Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Inbatec GmbH in Hagen erhält das Zertifikat für Inklusion 2018

Die Agentur für Arbeit Hagen hat am Mittwoch die INBATEC GmbH mit Sitz in Hagen mit dem „Zertifikat für erfolgreiche Inklusion 2018“ der Bundesagenturfür Arbeit ausgezeichnet.

Die Urkunde wird im Rahmen der achten bundesweiten Aktionswoche für die Menschen mit Behinderung an ausgewählte Betriebe verliehen, die sich in besonderem Maße für deren Beschäftigung einsetzen.

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Unternehmen können Unterstützung bei Ausbildung bekommen

Hagen, 08.10.18. Mit einer Ausbildung können Betriebe einerseits ihren Bedarf an Fachkräften sichern, andererseits ist eine abgeschlossene Berufsausbildung die Grundlage für eine solide Beschäftigung und eine selbstbestimmte Lebensführung.
Um die Ausbildungssituation für junge Menschen zu verbessern, fördert das Land NRW seit dem 1. September 2018 – mit einem Zuschuss aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds – das neue Ausbildungsprogramm NRW. Ziel ist es, in den Ausbildungsjahren 2018/19 bis 2021/22 jeweils rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.

Auch Unternehmen in der Stadt Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis können jetzt von dem Programm profitieren. Als Voraussetzung für eine Teilnahme müssen sie bereit sein, zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten. Bei Vorliegen aller Voraussetzungen gewährt ihnen das Land einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 400 Euro pro Monat (bei Vollzeit-Ausbildung) für maximal 24 Monate. Mit den zusätzlichen Ausbildungsstellen sollen gezielt die Jugendlichen einen Zugang zum Ausbildungsmarkt bekommen, die aufgrund von Vermittlungshemmnissen sonst weniger Chancen auf eine Ausbildung haben.

Zertifizierte und für das Programm zugelassene Träger unterstützen Betriebe bei der Ausbildung und geben den teilnehmenden Jugendlichen individuelle Hilfestellungen. Einzelheiten zum „Ausbildungsprogramm NRW“ wurden den regionalen Arbeitsmarktakteuren bei der offiziellen Kick-off-Veranstaltung am 30. August bei den Kolping-Bildungszentren Ruhr gem. GmbH in Wetter vorgestellt.

Unternehmen aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die sich am „Ausbildungsprogramm NRW“ beteiligen möchten, können sich jetzt wenden an:

  • Ennepe-Ruhr-Kreis: Kolping-Bildungszentren Ruhr gem. GmbH
  • Hagen: Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen gGmbH

Ansprechpartner für die Presse: Volker Steinecke, 02331 / 48878-29, steinecke@agenturmark.de.

Wertschätzung bestimmt Unternehmenskultur

Hagen. „Wir sind da. Wo die Menschen uns brauchen.“ Getreu dieser
Maxime unterstützt die Diakonie Mark-Ruhr täglich mehrere tausend
Menschen. Dafür hat die Diakonie in den zurückliegenden Verstärkung
bekommen: gut 200 neue Mitarbeitende zählt die Diakonie Mark-Ruhr mit
ihren Tochtergesellschaften in den zurückliegenden Monaten. Die neuen
Kollegen wurden jetzt mit einem sogenannten „Begrüßungstag“ willkommen
geheißen. In diesem Kontext hatten sie einen Tag lang Gelegenheit,
die vielfältigen Aufgabenfelder kennenzulernen.

20180925_Begrüßungstag
„Dieser Tag ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur, wir halten
dieses Angebot zweimal im Jahr für unsere neuen Kolleginnen und Kollegen
vor“, so Geschäftsführer Pfr. Martin Wehn. „Wir haben festgestellt,
dass sich rund die Hälfte der neuen Mitarbeitenden über persönliche
Empfehlungen bei uns beworben hat. Die andere Hälfte wurde über unser
Karriereportal im Internet zur Bewerbung ermutigt“, berichtet Martin
Wehn, der sich über eine Rückmeldung ganz besonders freut: „Als Arbeitgeber
haben wir im Rahmen des Begrüßungstages ein gutes Feedback
bekommen, weil bei uns die Wertschätzung eines jeden Einzelnen
einen besonders hohen Stellenwert hat.“

Fragen über Fragen zum Datenschutz

Seit vier Monaten ist die Europäische Datenschutz-Grundverordnung
(DSGVO) in Kraft, aber immer noch sorgen die Bestimmungen vor allem bei
Vereinen, Handwerkern und kleinen Unternehmen für viele Fragen. Das
zeigte sich auch bei einer Info-Veranstaltung mit dem Kölner
Medien-Anwalt Christian Solmecke, zu der der heimische
SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel in das Alte Stadtbad in Haspe
eingeladen hatte.

