Archiv der Kategorie: Schlagzeilen

Phoenix Hagen-Geschäftsführer schwer erkrankt

Hagen. (TV58.de) Über eine schwere Erkrankung seines Geschäftsführers Peter Brochhagen berichtet der easyCredit Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen. Brochhagen soll sich nach Phoenix-Angaben aber „wieder auf dem Wege der Besserung“ befinden. Derzeit könne der Geschäftsführer seiner Tätigkeit aber nur eingeschränkt nachgehen. Man wolle die Geschäftsstelle zeitnah personell verstärken „um fehlende Recourcen auszugleichen“. „Peter Brochhagen wird uns übergangsweise als Geschäftsführer erhalten bleiben und beratend zur Seite stehen, bis wir eine neue Lösung gefunden haben. Dafür ganz herzlichen Dank an ihn – das ist in seiner Situation nicht selbstverständlich“, so Sven Eklöh, Aufsichtsratsvorsitzender von Phoenix Hagen.

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Mann verstirb bei Zimmerbrand in Altenwohnheim

Hagen. Heute kam es gegen 13.00 Uhr aus bislang ungeklärter
Ursache zu einem Zimmerbrand in einem Altenwohnheim auf der
Buschstraße. Hierbei verstarb der Bewohner des Zimmers. Bislang haben
sich keinerlei Hinweise auf ein Verschulden durch andere Personen
ergeben. Andere Bewohner des Altenwohnheims waren nicht gefährdet.
Die Buschstraße war während des Einsatzes teilweise für den Verkehr
gesperrt.

Fußgänger in Haspe lebensgefährlich verletzt

Hagen. Am Dienstagnachmittag ereignete sich in Haspe ein
Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger lebensgefährlich verletzt
wurde. Nach ersten Ermittlungen bog eine 60-jährige Frau aus dem
Ennepe-Ruhr-Kreis gegen 15.55 Uhr mit ihrem VW Touran von der
Nordstraße nach links in die Enneper Straße ab. Dabei übersah sie
einen Fußgänger, der die Enneper Straße bei Grünlicht der dortigen
Fußgängerampel überquerte. Der Mann wurde auf die Motorhaube des
Fahrzeugs aufgeladen und stieß mit dem Kopf gegen die A-Säule.
Hierbei zog er sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu und musste
mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Dortmund
geflogen werden. Die 60-jährige Autofahrerin musste mit einem Schock
ebenfalls notärztlich behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hagen wurde zur Unfallaufnahme
ein unabhängiger Gutachter hinzugezogen. Die Enneper Straße ist
derzeit immer noch in beide Fahrrichtungen gesperrt (mindestens bis
18.00 Uhr).  Der Verkehr wird über die Nordstraße bzw. Martinstraße
abgeleitet. Das Alter des verunfallten Fußgängers ist zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt. Er wird auf 70 bis 75
Jahre geschätzt. Innerhalb der Absperrmaßnahmen wendete eine
73-jährige Frau ihr Fahrzeug und fuhr im Bereich der Unfallstelle
rückwärts eine Böschung hinab. Dabei entstand lediglich Sachschaden.

Ein Toter und Verletzte bei Motocross-Rennunfall

Wiehl. Bei einer Motocross-Veranstaltung in Bielstein hat
sich am Sonntagnachmittag (03.07.) ein schwerer Rennunfall ereignet.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam um 14:45 Uhr ein
25-jähriger Fahrer aus Belgien mit seiner Maschine aus bislang
ungeklärter Ursache vom Streckenverlauf ab und kollidierte in der
Folge mit einer Zuschauergruppe. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt
ein 28-jähriger Zuschauer aus Gummersbach derart schwere
Verletzungen, dass er trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der
Unglücksstelle verstarb. Ein weiterer Zuschauer, ein 15-jähriger
Jugendlicher aus Reichshof, der 25-jährige Motocross-Fahrer sowie ein
42-jähriger Streckenposten aus Solingen erlitten schwere Verletzungen
und mussten mit Rettungsfahrzeugen in umliegende Krankenhäuser
eingeliefert werden. Die Ermittlungen zum genauen Unglückshergang
dauern an. Die Veranstaltung wurde unmittelbar nach dem Unfall
abgebrochen. Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und Notfallseelsorger
waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Vier Verletzte bei Kellerbrand am Remberg

Hagen. Am Samstagabend, gegen 22.00 Uhr, wurde der
Feuerwehr Hagen eine Rauchentwicklung in einem Haus in der
Rembergstraße gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte
wurde eine Rauchentwicklung im Treppenhaus durch einen Kellerbrand
festgestellt. Von den Einsatzkräften wurden die Hausbewohner
evakuiert. Der Brandherd (ein Teppich und Zeitungen)konnte schnell
gelöscht werden. Durch die starke Rauchentwicklung wurden vier
Personen leicht verletzt (Rauchgasinhalation) und zur medizinischen
Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Bedingt durch die
Rettungsmaßnahmen musste die Rembergstraße gesperrt werden; es kam zu
leichten Verkehrsbehinderungen. Die eingesetzte Kriminalpolizei
übernahm die erforderlichen Ermittlungen, weil eine Brandstiftung
nicht ausgeschlossen werden kann. Die Höhe des Sachschadens ist zur
Zeit noch nicht bekannt. Hinweise nimmt die Polizei Hagen unter der
Ruf-Nr. 02331/986-2066 entgegen.

VIDEO | Rathaus-Apotheke jetzt in der 3. Generation

Dr. Klaus Fehske hat am 1. Juli 2016 die Hagener Rathaus-Apotheke an seinen Sohn Christian übergeben. Dr. Klaus Fehske wird Hagen aber erhalten bleiben, auch sein hohes und vielschichtiges Engagement für Hagen und die Region. Mit der Übergabe in die nun 3. Generation wird es zugleich ein noch breiteres Angebot geben. Auch der Stellenwert der Beratung wird noch weiter ausgebaut. Mehr dazu im Video.

Sparkassen Hagen und Herdecke schließen sich zusammen

Die Sparkassen Hagen und Herdecke gehen gemeinsame Wege. Am Freitag unterzeichneten Dr. Katja Strauss-Köster, Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, und Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen, im Herdecker Rathaus die Fusionsverträge. Am Vortag hatten die beiden Stadträte von Hagen und Herdecke den Zusammenschluss einstimmig entschieden.

Pressefoto
Mit einer Bilanzsumme von 3,1Milliarden Euro entsteht zum 31. August 2016 das elftgrößte Institut in Westfalen-Lippe. Die vereinigte Sparkasse wird den Namen „Sparkasse HagenHerdecke“ tragen. Für die Kunden wird sich nach der vollzogenen rechtlichen Fusion zum 31.08.2016 außer dem Namen nichts merklich verändern.
Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster freut sich auf das neue Kapitel in der 140-jährigen Geschichte der Sparkasse in Herdecke. „Ein Kapitel, das sicher gut zu lesen sein wird. Vor allem können wir sicher sein, dass der Wirtschaft und der Bevölkerung in Herdecke auf Dauer eine leistungsfähige Sparkasse zur Verfügung steht.“
Mit den demographischen Veränderungen, dem immer schnelleren Wandel durch die Digitalisierung, zunehmenden Anforderungen und Kosten durch die Bankenregulierung sowie der Niedrigzinsphase müssen die Kreditinstitute in den nächsten Jahren große Herausforderungen bewältigen.
„Die vereinigte Sparkasse hat die Möglichkeit und Kraft, auf diese Herausforderungen und Trends die richtigen Antworten zu präsentieren. So können u.a. die aufsichtsrechtlichen Anforderungen
Pressemitteilung
Sparkasse Hagen s Stadtsparkasse Herdecke s
in einem größeren Institut und mit mehr Spezialisten besser abgedeckt werden“,erklärte der Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Erik O. Schulz.
Die „Orientierung am Gemeinwohl“ wird auch das Geschäftsprinzip der Sparkasse HagenHerdecke sein. „Auch künftig werden wir ein verlässlicher Partner für die heimischen Vereine sein und diese bei wichtigen Projekten unterstützen. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist für die Gesellschaft sehr wichtig und muss entsprechend gefördert werden“, unterstrich Frank Walter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hagen.
Franz Buerdick, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Herdecke, sieht gerade auch für die Mitarbeiter mehrMöglichkeiten in einem größeren Institut. Es werde keine fusionsbedingten Kündigungen geben. „Vielmehr hat die Sparkasse Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern.“ Die Sparkasse HagenHerdecke bietet ein breites Weiterbildungsangebot und einen interessanten internen Stellenmarkt.

Verkehrsunfall mit vier Verletzten – Volmetalstraße zwei Stunden gesperrt

Hagen. Eine 42-jährige Pkw-Fahrerin fuhr am Donnerstag mit ihren beiden
Kleinkindern (9 und 3 Jahre) die Volmetalstraße aus Dahl in Richtung
Hagen. Aus bisher noch unerklärlichen Gründen fuhr sie mit ihrem
Dacia in einer langgezogenen Rechtkurve in den Gegenverkehr und stieß
mit der Fahrzeugfront in die linke Seite eines entgegenkommenden
Audi. Beide Fahrzeuge kamen ins Schleudern und erst nach ca. 200 –
300 Metern voneinander entfernt zum Stillstand.

Die Kinder saßen entsprechend gesichert in ihren Kindersitzen. Auch die Mutter und der
43-jährige Audi-Fahrer waren mit dem Gurt gesichert. Dennoch wurden
die vier Personen durch den Zusammenstoß so schwer verletzt, dass sie
zunächst von Ersthelfer vor Ort versorgt und bereut, anschl. aber in
Hagener Krankenhäusern gebracht wurden mussten. Die Volmetalstraße
wurde von 19.41 Uhr bis 21.50 Uhr gesperrt, der Verkehr entsprechend
abgeleitet.

