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„Nicht gleich unters Messer“ – „Aktionstag gegen den Schmerz“

Volmarstein -„Wer Rückenschmerzen, hat kommt in unserer Klinik nicht gleich unters Messer. Die Operation ist immer der letzte Schritt“, betonte Dr. Axel Scharfstädt. „Erst wenn alle konservativen Therapieoptionen ausgeschöpft sind, besprechen wir mit den Patienten den operativen Weg“, so der Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädischen Klinik Volmarstein. Die Ev. Stiftung Volmarstein beteiligte sich erneut an dem bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Rund 100 Gäste interessierten sich für die Vorträge und nutzen die Gelegenheit für ein kurzes persönliches Gespräch mit den Ärzten oder einen Besuch der Informationsstände.
In seinem Vortrag berichtete der Chefarzt über die stationäre Schmerztherapie. „Ein intensives kompaktes Programm“, so der Experte. Neben Krankengymnastik und Physikalischer Therapie sei die Injektionstherapie ein wichtiger Baustein des Behandlungskonzepts. „Die Spritzentherapie ist seit langem deutschlandweit etabliert“, betonte Dr. Scharfstädt. „Direkt dort, wo der Schmerz entsteht, spritzen wir an der Wirbelsäule. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Wirkung besser und länger ist, als mit oralen Schmerzmitteln“, erklärte der Wirbelsäulenchirurg. „Wichtig ist eine gute Voruntersuchung, denn z.B. bei Entzündungen oder schlechter Blutgerinnung sind die Spritzen im Bereich der Wirbelsäule tabu.“
In seinem Vortrag gab er einen kurzen Überblick über er das gesamte Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie, das in der Klinik Volmarstein operiert werden kann: alles von der Halswirbelsäule bis zur unteren Lendenwirbelsäule inklusive Skoliosechirurgie.
Dr. Bernd Strebel, leitender Arzt der Funktionsabteilung Psychosomatik des Ev. Krankenhauses Hagen-Haspe, berichtete in seinem Vortrag über den Zusammenhang zwischen Körper, Seele und Schmerz. „Schmerz betrifft immer den ganzen Menschen“, erklärt Dr. Strebel. „Ziel ist nicht unbedingt die komplette Schmerzfreiheit, sondern die Wiederherstellung des Wohlbefindens.“