DSGVO-Roespel
Solmecke nannte zunächst ein paar – manchmal auch absurde – Beispiele,
wie auf die europaweit gültige DSGVO reagiert wurde: „In einer
Arztpraxis wird man jetzt nicht mehr mit Namen aufgerufen, sondern muss
sich am Eingang eine Nummer ziehen.“ Ein Friseur schreibt nicht mehr die
Namen seiner Kundinnen in seinen Kalender, sondern gibt ihnen die Namen
von Comic-Figuren. Auch die ersten meistens unberechtigten Abmahnungen
gab es direkt nach dem 25. Mai, als die zweijährige „Schonfrist“ der
DSGVO abgelaufen war: Anwälte forderten hohe Geldsummen, weil zum
Beispiel auf der Homepage keine Datenschutzerklärung stand. Solmecke
zeigte sich zufrieden, dass Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD)
inzwischen einem Gesetzentwurf gegen den „Abmahn-Wahnsinn“ vorgestellt hat.
Aus seinem Vortrag wurde sehr schnell eine Diskussion: Jede Menge Fragen
der Besucher konnte der Anwalt beantworten.
Im Grunde sei die Verordnung sehr gut, sagte Solmecke, denn dadurch
werden die großen Social-Media-Unternehmen gezwungen, jedem Nutzer
mitzuteilen, welche Daten über ihn und von ihm gespeichert sind und an
wen sie weiter gegeben werden. Geschieht das nicht, drohen Google,
facebook und Co. Milliarden-Strafen.
Die drohen den Vereinen in Hagen sicher nicht, machte Solmecke deutlich.
Trotzdem müssten auch die ehrenamtlich geführten Organisationen eine
Menge Arbeit investieren, um der DSGVO zu genügen.

Neben der Datenschutzerklärung sei vor allem ein Verarbeitungsverzeichnis nötig,
in dem genau aufgelistet wird, wer überhaupt welche Daten sehen, wofür
er sie benutzen und an wen er sie weiter geben darf. Gute Vorlagen dafür
gibt es kostenlos bei den Dachorganisationen wie dem Landessportbund,
aber auch bei Anwaltskanzleien. „Nehmen Sie sich die nötige Zeit und
füllen Sie diese Listen sorgfältig aus“, riet Solmecke den Gästen.

Ökofaire Beschaffung von Textilien in der Diakonie: Fachtag liefert Impulse und Praxisbeispiele

Hagen. Kirche und Diakonie und Textilien: Was hat das miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Vielleicht denken manche an die Talare der Pfarrer, doch sehr viel mehr Textilien werden in Einrichtungen wie Tagungsstätten, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen verbraucht: Bettwäsche, Handtücher, Arbeitskleidung.

20180920_Tagung ökofaire Textilbeschaffung

Vor diesem Hintergrund hat die Diakonie Deutschland gemeinsam mit der Vereinten Evangelischen Mission zu einem Fachtag zum Thema „Ökofaire Beschaffung von Textilien“ eingeladen, der im Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen stattfand. Nicht nur, dass der Veranstaltungsort für die Teilnehmenden aus ganz Deutschland gut erreichbar war, auch inhaltlich passte der Ort, denn auch die Diakonie Mark-Ruhr ist dabei, ihre Flachwäsche und Arbeitsbekleidung auf ökofaire Textilien umzustellen, wie Fabian Tigges von der Diakonie Mark-Ruhr den Tagungsteilnehmern im Rahmens eines Praxisvortrags mitteilte.

Wir haben bereits zusammengetragen, wer innerhalb der Diakonie Mark-Ruhr wo und in welchem Umfang Textilien bestellt. Wir möchten auf der einen Seite Synergien nutzen, vor allem aber unseren Teil dazu beitragen, auf nachhaltig und fair produzierte Textilien zu setzen“, so Pfr. Martin Wehn, Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr. Dies konkretisiere den Unternehmensleitsatz „Unser Handeln ist geprägt von sozialer und wirtschaftlicher Kompetenz, von Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung“.

Pfarrer Dietrich Weinbrenner, Beauftragter für nachhaltige Textilien in der Ev. Kirche von Westfalen und der Vereinten Ev. Mission, hat den Fachtag gemeinsam mit Dr. Marianne Dehne vom Zentrum Recht und Wirtschaft der Diakonie Deutschland, organisiert. Dietrich Weinbrenner unterstützt und überzeugt mit beispielgebendem Engagement Diakonie und Kirche bei der Frage, wie eine ökofaire Beschaffung von Textilien in der Diakonie aussehen kann. Auch dazu gab der Fachtag viele Antworten.

Sparkasse lädt zur Teilnahme beim Planspiel Börse ein

Im Rahmen des SchulService‘ lädt die Sparkasse HagenHerdecke wieder zur Teilnahme beim Planspiel Börse ein. Hier haben Hagener und Herdecker SchülerInnen ab 14 Jahre die Möglichkeit, zusammen in einem Team von 4-8 Mitschülern an der Börse zu spekulieren.

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Ziel dieses Spieles ist es, erfolgreich mit Wertpapieren zu handeln. Die besten drei Teams gewinnen echte Geldpreise. Im letzten Jahr kamen die Sieger von den Berufskollegs Cuno I und Cuno II.
Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen immer wieder, wie viel Spaß die Schüler an dem Spiel haben und wie wichtig für sie die Erfahrung mit dem Wertpapierhandel ist. Wer einmal dabei war, wird Wiederholungstäter und das mit gutem Recht. Seit 35
Jahren bietet die Sparkasse HagenHerdecke dieses beliebte Online-Strategiespiel an. Wer keinen PC oder Laptop hat, kann sich einfach die App zum Spiel auf sein Handy downloaden.
Mehr Informationen zum Spiel gibt es hier: planspielboerse.de/skhahe.
Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort über ihre Schule oder direkt bei der Sparkasse anmelden: planspiel-boerse@skhahe.de

Erfolgreicher Start der Workshop-Reihe zur Digitalisierung

 

Hagen | Auf großes Interesse ist gestern die Informationsveranstaltung zur Workshopreihe „Digital Scouts Märkische Region – Wege zur Digitalisierung für KMU“ in der agentur mark GmbH gestoßen. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus kleinen und mittleren Unternehmen waren gekommen, um zu erfahren, auf welche Art und Weise sie von der Teilnahme an den Workshops profitieren und die Digitalisierung in ihren Unternehmen voranbringen können.

