit und Leben, DGB und VHS in die Aula des Fichte-Gymnasiums, Goldbergstraße 20, ein. Der Eintritt ist frei.
Thomas Piketty hat in seinem viel diskutierten Buch „Capital in the Twenty-First-Century“ die langfristige Entwicklung von Einkommen und Vermögen in mehreren westlichen Ländern untersucht. Der Diplom-Ökonom Prof. Dr. Heinz Bontrup stellt Pikettys Analyse in den Zusammenhang bundesrepublikanischer Einkommens- und Vermögensverteilung und beleuchtet deren Auswirkung auf den Wirtschaftskreislauf und demokratische Entwicklungen.
Darüber hinaus wird der Referent kapitalistische Widersprüche benennen und Wege einer alternativen Wirtschaftspolitik darstellen.
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup ist u. a. Professor für Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomie im Fachbereich Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und Sprecher der Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“.

Trotz Beschäftigungszuwachs – Armut auf Rekordhoch

DGBDGB in der Region fordert einen Politikwechsel   

Hagen- Der DGB in der Region zeigt sich tief besorgt über die Ergebnisse des Berichts zur regionalen Armutsentwicklung. Unter dem Titel „die zerklüftete Republik“ hat der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband aktuelle Daten 2014 öffentlich gemacht. Die zentrale Botschaft ist beschämend für Deutschland. Die Armut ist … Trotz Beschäftigungszuwachs – Armut auf Rekordhoch weiterlesen

TTIP-Beschluss des Rates behält seine volle Gültigkeit

Hagen – Für den DGB in Hagen gibt es keinen Grund den mit großer Mehrheit gefassten Ratsbeschluss zum Freihandelsabkommen TTIP infrage zu stellen. Die dort beschriebenen Gefahren für demokratische Entscheidungsfindungen bleiben beim Stand der bekannten, bzw. nicht öffentlichen bisherigen Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und den USA relevant. Die Risiken, dass TTIP Bedingungen schaffen kann, die sich nicht nur gegen die Interessen kommunaler Politik richten, sondern mögliche örtliche Entscheidungen verhindern, sind keineswegs gebannt. Vor diesem Hintergrund betrachtet der DGB das über die Bezirksregierung Arnsberg weitergeleitete Schreiben aus dem Innenministerium des Landes als informativen Hinweis darauf, dass … TTIP-Beschluss des Rates behält seine volle Gültigkeit weiterlesen

„Wir sind nicht rechts, aber …“ – Ursache und Struktur der Proteste von „Pegida“

Hagen –  Am Dienstag, 20. Januar 2015 informiert Mark Haarfeldt ab 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, zur Entstehung der Pegida, aber auch zu Möglichkeiten der Auseinandersetzung.
Tausende Menschen versammelten sich in den vergangenen Wochen regelmäßig in Dresden, um gegen eine vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“ zu protestieren. In Dresden nennen sie sich pathetisch „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“). Mittlerweile existieren mehrere Ableger in anderen Städten. Unter den Demonstrierenden befinden sich Rechtsextreme und Rechtspopulisten – aber auch andere Menschen schließen sich den „Spaziergängen“ an. Was sind die Ursachen und welche Forderungen werden formuliert? In vielen Städten demonstrieren demokratische Kräfte gegen diese fremdenfeindlichen Aktionen und organisieren solidarischen Protest. Wie können demokratische Kräfte Gegenwehr organisieren, zur Aufklärung beitragen und Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit leisten? Was können und wollen wir in Hagen tun?
Der Referent Mark Haarfeldt ist in Dresden geboren und hat an der TU Dresden und der Ruhr-Uni Bochum Geschichte und Philosophie studiert. Zu dieser Veranstaltung mit anschließender Diskussion laden Arbeit und Leben, DGB und VHS ein. Der Eintritt ist frei.