SPD Hagen: Kein Einknicken vor dem Theatermarsch

Hagen. (HL.) Wie bereits berichtet hat die SPD-Fraktion Hagen an diesem Mittwoch mit ihrem Bekenntnis zu Theater Hagen für eine Überraschung gesorgt.

Die SPD Fraktion stellt für die kommende Ratssitzung am 30. Juni 2016 folgenden Sachantrag zum Tagesordnungspunkt „Wirtschaftsplan 2016/17 der Theater Hagen gGmbH“:

  1. Der Rat der Stadt beschließt den Wirtschaftsplan 2016/17 der Theater gGmbH
  2. Die Theaterleitung legt dem Rat in seiner nächsten regulären Sitzung den Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 2017/18 vor.
  3. Die Finanzplanung für die Wirtschaftspläne ab 2018/19 sieht eine Zuschussreduzierung von höchstens 1,5 Mio.vor, und zwar au der Basis des Abschlusses 2015.
  4. Die Geschäftsführung der Theater gGmbH legt bis spätestens Mitte 2017 unter Einbeziehung der neuen künstlerischen Leitung ein vollständiges und plausibles Konzept vor, in dem ab der Spielzeit 2018/19 die Aufwendung der Ertragslage angepasst sind.
  5. Der Rat bekennt sich zu der im Gesellschaftsvertrag mit der Theater Hagen gGmbH verankerten Präambel.

Wie lautet nun diese Präambel im Gesellschaftsvertrag? Hier der Originalwortlaut:

„Die Stadt Hagen betreibt für Ihre Bürgerinnen und Bürger und die kulturelle Versorgung der Region seit über 100 Jahren ein Mehrspartentheater mit den Sparten Musiktheater einschließlich Konzertwesen, Ballett, Kinder- und Jugendtheater. Neben eigenen Produktionen in den genannten Sparten werden Darbietungen im Bereich Kabarett und Schauspiel angeboten sowie einzelne Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt. Auf diese Weise erfüllt das Theater Hagen kulturelle, bildungspolitische und soziale Zielsetzungen in der Region. Zur Sicherung und Weiterführung dieser Einrichtung wird das Theater als Unternehmen der Stadt Hagen in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben.“

Mit ihren politischen Paukenschlag ist die Hagener SPD-Fraktion einen Tag vor dem geplanten Theatermarsch und der anschließenden großen Kundgebung auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz über die Presse in die Öffentlichkeit gegangen. Ein Einknicken vor dem Theatermarsch bzw. vor der Öffentlichkeit weist die Fraktion aber zurück. Vielmehr wolle die Hagener SPD nun klar machen wofür sie stehe, so Claus Rudel (Fraktionsvorsitzender). „Wir liefern keine Begleitmusik für morgen“, betont Sven Söhnchen.

Sven Söhnchen fragt sich, wo bei einigen Ratsmitgliedern und BürgernInnen das Fachwissen herkommt: „Aus welchem Kenntnisstand argumentieren die Leute?…“ Er, der den Prozess der Gesellschaftsgründung miterlebt hat, weiß z.B. zu berichten, dass bei der Gründung drohende betriebsbedingte Kündigungen als Märchen hingestellt wurden. Heute sei diese Formulierung aber ein offenes Wort. „Wir reden über Zahlen aber nicht über Mitarbeiter“, so Söhnchen. Die SPD wisse sehr wohl um das Theater. Sie schaue, wie man die Entwicklung positiv weiter begleiten kann und sie gehe von einem möglichst hohen Einsparziel aus. Dem Theater können man jedenfalls keine Tatenlosigkeit vorwerfen. Außerdem gebe es keine Anweisung des Regierungspräsidenten in Arnsberg, beim Theater Hagen zu kürzen. Es gebe in Hagen keine Theaterkrise, die Stadt habe eben ein Finanzproblem. Söhnchen spricht sich auch persönlich gegen eine Spartenschließung aus. Man müsse sorgfältig prüfen ob man bei allen Einsparungen schon an der Substanz sei. Immerhin gehe es um rund 270 MitarbeiterInnen.

Andreas Reitmajer (Fraktionsgeschäftsführer) unterstreicht, dass das Klima seit dem Dezernatswechsel (zuvor Thomas Huyeng, nun Margarita Kaufmann) sich verbessert habe. Bedauerlich findet Reitmajer aber dass sich z.B. Margarita Kaufmann positiv über die Gesprächsentwicklung mit dem Theater Hagen in einer Sitzung äußere, sie aber sofort von Oberbürgermeister Erik O. Schulz „abgewatscht“ würde.

Ramona Timm-Bergs (1. stellv. Vorsitzende) bemängelt das fehlende Fingerspitzengefühl in der Verwaltungsspitze. Es sei derzeit kein gutes Miteinander. Mit Spannung schaut sie darauf, wie die verschiedenen Aufsichtsratsmitglieder der Theater gGmbH im Rat stimmen werden.

Der richtige Weg seitens der SPD-Fraktion Hagen für das Theater Hagen sieht also u.a. so aus: Das Sparziel um ein Jahr aussetzen, um dann mit den richtigen Leuten neue Pläne zu entwickeln und die Zahlen zu klären.

Angesichts der Tatsache, dass derzeit noch kein/e neue/r Intendant/in für das Theater Hagen überhaupt in Sichtweite ist, scheint der SPD-Vorschlag jedenfalls ein sinnvoller Kompromiss. Welche/r kreative Indentant/in übernimmt schon eine Leitung für ein Theater in dem sie / er von vornherein nur ausführendes Organ ist, die eigenen, vielleicht rettenden Visionen nicht mehr umsetzbar sind und man sich nur als StatistIn sieht. Auch bei der IntendantenInnen-Suche kann der Antrag der Hagener SPD also durchaus hilfreich sein.

Hans Leicher.

Die Hagener SPD-Fraktion bekennt sich zum Theater Hagen

Hagen. Fast überraschend und einen Tag vor dem angekündigten Theatermarsch in Hagen hat sich die Hagener SPD-Fraktion für das Theater, seine Sparten und seine Mitarbeiter ausgesprochen. Hinsichtlich der kommenden Ratssitzung am 30. Juni hat die Fraktion einen Sachantrag zum Tagesordnungspunkt „Wirtschaftsplan 2016/17 der Theater Hagen gGmbH“ gestellt.

Hier die Erklärung der Fraktion im Originalwortlaut:

>>Die SPD-Fraktion

Bekennt sich zum Theater Hagen

Steht für den Erhalt des Spartenhauses in allen bestehenden Bereichen

Erkennt an, dass die vom Rat mit knapper Mehrheit beschlossene Einsparsumme von 1,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2017/2018 wahrscheinlich nicht mehr zu realisieren ist. Eine Entscheidung über die Höhe der zu erbringenden Einsparung wird nach der Sommerpause gefällt

Trägt die im April 2016 von CDU, FDP, Grünen und Hagen Aktiv verschärfte Einsparsumme (Reduzierung Zuschuss auf 13,5 Mio. € zuzüglich einer Anpassung an die Tariferhöhungen der Mitarbeiter, wobei ein Prozent jeder Tariferhöhung von der Theater gGmbH selbst zu erwirtschaften ist) nicht mit

Geht mit dem Theater in die Konzeption für ein zukunftsweisendes Kulturleben

Unterstützt weitere Einsparpotentiale, die von der Theaterleitung entwickelt werden

Steht zu der Mitarbeiterschaft des Hauses und dankt der Belegschaft ausdrücklich für das bisher Geleistete, das unermüdliche Engagement und die überregional erfolgreiche Werbung für unsere Heimatstadt

Lehnt die Androhung betriebsbedingter Kündigungen ab

Fordert den Gesellschafter Stadt Hagen auf, die Eigenständigkeit der Theater gGmbH anzuerkennen und mögliche Konsequenzen im städtischen Haushalt zu berücksichtigen

Fordert, dass das notwendige Einsparpaket mit der neuen künstlerischen Leitung des Hauses entwickelt und daher für die Spielzeit 17/18 ausgesetzt wird. Gleichwohl muss umgehend ein spürbarer Spareffekt erzielt werden

Fordert, die Theater gGmbH mit einer Planungssicherheit von mindestens 5 Jahren auszustatten. 

Theatermitarbeiter verdienen Wertschätzung und keine Androhung von Kündigungen

Hagen. Die SPD-Fraktion kann nicht erkennen, dass die „neuen Impulse“, die Oberbürgermeister Erik O. Schulz ans Theater gesendet haben will, die Debatte um die Einsparziele versachlicht. Anstatt „Denkblockaden in der Führungsetage“ aufzubrechen, drischt der OB mit voller Kraft auf die Belegschaft ein und verlässt damit die vom Rat der Stadt vorgegebenen Leitlinien. Denn, so steht es in der vom OB unterzeichnete Ratsvorlage, sollen jetzt auch betriebsbedingte Kündigungen dafür sorgen, dass beim Theater gespart wird.