Nach der Begrüßung durch agentur mark-Geschäftsführerin Kirsten Kling veranschaulichte Marco Petracca, PSV Marketing GmbH Siegen, in seinem Einstiegsvortrag zum Thema „Zum Umdenken verdammt“ anhand von Beispielen die Bedeutung der Digitalisierung für Unternehmen. Es sei notwendig, sich vor Augen zu führen, dass sich die Anforderungen an Unternehmen geändert hätten. Nicht das „Was“, sondern das „Warum“ sei hier entscheidend. Im Mittelpunkt stünden die Bedürfnisse der Kunden: „Wie müssen verstehen, was der Kunde will und was ihn an uns nervt.“ Vor diesem Hintergrund käme man als Unternehmen an der Digitalisierung nicht vorbei: „Wir sind alle Rechtsfahrer, die Welt fährt jetzt aber links.“

Im Anschluss stellten Jun.-Prof. Dr. Thomas Ludwig vom Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Siegen und Johanna Muhl von der agentur mark die Inhalte und den Ablauf der Workshopreihe vor. In den einzelnen Veranstaltungen lernen die Teilnehmenden das notwendige Handwerkszeug zur Digitalisierung kennen und werden befähigt, Digitalisierungsstrategien für das eigene Unternehmen zu entwickeln und anzustoßen. Dies erarbeiten sie sich anhand eigener Praxisbeispiele und Themen. Je nach Bedarf der Teilnehmer wird die Reihe durch Beratungs- und Unterstützungsangebote regionaler Partner ergänzt. Offizieller Start der Reihe ist am 9. Oktober in der SIHK zu Hagen.

Beim Frühstück zum neuen Arbeitsplatz

Das Jobcenter Hagen schlägt schmackhafte Wege bei der Vermittlung ein.
Darf’s noch ein Kaffee sein? Oder gleich ein Jobangebot? Beim Bewerber-Frühstück des Jobcenters Hagen ist der Weg zur Arbeitsaufnahme mit Brötchen und Gemüsesticks gespickt. Heute treffen sich im „Job Future“ am Graf-von-Galen-Ring Frauen und Männer, die an der Aktion „Einstellungssache – Jobs für Eltern“ teilnehmen. „Einstellungssache“ wird von Jobcentern bundesweit mit unterschiedlichen Aktionen angeboten. In Hagen gibt es eine ganze Aktionswoche vom 17. bis 21. September. Die Vorbereitung der 37 Teilnehmenden hat schon begonnen. Gemeinsam frühstücken gehört dazu, um in ungezwungener Atmosphäre mit den Bewerber*innen über ihre Perspektiven ins Gespräch zu kommen.
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Seit zwei Wochen werden die Männer und Frauen – fast alle Eltern – darauf vorbereitet, in der 38. Kalenderwoche mit dem Bewerber-Shuttle zu fahren. „Den Bewerber-Shuttle haben wir 2014 extra für Einstellungssache ins Leben gerufen. Damals haben wir zum ersten Mal Arbeitssuchende mit Bussen zum Speeddating bei Unternehmen gefahren“, berichtet Rosemarie Wrede vom Bewerber-Service des Jobcenters. Das Besondere: Ausgehend von den Talenten und Voraussetzungen der Bewerber*innen werden Arbeitgeber angesprochen. Inzwischen wird der Shuttle das ganze Jahr über angeboten. Doch für die diesjährige Aktionswoche bietet die Vorbereitungsphase noch viel mehr als Coaching.
 
„Bei der Vorbereitung ist uns wichtig, möglichst viele Aspekte der Teilnehmer*innen zu betrachten“, berichtet Arbeitsvermittlerin Britta Moranz. Das heißt: Das familiäre Umfeld, die Gesundheit, das Auftreten und Aussehen, aber auch das Wohlbefinden. Deshalb ist in diesem Jahr erstmals eine professionelle Stylistin dabei, die den Bewerber*innen individuelle Tipps gibt. „Sie war sogar mit uns shoppen“, erzählt Zlatko Obradovic, der schick gekleidet am Frühstückstisch sitzt. Der 54-Jährige Industriekaufmann sucht eine Anstellung als Vertriebler. Er ist von der Betreuung durch das Jobcenter und den beauftragten Bildungsträger Tertia begeistert. „Alle, die mit uns zutun haben, haben Zeit für uns. Sie nehmen uns ernst. Man wird an die Hand genommen bei den ersten Schritten zurück ins Berufsleben.“
 
Die 33-jährige Irina Heid ist alleinerziehend mit zwei Kindern. Sie hat Betriebswirtschaft studiert und möchte gern in der Verwaltung arbeiten. Aus der Gruppe ist sie die erste, die ein Vorstellungsgespräch hat – sogar noch vor der eigentlichen Aktion. „Morgen ist es soweit“, erzählt sie. Irina Heid fühlt sich gut vorbereitet: „Wir haben alles Wichtige mitbekommen, wie Motivation, Bewerbungsunterlagen, tolle Fotos, Übung für Vorstellungsgespräche.“ Auch sie lobt die Betreuung durch Jobcenter und Tertia.
 