DGB informiert Pendler und Reisende über den Mindestlohn

image001Hagen –  Am Montag, 12. Januar 2015, findet eine bundesweite Info-Aktion des DGB zum Mindestlohn statt. „Seit dem 1. Januar gilt das neue Mindestlohngesetz, aber viele Beschäftigte haben noch Fragen“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Daher werden wir am kommenden Montag an vielen Bahnhöfen, S-Bahnhöfen und Park&Ride-Parkplätzen stehen, um die Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit über ihre neuen Rechte zu informieren.“ Verteilt wird die Broschüre: „Was bedeutet das Mindestlohn-Gesetz für mich?“ mit den wichtigsten Fragen und Antworten um das neue Gesetz sowie Brillenputztücher für den besseren Durchblick.  Allein in NRW sind am Montag über 50 Aktionen geplant. In Hagen werden die Gewerkschaften zwischen von 7.00 bis 8.30 Uhr  Informationsmaterialien am Hauptbahnhof verteilen. Der Vorsitzende des DGB in NRW, der Hagener Andreas Meyer-Lauber wird an der Aktion in Hagen teilnehmen und für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen.  Neben der bundesweiten Pendleraktion am kommenden Montag hat der DGB eine Hotline ins Leben gerufen, an die sich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Fragen zum Mindestlohn wenden können. Unter 0391 / 4088003 findet die Beratung montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr statt.

 Montag, 12. Januar 2015 – 7.00 Uhr bis 8.30 Uhr Hauptbahnhof in Hagen

Mit Waffen Frieden schaffen!

Diskussionsabend zu Präventionskriegen

Hagen – Am Donnerstag, 11. September, diskutiert Andreas Zumach ab 19 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, die Frage, ob Präventions- bzw. Ressourcenkriege wirklich alternativlos sind? An diesem geschichtsträchtigen Datum, an dem … Mit Waffen Frieden schaffen! weiterlesen

„Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen

 

 

 

 

 

 

 

 

Hagen – „Schickt das Buch an die Kanzlerin“

Der DGB und die VHS Hagen sowie Arbeit und Leben hatten zu einer Buchvorstellung ins Theatercafé eingeladen. Das frisch gedruckte Buch setzt sich aus Aufsätzen von Referentinnen und Referenten der gemeinsamen Vortragsreihe „Gegen den Strom“ zusammen und ist eine Fortsetzung von „Es geht nur anders“. Die Reihe blickt nunmehr auf 100 Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit einem breiten … „Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen weiterlesen

Betriebsrätegespräch in Hagen

DSC_0557Hagen – Am 27.5. hatte der DGB-Hagen zu einem Treffen von neu- und wiedergewählten Betriebsräten eingeladen. Die Veranstaltung hatte vor allem das Ziel betrieblichen VertreterINNen Dank für ihre aktive Arbeit auszusprechen und deren Engagement in besonderer Weise zu würdigen.Von März bis Mai haben Betriebsratswahlen stattgefunden – in hunderten Betrieben wurden neue Gremien neu gewählt oder auch bestätigt. Für die Gewerkschaften war vor allem die Wahlbeteiligung zwischen 60 und 100 Prozent von besonderer Bedeutung. Für den DGB und die örtlichen Gewerkschaften drückte Jochen Marquardt den hohen Respekt vor … Betriebsrätegespräch in Hagen weiterlesen

Infoveranstaltung zur Europawahl

 

Hagen – Vom 22. bis 25. Mai finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Dieses ist die direkte Vertretung von über 500 Millionen Bürgern in der EU. Auch aus Hagen wird die europäische Politik am 25. Mai mitbestimmt. Aber nur der, der auch zur Wahl geht, kann mitbestimmen, wie Europas Zukunft aussehen soll. Hierzu stellen sich für den Bürger und die Bürgerinnen viele Fragen. Was geschieht mit meiner Stimme, was entscheidet in Europa überhaupt wer, oder was hat es mit den so genannten Spitzenkandidaten der europäischen Parteienfamilien auf sich? Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung am Donnerstag, 8. Mai, um 18 Uhr im Trauzimmer des Standesamtes im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, wollen das CIVIC-Institut, der DGB und das Europe Direct Büro Hagen unter Moderation des Leiters des Fachbereiches Bildung der Stadt Hagen, Jochen Becker, versuchen, die Fragen zu beantworten. Zu der interessanten Informations- und Diskussionsveranstaltung mit einem hoffentlich offenen Austausch sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

 

Ausbildungsreport der DGB Jugend NRW

Hagen – Der DGB in der Region schließt sich den Einschätzungen der DGB-Jugend NRW an, die eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Jugendlichen im Übergang Schule und Beruf ausgemacht hat. Die Ergebnisse der Befragungen von 7500 Auszubildenden in NRW sprechen eine deutliche Sprache. Ausbildungsreport der DGB Jugend NRW weiterlesen

Hat Europas Jugend eine Zukunft?