Dabei wird in dem Papier – zwar in Klammern, dafür aber in Fettdruck – darauf hingewiesen, dass Mitarbeiter der Theater gGmbH ein Rückkehrrecht zur Stadt haben. Nicht erwähnt wird hingegen, dass mit diesem Verfahren zwar Gehälter bei der Theater gGmbH eingespart werden könnten, im gleichen Zuge aber die Ausgaben bei der Stadt steigen.
„Wir werden weder betriebsbedingte Kündigungen beim Theater zulassen, noch können wir uns vorstellen, dass hochqualifizierte Musiker, Tänzer oder Sänger demnächst im Dienst der Stadt Knöllchen verteilen“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel klar. Es gehe nicht nur um formale Einsparungen beim Theater, sondern es muss um eine echte finanzielle Entlastung der Stadt als Ganzes gehen, so Claus Rudel weiter.
Auf der einen Seite berichtet die neue Kulturdezernentin von guten und konstruktiven Gesprächen mit der Theaterführung, auf der anderen Seite wirft der Oberbürgermeister den gleichen Personen „Denkblockaden und Untätigkeit“ vor. Wohlwissend, dass auch auf der Seite des Gesellschafters Stadt Hagen in den vergangenen Monaten mit wenig Ehrgeiz und „sparsamer“ Kompetenz an den Einsparplänen gearbeitet wurde. Nicht ohne Grund wurde Thomas Huyeng als Kulturdezernent von Margarita Kaufmann abgelöst.
„Was von Seiten der Stadt jetzt auf den Verhandlungstisch gelegt wurde, ist nicht dazu geeignet, Kulturschaffende und Sparkommissare auf einer Bühne miteinander im Einklang die Dreigroschenoper spielen zu lassen“, beklagt auch Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, das unwürdige Gezerre um Hagens kulturelles Aushängeschild.

„Natürlich ringen wir hier nicht um Groschen, sondern um Millionen Euro. Davon hat das Theater in den vergangenen Jahren aber schon viele eingespart. Das dürfen wir nicht vergessen. Und wir sind der Überzeugung, dass eine neue künstlerische Leitung in Zukunft auch mit einem geringeren Zuschuss gute Arbeit machen wird. Bis 2018 ist das aber unter den gegebenen Voraussetzungen nicht zu schaffen.

“ Wenn, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, aufgrund der bis jetzt ergebnislosen Intendantensuche auswärtiger Sachverstand für das Programm 2017/18 eingekauft werden muss, dann koste das zusätzlich einen Betrag, der noch gar nicht beziffert werden kann, gibt Dr. Geiersbach zu bedenken. Bei vielen anderen Maßnahmen im Rahmen des Haushaltssicherungspaktes habe es ebenfalls zeitliche Verschiebungen bzw. inhaltliche Änderungen gegeben, weil die Ziele in der vorgegebenen Zeit oder in dem Umfang nicht zu realisieren waren. Er appelliert an CDU, FDP, Grüne und Hagen Aktiv, nicht aus Prinzipienreiterei Strukturen mit Gewalt zu zerstören, die dann nicht wieder herzustellen sind.
Hinzu komme, dass die aufsichtsratsinterne Arbeitsgruppe, in die Kulturdezernentin Margarita Kaufmann eingebunden ist und die dem Gremien gute Chancen auf eine im Sinne der vorgegebenen Sparziele erfolgreiche Arbeit einräumt, den Aufsichtsrat erst am 7. Juli über die Ergebnisse unterrichten wird.
„Aus unserer Sicht ist es nach den positiven Signalen von Frau Kaufmann nicht gerechtfertigt, wenn wir, wie vom OB verlangt, in unserer letzten Ratssitzung vor der Sommerpause am 30. Juni diese Beschlüsse fassen. Zumal wenn es Beschlüsse sind, die sich in erster Linie gegen eine

Belegschaft richten von der wir wissen, dass sie trotz des seit Jahren auferlegten Einsparzwangs ganz hervorragende Arbeit geleistet hat“, hebt Claus Rudel hervor. Hier müssten sowohl die Stadt als auch der Rat mit etwas mehr Fingerspitzengefühl agieren. Immerhin gehe es um Arbeitsplätze bei einer Stadttochter.
Ganz wichtig für die SPD-Fraktion ist darüber hinaus das Votum des Aufsichtsrates, der weder der Androhung betriebsbedingter Kündigungen noch dem Passus, dass die künstlerischen Aspekte dem Konsolidierungsziel unterzuordnen seien, zugestimmt hat.

„Wie soll das gehen? Im Aufsichtsrat sitzen Ratsmitglieder, das Votum war einstimmig. Sollen die gleichen Personen jetzt im Rat befürworten, was sie im Aufsichtsrat abgelehnt haben“, fragt die stellv. Fraktionsvorsitzende Ramona Timm-Bergs. Die SPD-Fraktion wird aus den genannten Gründen in der Ratssitzung am 30. Juni den beiliegenden Sachantrag zur zukünftigen Finanzplanung des Theaters einbringen, damit die im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Präambel auch zukünftig Bestand haben kann:
Die Stadt Hagen betreibt für Ihre Bürgerinnen und Bürger und die kulturelle Versorgung der Region seit über 100 Jahren ein Mehrspartentheater mit den Sparten Musiktheater einschließlich Konzertwesen, Ballett, Kinder- und Jugendtheater. Neben eigenen Produktionen in den genannten Sparten werden Darbietungen im Bereich Kabarett und Schauspiel angeboten sowie einzelne Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt. Auf diese Weise erfüllt das Theater Hagen kulturelle, bildungspolitische und soziale Zielsetzungen in der Region. Zur Sicherung und Weiterführung dieser Einrichtung wird das Theater als Unternehmen der Stadt Hagen in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben.<<

Mehr dazu später – hier bei TV58.de

Frank Fischer verlässt den Evangelischen Kirchenkreis Hagen in Richtung Landeskirche

Frank Fischer, der seit 15 Jahren die Evangelische Jugend in Hagen geleitet hat, verlässt den Kirchenkreis. Ab Sommer übernimmt er eine neue Aufgabe im Landeskirchenamt in Bielefeld. Fischer wird Beauftragter für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verkündigung Seelsorge und Bildungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Dabei wird er vor allem auch Gemeinden und Kirchenkreise betreuen. „So bleibe ich den Kolleginnen und Kollegen und auch dem Kirchenkreis eng verbunden.“ Der Volmestadt wird Fischer übrigens nicht den Rücken kehren: „Ich lebe gerne in Hagen und werde nach Bielefeld pendeln.“

fischer

Frank Fischer, 1963 in Radevormwald geboren, lernte zunächst Bäcker. Ab 1985 studierte er am heutigen CVJM-Kolleg in Kassel und erwarb die Doppelqualifikation in Theologie und Sozialpädagogik. Es schloss sich ein Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum an, das er 2005 mit Diplom abschloss. Seit 2008 ist Frank Fischer Diakon der Gemeinschaft Nazareth in Bethel. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Da, wo Kinder und Jugendliche leben, soll es auch Angebote geben.“ (Frank Fischer)

Fischer war seit Januar 2001 im Referat für Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich für die Entwicklung das Angebot für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Kirchlichen Jugendarbeit. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat er in den vergangenen Jahren vor allem Konzepte für die Gemeindliche Arbeit mit jungen Menschen entwickelt. Die Idee: „Da wo die Kinder und Jugendlichen leben, sollen auch die Angebote für Kinder und Jugendliche in unseren Gemeinden zu finden sein“, so Frank Fischer. Dieser Ansatz überzeugte. Und so vollzog sich im Laufe der Zeit der Perspektivwechsel hin zu einer Gemeindeorientierten Kinder- und Jugendarbeit: aus drei halben Stellen in den Gemeinden des Kirchenkreises wurden sieben Vollzeitstellen in Hagen, Breckerfeld, Herdecke und Wetter. „Es freut mich sehr, was wir gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den Verantwortlichen auf Kirchenkreisebene auf die Beine gestellt haben und blicke auf 15 gute Jahre zurück.“

Pionierarbeit auf dem Weg zum Offenen Ganztag

Parallel zu der Entwicklung in den Gemeinden initiierte Fischer auch Konzepte für die Zusammenarbeit mit Schulen im Offenen Ganztag. „Das war echte Pionierarbeit“, betont er rückblickend. Denn dieses Arbeitsfeld existierte weder bei der Evangelischen Jugend noch in der Stadt Hagen. Heute hat sich dieser Arbeitsbereich nach intensiver Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadt als eigenständiger Arbeitsbereich der Evangelischen Jugend etabliert, der von Fischers Kollegin Andrea Doehring geleitet wird. „In diesem Arbeitsfeld ist mir besonders deutlich geworden, wie schwer es Kinder oft haben und wie wichtig Unterstützung und Begleitung für sie ist, wenn dies in ihren Herkunftsfamilien so nicht geleistet werden kann.“ In dieser Phase entwickelte er auch das Konzept der Kindertafel, die Jahr für Jahr Kinder unterstützt, die sonst durch andere Förderprogramme im Rahmen des Mittagessens und der Hausaufgabenbetreuung, sowie Freizeitpädagogische Angebote nicht gefördert werden können. Allen Arbeitsbereichen gemein sei immer ein Gedanke, so Fischer: „Die Angebote sind offen für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Religion, Nationalität, oder Kultur – ganz im Sinne des Mottos des Kirchenkreises „Für die Menschen, für die Schöpfung“.“

Ich bin und bleibe ein Netzwerker.“ (Frank Fischer)