Damit „Einstellungssache“ reibungslos für die Bewerber*innen läuft, sorgt das große Team des Jobcenters. Alle Bereiche arbeiten Hand in Hand. „Ohne die Kolleginnen und Kollegen, die im Hintergrund agieren, die zum Beispiel direkt die Bewerbungskosten überweisen und heute beim Frühstück helfen, würde das nicht klappen“, sagt Britta Moranz. Zlatko Obradovic fasst es so zusammen: „Das Wichtigste ist, dass man das Gefühl hat, dass jemand da ist und sich kümmert. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ich komme richtig gern hierhin.“
 
Info: Arbeitgeber, die den Bewerber-Shuttle kennen lernen oder nutzen möchten, können sich an Britta Moranz unter Telefon 02331/36758-809 oder Rosemarie Wrede -826 wenden.
Job Future ist das Weiterbildungs-Infozentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18.
Informationen gibt es auch im Internet unter www.jobcenter-hagen.de.
 

 

Röspel lädt zur Infoveranstaltung DSGVO

Was Vereine und Unternehmen jetzt wissen müssen.
DSGVO: Diese fünf Buchstaben klingen eigentlich harmlos. Dennoch
bereiten Sie derzeit Vereinsvorständen und Unternehmensgeschäftsführern
erhebliches Kopfzerbrechen. Was es mit der Europäischen
Datenschutz-Grundverordnung (so der volle Name für diese Abkürzung) auf
sich hat und wie Vereine damit umgehen müssen, wird der renommierte
Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke auf Einladung des heimischen
SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel am Donnerstag, dem 20. September,
ab 17 Uhr im „Alten Stadtbad“ in Haspe erläutern.
Die DSGVO ist aus europarechtlicher Sicht die größte Vereinheitlichung
datenschutzrechtlicher Vorgaben, die es je gegeben hat. Hintergrund
dieses neuen Gesetzes war es eigentlich, Konzerne wie Google, Facebook
oder Twitter jetzt auch in Europa bei Datenschutzverstößen haftbar
machen zu können. Die Drohkulisse von 20 Millionen Euro Bußgeld hat die
Internetgiganten zumindest jetzt schon zum Handeln veranlasst.
Allerdings trifft die neue Verordnung nicht nur die großen Player der
Branche. Auch Vereine und kleine Unternehmen müssen das umfangreiche
Regelwerk beachten, um Bußgelder und Abmahnungen zu vermeiden. Auch wenn
die Umsetzungsfrist für das neue Regelwerk am 25. Mai 2018 abgelaufen
ist, ist es jetzt noch nicht zu spät, sich rechtskonform zu verhalten.

Solmecke
Rechtsanwalt Christian Solmecke

Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke (44), gebürtiger
Gevelsberger, wird in seinem praxisnahen Vortrag konkrete Tipps dazu
geben, was jetzt zu tun ist, um sich datenschutzkonform zu verhalten.
Nach seinem Vortrag besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen, so dass
die Teilnehmer ihre datenschutzrechtlichen Angelegenheiten schon am
nächsten Tag selbst angehen können.
Der Eintritt ist frei. René Röspel bittet aber alle Interessierten, sich
bis zum 14. September unter rene.roespel.wk@bundestag.de anzumelden.

ZUM REFERENTEN:
Die Kölner Kanzlei „Wilde Beuger Solmecke“ hat sich auf die Beratung der
Online-Branche spezialisiert. Insgesamt arbeiten 28 Anwälte in der
Kanzlei. Christian Solmecke hat dort in den vergangenen Jahren den
Bereich Internetrecht/E-Commerce stetig ausgebaut. So betreut er
zahlreiche Online-Händler, Medienschaffende und Web-2.0-Plattformen.
Neben seiner Kanzleitätigkeit ist Christian Solmecke Autor zahlreicher
Fachbücher zum Thema Online-Recht und Geschäftsführer des Deutschen
Instituts für Kommunikation und Recht im Internet (DIKRI) an der Cologne
Business School. Dort beschäftigt er sich insbesondere mit den
Rechtsfragen in Sozialen Netzen. Vor seiner Tätigkeit als Anwalt
arbeitete Solmecke mehrere Jahre als Journalist für den Westdeutschen
Rundfunk und andere Medien.
Solmecke ist außerdem Verfasser der beiden datenschutzrechtlichen Bücher
„Fit für die DSGVO“ (Deubner Verlag) und „DSGVO für Website Betreiber“
(Rheinwerk Verlag).

Wetteraner Händler mit tollen Angeboten

Aktionstage „Heimat shoppen“ am 7. und 8. September 

Am 7. und 8. September 2018 finden die vierten Aktionstage „Heimat shoppen“ statt, an denen sich auch in diesem Jahr wieder die Wetteraner Händler mit eigenen Aktionen beteiligen. Die Aktionstage stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Innenstadt bewegt (sich)“. Im Rahmen der Aktionstage soll besonders auf die zentrale Bedeutung der lokalen Gewerbetreibenden für die Attraktivität der Innenstädte und das gesellschaftliche Leben aufmerksam gemacht werden. Die Innenstädte sind das Aushängeschild einer Kommune und ermöglichen kurze Wege, um sich zu versorgen. Hier trifft man sich beim Einkauf, im Café oder beim Stadtfest. Die Innenstädte sind dabei mehr als reine Versorgungsstandorte, sondern wichtige Orte für soziale Kontakte, Kultur oder Freizeit. Vielen Kunden ist dabei nicht bewusst, wie wichtig die lokalen Gewerbetreibenden für eine lebendige Stadt sind.

