Archiv der Kategorie: lutzhagen

Letzte Vorstellungen von „BILDER DEINER GROSSEN LIEBE“

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THEATER ROAD NOVEL NACH DEM ROMAN VON WOLFGANG HERRNDORF

IN EINER FASSUNG VON ROBERT KOALL MIT MUSIK VON JANA REISS (Ab 13 Jahren)

am Donnerstag, 21. Juni 2018, 12 Uhr, und am Samstag, 23. Juni 2018, 19.30 Uhr im Lutz – Die ursprünglich für Freitag, 22. Juni 2018 (19.30 Uhr) angekündigte Vorstellung entfällt! Letzte Vorstellungen von „BILDER DEINER GROSSEN LIEBE“ weiterlesen

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Wiederaufnahme von „Der Messias“

Weihnachtskomödie von Patrick Barlow – am Freitag, 9. Dezember 2016, 19.30 Uhr im Lutz, Theater Hagen
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Ab dem 9. Dezember 2016 (Wiederaufnahme, 19.30 Uhr, Lutz) steht sie wieder auf dem Spielplan des Hagener Theaters: Die Weihnachtskomödie „Der Messias“ von Patrick Barlow (ab 14 Jahren).

Barlows komödiantische Zeitreise mitten hinein in das Jahr Null gehört seit 11 Jahren zum Weihnachtskult auf der Lutz-Bühne. Mit britischem Humor und einer beträchtlichen Portion Menschlichkeit betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur. Für uns schwer erklärbare »Phänomene« werden auf menschliche, allzu menschliche Art und Weise beleuchtet. Liebevoll und geistreich wird der Blick hinter die Kulissen der Weihnachtsgeschichte gelenkt. – Theodor, ein Vollblut-Laiendramaturg und Stückeschreiber hat sich ein neues Ziel gesetzt: Die Geschichte des Messias auf seiner Off-Bühne neu zu erzählen. Mit Esprit und Witz stürzen er und sein Freund Bernhard sich auf dieses Unternehmen. Aus Kostengründen übernehmen sie alle Rollen – und das sind eine ganze Menge! Doch das verläuft natürlich nicht ohne privaten Zwist zwischen den beiden Freunden, und auf der Bühne droht bald das totale Chaos…

Regie führte Werner Hahn, das Bühnen- und Kostümbild schufen Peter Blindert und Ulla Ziemba-Minkiewicz. Die DarstellerInnen sind Marc Baron, Kirsten Corbett, Dominik Hahn, Christa Heine.

  • Weitere Aufführungstermine: 10.12., 17.12., 18.12.2016 – jeweils 19.30 Uhr
  • Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Deutscher Kindertheaterpreis 2016 – Martin Baltscheit: „Krähe und Bär“

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Im Kaisersaal des Frankfurter Römers wurden am 3. November 2016 in Anwesenheit der Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig die beiden wichtigsten deutschen Staatspreise für dramatische Literatur für Kinder und Jugendliche verliehen, die mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind.
Den Deutschen Kindertheaterpreis 2016 erhielt Martin Baltscheit (Deutschland) für sein Stück „
Krähe und Bär“, Verlag für Kindertheater, Hamburg. Die Uraufführung fand in der Spielzeit 2015/16 im lutzhagen in der Inszenierung von Miriam Michel statt.

In ihrer Laudatio lobt die Jury, dass es Martin Baltscheit mit klarer Sprache und knappen Repliken gelingt, seinen Figuren Witz zu verleihen, ohne zugleich die philosophische Tiefe der Dialoge zu schmälern oder die existentiellen Sorgen seiner beiden Hauptfiguren zu bagatellisieren. Mit einfacher und geradliniger Dramaturgie und dem Personal der Tierfabeln stellt Martin Baltscheit die große Frage, warum wir uns so schwer tun, die Möglichkeiten des Lebens zu nutzen, um es lebenswerter zu machen – ein Stück, das von der Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit und Würde handelt.

KAFFEE LATTE MIT SCHUSS – Uraufführung im LUTZ

 

Am Samstag, 19. November 2016, 19.30 Uhr im Lutz, findet die Uraufführung der Komödie „Kaffee latte mit Schuss“ von Ulla Gericke statt.

