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Freihandel: Projekt der Mächtigen

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Hagen. Über das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa wird am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, debattiert. Aber warum eigentlich? Der Handel floriert doch schon. Gleichzeitig wird das eigentliche Handelshemmnis nicht angegangen: Die Devisenspekulation, welche die Währungskurse extrem schwanken lässt und Exportgüter ad hoc verteuert. Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, sondern man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben – und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt. Die Wirtschaftskorrespondentin der „TAZ“, Ulrike Herrmann, wird die historischen Entwicklungen klären und den Fragen nachgehen, um anschließend gemeinsam die Schlüsse aus den Erkenntnissen zu ziehen und Handlungsstrategien zu diskutieren. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

„Friedensstifter oder Kriegstreiber?“

cropped-logo201506.pngHagen. Am Montag, 31. August, dem Vorabend des Antikriegstages, wird Andreas Zumach in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, über die Ursachen der verschiedene Krisenherde informieren. Er wird über Menschenrechte und Machtpolitik berichten und über Instrumente einer nachhaltigen Friedenssicherung diskutieren. Die Europäische Friedensordnung wird mit Kriegsrhetorik, Eskalationshandlungen und Sanktionsdrohungen in Politik und Medien geradezu fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Die EU als Friedensnobelpreisträger hat im weltweiten Waffenhandel eine gewichtige und widersprüchliche Rolle. Die NATO als militärisches Bündnis übernimmt einen eigenen Part in der Vertretung der westlichen Interessen. In der Ukrainekrise findet die Rolle der EU in der Berichterstattung kaum Berücksichtigung. Hinzu kommt das Werben von Juncker und von der Leyen für ihre Zukunftsvision einer europäischen Armee.
Bei vielen Krisenherden wird die Ursachenbeseitigung oftmals von der Symptombearbeitung in den Hintergrund gedrängt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird zur Friedensherstellung kaum berücksichtigt und scheint auch über keine geeigneten Instrumente zu verfügen.
Referent Andreas Zumach arbeitet auf den Gebieten des Völkerrechts, der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und internationaler Organisationen. Er arbeitet in Genf als Korrespondent für Printmedien, wie beispielsweise „die tageszeitung (taz)“ und „Die Presse“, sowie für deutschsprachige Rundfunkanstalten.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Hagen – „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“ war der Schwur von Buchenwald vor 70 Jahren. VHS, DGB und Arbeit und Leben laden zu einer Diskussionsveranstaltung mit Professor Dr. Hajo Schmidt am Dienstag, 5. Mai, um 19 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein. Der Frieden sollte zum Normalfall der europäischen, ja, der menschlichen Entwicklung werden. Wie sehr dieser Friede zu Zeiten des „Kalten Krieges“ auch immer gefährdet erschien, so wurde er doch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und den daran geknüpften Hoffnungen für viele Menschen in Deutschland und Europa zu einer nicht mehr problematisierten, selbstverständlichen Erfahrung. Dabei ist die Rechtsentwicklung durch die parlamentarischen Erfolge der AfD sowie die Gruppierungen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ und damit verbundene Fremdenfeindlichkeit mit erschreckendem Zuwachs rassistischer Prägungen mit großer Sorge zu betrachten. In seinem Vortrag wird sich Hajo Schmidt nach einem Blick in die Geschichte mit der Notwendigkeit des Erinnerns beschäftigen und aktuelle Bezüge herstellen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Vortrag zu „Spardiktaten“ gegenüber Griechenland

Hagen – Über die Medienkampagne anlässlich der „Spardiktate“ gegenüber Griechenland referiert Otto König, ehemaliger erster Bevollmächtigter der IG Metall in Gevelsberg und engagierter Gewerkschafter, am Dienstag, 21. April, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14.

Seit sechs Wochen ist in Griechenland die neue linke Regierung unter Führung von Syriza im Amt. Große Aufregung herrscht in Deutschland und Europa darüber, dass die Griechen das Spardiktat aufgekündigt haben. Die Botschaft aus Berlin und Brüssel an die neue griechische Regierung ist deutlich: Entweder wird weiter gekürzt oder die Kredite aus der EU werden gestoppt, damit die Gelder nicht im Sumpf von Korruption und Sozialromantikern versinken.
Um eine einseitige Berichterstattung in den Medien zu kompensieren, bietet Referent Otto König mit seinem Vortrag eine differenzierte Auseinandersetzung zu dem Thema an. Er wird Ursachen und Hintergründe herausarbeiten, um anschließend über die aus seiner Sicht notwendige Solidarität von Gewerkschaften und anderen nationalen und internationalen Bewegungen zu diskutieren.
Zu dieser Veranstaltung laden Arbeit und Leben, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Volkshochschule Hagen ein. Der Eintritt ist frei.

Warum die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden

Hagen – Am Dienstag, 17. März 2015 referiert Professor Dr. Heinz Bontrup um 19 Uhr in der Reihe „Gegen den Strom“ über das Thema der auseinanderstrebenden Einkommens- und Vermögensverteilung. Zu dieser Veranstaltung laden Arbeit und Leben, DGB und VHS in die Aula des Fichte-Gymnasiums, Goldbergstraße 20, ein. Der Eintritt ist frei.
Thomas Piketty hat in seinem viel diskutierten Buch „Capital in the Twenty-First-Century“ die langfristige Entwicklung von Einkommen und Vermögen in mehreren westlichen Ländern untersucht. Der Diplom-Ökonom Prof. Dr. Heinz Bontrup stellt Pikettys Analyse in den Zusammenhang bundesrepublikanischer Einkommens- und Vermögensverteilung und beleuchtet deren Auswirkung auf den Wirtschaftskreislauf und demokratische Entwicklungen.
Darüber hinaus wird der Referent kapitalistische Widersprüche benennen und Wege einer alternativen Wirtschaftspolitik darstellen.
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup ist u. a. Professor für Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomie im Fachbereich Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und Sprecher der Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“.