 

Darauf wollen auch die Wetteraner Gewerbetreibenden an den Aktionstagen hinweisen und laden alle Kundinnen und Kunden mit besonderen Aktionen in die Geschäfte der Innenstadt ein. So bietet beispielsweise das TUI Reisebüro in der Bahnhofstraße besondere Informationen zum Thema Cluburlaub und lädt alle Kunden zu frischen und gesunden Smoothies sowie gekühlten Getränken ein. Bei Anika Fricke in der Boutique „Adelkind“ können alle Kunden verschiedene stoffwechselanregende Tees und Getränke sowie „Fitnesskekse ohne Sünde“ genießen. Optic Kerssen bietet seinen Kunden an beiden Tagen kostenlose Sehtests und eine Sehanalyse. Mode Cruse lockt mit einem Sonderrabatt von 10% auf das gesamte Sortiment sowie Erfrischungsgetränken für die Kunden. Das Ruhrtal Center lädt vor allem Kinder zu einem Luftballonkünstler und zum Kinderschminken ein und bei der Bücherstube Draht gibt es am Samstag, 8. September, kulinarische Spezialitäten und Straßenmusik. Alle Wetteraner Gewerbetreibenden freuen sich über Ihren Besuch!

813 Milliarden Euro faule Kredite in der EU

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© Hans Leicher.

Deutscher Bundestag | (hib/HLE) Das Volumen notleidender Kredite bei Banken in der gesamten Europäischen Union betrug Ende letzten Jahres 813 Milliarden Euro. Dies berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Das Volumen notleidender Kredite bei bedeutenden Banken in den an der Eurowährung teilnehmenden Ländern wird mit 721 Milliarden Euro beziffert. Die höchste Summe notleidender Kredite wurde mit 186,7 Milliarden Euro in Italien registriert. Es folgen Banken in Frankreich (135,5 Milliarden Euro), Spanien (106,2), Griechenland (100,8) und Deutschland (49,6 Milliarden Euro). Unter Berufung auf einen EU-Bericht heißt es in der Antwort, der Anteil notleidender Kredite bei Banken liege heute höher als vor Beginn der Finanzkrise.

06.09.: Workshops zeigen Unternehmen Wege in die Digitalisierung

agentur mark |Hagen | Mit einer Informationsveranstaltung startet am 6. September die Workshop-Reihe „Digital Scouts – Wege zur Digitalisierung für KMU“ in der agentur mark. Diese Reihe ist für Mitarbeitende von Unternehmen aus der Stadt Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis gedacht, die die Digitalisierung für ihr Unternehmen initiieren und gestalten wollen und als Digital Scouts – also Aufklärer und Wegbereiter – fungieren.

Kleine und mittlere Unternehmen haben häufig keine klare Vorstellung davon, was Digitalisierung bedeutet und wie sie sinnvoll umgesetzt werden kann. Digitale Kompetenzen sind aber gerade für sie ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dabei geht es nicht um die Anschaffung modernster Technik wie Tablets oder Smartphones, sondern darum, durch intelligente und vernetzte digitale Verfahren die Produktivität zu erhöhen und mehr Effizienz zu erzielen. Die Spanne der Einsatzmöglichkeiten ist riesig und reicht von der Erfassung der Arbeitszeiten über eine effiziente Materialwirtschaft und neue Geschäftsmodelle bis hin zur Standardisierung von Arbeitsprozessen.

Bei den Workshops können die Teilnehmer durch Praxisübungen Fach- und Methodenwissen erwerben, mit dem sie die Digitalisierung in ihrem Unternehmen anstoßen und entwickeln können. Dies geschieht durch den Einsatz von Beispielen, Betriebsbesichtigungen sowie Übungen. So soll das Thema Digitalisierung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen erfahrbar und nutzbar gemacht werden.

Bei der Informationsveranstaltung mit einem Impulsvortrag von Marco Petracca, PSV Marketing GmbH Siegen, möchten wir interessierten Unternehmensvertreterinnen und -vertretern die Workshop-Reihe vorstellen und ihnen aufzeigen, auf welche Art und Weise sie von der Teilnahme profitieren können.

Die Workshop-Reihe ist konzipiert als Gemeinschaftsinitiative der agentur mark, der SIHK zu Hagen, des Märkischen Arbeitgeberverbandes, der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung, der EN Agentur, der HAGEN Agentur, der Arbeitsagentur Hagen und der Arbeitsagentur Iserlohn in Kooperation mit dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Siegen. Die Workshop-Reihe findet statt mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Informationsveranstaltung findet statt am 6. September von 16 – 19 Uhr, in der agentur mark GmbH, Handwerkerstr. 11, 58135 Hagen. Eine Anmeldung ist notwendig. Interessierte finden den Link zur Anmeldung unter https://www.agenturmark.de/termine.html.

 

1,5 Millionen Steuerdatensätze nach Deutschland übermittelt

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© Hans Leicher.

