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„Einen ganzen LKW voll“

Foto Quelle: Ev. Stiftung Volmarstein
Foto Quelle: Ev. Stiftung Volmarstein

Volmarstein – „Das ist ja Wahnsinn!“ Der kleine LKW der Werkstatt für Behinderte Menschen war voll gepackt mit Kisten und Kartons. Ganz viel Arbeit für die Beschäftigten der Briefmarkenabteilung. Denn die große Ladung enthielt zahlreiche Alben, Kisten und Kartons voller Sammler-Schätze. „Eine Privatspenderin aus Dortmund-Hörde hatte sich an die Werkstatt der Ev. Stiftung Volmarstein gewendet, ob Interesse an der Briefmarkensammlung ihres verstobenen Mannes bestünde. „Über Briefmarkenspenden freuen wir uns immer“, so Werkstattleiter Andreas Barth. „Sie sichern die Arbeitsplätze unserer Beschäftigten.“ Das Ausmaß der Spende aus Dortmund hatte aber keiner geahnt. „Einen ganzen LKW voll – das hatten wir noch nie“, meinte auch Marco Sieger. Der Fahrer hatte die Briefmarken in Hörde abgeholt. Aber nicht nur die Volmarsteiner waren glücklich. Auch die Spenderin war froh, dass die Schätze ihres verstorbenen Mannes in gute Hände kommen.

Einen Zentner Briefmarken übergeben

Bild Pro HaspeHagen/Volmarstein – Einen Zentner Briefmarken hat die Werbegemeinschaft „Pro Haspe“ an die Briefmarken-Abteilung der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Evangelischen Stiftung Volmarstein übergeben. „So viel hatten wir noch nie“, sagt rückblickend Manfred Schürmann, der Vorsitzende der 42 Mitglieder starken Vereinigung von Geschäftsleuten im Hagener Stadtteil Haspe.

Die bitten ihre Kunden seit elf Jahren darum, eingehende Briefe zu sammeln, um sie regelmäßig säckeweise an die Werkstatt zu spenden. Deren Beschäftigte mit Behinderung schneiden die Briefmarken aus und sortieren sie – u.a. nach Motiven wie etwa Jahreszeiten und Leuchttürme oder auch nach Ländern. Anschließend werden die Postwertzeichen an Händler oder Sammler weiterverkauft.

Dass diesmal in Haspe eine Rekordmenge zusammengekommen ist, hat einen Grund: Die Commerzbank ist der Gemeinschaft „Pro Haspe“ beigetreten und hat auch ihre Kunden für die Aktion aktiviert. Auch komplette Briefmarken-Alben von Sammlern waren diesmal dabei und wurden an Lars Ahlborn, Produktionsleiter der Werkstatt, übergeben.

Ganz selten findet sich in einer solch riesigen Menge Briefmarken ein durchaus wertvolles Stück. Beispielsweise gehörte zu einer früheren Hasper Großspende eine Briefmarke der Reichsluftpost von Hermann Göring aus dem Jahre 1943. „Die Marke war 400 Euro wert“, hat Manfred Schürmann nachträglich in Erfahrung gebucht.

Wichtig: Wer Briefmarken für die Werkstatt für behinderte Menschen abgeben möchte, sollte dies am besten mit dem komplettem Briefumschlag tun. Ab einer größeren Menge von etwa einem Karton werden die Marken abgeholt. Ansprechpartner ist Lars Ahlborn, Tel. 02335 / 639 3530.