Seit 1994 ist Frank Fischer auch Vorsitzender im Jugendring – dem Zusammenschluss der Jugendverbände in Hagen. Damals war er noch Jugendreferent im CVJM Hagen. In dieser jugendpolitischen Arbeit war er maßgeblich beteiligt an der Entwicklung von Förderprogrammen für Toleranz und Demokratie. Er startete den Sternlauf zur Progromnacht und wirkte, mit den anderen Jugendverbänden, unter Federführung des Jugendamtes mit bei der Entwicklung von Kinder und Jugend Förderplänen in Hagen. „Ich bin und bleibe ein Netzwerker“, so Frank Fischer über sich selbst. „Kirchturmdenken war mir schon im CVJM fremd, und dies habe ich auch in meiner Arbeit in der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis nicht anders gehandhabt. Gemeinsam können wir nicht nur besser Verantwortung übernehmen und Aufgaben umsetzen, gemeinsam macht es auch einfach mehr Freude zu arbeiten. Und glauben Sie mir, Kinder und Jugendliche merken, ob jemand mit Freude und Begeisterung die Tür für sie aufmacht und sie herzlich Willkommens heißt, oder ob es eine mühsame Pflicht ist.“

Raubüberfall auf Kiosk in Haspe

Hagen. Am Dienstagabend betrat ein maskierter Mann einen
Kiosk auf der Berliner Straße und forderte unter Vorhalt einer
Schusswaffe den Inhalt der Kasse. Am Dienstagabend betrat ein Mann
gegen 21.55 Uhr einen Kiosk auf der Berliner Straße. Er hatte sich
mit einer schwarzen Maske, die mit zwei kreisrunden Sehschlitzen
versehen war, maskiert. Der Täter bedrohte die 57-jährige Verkäuferin
mit einer schwarzen Pistole und forderte sie auf, den Inhalt der
Kasse in eine rote Plastiktüte zu packen. Die Verkäuferin händigte
dem Räuber einen Geldbetrag in bislang unbekannter Höhe aus.
Daraufhin flüchtete der Täter über die Rolandstraße in Richtung
Leimstraße. Hierbei riss er sich die Maske vom Kopf. Die Verkäuferin
kann den Räuber wie folgt beschreiben: Der Mann ist ca. 185 cm groß.
Er ist dünn und hat kurze schwarze Haare. Zur Tatzeit war der Räuber
mit einem schwarzen Pullover und einer schwarzen Hose bekleidet.
Während der Flucht führte er eine rote Plastiktüte mit sich. Die
Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 02331/986-2066 zu
melden.

Betriebsrat der Theater Hagen gGmbH richtet offenen Brief an OB Schulz

Der Betriebsratsvorsitzende der Theater Hagen gGmbH, Alexander Schwalb,  hat einen Offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Hagen gerichtet. Der offene Brief ist eine Reaktion auf den Zeitungsartikel der WP vom 11.06.2016. Hier der Offene Brief im Originalwortlaut:

>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bisher war es für den Betriebsrat der Theater Hagen gGmbh selbstverständlich, interne Debatten zwischen Stadtverwaltung und Theater in dem Rahmen zu besprechen, der ihm gebührt, nämlich nichtöffentlich. Durch den Zeitungsartikel von Martin Weiske in der WP / WR / derwesten.de vom 11.06. „Konsolidierungsziel prägt Theaterzukunft“ und den Erfahrungen, dass Schreiben des Betriebsrats an Sie nicht beantwortet bzw. ignoriert werden, sehen wir uns veranlasst, in einem offenen Brief Stellung zu beziehen.

Ihren Schlusssatz in oben genanntem Artikel, dass das Theater Hagen ein hochattraktives Haus bleibt und auch bleiben muss, unterstreichen wir vorbehaltlos. Die Vorstellungen darüber lassen in der nichtöffentlichen Verwaltungsvorlage, die – von Ihnen unkommentiert – den Weg über die Zeitung in die Öffentlichkeit gefunden hat, aber nicht auf konstruktive Zukunftsgestaltung schließen. Wenn sich die künstlerischen Aspekte dem Konsolidierungsziel unterzuordnen haben, gleichzeitig betriebsbedingte Kündigungen hoffähig gemacht werden sollen und die deutliche Reduzierung in den einzelnen Sparten in Erwägung gezogen wird, dann bedeutet dies, dass das Theater den Fortbestand seines aktuell hohen Niveaus durch Reduzierung bzw. Abschaffung der Theaterschaffenden sichern soll.

Die Mitarbeiter/innen des Theaters, die bis vor eineinhalb Jahren Angestellte der Stadt waren, wurden für die Stadtspitze innerhalb kürzester Zeit zu Angestellten zweiter Klasse. Es wird mit der (immer noch) nichtöffentlichen Verwaltungsvorlage der Versuch gestartet, den geltenden Ratsbeschluss über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bei der Stadt aufzuweichen, der durch den Überleitungsvertrag auch weiterhin für die am Theater Beschäftigten gilt. Die Rückführung zur Stadt, die im gleichen Atemzug genannt wird, ist aber nur für den Fall einer Insolvenz oder der Auflösung der gGmbH vorgesehen und hat mit betriebsbedingten Kündigungen nichts zu tun.

Deutlicher als in der Beschlussvorlage beschrieben, die unter Ihrer Verantwortung entstanden ist, lässt sich die fehlende Wertschätzung für die Arbeit der Theaterschaffenden kaum ausdrücken. Als Teil einer 100%igen Stadttochter geben sie jeden Tag ihr Bestes, um den kulturell bisher hervorragenden Ruf Hagens nach außen würdig zu vertreten. Solch eine Behandlung haben unsere Kolleginnen und Kollegen nicht verdient!

In der Vorlage wird die mangelnde Wertschätzung u.a. dadurch ausgedrückt, dass sich jeder künstlerische Aspekt der Konsolidierung unterzuordnen hat. Verantwortungsbewusstes Handeln eines Gesellschafters sieht anders aus!

Das Theater Hagen hat in der neuen Rechtsform bewiesen, dass es wirtschaftlich verantwortungsbewusst und erfolgreich agieren kann, was von den Wirtschaftsprüfern eindeutig bestätigt wurde und das trotz zusätzlicher Schwierigkeiten, die die Stadtverwaltung dem Theater ohne Not auferlegt hat wie der Umgang mit Rückstellungen oder unvollständige Einnahmeverbuchungen.

Die sich in dem Artikel vom 11.06. wiederholenden verbalen Provokationen gegen Personen des Theaters sind auch weiterhin kein Mittel für eine sachliche Diskussion. Deshalb rufen wir Sie als Vertreter des Gesellschafters auf, Ihrer Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wohl der Theater gGmbH nachzukommen, wie es auch im Gesellschaftsvertrag vorgesehen ist, damit die Theater Hagen gGmbH weiterhin die Aufgaben wahrnehmen kann, die in der Präambel des Gesellschaftsvertrags beschrieben sind, nämlich kulturelle, bildungspolitische und soziale.

Das Theater der Stadt Hagen und die Kultur haben keine Krise, die Stadt Hagen hat eine Krise!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Schwalb<<

Filmreif: Verfolgung auf der A 1 bis nach Hagen

Schwerte/Hagen. Der Fahrer eines VW UP versuchte sich gestern Abend (13. Juni
2016) gegen 20.16 Uhr der Verkehrskontrolle durch ein Streifenteam
der Autobahnpolizei zu entziehen.

Die Beamten wollten die Insassen des VW auf dem Rastplatz
„Funkenhausen“ an der A1 kontrollieren. Als sich der Streifenwagen
dem Fahrzeug näherte, fuhr der VW plötzlich los, überfuhr einen
Grünstreifen und fuhr unter hoher Beschleunigung auf die A1 in
Richtung Bremen. Die Besatzung des Streifenwagens nahm daraufhin die
Verfolgung des flüchtigen Autos auf. Zunächst machte der
Fahrzeugführer des VW Anstalten an der Anschlussstelle Hagen-Nord die
Autobahn zu verlassen, was sich jedoch als Finte herausstellte. Der
Fahrzeugführer fuhr mit hoher Geschwindigkeit an der Anschlussstelle
vorbei und wechselte immer wieder auf rücksichtslose Weise die
Fahrstreifen. Teilweise nutzte er dabei auch den Seitenstreifen. Am
Westhofener Kreuz wechselte der VW dann auf die A45 in Richtung
Frankfurt. Kurz darauf verließ er im Bereich der Anschlussstelle
Schwerte / Ergste die Autobahn. Von hier aus raste der Fahrer mit
hoher Geschwindigkeit über die Ruhrtalstraße in Richtung Hagen,
teilweise unter riskanten Überholmanövern von anderen PKW. Kurz nach
der Missachtung einer rotlichtzeigenden Ampel verlor der Fahrer dann
die Kontrolle über seinen Pkw und schleuderte nach rechts in die
Schutzplanken. Die beiden Insassen sprangen daraufhin aus dem
beschädigten Auto und versuchten fußläufig zu flüchten. Einer der
beiden Männer, ein 21-Jähriger aus Remscheid, konnte sofort vor Ort,
sein Beifahrer, ein 26-Jähriger aus Remscheid, noch im Nahbereich
durch Einsatzkräfte der Hagener Polizei festgenommen werden. Bei dem
mutmaßlichen 21-jährigen Fahrer stellten die Beamten deutlichen
Alkoholgeruch und im Verlauf des Atemalkoholvortests einen deutlich
überhöhten Promillewert fest. Zudem verfügte der Mann über keine
Fahrerlaubnis.

Bei der Überprüfung des 26-Jährigen stellte sich heraus, dass er
mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Unter anderem wegen Fahrens ohne
Fahrerlaubnis. Bei der Untersuchung des VW stellten die Beamten zudem
noch frische Unfallspuren fest, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus
einem vorherigen Unfallgeschehen stammen dürften. Folglich besteht
zudem noch der Verdacht, dass die beiden Insassen vor der
Polizeikontrolle in eine Unfallflucht verwickelt waren.

Von beiden Tatverdächtigen wurden Blutproben entnommen. Gegen sie
besteht der Tatverdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs, des
Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Verkehrsunfallflucht.