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»Für den Erhalt der Deutschen Werte« setzt sich eine Gruppe älterer Herrschaften ein und übernimmt ein leer stehendes Kaffeehaus. Gespräche über Literatur, Musik und Philosophie sollen helfen, bestehendes Kulturgut hochzuhalten. Schnell jedoch beginnen die Seelen zu kochen und die Köpfe zu rauchen: Was sind sie denn, unsere deutschen Werte? Sich auf Pünktlichkeit, Fleiß und Disziplin, Bier, Sauerkraut und Lederhosen reduzieren zu lassen, geht ja überhaupt nicht. Ein Wertekatalog muss her. – Na, dann mal los.

Der SeniorenClub des Lutz Hagen hat ein neues Stück von Ulla Gericke erarbeitet. Wieder einmal nahm er sich eines Themas an, das humorvolle Einblicke gewährt in Alltagssituationen älterer Menschen. Bei Kaffee, Kuchen und allerhand Kleinkunst entzünden sich unterschiedlichste Haltungen und Meinungen zu der ewig gleichen Herausforderung: Wie kommen wir – möglichst schadlos – miteinander klar.

In der Inszenierung von Werner Hahn spielen die DarstellerInnen des SeniorenClubs des Lutz Hagen.

Weitere Termine: 22.11., 24.11., 29.11. (16 Uhr); 2.12., 4.12. (16 Uhr), 13.12. (16 Uhr), 15.12., 16.12., 20.12. 2016; 5.1., 6.1. 2017 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Karten an der Theaterkasse, unter Tel: 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

VIDEO | Bewegender Abend im Lutz – Werner Hahn im Interview zu „Zigeuner-Boxer“.

Ein bewegender Abend im Lutz, der Jungen Bühne am Theater Hagen: die Premiere von „Zigeuner-Boxer“ mit anschließender Gesprächsrunde, zu der noch ein Doku-Video folgt. Zurecht ergriffen war auch Werner Hahn im anschließenden Video-Interview. #hagen #lutzhagen #lutz #zigeunerboxer#wernerhahn #hansleicher #tv58de #theater #theaterhagen

ZIGEUNER-BOXER, Premiere: Samstag, 29. Oktober 2016 19.30 Uhr lutz

Monolog von Rike Reiniger

ab 14 Jahren

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Hans will sie vergessen – die Erinnerung an seinen Freund Ruki, die wie eine Würgeschlange über ihn kommt. Die Erinnerung an den Beginn ihrer Freundschaft, als Ruki ihm einen Apfel schenkte; an ihre Jugend und die gemeinsame Leidenschaft für den Boxsport; an Rukis Kämpfe und dessen besonderen Kampfstil; an die Zeit, als sich ihre Wege trennten; an den Kampf, als Ruki Deutscher Meister wurde und ihm der Titel von den Nationalsozialisten, wegen »undeutschen« kämpfens, wieder aberkannt wurde; an das Wiedersehen im Konzentrationslager und – die quälendste Erinnerung: an Rukis letzten Kampf. Doch Hans kann nicht vergessen.

Basierend auf der Biografie des sinto-deutschen Boxers Johann »Rukeli« Trollmann hat Rike Reiniger mit Zigeuner-Boxer ein berührendes Stück über eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und die Gräueltaten in der Zeit der NS-Diktatur geschrieben. Es ist ein starkes Plädoyer gegen das Vergessen.

Regie und Bühne: Rike Reiniger

Mit: Andreas Kunz

Übernahme der Inszenierung vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel

Weitere Termine: 4.11. (19.30 Uhr); 6.12. (12 Uhr) 2016; 17.3. (19.30 Uhr); 28.6. (19.30 Uhr), 29.6. (12 Uhr) 2017

Im Anschluss an die Premiere sind die Autorin Rike Reiniger und Rita Vowe-Trollmann, die Tochter Johann Trollmanns, als Gesprächspartner zu Gast im Lutz.

theaterhagen|lutzhagen Spielzeit 2016|2017

 

LEBENSLAUF JOHANN »RUKELI« TROLLMANN
Johann Trollmann wurde am 27.12.1907 als Sohn einer Sinto-Familie in Wilsche, Gifhorn, geboren. Da seine athletisch-ästhetische Figur an einen schönen, geradegewachsenen Baum erinnert, gab man ihm den Namen „Rukeli“; „Ruk“ bedeutet in der Sprache des Romanes „Baum“.