Hagen – Im Rahmen der Reihe „Europa aktuell“ laden Sie die Kooperationspartner mit Unterstützung durch die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland herzlich für Mittwoch, den 27.11.2013 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr nach Hagen, ins Rathaus an der Volme, Rathausstr. 13, Trauzimmer ein.  Hat Europas Jugend eine Zukunft? weiterlesen

Neoliberale Politik in Deutschland eine Zwischenbilanz und deren Auswirkungen

(15:30 Uhr) „Neoliberale Politik in Deutschland“ – zu diesem Thema referiert und diskutiert der Stadtverbandsvorsitzende des DGB Hagen Jochen Marquardt am Dienstag, 2. Juli, ab 19 Uhr in der Villa Post der VHS Hagen, Wehringhauser Straße 38. Trotz Kürzungsrunden in den vergangenen Jahren ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Hagen weiter gewachsen. Neoliberale Politik in Deutschland eine Zwischenbilanz und deren Auswirkungen weiterlesen

DGB Hagen: fehlende Frühjahrsbelebung – Sommeraufschwung verhalten

DGB(19:50 Uhr) Weiterhin kritisch betrachtet der DGB die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten der Region. Trotz leichter Rückgänge zum Vormonat ist kein ernsthafter Jobaufschwung in Sicht. In Relation zum Vorjahr bleiben die Zahlen erkennbar hinter den Erwartungen, denn in Hagen sind im Vorjahresvergleich fast 400 Menschen mehr ohne Beschäftigung. Mit besonderer Sorge blicken die Hagener Gewerkschaften auf die nach wie vor hohe Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger. Ein Ausweg aus dem Hartz-IV-System ist immer schwieriger zu finden. DGB Hagen: fehlende Frühjahrsbelebung – Sommeraufschwung verhalten weiterlesen

Rentenkürzung und Niedriglohn: DGB Hagen warnt vor Altersarmut

DGB(16:50 Uhr) Nach aktuellen Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) muss jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte in Hagen künftig mindestens 47 Jahre lang arbeiten, um eine Rente zu bekommen, die knapp oberhalb der Grundsicherung liegt. Rentenkürzung und Niedriglohn: DGB Hagen warnt vor Altersarmut weiterlesen

Steuergerechtigkeit – wie sieht sie aus und was müsste geschehen?

icon20136006002.png(13:20 Uhr) Hagen/Westf. – Am Dienstag, 4. Juni, wirft Raoul Didier die Frage auf, wie gerecht Deutschlands Steuern wirklich sind und wie mehr Steuergerechtigkeit in Zukunft geschaffen werden kann. Die Veranstaltung findet im Kegelcasino, Märkischer Ring 50 um 18 Uhr statt. Raoul Didier vermittelt einen Einblick in die deutsche Steuerpolitik: Wer welche Steuern zahlt und welche Auswirkungen die Steuerpolitik der vergangenen Jahre auf Wirtschaft und Gesellschaft hatte. Steuergerechtigkeit – wie sieht sie aus und was müsste geschehen? weiterlesen

DGB Hagen – Arbeitsmarkt bleibt hinter Erfordernissen

DGBDer Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen sieht die Arbeitsmarktlage in der Stadt kritisch. Die übliche Frühjahrsbelebung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Mit besonderer Sorge schauen die Gewerkschaften auf die Stellenangebote. Hier herrscht seit Monaten eine abnehmende Tendenz. Beim monatlichen Zugang an gemeldeten Stellen ist die Zahl in Hagen zwischen März und Mai des Jahres von 471 auf 361 gesunken. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Stellenangebotszugänge für den Mai um 39,5 Prozent gesunken. Für den Hagener DGB-Vorsitzenden Jochen Marquardt eine Entwicklung, die dringende Initiativen erforderlich macht.  DGB Hagen – Arbeitsmarkt bleibt hinter Erfordernissen weiterlesen

Die Krise in Irland ist keineswegs überwunden ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

Foto: DGB Hagen
Foto: DGB Hagen

DGB Hagen: ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

(12:35 Uhr) Hagen/Westf. – Obwohl die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten nicht weiter angestiegen ist, hält der irische Gewerkschafter Philipp O´Connor die Krise in seinem Heimatland keineswegs für gelöst. Vor der Krise lag die Zahl der Erwerbslosen bei 4 % heute sind es 14 %, so der Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft IMPACT. O´Connor besuchte Hagen und die Region auf Einladung des DGB-Hagen. Neben Betriebsbesuchen und Gesprächen mit Gewerkschaften war O´Connor zu Gast bei einer Veranstaltung des Hagener Europa-Büros und der Volkshochschule. Die Krise in Irland ist keineswegs überwunden ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen weiterlesen