Deutscher Bundestag | (hib/HLE) Beim automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten (AIA) sind im September vergangenen Jahres von ausländischen Behörden 1,5 Millionen Datensätze nach Deutschland übermittelt worden. Der zwischen Deutschland und 49 Staaten beziehungsweise Gebieten vorgenommene Austausch soll im kommenden September erneut vorgenommen werden. Diesmal erfolge der Austausch zwischen Deutschland und 102 Staaten beziehungsweise Gebieten, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der FDP mit. Mit der Zuordnung der übermittelten Daten zu den jeweiligen Steuerpflichtigen durch das Bundeszentralamt für Steuern zeigt sich die Bundesregierung sehr zufrieden: „Die Ergebnisse liegen weit über dem Durchschnitt sonst üblicher Ergebnisse bei automatisierten Zuordnungsläufen.“ Mit der Auswertung der Daten in den Landesfinanzbehörden soll Mitte 2020 begonnen werden. In den Datensätzen sei ein Volumen von Einkünften in Höhe von 58 Milliarden Euro und von Kontoständen in Höhe von 85 Milliarden Euro enthalten. Die Daten würden allerdings keine Bemessungsgrundlage für die Besteuerung in Deutschland enthalten, sondern seien lediglich ein Anhaltspunkt für die Veranlagung von Kapitalerträgen aus dem Ausland und Ausgangspunkt für weitere Prüfungen. Die Bundesregierung weist darauf hin, aufgrund des Informationsaustausches bestehe ein „hohes Entdeckungsrisiko für Steuerpflichtige, die nicht alle entsprechenden Einkünfte in ihrer Steuererklärung angeben“

Prädikat Familienfreundliches Unternehmen verliehen

Verleihung des  2018

agentur mark | Hagen |  Sieben regional ansässige Unternehmen wurden am Donnerstag im Hagener Theater an der Volme vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH erstmalig mit dem „Prädikat Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet.

 

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Neben den neuzertifizierten Unternehmen konnten weitere sieben Unternehmen aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis ihr Zertifikat von 2016 verlängern. Hinzu kommen 10 Unternehmen der ersten Stunde, die sich seit 2014 nun zum dritten Mal erfolgreich der Begutachtung unterzogen haben.

Alle Prädikats-Unternehmen setzen auf familienfreundliche Maßnahmen, um ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern und um sich neuen Fach- und Führungskräften als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Denn im Wettbewerb um guten Nachwuchs müssen die Unternehmen dem Wandel der Geschlechterrollen Rechnung tragen: Immer mehr gut ausgebildete (junge) Frauen planen ihre Karrieren und setzen hierbei auch auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die entsprechenden betrieblichen Rahmenbedingungen. Da auch Männer sich zunehmend familienverpflichtet fühlen, profitieren alle Beschäftigten gleichermaßen von familienfreundlichen Angeboten.

Unterstützungsangebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ein klarer Standortvorteil für Unternehmen, gerade auch angesichts des demografischen Wandels und einer sich verändernden Arbeitskultur. Vor diesem Hintergrund vergibt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region seit 2014 das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen. Premiumpartner 2018 sind neben der agentur mark GmbH die Wirtschaftsförderungsagentur des EN-Kreises, der Märkische Arbeitgeberverband sowie die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Weitere Partner aus der Region wie Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Verbände, die Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern sowie das Jobcenter EN, unterstützen die Initiative bereits seit Start in 2014.

unternehmen

Vor mehr als 70 Gästen aus regionalen Unternehmen zeigte sich Dario Weberg, Intendant des Theaters an der Volme, in seinem Grußwort erfreut, dass die Prädikatsverleihung nun zum zweiten Mal in seinem Hause stattfand. In seinem kurzweiligen Eröffnungsbeitrag wies er darauf hin, dass das Thema Vereinbarkeit gerade in der Theaterwelt aufgrund der ungewöhnlichen Arbeitszeiten ein wichtiges Thema, aber auch eine Herausforderung sei. Mit seinen Darbietungen des Sinatra-Songs „That’s life“ und der Rezitation von Heinz Erhards „polyglotter Katze“ sorgte Weberg für einen gutgelaunten Einstieg in die Veranstaltung.

Andreas Lux, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und hier Repräsentant der Partnerschaft, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Themas für die Wirtschaft und die Region als attraktiven Standort: „Dass der Mittelstand schon immer stark an seiner Belegschaft interessiert war, ist kein Geheimnis. Doch was sich die hier ausgezeichneten Unternehmen alles einfallen lassen, um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer weiter auszubauen, verdient Respekt. Und das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen hilft – neben der hervorragenden Vernetzung – unsere starke Region in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen.“

Zum Standard in den zertifizierten Unternehmen gehören verschiedenste Modelle flexibler Arbeitszeiten, Teilzeitberufsausbildung oder Home Office-Lösungen, die den Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit erleichtern. Hinzu kommen eine Vielzahl zusätzlicher Leistungen wie betriebsnahe Kitas, Kinderferienbetreuung oder psychosoziale Beratungsangebote. Mütter und Väter werden während der Elternzeit systematisch eingebunden und bleiben so über die betrieblichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der sukzessive Wiedereinstieg nach der Elternzeit oder einer Angehörigenpflege ist in fast allen Fällen möglich.

Unternehmen, die sich für das Prädikat 2019 interessieren (Start: Spätherbst 2018), können sich direkt wenden an: Laura Hoff, Tel. 02331-488 78 41, hoff@agenturmark.de

 

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises. Mehr Infos unter www.agenturmark.de

Offene Werkstatt für Digitalisierung eröffnet

Im Fokus: Digitale Standards für die mittelständische Industrie

Hagen | Smart Home, Virtual Reality oder 3D-Druck: Die Verantwortlichen in kleinen und mittelgroßen Unternehmen kennen die Herausforderungen und wissen, dass auch sie ihre Betriebe digitalisieren müssen. Aber welche Maßnahmen sind für das einzelne Unternehmen sinnvoll? Und wie vermeidet man Abhängigkeiten von Software- und Serviceanbietern? Antworten darauf gibt die Offene Werkstatt des Mittelstand 4-0-Kompetenzzentrums eStandards, die gestern auf dem Campus der FernUniversität in Hagen offiziell eröffnet wurde.