„Wir sind nicht rechts, aber …“ – Ursache und Struktur der Proteste von „Pegida“

Hagen –  Am Dienstag, 20. Januar 2015 informiert Mark Haarfeldt ab 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, zur Entstehung der Pegida, aber auch zu Möglichkeiten der Auseinandersetzung.
Tausende Menschen versammelten sich in den vergangenen Wochen regelmäßig in Dresden, um gegen eine vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“ zu protestieren. In Dresden nennen sie sich pathetisch „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“). Mittlerweile existieren mehrere Ableger in anderen Städten. Unter den Demonstrierenden befinden sich Rechtsextreme und Rechtspopulisten – aber auch andere Menschen schließen sich den „Spaziergängen“ an. Was sind die Ursachen und welche Forderungen werden formuliert? In vielen Städten demonstrieren demokratische Kräfte gegen diese fremdenfeindlichen Aktionen und organisieren solidarischen Protest. Wie können demokratische Kräfte Gegenwehr organisieren, zur Aufklärung beitragen und Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit leisten? Was können und wollen wir in Hagen tun?
Der Referent Mark Haarfeldt ist in Dresden geboren und hat an der TU Dresden und der Ruhr-Uni Bochum Geschichte und Philosophie studiert. Zu dieser Veranstaltung mit anschließender Diskussion laden Arbeit und Leben, DGB und VHS ein. Der Eintritt ist frei.

Mit Waffen Frieden schaffen!

Diskussionsabend zu Präventionskriegen

Hagen – Am Donnerstag, 11. September, diskutiert Andreas Zumach ab 19 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, die Frage, ob Präventions- bzw. Ressourcenkriege wirklich alternativlos sind? An diesem geschichtsträchtigen Datum, an dem … Mit Waffen Frieden schaffen! weiterlesen

„Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen

 

 

 

 

 

 

 

 

Hagen – „Schickt das Buch an die Kanzlerin“

Der DGB und die VHS Hagen sowie Arbeit und Leben hatten zu einer Buchvorstellung ins Theatercafé eingeladen. Das frisch gedruckte Buch setzt sich aus Aufsätzen von Referentinnen und Referenten der gemeinsamen Vortragsreihe „Gegen den Strom“ zusammen und ist eine Fortsetzung von „Es geht nur anders“. Die Reihe blickt nunmehr auf 100 Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit einem breiten … „Das geht anders!“ – Ferienlektüre für politische Alternativen weiterlesen

Du bist schick und ich muss schuften

Hagen – Über die Herkunft unserer Kleidung und welche Kaufalternativen es gibt informiert am Dienstag, 7. Januar, Christiane Schnura im Rahmen einer Veranstaltung der VHS Hagen, Arbeit und Leben, DGB Hagen und AllerWeltHaus mit anschließender Diskussion um 19 Uhr im AllerWeltHaus Hagen, Potthofstraße 22. Du bist schick und ich muss schuften weiterlesen

Neoliberale Politik in Deutschland eine Zwischenbilanz und deren Auswirkungen

(15:30 Uhr) „Neoliberale Politik in Deutschland“ – zu diesem Thema referiert und diskutiert der Stadtverbandsvorsitzende des DGB Hagen Jochen Marquardt am Dienstag, 2. Juli, ab 19 Uhr in der Villa Post der VHS Hagen, Wehringhauser Straße 38. Trotz Kürzungsrunden in den vergangenen Jahren ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Hagen weiter gewachsen. Neoliberale Politik in Deutschland eine Zwischenbilanz und deren Auswirkungen weiterlesen

Steuergerechtigkeit – wie sieht sie aus und was müsste geschehen?

icon20136006002.png(13:20 Uhr) Hagen/Westf. – Am Dienstag, 4. Juni, wirft Raoul Didier die Frage auf, wie gerecht Deutschlands Steuern wirklich sind und wie mehr Steuergerechtigkeit in Zukunft geschaffen werden kann. Die Veranstaltung findet im Kegelcasino, Märkischer Ring 50 um 18 Uhr statt. Raoul Didier vermittelt einen Einblick in die deutsche Steuerpolitik: Wer welche Steuern zahlt und welche Auswirkungen die Steuerpolitik der vergangenen Jahre auf Wirtschaft und Gesellschaft hatte. Steuergerechtigkeit – wie sieht sie aus und was müsste geschehen? weiterlesen

Franz-Josef Möllenberg – spannende Veranstaltung im kleinen Rahmen

icon20136006002.pngKeine 20 Teilnehmer waren der Einladung des Veranstalterkreises DGB, VHS und Arbeit und Leben gefolgt, obwohl der Referent Franz-Josef Möllenberg als ehemaliger Hagener und jetziger aktueller Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) extra angereist war, um die Forderungen der Gewerkschaften zur Bundestagswahl 2013 vorzustellen. Möllenberg lies sich durch die geringe Teilnehmerzahl nicht beirren, sondern erläuterte in freier Rede die Auswirkungen prekärer Arbeit und die daraus notwendige Schlussfolgerung den Arbeitsmarkt wieder neu zu gestalten. Für ihn, der als erster deutscher Gewerkschaftschef bereits in den 90er Jahren den Mindestlohn einforderte ein dringendes Erfordernis. Franz-Josef Möllenberg – spannende Veranstaltung im kleinen Rahmen weiterlesen