3.616 Aufstocker in Hagen – 23.800 regional

DGBAktion150(16:31 Uhr) Hagen/Westf. / Bochum – Die aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit nimmt der DGB in der Region Ruhr-Mark zum Anlass seine Forderungen nach einer Neuordnung der Arbeit und einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn zu unterstreichen. 3.616 Aufstocker in Hagen – 23.800 regional weiterlesen

DGB Ruhr Mark: solidarisch mit BeamtInnen

Aufruf zur Demonstration am 15.5. in Düsseldorf

DGBAktion150(14:57 Uhr) Hagen/Westf. – Bochum – NRW – Der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region Ruhr-Mark unterstützt die Forderungen der Beamtinnen und Beamten nach Übernahme der Tarifergebnisse auf alle Besoldungsgruppen. Für DGB-Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt eine klare Sache:  DGB Ruhr Mark: solidarisch mit BeamtInnen weiterlesen

Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? – Darstellung am Beispiel Irland

DGBAktuell rückt Slowenien in den Blick der Euro-Krise. Die vergangenen Wochen waren in der Berichterstattung durch die Entwicklungen in Zypern geprägt. Das Büro „europe direct“, die VHS und der DGB in Hagen veranstalteten in den vergangenen Jahren gemeinsame Informations- und Diskussionsabende zu Griechenland und Spanien. Am kommenden Mittwoch soll Irland in den Fokus gerückt werden. Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? – Darstellung am Beispiel Irland weiterlesen

Odense in Dänemark macht Hagener neidisch

Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)
Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)

(Hagen/Westf.) Dr. Cornelia Heintze, ehemalige Kämmerin von Delmenhorst und Expertin für skandinavische Länder war Gast in der FernUni. Einlader waren der DGB, die VHS und die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben in Hagen. Dr. Heintze erläuterte vor der interessierten Zuhörerschaft Ausrichtungen der Sozial- und Arbeitspolitik skandinavischer Länder und stellte sie in den deutschen Vergleich. Unabhängig davon, dass auch die Länder, z.B. Dänemark, Finnland und Island mit Auswirkungen der europäischen Krise zu tun haben, gelingt es in diesen Ländern erheblich besser die Herausforderungen einer zuverlässigen Daseinsversorgung für die Menschen in den Städten und Kommunen zu organisieren. Odense in Dänemark macht Hagener neidisch weiterlesen

Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not?

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Volkshochschule Hagen, des DGB und von Europe Direct wird am Mittwoch, 15. Mai, von 18 bis 20 Uhr im Rathaus an der Volme, Trauzimmer, Rathausstraße 13, hinterfragt, ob das Recht auf Freizügigkeit eine Chance für die Menschen in Europa darstellt oder ob dies nur aus der Not heraus angenommen wird. Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? weiterlesen

Tausende Beschäftigte im Warnstreik – DGB Ruhr-Mark solidarisch

DGBAktion150(Hagen/Westf. – Bochum) Der DGB in der Region Ruhr-Mark versichert den Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie seine volle Solidarität. Tausende Beschäftigte im Warnstreik – DGB Ruhr-Mark solidarisch weiterlesen

Der skandinavische Sozialstaat – Ein Modell für Deutschland?

(Hagen/Westf.) Heute berichtet die Politologin Dr. Cornelia Heintze im großen Senatssaal der FernUni Hagen, AVZ-B121, Universitätsstraße 31, über den Sozialstaat in Skandinavien. Der skandinavische Sozialstaat – Ein Modell für Deutschland? weiterlesen

Der skandinavische Sozialstaat

Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)
Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)

Manchmal schauen wir neidisch auf die skandinavischen Länder und ihre sozialstaatlichen Errungenschaften. Ein hoher Lebensstandard bei relativ gleichmäßiger Einkommensverteilung wird diesen wirtschaftlich leistungsfähigen Ländern bescheinigt. Doch hat dieser Standard seinen Preis in einer hohen Steuerbelastung und in einer hohen Beschäftigungsquote im öffentlichen  Sektor. Beides Elemente, die in unserer politischen Landschaft von vielen als ineffektiv und  wachstumsfeindlich bezeichnet werden. Gründe, die das skandinavische Modell nicht auf unser  Land übertragbar machen?  Der skandinavische Sozialstaat weiterlesen

