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Wetter (Ruhr): „Das zeigt das soziale und menschliche Gesicht unserer Stadt“

Foto Quelle: Stadt Wetter (Ruhr)
Foto Quelle: Stadt Wetter (Ruhr)

Wetter (Ruhr). Die Hilfsbereitschaft ist noch immer überwältigend: Der Treffpunkt im Saal der Rettungswache war voll besetzt mit interessierten Bürgern, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge in der Harkortstadt engagieren. „Es freut mich, dass so viele Menschen hier sind, die helfen und uns unterstützen wollen. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass wir in Wetter füreinander eintreten. Für diesen großen Einsatz möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken“, begrüßte Bürgermeister Frank Hasenberg die rund 70 anwesenden Bürgerinnen und Bürger. „Das zeigt das soziale und menschliche Gesicht unserer Stadt.“ Hasenberg bedankte sich auch bei den engagierten Mitarbeitern der Verwaltung, „die derzeit weit mehr als 100 Prozent geben.“ Die Stadt Wetter hatte am Dienstag zum dritten Mal gemeinsam mit dem Netzwerk „Soziale Kooperation“ (SoKo) Vertreter von Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden sowie interessierte Bürger eingeladen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen.
Vertreter der Verwaltung sprachen am Dienstag über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation und die Arbeit der verschiedenen ehrenamtlichen Projekte. Derzeit sind in Wetter rund 250 Flüchtlinge, davon rund 80 Kinder und Jugendliche, in drei Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dazu kommt eine neu eingerichtete Unterkunft in der ehemaligen Dorfschule in Wengern. Zur weiteren Sicherstellung der Versorgung wurde privater Wohnraum angemietet.
Ehrenamtliche engagieren sich derzeit bereits in verschiedenen Projekten: So soll das Café Miteinander, das Mitte August erstmals unter großer Resonanz stattfand, nun regelmäßig alle vier Wochen im Jugendzentrum Kicka am Schmandbruch Flüchtlinge und Bürger miteinander in Kontakt und ins Gespräch bringen. Das nächste Café findet am kommenden Freitag, 18. September, ab 15 Uhr statt.
Das Projekt „Kochen verbindet“ schafft ebenfalls Kontakt auf kulinarischer Ebene: Hier kochen Flüchtlinge und Menschen aus Wetter miteinander und lernen sich so besser kennen. In einem Patenschaftsprojekt begleiten Bürger Flüchtlinge als neue Mitbürger in der Stadt. So haben sich etwa bereits Bürger gefunden, die mit Familien und Einzelpersonen Deutsch lernen. Die Stadt bietet interessierten Paten ab dem 13. Oktober eine Schulung an, mit der sie den Paten Basiswissen und Rüstzeug für den Umgang mit den Flüchtlingen an die Hand geben will. Durchgeführt wird diese Schulung von Experten der „Medizinischen Flüchtlingshilfe“ aus Bochum. Angedacht ist auch ein Deutsch-Kurs für Erwachsene in Zusammenarbeit mit der VHS. In Volmarstein startet nach den Herbstferien eine integrative Mutter-Kind-Gruppe.
Es sind bereits viele Sach- und Geldspenden für die Flüchtlinge eingegangen. Eine zentrale Sammelaktion für Hauswaren findet statt am Samstag, 26. September, von 11 bis 13 Uhr, der Ort wird noch bekannt gegeben. Wer Geld für die Flüchtlingshilfe spenden möchte, kann dies tun auf dem Spendenkonto bei der Stadtkasse Wetter (Ruhr) (Verwendungszweck: 05.03.04.414802 / IBAN DE10 4525 1480 0000 0000 75 / BIC WELADED1WET).
Wer sich ehrenamtlich für Flüchtlinge in Wetter engagieren möchte, kann sich melden bei Sören Noll unter Tel.: 840345 oder per Mail: soeren.noll@stadt-wetter.de.

Ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge

Wetter(Ruhr) – Café Miteinander: So soll ein regelmäßiger Treffpunkt für Gespräche zwischen Flüchtlingen und Bürgern in Wetter heißen. Das ist eines der Ergebnisse des zweiten Treffens „Ehrenamtliches Engagement Flüchtlingshilfe“, zu dem die Stadt Wetter (Ruhr) gemeinsam mit dem Netzwerk „Soziale Kooperation“ (SoKo) Vertreter von Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden und interessierte Bürger eingeladen hatte. Nach der Auftaktveranstaltung Ende März ging es nun darum, ersten Ideen konkretere Formen zu geben. Die Hilfsbereitschaft der Bürgerschaft war erneut überwältigend. „Die Wetteraner zeigen eine offene Tür für Flüchtlinge“, so Bürgermeister Frank Hasenberg. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger entwickelten in drei Kleingruppen Ideen und Konzepte zu den Punkten „Treffpunkt / Café“, „Patenschaften“ sowie „Sach- und Geldleistungen.“ So soll etwa das „Café Miteinander“ als erste Anlaufstelle vor Ort dienen, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und sich näher kennen zu lernen. Dabei heißt „Miteinander“ nicht nur, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sondern auch zu erkennen, „was wir gewinnen können, wenn wir uns mit den Menschen auseinander setzen und von ihren Erfahrungen lernen“, so Bürgermeister Hasenberg weiter.
Mit dem Patenschaftsprojekt sollen einerseits Bürger gefunden werden, die Flüchtlinge als neue Mitbürger in der Stadt begleiten. Gedacht ist in diesem Zusammenhang auch an den Aufbau eines Netzwerkes von Experten. So kann je nach Bedarf schnell auf Wünsche der Flüchtlinge eingegangen werden. Ein weiteres Ergebnis des Treffens: Es soll ein Spendenkonto eingerichtet werden. Für Sachspenden aus der Bürgerschaft (etwa Geschirr, Elektrogeräte, Bettwäsche) soll ein zentraler Lagerraum eingerichtet werden, in dem diese Sachspenden abgegeben werden können. Die einzelnen Arbeitsgruppen treffen sich in nächsten Wochen erneut, um die vorgestellten Projekte weiter vertiefen und realisieren zu können.
Wer sich ehrenamtlich für Flüchtlinge in Wetter engagieren möchte, kann sich melden bei Sören Noll unter Tel.: 840345 oder per Mail: soeren.noll@stadt-wetter.de.