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Alleinerziehende Hagenerin nutzt ihre Chance auf eine Ausbildung

Die passende Ausbildung zu finden ist schon eine große Herausforderung.
Noch schwieriger ist es als junge Mutter, wenn man Kinderbetreuung und
Ausbildung vereinbaren muss – für viele undenkbar. Dass es doch möglich ist,
zeigt das Beispiel einer jungen Frau, die sich jahrelang als Helferin, Servicekraft
und Kassiererin durchgeschlagen hat. Katarzyna Dudczak (25), Mutter
einer dreijährigen Tochter, hat den Einstieg geschafft. Vor einem Jahr bekam
sie mit Unterstützung der Berufsberatung im Rahmen einer Fördermaßnahme
bei der Firma Möllmeier Elektroanlagen in Hagen die Chance zu zeigen, was sie
kann. Jetzt wurde sie fest in das Ausbildungsverhältnis übernommen. Sie
macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement – in Teilzeit.
Dudczak jobbte nach dem Realschulabschluss in unterschiedlichen Bereichen.
Mehrere Jahre suchte sie ohne Erfolg nach dem passenden Einstieg ins Berufsleben.
Ihre Berufsberaterin Claudia Ludwig betont: „Dann konnte sie im Rahmen einer
Fördermaßnahme der Agentur für Arbeit ausprobieren, ob sie in einer
Teilzeitausbildung Beruf und Familie miteinander vereinbaren kann. Dies war die
ideale Vorbereitung für den festen Ausbildungsplatz. Und das eine Jahr wird auch
noch angerechnet.“
„Als sich Frau Dudczak bei uns vorstellte, habe ich gleich gemerkt, dass es passte.
Sie war sehr engagiert, aufgeschlossen und freundlich. Während der Förderzeit
wurde es für beide Seiten immer klarer: das wird was! Heute kann ich sagen, dass
sie als alleinerziehende Mutter Kompetenzen mitbringt, die man nicht immer bei
jungen Menschen findet: gut organisiert, fleißig, verantwortungsbewusst und
wissbegierig. Es macht Spaß, mit ihr zu arbeiten“, so Prokuristin Martina Vohwinkel.
Dudczak absolviert ihre Ausbildung in Teilzeit ab 1. September 2017, das bedeutet,
dass die Arbeitszeiten mit den Betreuungszeiten abgestimmt sind. So ist die Vereinbarkeit Familie und Beruf für sie realisierbar.

„Frau Ludwig hat mir diese Möglichkeit vorgeschlagen und mir die Chancen und Inhalte erläutert. Wir haben das vorher so noch nie gemacht, dennoch fand ich es eine gute Möglichkeit. Auch hatten wir zuvor nur im Elektrohandwerk, nicht aber im kaufmännischen Bereich ausgebildet. Aber wir waren und sind offen für neue Wege. Also haben wir das Frau Dudczak vorgeschlagen und sie war begeistert“, erläutert Vohwinkel.
Die Firma Martin Möllmeier Elektroanlagen GmbH ist seit über vier Jahrzehnten ein
erfolgreiches Unternehmen mit Tradition. 1971 durch den Namensgeber und
damaligen Inhaber Martin Möllmeier gegründet, avancierte sie zu einem
mittelständischen Unternehmen für Beratung, Projektierung und Ausführung von
Elektroanlagen und Datennetzwerken, das von dem geschäftsführenden Gesellschafter
Bernd Borrmann geführt wird. Das Unternehmen beschäftigt 38 Mitarbeiter,
davon sechs Auszubildende.
„Mit der Teilzeitausbildung wird jungen Frauen und Männern, die Kinder betreuen
oder bei der Pflege von Familienangehörigen helfen, ein qualifizierter Einstieg ins
Berufsleben ermöglicht. Ein Berufsabschluss ist und bleibt die Eintrittskarte in eine
gesicherte berufliche Zukunft und sichert Unternehmen motivierte und qualifizierte
Arbeitskräfte. Am Ende gewinnen beide: der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, wie
auch das Beispiel von Frau Dudczak zeigt“, so Regine Bleckmann, Beauftragte für
Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Hagen.
Über Teilzeitausbildung informieren sie (Tel. 02331/202-237) und der Arbeitgeber-Service
der Agentur für Arbeit Hagen unter der kostenfreie Service-Hotline
0800 4 5555 00.

Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not?

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Volkshochschule Hagen, des DGB und von Europe Direct wird am Mittwoch, 15. Mai, von 18 bis 20 Uhr im Rathaus an der Volme, Trauzimmer, Rathausstraße 13, hinterfragt, ob das Recht auf Freizügigkeit eine Chance für die Menschen in Europa darstellt oder ob dies nur aus der Not heraus angenommen wird. Europäische Freizügigkeit – Chance oder Not? weiterlesen