Lieder am Lagerfeuer

image003Am vergangenen Freitag trafen sich wieder gesangsfreudige Menschen zur Veranstaltungsreihe „Lieder am Lagerfeuer“ im Tubakeller der Spinne in Hagen. Die Gruppe „Kollekiv WortRock“ um Ina Wohlgemuth hatten wieder ein breites Repertoire von bekannten Songs und Musikstücken mitgebracht und sorgte für gute Unterhaltung und gemeinsamen Gesang. Auch wenn noch Plätze freigeblieben waren, machte die gute Stimmung Lust auf mehr. Die Teilnehmenden trugen sich den nächsten Termin am Freitag, dem 31.Mai ein. Gemeinsame Hoffnung ist, dass es an diesem Abend zum ersten Male bei guten Wetter die „Lieder am echten Lagerfeuer“ draußen geben wird.

Lieder am Lagerfeuer

image003Diesmal wieder am letzten Freitag im Monat gibt es die „Lieder am Lagerfeuer“. Das „Kollektiv WortRock“ begleiten am 26.4. ab 20.00 Uhr im Tubakeller der „Spinne“ durch Beat, Pop und Protestsongs und animieren zum Mitsingen. Ina Wohlgemuth wird unter der bewährten Gitarren- und Schlagzeugbegleitung einen gelungenen Mix aus bekannten und selbstgetexteten Liedern präsentieren. Die Liedertexte werden auf eine Leinwand projiziert und damit steht dem „Rudelsingen“ nichts mehr im Wege. Für die, die noch nicht da waren: Auch wenn nicht alle immer die Töne halten können – es macht großen Spaß.

Jana Holland: In Hagen wohnen – europäisch handeln

Seit dem 1. April 2012 kann durch den Vertrag von Lissabon von dem Instrument der Europäischen Bürgerinitiative (umgangssprachlich auch Europäisches Bürgerbegehren) Gebrauch gemacht werden. Es bietet die Chance auf direkte Demokratie in der Europäischen Union und ergänzt das seit dem Vertrag von Maastricht bestehende Petitionsrecht beim Europäischen Parlament sowie das Beschwerderecht beim Europäischen Bürgerbeauftragten. Wie dieses Instrument zu nutzen ist, kann aktuell an dem brisanten Thema: „Wasser ist Menschenrecht“ veranschaulicht werden. Über dieses Thema wird zunächst informiert und diskutiert, um dann im Anschluss das Verfahren und Möglichkeiten zur Beteiligung zu erörtern. Jana Holland wird am Donnerstag, 25.4.2013 zu diesem Thema einiges mitzuteilen haben. Die Veranstaltung findet im Rathaus Raum A202, um 18:00 Uhr statt.

UMfairTeilen – pfiffige Aktionen in Hagen

UmfairTeilen (Foto: Anne Sandner)
UmfairTeilen (Foto: Anne Sandner)

Auch in Hagen haben sich Gewerkschaften, Kirchenvertreter und Sozialverbände am dezentralen Aktionstag am Samstag beteiligt. In der Mittelstraße warben sie für ihre Forderungen nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer und der Erhebung einer Vermögensabgabe für Superreiche. Dabei wiesen sie anhand einer eigens konstruierten aktuellen Armuts- und Reichtumsuhr darauf hin, dass die Vermögen in Deutschland noch erheblich schneller wachsen als die öffentliche Verschuldung. UMfairTeilen – pfiffige Aktionen in Hagen weiterlesen

Franz-Josef Möllenberg – spannende Veranstaltung im kleinen Rahmen

icon20136006002.pngKeine 20 Teilnehmer waren der Einladung des Veranstalterkreises DGB, VHS und Arbeit und Leben gefolgt, obwohl der Referent Franz-Josef Möllenberg als ehemaliger Hagener und jetziger aktueller Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) extra angereist war, um die Forderungen der Gewerkschaften zur Bundestagswahl 2013 vorzustellen. Möllenberg lies sich durch die geringe Teilnehmerzahl nicht beirren, sondern erläuterte in freier Rede die Auswirkungen prekärer Arbeit und die daraus notwendige Schlussfolgerung den Arbeitsmarkt wieder neu zu gestalten. Für ihn, der als erster deutscher Gewerkschaftschef bereits in den 90er Jahren den Mindestlohn einforderte ein dringendes Erfordernis. Franz-Josef Möllenberg – spannende Veranstaltung im kleinen Rahmen weiterlesen

Gute Arbeit – sichere Rente – soziales Europa!