Die Ermittlungen dauern an.

„THEATER UNSER“ Solidaritätskonzert am 30. Juni

Guildo Horn verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit dem Hagener Theater. Und zwar nicht nur, weil er das 105 Jahre alte Haus alljährlich mit seiner ausverkauften Weihnachtsshow erzittern lässt. Gemeinsam mit den „Orthopädischen Strümpfen“ und einem »unglaublich guten Ensemble« begeistert er als mürrisch-mysteriöser Diener Riff Raff bereits seit fünf Jahren in Richard O´Brien´s „The Rocky Horror Show“ das Publikum.

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○ Hans Leicher.

 

Guildo Horn setzt sich immer wieder für die vermeintlich schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft ein. Er unterstützt, bietet eine Plattform und zeigt die Stärken und herausragenden Talente derer auf, die im Alltag oft nicht wahrgenommen werden. Und nun hat Guildo Horn auch nicht eine Sekunde gezögert, als er von den existenzbedrohenden Kürzungen am Theater Hagen hörte und sofort seine Hilfe angeboten. „Theater Unser – Eine intergalaktische Schlagerreise“ – unter diesem Titel tritt ‚der Meister‘ gemeinsam mit den „Orthopädischen Strümpfen“ und dem Ensemble des Theaters Hagen in einem Solidaritätskonzert am 30. Juni 2016 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus), für welches die Künstler selbstverständlich auf ihre Gage verzichten, für den Erhalt dieses Hauses in seiner derzeitigen Form auf. Denn Guildo hat sie lieb – Die Hagener Kultur!

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

47-jähriger Hagener stirbt bei Unfall in Breckerfeld

Breckerfeld. (hb) Die Feuerwehr Breckerfeld wurde am frühen
Mittwochmorgen zu einem Verkehrsunfall gerufen.
Auf der L528 (Hagener Straße) in Höhe der Bushaltestelle Brauck war
ein in Richtung Hagen fahrender PKW nach rechts von der Fahrbahn
abgekommen und gegen einen Baum geprallt.
Der Fahrer wurde vom ersteintreffenden Rettungsdienst leblos
aufgefunden. Es wurde eine sofortige Reanimation eingeleitet, welche
leider erfolglos blieb.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Breckerfeld unterstützten den
Rettungsdienst bei der Reanimation, leuchteten die Einsatzstelle aus,
stellten den Brandschutz sicher und sperrten in Zusammenarbeit mit
der Polizei die Fahrbahn in beide Fahrtrichtungen.
Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei konnte der Einsatz für die
Feuerwehr um 05:50 Uhr beendet werden.

VIDEO | Tanzlabor II mit dem Ballett Hagen

Tanzlabor II – oder besser „Platzwechsel“ (?) mit dem Ballett Hagen. Am Theater Hagen startet die Uraufführung am 16. Juni um 19:30 Uhr. Für Ballettbegeisterte bleibt wenig Zeit dieses mit Besonderheiten gespickte Schmankerl am Theater Hagen zu sehen. Es gibt nur zwei Vorstellungen und die gibt es nur für jeweils 100 Gäste. Sechs MitgliederInnen der Hagener Compagnie steigen auf die Regiestühle von Carla Silva und Ricardo Fernando und zeigen was sie selbst als BallettchefIn auf die Bühne bringen. Mehr dazu im Videointerview mit Ballettchef Ricardo Fernanado – exklusiv bei TV58.de.

VIDEO | „Mit Pauken und Trompeten in die Pleite!“ – Theatermarsch in Hagen

„Mit Pauken und Trompeten“ startet am 23. Juni 2016, ab 14:00 Uhr, auf dem Hagener Theaterplatz der „Theatermarsch“. Später wird es bis 17:00 Uhr eine große Kundgebung auf dem Friedrich-Ebert-Platz geben. Der DGB Hagen will mit allen KulturbefürworterInnen auf eine durch weitere finanzielle Kürzungen drohende Insolvenz des Theater Hagen hinweisen und für das Theater kämpfen. Mehr zum Theatermarsch und den Hintergründen im Video.

Brand in Regionalzug

Neheim. Am Sonntag, gegen 13:55 Uhr erhielt die Polizei
Kenntnis von einem Brand in einem Regionalzug auf freier Strecke. In
dem Zug befanden sich 68 Fahrgäste; keiner wurde verletzt. Der Brand
wurde durch den Lok-Führer mittels Feuerlöscher gelöscht. Die
Fahrgäste wurden durch den Zugbegleiter in den ca. 500 m entfernten
Bahnhof Neheim begleitet. Notfallmanager der Bundesbahn und die
Bahnpolizei waren vor Ort. Der eingesetzte Notarzt gab entsprechende
Verhaltenshinweise zu möglichen Nachwirkungen einer
Rauchgasintoxikation. Die Bahnstrecke wurde bis 15:48 Uhr gesperrt.
Zur möglichen Brandursache konnte bisher keine Auskunft erteilt
werden. Vor Ort wurden insgesamt 11 Feuerwehrfahrzeuge, 2 RTW, 1 NAW,
3 Polizeifahrzeuge eingesetzt. (G.Me)

THEATER HAGEN: Musikdramaturgin Dorothee Hannappel ist tot

Die Musikdramaturgin des Theaters Hagen, Dorothee Hannappel, ist tot. Sie verstarb im Alter von 50 Jahren am 20. Mai 2016.

Dorothee Hannappel

Ihre künstlerische Laufbahn hatte als Dramaturgieassistentin am TAT Frankfurt begonnen. Engagements an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, darunter die Bühnen der Stadt Köln sowie die Staatstheater in Darmstadt und Kassel, schlossen sich an. Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie im Studiengang Theater- und Orchestermanagement der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Seit der Spielzeit 2012/2013 war Dorothee Hannappel Dramaturgin am Theater Hagen.

Mit Dorothee Hannappel verliert das Theater einen leidenschaftlichen Theatermenschen, der mit seinem umfänglichen Wissen, seiner neugierigen Offenheit und nimmermüden Begeisterungsfähigkeit die Arbeit am Theater immer aufbauend und erhellend begleitet hat.

Nicht zuletzt durch ihre Einführungsmatineen und Stückeinführungen genoss Dorothee Hannappel auch bei den Zuschauern des Theater Hagen hohes Ansehen.

Nie war ihr ihr eigenes Ego wichtiger als die Kolleginnen und Kollegen, die Inszenierungen, die Projekte, aber auch die umfangreichen alltäglichen Arbeiten. Wir sind dankbar und froh, dass wir sie für vier Jahre in unserer Mitte haben durften“, so Intendant Norbert Hilchenbach in einem Nachruf.

Das Theater Hagen gedenkt der Verstorbenen mit der Widmung der von ihr zuletzt betreuten Neuinszenierung der Oper „Der Rosenkavalier“.

Dortmund: Brennende Streifenwagen vor der Polizeiwache Nord

Dortmund.  Unbekannte haben heute Morgen (1.6.) zwei Streifenwagen der
Polizei in Brand gesteckt. Die Polizei sucht Zeugen.

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In den frühen Morgenstunden gegen 4.20 Uhr entdeckten
Polizeibeamte die brennenden Streifenwagen. Die Einsatzfahrzeuge
waren vor der Polizeiwache Nord in der Andreasstraße abgestellt. Die
Beamten konnten den Brand mit Hilfe von Feuerlöschern unter Kontrolle
bekommen. Nach Abschluss der Löscharbeiten fanden die Polizisten
Reste von augenscheinlichen Brandbeschleunigern unter einem der
Fahrzeuge.

Es entstand ein Sachschaden von circa 60.000 Euro.

Die Polizei sucht Zeugen! Hinweise bitte an die Kriminalwache
unter 0231-132-7441.

„Unfassbar“ – Der Tod von Rupert Neudeck überrascht auch seine Familie

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Bildquelle: Cemile Giousouf

Die Welt trauert mit uns Hagenern um Rupert Neudeck, der mit dieser Stadt tief verwurzelt war. Der Mitbegründer von Cap Anamur/Deutsche Notärzte und einigen anderen humanitären Projekten, die unzähligen Menschen das Leben gerettet haben, war ein Überzeugungstäter aus eigener Erfahrung. Entscheidend geprägt mag seine frühe Erfahrung als „Flüchtling“ sein. 1945 musste seine Mutter mit ihm und drei Brüdern aus Danzig fliehen. So wuchs Rupert Neudeck in Hagen auf. Er gilt als prominenter Absolvent des Fichte-Gymnasiums, studierte Philosophie, Germanistik, Soziologie, Theologie. Als Journalist war Rupert Neudeck u.a. beim Deutschlandfunk tätig. Seit 1979 widmete sich Rupert Neudeck der humanitären Arbeit. Sein gesamtes Wirken, sein Lebenswerk, kann nur in einem umfangreichen Buch erfasst werden. Die Leben die sein Engagement gerettet hat wird bestimmt nie jemand zählen können. Aber gerade in dieser Gegenwart, in denen uns permanent die schrecklichen Nachrichten von Flüchtlingsdramen erreichen, da wird uns sein Wirken so unglaublich plastisch. Rupert Neudeck ist an diesem Dienstag überraschend in seiner Heimatstadt Troisdorf im Alter von 77 Jahren verstorben. Sein Bruder Franz-Martin Neudeck, den meisten Hagenern noch zusammen mit Karl-Heinz Schäfers im Duo „Die Dösköppe“ bekannt, teilte am Nachmittag mit, dass der Tod von Rupert Neudeck für die Familie unfassbar sei. Noch vor ein paar Tagen hätten die Ärzte gesagt, er sei über den Berg. Franz Martin Neudeck bedankt sich für die große Anteilnahme der Presse. Auch in den Sozialen Medien war die große Bestürzung über den Tod von Rupert Neudeck zu verzeichnen. Bis zu seinem Tod war Rupert Neudeck immer mit Hagen verbunden. Auf vielen Veranstaltungen in der Region war er präsent.Er wird fehlen.