Rukeli Trollmann wuchs mit 8 Geschwistern in der Altstadt von Hannover auf. Sein großes Talent zum Boxen zeichnete sich schon sehr früh ab. Bereits mit 8 Jahren stieg er das erste Mal in den Ring. Er gewann die Norddeutsche Meisterschaft und wurde Mitglied des 1922 gegründeten BC-Heros-Eintracht Hannover. In jungen Jahren gewann Rukeli Trollmann viermal die Regional-Meisterschaft, gewann den Norddeutschen Meistertitel und nahm an der Deutschen Meisterschaft der Amateur-Boxer teil.

In der Kulturszene der Weimarer Republik war das Boxen ein beliebtes Freizeitvergnügen. Rukeli Trollmann war ein begnadeter Techniker im Mittelgewicht, sehr schnell auf den Beinen, der seinen eigenen Stil entwickelt hatte und damit seiner Zeit um Jahrzehnte voraus war. Menschen, die ihn boxen sahen, erzählten, er hätte bereits in den 20er-Jahren wie Mohammad Ali geboxt. Durch den Ring tänzelnd, um Gegnern elegant auszuweichen, ihn müde und mürbe zu machen um dann mit einem außergewöhnlich harten Punch zuzuschlagen. Im
Jahre 1928 strich der Verband unter fadenscheinigen Begründungen seinen Namen aus der deutschen Liste für die olympischen Spiele in Amsterdam und schickte stattdessen einen Kontrahenten, der gegen Rukeli Trollmann, damals immerhin Norddeutscher Meister, schon wiederholt verloren hatte. Er wechselte im Januar 1929 daraufhin von Heros-Eintracht zu dem bekanntesten Arbeiter-Sportverein Hannover, dem BC Sparta Linden. Durch seine Erfolge gab die Sportpresse Rukeli Trollmann den Beinamen „Gipsy“. Er wurde oft als tanzender Zigeuner, der undeutsch boxte, rassistisch diffamiert.

Da er im Juni 1929 von der olympischen Nominierung ausgeschlossen wurde, fasste er daraufhin den Entschluss, Profiboxer zu werden. Sein Manager wurde der Berliner Ernst Zirzow. Rukeli Trollmann war als Profi sehr schnell sehr erfolgreich und machte sich im Profiboxen einen Namen. Seinen ersten Kampf gegen Willy Bolze gewann er durch k.o. in der 4. Runde. Der Boxsport hatte auf einen wie Rukeli gewartet, ein eleganter Boxer, ein echter Fighter, ein gutaussehender Mann, der auch Schlag bei den Frauen hatte; aus solchem Holz werden Stars geschnitzt.

Im Jahre 1930 bestritt er deutschlandweit 13 Kämpfe überaus erfolgreich. Ab 1932 kämpfte er nur noch gegen die Besten, sowohl im Welter-, Mittel- oder auch Halbschwergewicht; u.a. gegen Baisley USA, gegen de Boer Niederlande in Berlin, gegen Russo, Argentinien und gegen Witt in Dresden (sein späterer Gegner, als er 1933 Deutscher Meister wurde).

Seit dem Jahre 1932 kam der deutsche Boxsport an Rukeli Trollmann nicht mehr vorbei. Nach der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933 änderte sich das Leben von Rukeli Trollmann.

Der Boxsport wurde in „Deutscher Faustkampf“ umbenannt. Die Boxclubs in Deutschland wurden neu organisiert und arisiert. Es begann die Ausgrenzung und Verfolgung von nichtarischen Sportlern und Sportlerinnen.

Der Deutsche Meister und dominierende Boxer in Rukeli Trollmanns Gewichtsklasse (Mittelgewicht und Halbschwergewicht) war Erich Seelig. Vor dessen Titelverteidigung wurde Seelig massiv bedroht, auch mit dem Tod und er setzte sich nach Frankreich ab. Er war als Jude seines Lebens nicht mehr sicher. Rukeli Trollmann folgte seinem Beispiel nicht und blieb in Deutschland. Die nationalistische Sportbehörde hatte damit ein Problem, denn er war zu erfolgreich und zu beliebt, als das man ihn ohne ersichtlichen Grund aus dem deutschen Boxsport hätte verdrängen können.