icon20136006002.pngAm Mittwoch, 10. April, beschäftigt sich Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft NGG, um 19.30 in der Villa Post der VHS Hagen, Wehringhauser Straße 38, mit denkbaren Lösungen zur Krise in der Eurozone. Deutschland und Europa stehen vor großen Herausforderungen. Die Krise in Europa ist noch lange nicht überstanden. Aus der Bankenrettungskrise ist längst eine soziale Krise geworden: Das Privatvermögen der reichsten zehn Prozent der Bevölkerung wird immer größer, der Staat dagegen ist ärmer geworden. Gute Arbeit – sichere Rente – soziales Europa! weiterlesen

DGB-Hagen: 80 Jahre Ehrenbürgerschaft Hindenburgs – viel zu lange!

DGBIm April 2013  jährt sich die Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg zum 80. Mal. Ein Jubiläum, das Gewerkschaften und andere Gruppen und Initiativen eigentlich nicht erleben wollten. 1933 begründete der damalige NSDAP-Stadtverordnete Vetter den Antrag auf die Verleihung der Ehrenbürgerschaft unter anderem mit den Worten: „Aus Dankbarkeit und Ehrfurcht (…) gegen den Generalfeldmarschall, der der jungen Freiheitsbewegung die Hand reichte und den Führer berief, um das Volk aus der Not zu führen, stellen wir diesen Antrag.“ Für den DGB in Hagen ein deutliches Zeichen für die engen Verbindungen zwischen Hindenburg und den Nationalsozialisten, die nach 1933 für Elend; Mord und Schrecken in der Welt verantwortlich waren. Der örtliche DGB-Chef Jochen Marquardt: „Seit langem fordern wir die Verantwortlichen der Stadt auf diese Ehrenbürgerschaft öffentlich aufzuheben und damit eine klare Abkehr zu beschließen. DGB-Hagen: 80 Jahre Ehrenbürgerschaft Hindenburgs – viel zu lange! weiterlesen

DGB Hagen – Beschäftigung schaffen bleibt eine große Herausforderung

DGBIm Vergleich zum Vorjahr steigt die Arbeitslosigkeit in der Stadt Hagen deutlich an. Im Arbeitsmarktbericht der örtlichen Agentur wird eine Zunahme für Hagen von über 500 Stellen angezeigt. Besonders jungen Menschen wird es immer schwerer in Arbeit zu kommen. Hier weisen die Daten auf einen Zuwachs von mehr als 10 % hin. DGB Hagen – Beschäftigung schaffen bleibt eine große Herausforderung weiterlesen

DGB Hagen: Die Wirtschaft steht in der Verantwortung

icon20136006002.pngWährend die örtliche Agentur für Arbeit an die Unternehmen appelliert in ihrer Ausbildungsleistung nicht nachzulassen, fordert der örtliche DGB eine deutliche Veränderung im Ausbildungsverhalten der Unternehmen. In keinem Branchensegment konnten die Ausbildungszahlen des vergangenen Jahres erreicht werden. Insgesamt liegt die Zahl der Ausbildungsverträge um rund 2 % unter denen des Vorjahres. DGB Hagen: Die Wirtschaft steht in der Verantwortung weiterlesen

Bündnis90/Die Grünen gratulieren Ruth Sauerwein

Ruth Sauerwein Foto: Bündinis90/Die Grünen
Ruth Sauerwein Foto: Bündinis90/Die Grünen

(DiLa) Ruth Sauerwein wird 65. Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen gratuliert und hebt das große Engagement der Hagener Journalistin hervor. Sie ist auch Mitglied geblieben, als sie den Weg der Bundespartei im Kosovokrieg nicht mitgehen konnte. Als Ratsmitglied ist sie unter anderem in der Bezirksvertretung Hohenlimburg, sowie im Sozial- und Beschwerdeausschuss aktiv. Dazu kommen dann noch viele andere Aufgaben: Seniorenzeitung, Bürgerfunk, attac, DGB. Überall setzt sie sich für diejenigen ein, deren Stimme sonst nicht gehört wird.

Opel – Solidaritätsfest in Bochum

Am kommenden Sonntag, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr, wird Bochum im Zeichen der Solidarität mit den Beschäftigten von Opel stehen. „Wir bleiben Bochum“ ist die gemeinsame Losung für diesen Tag. In der Bochumer Innenstadt wird ein breites Programm vieler Organisationen und Gruppen, vieler bekannter Künstlerinnen und Künstler für die Besucherinnen und Besucher angeboten.
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