Hans Leicher.

Großeinsatz wegen Ruhestörung – Polizisten verletzt

Hagen. Ruhestörungen gehören zum täglichen Einsatzgeschehen
dazu wie der leichte Blechschaden im Straßenverkehr, ein Vorfall vom
Sonntagvormittag fiel da allerdings deutlich aus dem Rahmen. Gegen
10.00 Uhr hatten Anwohner der Rembergstraße die Polizei gerufen, da
aus einer Wohnung laute Musik die Ruhe störte. Bei ihrem Eintreffen
schrie ein Bewohner lauthals Beleidigungen aus dem Fenster in
Richtung der Beamten. Als sie an seiner Tür waren, hatte er sich
allerdings in eine Nachbarwohnung zurückgezogen. Schließlich kam es
zur Auseinandersetzung mit diesem 26 Jahre alten Nachbarn und dem
36-jährigen Auslöser der polizeilichen Maßnahmen. Im Zuge der
weiteren Ermittlungen schaltete sich ungebeten ein weiterer,
ebenfalls 26 Jahre alter Bewohner des Hauses ein. Da er durchgehend
beleidigte und provozierte, erhielt er einen Platzverweis, dem er
zunächst zögerlich folgte. Als er dann in Angriffshaltung zurückkam,
sollte er zur Durchsetzung der Maßnahme in das Polizeigewahrsam
gebracht werden. Dabei leistete der Mann so massiven Widerstand, dass
sechs Beamte nötig waren, um ihn zu bändigen und Hand- sowie
Fußfesseln anzulegen. Insgesamt sechs Polizisten zogen sich durch
seine Schläge, Tritte und Ellenbogenstößen leichte Verletzungen zu,
konnten jedoch allesamt ihren Dienst fortsetzen. Ein später
durchgeführter Alkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert über 2,5
Promille.

Kind in Fußgängerzone schwer verletzt

Hagen. Ein kleines Mädchen wurde am Sonntagnachmittag in der
Fußgängerzone von einem Motorrad angefahren und schwer verletzt.

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Gegen 15.30 Uhr parkte ein 47-jähriger Mann eine Suzuki in der
Marienstraße in Höhe der Einmündung zur Mittelstraße. Er startete die
Maschine, wendete und wollte die Fußgängerbereich in Richtung
Hochstraße verlassen. Dabei kollidierte er mit einem dreijährigen
Mädchen, das mit einem Luftballon spielte, verlor nach seinen Angaben
durch das Bremsmanöver die Kontrolle über das Zweirad und kam zu
Fall. Auch wenn nach Angaben der behandelnden Ärzte keine akute
Lebensgefahr für die Dreijährige besteht, sind die durch den
Zusammenprall erlittenen Verletzungen so schwerwiegend, dass sie nach
erster medizinischer Versorgung vor Ort sowie in einem Hagener
Krankenhaus, zunächst nach Herdecke und dann nach Dortmund verlegt
werden musste. Während der Motorradfahrer und ein weiterer Zeuge von
mäßiger Geschwindigkeit zum Zeitpunkt der Kollision sprechen, gaben
andere Passanten an, der Biker habe lautstark beschleunigt. Die
genauen Umstände des Unfalls werden nun von der Sachbearbeitung
ermittelt. Das Kind ist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Jochen Marquardt † – Der starke Kämpfer hat den letzten Kampf verloren

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Jochen Marquardt † Foto © Hans Leicher.

Hagen. Im Alter von 61 Jahren ist Jochen Marquardt nach schwerer und dennoch kurzer Krankheit gestorben. Der Regionalgeschäftsführer des DGB Ruhr-Mark und zugleich DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Hagen galt generell als starker Kämpfer für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Frieden und setzte sich in allem was er tat für die soziale Gerechtigkeit ein. Aber auch weit über sein Wirken innerhalb des DGB setzte er sich für das Miteinander der Menschen in der Region ein und galt als Innitiator und Motor vieler Projekte und Innitiativen, wie z.B. dem Bündnis für eine soziale gerechte Stadt Hagen. Mit einem unermüdlichen persönlichen Einsatz war Jochen Marquardt stets da zu finden, wo es galt für diese Werte zu kämpfen, zu streiten, zu diskutieren und neue Wege zu finden. Jochen Marquardt war kein Leisetreter aber auch kein notorischer Nörgler. Vielmehr ein Mensch, der schnell erkannte, wo es in Gesellschaft und Sozialem brannte. Mit seiner großartigen Rhetorik, mit Sachverstand, mit Wortspielen und Wortwitz verstand es Jochen Marquardt zu erklären, zu warnen und Wege aufzuzeigen; wenn er damit auch für einige Menschen als unbequem galt. Aber das Bequeme, das Wegsehen, das passte nicht zu Jochen Marquardt.

Mit ihm hat unsere Region einen großartigen Politiker und Kämpfer für das Gute verloren. Bereits im Vorfeld gab es quer durch alle Schichten und Parteien große Bestürzung, als die schwere Erkrankung von Jochen Marquardt bekannt wurde. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt man. Um so fassungsloser macht dann die Nachricht in Stadt und Region, dass Jochen Marquardt den Kampf gegen die Krankheit verloren hat. Er hinterlässt eine große Lücke in vielerlei Hinsicht.

Hans Leicher.

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Jochen Marquardt † Beim Neujahrsempfang des DGB Hagen 2016 © Hans Leicher.

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Mehr Details zum schweren Unfall auf der Feithstaße am Nachmittag

Hagen. Zu dem schweren Unfall am gestrigen Abend auf der Hagener Feithstraße wollen die Polizei und die Staatsanwaltschaft Hagen am Mittag mehr Datails bekannt geben.

Hintergrund ist (nach Polizeiangaben) ein schwerer Verkehrsunfall am
Donnerstagabend in Hagen mit fünf schwerverletzten Personen, darunter
zwei Kinder. Nach ersten Erkenntnissen sind zwei Fahrzeugführer (33
und 46 Jahre) mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die
Feithstraße gefahren. In Höhe der Einmündung Universitätsstraße
geriet der 33-jährige Fahrzeugführer vermutlich aufgrund eines vom
Parkstreifen anfahrenden Smarts einer 76-jährigen  mit seinem Skoda
in den Gegenverkehr und kollidierte mit dem Ford Focus einer
entgegenkommenden 37-jährigen Frau. Diese wurde bei dem Unfall schwer
verletzt. In dem Fahrzeug befanden sich zwei Kinder der
Fahrzeugführerin (6 und 11 Jahre). Die 11-Jährige wurde bei dem
Unfall schwer verletzt. Der 6-Jährige verletzte sich bei dem Unfall
lebensgefährlich und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine
Spezialklinik geflogen werden. Durch den Frontalzusammenstoß wurde
der Ford Focus der 37-Jährigen gegen einen in gleicher Höhe fahrenden
Renault eines 30-Jährigen geschoben. Der Renaultfahrer verlor
daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug, fuhr gegen eine
Verkehrsinsel und kippte auf die Seite. Der 30-Jährige wurde
schwerverletzt. Der 33-jährige Audi-Fahrer ist nach dem
Verkehrsunfall geflüchtet. Er hat sich einige Stunden nach der Tat
über seinen Rechtsanwalt bei der Polizei gemeldet.

Schwerverletzter nach schwerem Unfall in Breckerfeld außer Lebensgefahr

Breckerfeld. Am Samstag, 14.05.2016, um 23:48 Uhr, kommt es auf der L 528 von
der Ortschaft Zurstraße in Richtung Breckerfeld zu einem schweren
Verkehrsunfall. Ein PKW-Fahrer kollidiert mit einer auf der
unbeleuchteten Fahrbahn in gleicher Richtung gehenden Personengruppe.
Ein 34-jähriger Zuwanderer aus Eritrea wird dabei tödlich verletzt.
Die beiden weiteren männlichen Personen werden schwer verletzt. Einer
der beiden schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Der
dritte beteiligte Fußgänger wird heute aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat entschieden, dass der Unfallwagen
durch einen Sachverständigen technisch begutachtet wird.

Hagen zeigt Homophobie die #RoteKarte ! | Video

Der 17. Mai ist der internationale Tag gegen Homo- und Trans*phobie. Weltweit zeigen Menschen an diesem Tag ihre Solidarität mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*menschen. Auch in der Volme Galerie Hagen wurde ein deutliches und buntes Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung gesetzt. „Querschlag“, gewissermaßen die Jugendabteilung der AIDS-Hilfe Hagen, hatte sich da einiges einfallen lassen. Mehr dazu, mit vielen Interviews, im Video.

 

Verkehrsunfall auf der BAB 43 +++ 60-Jährige tödlich verletzt

Schwelm. Am Pfingstsonntag, wurde die Feuerwehr Schwelm um
08:28 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die
BAB 43 in Fahrtrichtung Münster alarmiert.

Vor Ort konnte festgestellt werden, dass die Fahrerin eines PKW
frontal gegen eine am Seitenstreifen abgestellte Hubarbeitsbühne
gefahren war. Die Fahrerin war bereits vor  Eintreffen der Feuerwehr
durch Ersthelfer (darunter auch Rettungsdienstpersonal, welches
privat unterwegs war) aus dem Fahrzeug befreit worden.