Am 9. Juni 1933 ließ Rukeli Trollmann seinem Widersacher Adolf Witt durch seine taktische Leistung keine Chance auf einen Punktsieg und wurde zum Superstar. Gleichzeit wurde ihm sein größter Erfolg als Boxer zum Verhängnis. Sein Sieg stellte für die Nationalisten eine Bedrohung da, denn Rukeli Trollmann demontierte das Bild von der körperlich überlegenden arischen Rasse. Im Publikum befand sich auch der Vorsitzende des Verbandes „Deutscher Faustkämpfe“ (Radamm). Als klar wurde, wie der Kampf enden würde, gab der den Punktrichtern die Anweisung, den Kampf als „unentschieden“ zu werten. Die Punktrichter folgten dieser Anweisung. Das boxkundige Publikum war jedoch nicht bereit, Teil dieser Manipulation zu werden, denn sie hatten Rukeli Trollmann als weit überlegenen Boxer gesehen. Nach massiven Protesten und Drohungen gegen die anwesenden nationalistischen Funktionäre, wurde Rukeli Trollmann zum Sieger erklärt. Die Freude über den deutschen Meistertitel währte nur kurz. Kurz nach dem Kampf erhielt er einen Brief des Boxverbandes, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass ihm der deutsche Meistertitel wieder aberkannt wird, da beide Boxer ungenügende Leistungen erbracht hätten. Der Titel wurde nicht vergeben.

Auch ohne Meistertitel blieb Rukeli Trollmann ein Publikumsliebling, den die Nationalisten aus dem Verkehr ziehen wollten. Seine Karriere sollte endgültig beendet werden und er sollte nicht mehr im deutschen Ring boxen. Am 21. Juli 1933 stand Rukelis nächster Kampf an, gegen den bekannten und schlagkräftigen Gustav Eder. Der Aussichtslosigkeit seiner Lage bewusst, stieg er mit blondgefärbten Haaren und weiß gepudertem Gesicht in den Ring. Es wurde ihm nahegelegt, dass er mit Entzug seiner Lizenz als Boxer rechnen müsse, sollte er nicht auf seinen Kampfstil verzichten und zigeunerhaft herumtanzen, sondern sich dem Kampf stellen. Er verzichtete auf seine Beinarbeit, ohne die Schläge auszupendeln, stellte er sich dem Kampf. Fuß an Fuß mit seinem Gegner stand er in der Mitte des Ringes, um Schläge einzustecken und auszuteilen. Nach der fünften Runde ging er k.o. und seine Karriere als Boxer war endgültig besiegelt.

In den nächsten Jahren schlug er sich auf Jahrmärkten als Boxer durch und lebte abwechselnd in Hannover und Berlin. In Berlin begegnete er Olga Frieda Bilda, die er im Juni 1935 heiratete. Mit der im gleichen Jahr geborenen Tochter lebten sie in Berlin. Die Verfolgung von Sinti und Roma nahm nach dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze am 15. September 1935 immer stärker zu. Im September 1938 ließen sich Rukeli Trollmann und Olga Bilda scheiden. Im gleichen Jahr wurde er für mehrere Monate ins Arbeitslager Hannover-Ahlem verschleppt.

Nach seiner Entlassung lebte er im Verborgenen und hielt sich auch eine Zeitlang im Teutoburger-Wald auf, um einer weiteren Verhaftung zu entgehen. Während des Krieges im November 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Er war in Polen, Belgien und Frankreich stationiert. Im Frühjahr 1941 wurde er an die Ostfront versetzt, wo er verwundet wurde.

Im Jahre 1942 kam ein Erlass der Wehrmacht heraus, dass Sinti und Roma aus rassenpolitischen Gründen von der Wehrmacht ausgeschlossen sind. Im Juni 1942 wurde Rukeli Trollmann verhaftet und in der Zigeunerzentrale in die Hardenberg-Str. Hannover, gebracht, wo er schwer misshandelt wurde. Im Oktober des gleichen Jahres wurde er in das KZ Neuengamme bei Hamburg gebracht. Er bekam die Häftlingsnummer 9841 und leistete schwerste Zwangsarbeit. Ein früherer Ringrichter und jetziger SS-Mann Albert Lütkemeyer veranlasste, dass Rukeli Trollmann allabendlich nach der Arbeit, obwohl er starken Gewichtsverlust und kaum noch Kraft hatte, gegen SS-Männer zum Boxkampf antreten musste. Rukeli Trollmann gelang es mit Hilfe des illegalen Häftlingskomitee die Identität eines verstorbenen Häftlings anzunehmen. Um nicht entdeckt zu werden, organisierte man seinen Transport ins Nebenlager Wittenberge. Auch hier wurde er erkannt und musste dort gegen den verhassten Kapo Emil Cornelius kämpfen. Er gewann zwar den Kampf, doch während des Arbeitseinsatzes außerhalb des Lagers wurde er dann von dem Kapo hinterrücks erschlagen. Rukeli Trollmanns Tod wurde als Unfall dargestellt. Sein Leichnam wurde mit vielen anderen Toten des Lagers auf dem Friedhof von Wittenberge verscharrt. Erst der Häftling Robert Landsberger, der bei dem Arbeitseinsatz Zeuge von dem Mord an Rukeli Trollmann wurde, überlebt das KZ und machte nach der Befreiung eine Aussage über Rukelis Tod.