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Bettina Bartz und Jörg Siegmann vom Kompetenzzentrum eStandards erläutern das
Konzept der Offenen Werkstätten
(Foto: © Birgit Andrich/HAGENagentur)

„Begriffe wie ´eStandards` und auch `Digitalisierung` sind natürlich sehr abstrakt“, sagt Projektleiter Jörg Siegmann vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, „Deshalb ist es so wichtig, dass der Mittelstand und das Handwerk hier endlich eine Möglichkeit haben, ganz konkrete Anwendungen zu erleben.“ In der Offenen Werkstatt Hagen wird beispielsweise demonstriert, wie ein Objekt dreidimensional gescannt und dann auf einem 3D-Drucker eine originalgetreue Kopie hergestellt wird. Diese Methode der „additiven Fertigung“ wird in Zukunft bei der Herstellung individualisierter Produkte oder von Kleinstmengen eine immer wichtigere Rolle spielen. Auch Anwendungen für das so genannte „Smart Home“ werden in der Offenen Werkstatt erlebbar gemacht: Sensoren steuern Licht- und Ton-Anwendungen genau da, wo sie gebraucht werden – automatisch.

Das Entscheidende bei allen gezeigten digitalen Anwendungen ist: Sie funktionieren nur
durch freie, offene Standards automatisch und herstellerübergreifend. Die Standards werden in der Regel auf globaler Ebene vereinbart. Durch den Einsatz dieser „eStandards“ vermeiden die Nutzer, sich und ihr Unternehmen langfristig und mit hohem finanziellen Aufwand an einen Anbieter zu binden. Neben erheblichen Kosteneinsparungen ergeben sich für Unternehmen ganz neue Geschäftsmodelle, z.B. im Bereich der individualisierten Produktion.

„Mit der Offenen Werkstatt in Hagen haben wir nun die dritte regionale Anlaufstelle rund um die Digitalisierung mit eStandards in Deutschland eröffnet“, erklärte Bettina Bartz, Geschäftsstellenleiterin des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards. „In den Werkstätten Leipzig, Köln und Hagen bieten wir mittelständischen Unternehmen die Chance, digitale und nachhaltige Technologien und eStandards kennenzulernen und selber auszutesten.“

Die FernUniversität bietet für die Offene Werkstatt einen idealen Standort: Mit ihren Lehr und Lernformaten und Forschungen zur Digitalisierung bestehen zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Thema Arbeit 4.0. Außerdem profitiert die Hochschule auch von der High-Tech-Ausstattung. In ihrer Begrüßungsansprache sagte Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert: „Ich bin mir sicher, dass wir hierdurch neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln werden.“ Für Forschung und Lehre sei es wichtig, auch die Anforderungen und Perspektiven kleiner und mittelständischer Unternehmen zu kennen. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel in Deutschland mache sich die FernUniversität auch für eine „durchgängige Bildungskette aller Akteure“ stark; Betriebe, Handelskammern, Fachhochschulen und Universitäten sollten stärker kooperieren, nicht zuletzt um IT-Berufe attraktiver zu machen, so Pellert.

Zur Eröffnung kamen über 120 geladene Gäste, überwiegend aus mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetrieben. In Fachvorträgen über Pilotprojekte des Kompetenzzentrums und in einem World-Cafè informierten sie sich über verschiedenste Aspekte des Einsatzes von eStandards in der betrieblichen Praxis, z.B. zur Auftragssteuerung in der Produktion, neue Methoden zur Marktbeobachtung oder optimierte Tourenplanungen mit Open-Source-Lösungen.

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Mittlerweile über zwanzig Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren stehen Unternehmerinnen und Unternehmern bundesweit bei der Digitalisierung ihrer Prozesse im Betrieb zur Seite.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards zeigt kostenlos und anbieterneutral, wie Unternehmen mit Hilfe von Standards nachhaltige digitale Geschäftsideen entwickeln und in die Praxis umzusetzen können. Getragen wird das Kompetenzzentrum von einem Zusammenschluss der Partner der HAGENagentur Ges. für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus mbH, des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH, des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) Sankt Augustin und des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie IMW unter der Konsortialführerschaft der GS1 Germany GmbH. Weitere Informationen unter: http://www.kompetenzzentrum-estandards.digital .

Über Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der  Unternehmensprozesse

Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen zu Mittelstand-Digital unter http://www.mittelstand-digital.de .

BDZV und DJV einigen sich auf neuen Tarifvertrag

cropped-direktdrantv58logo-05171.pngBDZV | Berlin | Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die Gewerkschaft Deutscher Journalisten-Verband (DJV) haben sich in der siebten Verhandlungsrunde nach intensiven Gesprächen bis in die frühen Morgenstunden auf einen neuen Gehaltstarifvertrag (GTV) für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen geeinigt. BDZV und DJV einigen sich auf neuen Tarifvertrag weiterlesen

„Danke für Ihr Engagement!“: Stadt Wetter lud zum Arbeitnehmerempfang

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Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

Jens Holsteg | Stadt Wetter (Ruhr) | Die Menschen, die in Wetter arbeiten, sind die wichtigste Ressource für prosperierende Unternehmen. Daran erinnerte Bürgermeister Hasenberg beim diesjährigen Arbeitnehmerempfang der Stadt Wetter (Ruhr) anlässlich des Tages der Arbeit.