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Die Einsatzstelle wurde gegen den fließenden Verkehr abgesichert.
Darüber hinaus wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende
Betriebsmittel des PKW wurden abgestreut.

Trotz der bereits durch die Ersthelfer eingeleiteten
Reanimationsmaßnahmen, die von dem eingesetzten Rettungsdienst
fortgeführt wurden, verstarb die Fahrerin noch an der Einsatzstelle.

Zwei weitere betroffene Personen mussten durch den Rettungsdienst
betreut werden; eine dieser Personen wurde zur weiteren Versorgung in
ein Hattinger Krankenhaus transportiert.

Abschließend wurde die Einsatzstelle dann an die Autobahnpolizei
übergeben. Die Feuerwehr Schwelm und der Rettungsdienst waren mit
insgesamt neun Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Eingesetzt
waren Einsatzkräfte des Löschzuges Stadt, sowie die hauptamtliche
Wachbesatzung und der Einsatzleiter vom Dienst. Die Feuer- und
Rettungswache wurde während des Einsatzes von drei weiteren
Einsatzkräften besetzt. Der Einsatz endete um 10:40 Uhr.

Die Polizei berichtet dazu folgendermaßen:

Eine 60-Jährige aus Wuppertal ist heute Morgen (15.5.) bei einem
Unfall auf der A 43 in Richtung Münster tödlich verletzt worden.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr die Wuppertalerin gegen 8.30 Uhr
mit ihrem Audi auf der A 43 in Richtung Münster.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam sie zwischen der
Anschlussstelle Sprockhövel und der Anschlussstelle Witten-Herbede
nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte in einem mit Warnbaken
abgesperrten Baustellenbereich frontal in eine dort abgestellte
Arbeitsmaschine.

Obwohl sich Rettungskräfte umgehend um die Frau bemühten, hatte
sich die 60-Jährige bei dem Zusammenstoß derart schwere Verletzungen
zugezogen, dass sie am Unfallort verstarb.

Während der Unfallaufnahme kam es auf der A 43 in Richtung Münster
für mehrere Stunden zu Verkehrsbehinderungen.

Ein Toter, zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der L528

Breckerfeld. Am späten Samstag Abend, um 23:48 Uhr, gehen
drei dunkel gekleidete Personen auf der Fahrbahn der L 528 aus der
Ortschaft Zurstraße in Richtung Breckerfeld (Innenstadt). Ein in
gleicher Richtung fahrender 35-jähriger Breckerfelder Pkw-Fahrer (VW
Golf) sieht die Personengruppe auf der unbeleuchteten Straße zu spät
und stößt mit ihr zusammen. Hierbei wird ein 34-jähriger Zuwanderer
aus Eritrea tödlich sowie zwei 19- und 27-jährige Zuwanderer aus
Eritrea schwer verletzt. Die 32-jährige Beifahrerin des Pkw-Führers
wird leicht verletzt. Am Pkw entsteht Sachschaden. Die Verletzten
werden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Fahrbahn bleibt für zirka drei Stunden in beiden Richtungen
gesperrt.

Die Feuerwehr Ennepetal wurde um 00:21 Uhr
in die Nachbarstadt Breckerfeld alarmiert. Nach dem schweren
Verkehrsunfall mussten mehrere Personen betreut werden.
Das speziell geschulte Team zur psychosozialen Unterstützung der
Feuerwehr Ennepetal war mit 3 „PSU Helfern“ und einem
Notfallseelsorger bis 3:14 Uhr vor Ort.

Hier der Bericht der Feuerwehr Breckerfeld:

(hb): Am Samstag wurde die Feuerwehr Breckerfeld zu einem
schweren Verkehrsunfall auf der L528 zwischen Zurstraße und
Breckerfeld alarmiert.
Ein in Richtung Breckerfeld fahrender PKW stieß mit einer
Personengruppe zusammen, wobei drei Personen schwer und eine leicht
verletzt wurden.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Löschgruppe Zurstraße
leiteten bei einer Person eine Reanimation ein und führten die
Erstversorgung der beiden anderen Personen, sowie der
Fahrzeuginsassen durch.
Alle Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Ein 34-jähriger
Mann aus der Personengruppe erlag dort seinen schwersten
Verletzungen.
Die Feuerwehr Ennepetal leistete überörtliche Hilfe mit einem
speziell geschulten Team zur psychosozialen Unterstützung.
Die Fahrbahn wurde in beide Richtungen für die Dauer des Einsatzes
komplett gesperrt. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet.

Lizenz unter auflösenden Bedingungen für Phoenix Hagen

Phoenix Hagen hat die Lizenz für die Beko Basketball Bundesliga-Saison 2016/2017 unter auflösenden Bedingungen erhalten. Dies ergab die Prüfung der Lizenzunterlagen durch den Gutachter- und Lizenzligaausschuss der Beko BBL. Der Klub hat nun bis zum 30. Juni 2016 Zeit, um diese Bedingungen zu erfüllen.

Die Erteilung der Lizenz für die Beko Basketball Bundesliga-Saison 2016/2017 unter auflösenden Bedingungen ist ein wichtiger Schritt auf dem Sanierungsweg von Phoenix Hagen. Der Klub war Anfang April aufgrund von Verstößen gegen das BBL-Lizenzstatut zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro und zu einem Abzug von sechs Wertungspunkten verurteilt worden. „Wir konnten die Geldstrafe deutlich abmildern, uns die sportliche Qualifikation sichern und haben nun die Lizenz mit auflösenden Bedingungen erhalten. Das sind wichtige Zwischenschritte, aber ein mindestens ebenso harter Weg liegt noch vor uns“, sagt Hagens Geschäftsführer Peter Brochhagen. Die zu erfüllenden Bedingungen stehen in Zusammenhang mit der Phoenix Hagen GmbH und mit deren Konsolidierung. „Der konsequente und schonungslose Umgang mit der Vergangenheit gehört in den kommenden Wochen und Monaten zu unseren Kernaufgaben“, so Brochhagen.

Folgende Vereine erhalten die Lizenz ohne Auflage: Brose Baskets, s.Oliver Baskets, medi bayreuth, ALBA BERLIN, Basketball Löwen Braunschweig, Telekom Baskets Bonn, BG Göttingen, FC Bayern München, MHP RIESEN Ludwigsburg, EWE Baskets Oldenburg, FRAPORT SKYLINERS, WALTER Tigers Tübingen, ratiopharm ulm.

Folgende Vereine erhalten die Lizenz mit Auflage: Eisbären Bremerhaven, GIESSEN 46ers, RASTA Vechta (Vizemeister ProA).

Folgende Vereine haben eine auflösende Bedingung zu erfüllen: Phoenix Hagen und Science City Jena (Meister ProA).

Tödlicher Unfall in der Hagener City

Hagen. Am Samstag Abend, gegen 22:05 Uhr, wurde in Hagen auf
der Körnerstr. ein 47jähriger Fußgänger von einem 41jährigen
Pkw-Fahrer angefahren. Bei dem Zusammenprall erlitt der Mann so
schwere Verletzungen, dass er kurze Zeit später in einem Hagener
Krankenhaus verstorben ist. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern
an. Die Körnerstr. musste für die Zeit der Unfallaufnahme teilweise
gesperrt werden.

Guildo Horn & Die Orthopädischen Strümpfe verfilmen gemeinsam mit dem Theater Hagen „Hier ist ein Mensch“

Hagen. Der  Schlager  „Hier  ist  ein  Mensch“  von  Peter  Alexander  aus  dem  Jahre 1970  trifft  damals  wie  heute  den   Nagel  auf  den  Kopf.  Der  Song  plädiert  für Offenheit  und  Toleranz  gegenüber  anderen  Menschen,  für   mehr    Interesse  und Neugierde  anstatt  Angst  und  Ablehnung.  In der kommenden Woche finden  die Dreharbeiten  des  von  Guildo  Horn  initiierten und  vom  Intendanten   Norbert Hilchenbach  unterstützten  Videoprojekts Guildo  Horn:  „Mensch  ist  Trumpf“ im Theater  Hagen  statt.
Mitwirkende  und  Unterstützer:  Guildo  Horn  &  Die  Orthopädischen  Strümpfe,  Das Ballett  des  Theater   Hagen  unter  der  Leitung  von  Ricardo  Fernando,  Das Kinder-­  und  Jugendtheater  des  Theater  Hagen  unter   der  Leitung  von  Werner Hahn,  Filmemacher  Enrico  Wolski,  Kameramann  Tom  Ullrich,  Oberbeleuchter   Andreas  Zulauf,    Mercure  Hotel  Hagen  u.v.m.  Bei  den  Aufnahmen  des  Songs  wurden  Guildo  Horn  &  Die  Orthopädischen  Strümpfe  vom  Essener   HipHop  Trio  257ners  unterstützt.  

Europawoche: Junge Menschen stellen kritische Fragen

Hagen. (HL.) „Wie stehen Sie zu Europa?“. „Sehen Sie Veränderungen durch die Flüchtlingssituation in Europa?“ Das sind nur zwei Fragen, die an diesem Mittwoch (04.05.2016) engagierte und mutige Studierende des Rahel-Varnhagen-Kollegs Bürgerinnen und Bürgerinnen auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz und in der Volme Galerie gestellt haben. Nicht in einer simplen Umfrage, sondern vor laufender Kamera.