Im Jahre 2003 hat der Bund Deutscher Berufsboxer Rukeli Trollmann den Deutschen Meistertitel nachträglich zuerkannt.

Zum letzten Mal: „Ein Helm“ – Monolog von Finn-Ole Heinrich

am Freitag, 28. Oktober 2016, 18 Uhr (Theater im Bus); Abfahrt Theaterplatz

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Eine letzte Gelegenheit gibt es, den Monolog „Ein Helm“ von Finn-Ole Heinrich am Freitag, 28. Oktober 2016 (18 Uhr, Abfahrt: Theaterplatz) während einer außergewöhnlichen und zudem sehr informativen Linienbusfahrt durch Hagen zu erleben – ein Abstieg in Hagens »Unterwelt« ist mit inbegriffen.

»Seit ich so (zeigt Höhe mit der Hand) bin, trag‘ ich den Helm! Schon bisschen unbequem, aber wenn man sich dran gewöhnt hat… Gar nicht mal so unpraktisch. Am Anfang juckt’s wie Sau, da wirst du verrückt. Und ich weiß noch, wie die anderen in der Schule reagiert haben, auch die Lehrer, meine Mama, alle.« Mit diesen ersten Worten des Monologs hat der Mann mit Helm (Marc Baron) sein Publikum bereits in seine sonderliche Welt hineingezogen…

Dieses von Werner Hahn inszenierte Stück entstand, mit großzügiger Unterstützung durch die Werner Ruberg-Stiftung, in Zusammenarbeit mit der Hagener Straßenbahn AG und dem Wirtschaftsbetrieb Hagen WBH.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Werner Hahn und Ricardo Fernando verlassen das Theater Hagen! Caron und Trafton sollen bestellt werden.

Gleich zwei schwere Schläge für die Hagener Theater-Kultur!

Der Aufsichtsrat der Theater Hagen gGmbH wurde in der heutigen Sitzung darüber informiert, dass Werner Hahn, der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Lutz, das Theater Hagen zum Ende der laufenden Spielzeit verlassen wird.
Werner Hahn ist seit dem 15. August 1982 am Theater Hagen, zunächst als lyrischer Bariton, seit der Spielzeit 2000/01 als Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Lutz, beschäftigt. Darüber hinaus wirkt er als Regisseur, Autor und Darsteller.
Ab August 2017 wird Werner Hahn, der in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden ist, auf eigenen Wunsch dem Theater Hagen nicht mehr angehören. Damit setzt er einen Schlusspunkt hinter seine bisherige Tätigkeit, um, wie er sagt, „auf der Zielgeraden seines Berufslebens noch einmal neue Wege auszuprobieren“. In aller Deutlichkeit verneint er jeden Zusammenhang mit dem Ende der Ära Hilchenbach und der Neubesetzung der Intendantenposition und betont, dass sein „Entschluss nur in Überlegungen zu seinem persönlichen Lebensweg begründet ist“. Wohin sein Weg in Zukunft führen wird, dazu hüllt sich Werner Hahn noch in Schweigen.
Der Aufsichtsrat nahm diese Entscheidung mit größtem Bedauern entgegen und würdigte die Leistungen von Werner Hahn für das Theater Hagen und sein Wirken in der Stadt. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Sven Söhnchen, sieht das Theater nun in der Pflicht, das von Werner Hahn aufgebaute und mit seiner Person untrennbar verbundene Kinder- und Jugendtheater weiterzuführen, die gesetzten Impulse in der Stadt Hagen und der Region zu erhalten und weiter zu entwickeln – eine weitere schwierige Aufgabe für das Theater Hagen.
Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls darüber informiert, dass ab der Spielzeit 2017/2018 Ricardo Fernando nicht mehr als Ballettdirektor in Hagen zur Verfügung stehen wird. Weitergehende Informationen konnten zum jetzigen Zeitpunkt dem Aufsichtsrat noch nicht vorgelegt werden. Für die Fortsetzung der in den vergangenen Jahren kontinuierlich und höchst erfolgreich geleisteten Arbeit muss nun ebenfalls eine Nachfolge gefunden werden.