Bürgermeister Hasenberg begrüßte in den Räumen der Außenstelle der Werkstatt für behinderte Menschen des Frauenheimes Wengern an der Wasserstraße im Schöntal zahlreiche Arbeitnehmervertreter aus Wetteraner Unternehmen, bei denen er sich für das große Engagement für Arbeitnehmerrechte in den heimischen Betrieben bedankte.

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Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

„Im Mittelpunkt steht der Mensch: Gerade angesichts unserer Zeit, in der wir einen manchmal fast schwindelerregend schnellen Umbau unserer Arbeitswelt erleben, ist die öffentliche Wertschätzung des Menschen als Arbeitskraft wichtig wie nie“, so Hasenberg in seiner Begrüßung. Ein soziales Arbeitsklima, Wertschätzung der Arbeit, faire und gerechte Bezahlung, Weiterbildung der Mitarbeiter, Teilzeitstellen für junge Eltern, Entwicklung und Nutzung moderner Technologien seien Schritte für die Zukunftssicherung von Unternehmen. Das gelinge immer dann am besten, so Hasenberg, wenn Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter gemeinsam an diesem Weg arbeiten.“

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Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

„Wer arbeitet, fühlt sich geschätzt“, so Hasenberg. „Diese Wertschätzung der Menschen muss uns allen – als Verantwortungsträger in Firmen und Unternehmen, bei der Verwaltung in der Kommune, bei Land und Bund sowie in der Politik generell – ein großes Anliegen sein.“

Dass Arbeit zum Leben gehört, zum einen als Grundrecht jedes Einzelnen, zum anderen als Voraussetzung, um an der Gesellschaft und dem öffentlichen Leben teilnehmen zu können, machte der kurze Vortrag von Werkstattleiter Thomas Schiebille klar.

Er führte die Anwesenden durch die neuen Räume der im September letzten Jahres eröffneten Außenstelle. Er beschrieb die Arbeitsmöglichkeiten im Berufsbildungs- und Werkstattbereich und zeigte sich erfreut darüber, wie gut die Nachbarschaft im Schöntal sei: „Wir konnten bereits Kontakte zu einigen Unternehmen knüpfen.“ Und auch bei der anschließenden Gesprächsrunde ergab sich ein weiterer Kontakt.

Business Talk gibt Impulse: Was macht Mittelstand erfolgreich?

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Foto: Agentur f. Arbeit Hagen

Hagen. Neue Impulse und andere Blickwinkel bot der Business Talk 2018 der Agentur für Arbeit Hagen am vergangenen Donnerstag. Zahlreiche Unternehmer und Unternehmensrepräsentanten waren eingeladen, sich auszutauschen und darüber zu informieren, was kleine und mittlere Unternehmen erfolgreich macht – und welche Strategien sie bei der Fachkräftesuche haben. Der Fachkongress im Business Talk-Format für Unternehmer aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis stand unter dem Motto „Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft – was macht Mittelstand erfolgreich?“. WDR 2-Moderator Jürgen Mayer führte durch das Programm. Impro-Theater-Schauspieler sorgten für die richtige Einstimmung und humorvolle Highlights.

Agenturchef Marcus Weichert unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung für den Mittelstand: „Über 98 Prozent der Unternehmen in dieser Region gehören dem Mittelstand an. Eine Auswahl davon erleben wir heute hier – ein jeder auf seine Art
erfolgreich.“

Den Vortrag hielt Prof. Dr. Claudius Schmitz, Dozent für Handel und Marketing ander Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, zugleich Bestseller-Autor und Studienleiter bei der größten deutschen Privatuniversität für Berufstätige und duale Studiengänge. Er referierte kurzweilig unter dem Titel „Erfolg braucht Veränderung“ über die sich radikal verändernden Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen.

Erfolg in einer zunehmend volatilen Welt benötige flexible, flache, vernetzte und transparente Organisationen und gleichzeitig digitale Führung. Auch müssten sich die Unternehmen auf die besonderen Eigenarten der „Generation Z“ einstellen.

Auf dem Podium wurden einige unterschiedliche Ansätze diskutiert, was es heißt, ein Unternehmen erfolgreich zu führen, Fachkräfte zu binden und zu motivieren. Teilnehmer waren Magnus Becker, Geschäftsführer Hawker GmbH, Christoph Winzerling, Geschäftsführer Hausemann & Mager GmbH & Co. KG, und Claas Mehrwald, Geschäftsführer pcm GmbH.

In der Diskussion wurde deutlich, dass erfolgreiche Unternehmen häufig sehr ungewöhnliche Wege gehen, um die benötigten Fachkräfte zu erreichen und zu halten. Dabei gibt es viele gute Ansätze zur Attraktivitätssteigerung. Das Spektrum reicht von Berücksichtigung von Arbeitnehmerwünschen bei Investitionen, Ausstattung mit hochwertigen Fahrrädern bis hin zu psychosozialer Betreuung und modernsten Angeboten aus dem Bereichen Sport und Gesundheit. Hier seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dies werde auch immer nötiger, da begehrte Fachkräfte in einem sich drehenden Arbeitsmarkt ihren Wert kennen und sich so teuer wie möglich verkaufen wollen. Auch sei der Wert von Arbeit in Zeiten von Work-Life-Balance ein anderer als früher. Unternehmen müssten sich darauf einstellen.