Europaprojekt

Die Aktion ist ein Projekt innerhalb der Hagener Europawochen 2016, für die die Europabeauftragte der Stadt Hagen, Sabine Krink, wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt hat. Studierende des Rahel-Varnhagen-Kollegs, das derzeit noch in Hagen-Wehringhausen beheimatet ist, später aber in das derzeitige Gebäude der Realschule Emst umsiedeln soll, haben schon mehrfach an Europa-Projekten teilgenommen.

Ursprünglich sollte die Umfrage ein reines Projekt von TV58.de in Zusammenhang mit dem Europe-Direct-Büro in Hagen während der Europawochen 2016 sein. Schnell wurde klar: viel spannender ist es, gerade junge Menschen mit ihren Fragen zu Wort kommen zu lassen. Neben zwei infrage kommenden Schulen entschied sich der Schulleiter des Rahel-Vernhagen-Kollegs, Dr. Bernhard Kühmel, sehr rasch für eine Teilnahme an dem Projekt.

Für die teilnehmenden Studierenden war es ein intensiver Vormittag. Von 08:00 – 10:30 Uhr Inputveranstaltung in einem Sitzungssaal im Rathaus an der Volme.

Inputveranstaltung

Hier, wo sonst Ausschüsse tagen, präsentierte die Hagener Europabeauftragte Sabine Krink zunächst einen sehr umfassenden Film über die Geschichte Europas. Danach galt es, die Fagen für die Interviews zu erarbeiten. Wie formuliert man was? Wie viele Fragen dürfen es sein? Verstehen die Bürger auch das, was gefragt wird? Bewegen wir uns mit unseren Fragen auf (rechtlich) sicherem Boden? Wie bleiben wir neutral? Was erwartet uns bei den persönlichen Ansprachen an die überraschten Passanten? Danach direkt raus in die Hagener Fußgängerzone. Technik aufbauen, Aufgaben verteilen, und bis 12:30 Uhr Passanten ansprechen und Interviews führen.

Menschen zu finden, die ihre offene Meinung vor laufender Kamera kundtun, das ist keine einfache Aufgabe. Die Erfahrung haben die jungen „Europa-ReporterInnen“ jedenfalls gemacht. Aber es gibt sie, diese Menschen, die zu Ihrer Meinung stehen und dazu ihr Gesicht zeigen. Und diese, positive, Erfahrung wurde gerne kassiert. Genügend jedenfalls, um eine bestimmt richtig gute Reportage zu verfassen, die übrigens nicht im „Netz“ landet, sondern direkt ins „Hauptquartier“ nach Brüssel gesendet wird. Die gesamte Produktion, mit Plot, Schnitt usw. liegt übrigens auch komplett in den Händen der teilnehmenden Studierenden.

Wir können also gespannt sein, welche Rückmeldung zu der Reportage aus Brüssel zurück nach Hagen findet. Zu einem ehrlichen und ungeschönten Projekt, komplett made in Hagen.

Hans Leicher.

 

 

NRW trainiert für veränderte Bedrohungen

Eröffnung des neuen „Regionalen Trainingszentrums“ der Polizei in Dortmund

Dortmund. Einsatzkräfte der NRW-Polizei sehen sich im Alltag und in
besonders gefährlichen Lagen deutlich veränderten Bedrohungen
gegenüber. Die Anforderungen an polizeiliches Einsatztraining sind
daher erheblich gestiegen.

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Heute eröffnete das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW das
neue Regionale Trainingszentrum (RTZ) in Dortmund-Aplerbeck,  welches
zukünftig von den Polizeibehörden Dortmund, Unna, Soest und Hagen für
das Einsatztraining ihrer Polizeibeamten genutzt wird.

Auf über 5000 Quadratmetern Fläche werden zukünftig rund 3600
Polizisten der vier Behörden polizeiliche Alltagssituationen
trainieren. „Die Gewaltbereitschaft gegenüber unseren Beamten nimmt
zu. Pöbeleien und Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Alltägliche
Einsätze können plötzlich eskalieren“, sagte der Inspekteur der
Polizei NRW Bernd Heinen im Rahmen der feierlichen Eröffnung.

Das Regionale Trainingszentrum verfügt über 4 Raumschießanlagen
und über diverse Trainingskulissen. Eine Gaststätte, mehrere
möblierte Appartements, einen Bankschalter, eine mit Streifenwagen
befahrbare Halle, Klassenräume und andere realistisch nachempfundene
Trainingsörtlichkeiten sollen dafür sorgen, dass Einsatztrainings
nahe am tatsächlichen Geschehen stattfinden.

Das neue „RTZ“ steckt voller Technik, so können Trainings mit
Audio- und Lichteffekten begleitet werden. Gut ausgebildete
Einsatztrainer fungieren auch als Rollenspieler und setzen die
trainierenden Polizeibeamtinnen und -beamten zusätzlich unter Stress.

Dies alle dient einem Ziel: Die Einsatzkräfte der Polizei des
Landes NRW so gut wie möglich auf den realen Einsatz vorzubereiten!

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange machte heute
deutlich: „Die trainierenden Polizistinnen und Polizisten nennen das
Einsatztraining häufig auch „Überlebenstraining“. Es muss das Ziel
sein, dass unsere Kollegen gesund und unversehrt aus dem Dienst nach
Hause zurückkehren. Das neue Regionale Trainingszentrum bietet dafür
optimale Bedingungen.“ Von den Trainingsmöglichkeiten für ihre
Polizistinnen und Polizisten ebenfalls begeistert zeigten sich die
Verantwortlichen der Kooperationsbehörden. Stellvertretend für sie
lobte der Unneraner Landrat Michael Makiolla das Projekt, an dem sich
alle Behörden rege beteiligt hatten.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW hat viel
in das neue Trainingszentrum der Polizei NRW investiert: Bernd Heinen
dazu: „Für die Sicherheit der Menschen in NRW riskieren die Frauen
und Männer bei der Polizei im  Extremfall  ihr Leben. Paris und
Brüssel haben gezeigt, wie groß die Gefahren durch terroristische
Gewalttaten sind. Bei der hohen Qualität der Einsatzvorbereitung darf
es deshalb keine Kompromisse geben.“

Das Ministerium plant derzeit weitere Regionale Trainingszentren
in Wuppertal, Essen, Linnich, Brühl und Duisburg.

16 Verletzte bei Frontal-Zusammenstoß zwischen PKW und Linienbus

Herdecke. 16 Verletzte B54 über zwei Stunden gesperrt

Am 03.05.2016, gegen 13.30 Uhr, befährt eine 72-jährige Hagenerin
mit einem PKW Mini Countryman die Straße Herdecker Bach in Richtung
Innenstadt. In Höhe der dortigen Tankstelle gerät sie aus bisher
ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidiert frontal mit
einem Linienbus der VER. Die Hagenerin wird schwer verletzt in ein
Krankenhaus gebracht. In dem voll besetzten Linienbus wird eine
erwachsene Person ebenfalls schwer und 13 Kinder leicht verletzt. Die
B 54 muss zwischen der Ender Talstraße und der Wittbräucker Straße
bis 16.15 Uhr gesperrt werden.

Massenanfall von Verletzten nach Busunfall auf dem Herdecker
Bach (B 54)

Herdecke. Ein Unfall mit mehreren Verletzten ereignete sich
gegen 13:30 Uhr auf der Straße (Herdecker Bach, B54, Fahrtrichtung
Dortmund). Ein PKW der Marke Mini Countryman kollidierte frontal mit
einem Linienbus. Zwei Personen wurden hierbei schwerverletz. 14
weitere Personen waren leichtverletzt (5) oder betroffen (9).

Der Einsatzleiter der Feuerwehr ließ nach der ersten Lageerkundung
das Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ ausrufen. Die
ursprüngliche Meldung, dass die 72- jährige Fahrerin des Mini im
Fahrzeug eingeklemmt sei, bestätigte sich nicht. Die verletzten
Personen wurden vor Ort von Notärzten und Rettungsdienstkräften
versorgt.

Neben der Freiw. Feuerwehr, die mit zwei Löschzügen ausgerückt
war, waren auch zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes und der
Polizei aus dem gesamten Kreisgebiet vor Ort. Auch
Rettungsdienstkräfte der Nachbarkreise wurden angefordert. Am
Sportplatz Kalkheck wurde ein so genannter Bereitstellungsraum
eingerichtet.

Nach Sichtung und Versorgung wurden die Patienten in umliegende
Krankenhäuser eingeliefert. Eine leitende Notärztin aus Schwelm sowie
ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst aus Witten waren
ebenfalls vor Ort um insbesondere den Einsatzabschnitt medizinische
Rettung zu koordinieren. Auch die Patientendaten mussten hier vor Ort
dokumentiert werden.

Die 72- jährige Fahrerin des Mini wurde schwerverletzt. Eine
Person aus dem Bus ebenfalls. Bei den Betroffenen und
Leichtverletzten aus dem Bus handelte es sich überwiegend um
Jugendliche. Diese hatten Schulschluss und waren auf dem Weg nach
Hause. An der nahe gelegenen Feuerwache mussten mehrere Jugendliche
durch Fachkräfte der Polizei und Feuerwehr betreut werden.

Die Feuerwehr sicherte zusammen mit der Polizei die Einsatzstelle.
Die Bundesstraße 54 musste für die Rettungsarbeiten komplett gesperrt
werden. Vorsorglich wurde auch durch die Feuerwehr ein Löschangriff
vorgenommen. Auslaufende Betriebsmittel mussten abgebunden werden.

Zur Unfallursache sowie zum Sachschaden können seitens der
Feuerwehr keine Angaben getroffen werden. Die Polizei hat die
Ermittlungen aufgenommen.

Der Einsatz konnte für die Feuerwehr nach 2,5 Stunden beendet
werden.