Caron und Trafton sollen bestellt werden.

In der heutigen Sondersitzung des Aufsichtsrates der Theater Hagen gGmbH Aufsicht hat sich auf Empfehlung der Findungskommission Frau Dominique Caron vorgestellt.
Dominique Caron ist seit September 2011 Intendantin der Eutiner Festspiele und konnte dort im letzten Jahr zusammen mit den Gesellschaftern (Land Schleswig-Holstein, Landkreis Ostholstein und Stadt Eutin) und dem Publikum das 65-jährige Bestehen des inzwischen wieder sehr erfolgreichen Sommerfestivals feiern. Frau Caron stammt ursprünglich aus Paris, hat sowohl die französische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft, studierte am San Francisco Konservatorium Musikwissenschaft und an der San Francisco State University Linguistik und Theaterwissenschaft. Ihr beruflicher Weg führte sie u.a. an die Deutsche Oper Berlin, an die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, an das Nationaltheater Mannheim und an das Theater Gießen. Vor ihrem Engagement in Eutin war sie am Theater Dortmund Referentin der Oper und dann kommissarische Intendantin in unserer Nachbarstadt. Frau Caron hat sich nicht nur durch die Leitung der Festspiele Eutin, durch ihre Inszenierungen und ihre Crossover-Projekte einen Namen gemacht, sondern kann vor allem Erfolge beim Publikum aufweisen, die sich letztlich in den Auslastungen zeigen. Neben den fachlichen Voraussetzungen und den vorliegenden Berufserfahrungen überzeugten die Findungskommission zudem die ausgezeichneten Referenzen. Frau Caron berichtete von den derzeitigen Vorbereitungen für die Spielzeit 2017 der Eutiner Festspiele, die weitgehend abgeschlossen seien. Insofern stünde sie ab November für die Planung und Vorbereitung des Hagener Spielplanes mit allen Beteiligten vor Ort vollständig zur Verfügung. Ihre Präsenz in der Volmestadt sagte Frau Caron – bis auf die Theaterferien und einigen Abstimmungsgesprächen in Eutin – auch für 2018 zu.
Der Aufsichtsrat folgte mit seiner Beschlussfassung der Empfehlung der Findungskommission, dem Rat der Stadt Hagen vorzuschlagen, Frau Dominique Caron als Intendantin und damit als Nachfolgerin von Norbert Hilchenbach ab der Spielzeit 2017/2018 für das Theater Hagen zu bestellen. Ebenfalls empfiehlt der Aufsichtsrat dem Rat der Stadt Hagen, Herrn Joseph Trafton zum Generalmusikdirektor der Stadt Hagen zu bestellen. Herr Trafton hatte sich in einem hochkarätigen Bewerberfeld durchgesetzt und soll ebenfalls ab der Spielzeit 2017/2018 die Nachfolge von Florian Ludwig antreten.

 

„Zigeuner-Boxer“ – Monolog von Rike Reiniger

Premiere: Samstag, 29. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Lutz


Am Samstag, 29. Oktober 2016 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Lutz) findet die Premiere des Monologs „Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger statt.

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Hans will vergessen. Die schrecklichste aller Erinnerungen will er vergessen. Jene Augenblicke im KZ, die über Leben und Tod entschieden. Über Leben und Tod von Ruki Trollmann, dem Zigeuner-Boxer. Doch die Bilder sind nicht auszulöschen. Immer wieder kommen sie hoch, selbst die vom frühen Beginn ihrer Freundschaft: als ihm Ruki einen Apfel schenkte, als Rukis Boxkarriere begann, als diesem der Meistertitel aberkannt wurde. Und natürlich die spätere Begegnung im KZ. Aber Hans kann nicht vergessen. Er selbst ist die Erinnerung.
Rike Reinigers Monolog basiert auf der Biografie des sinto-deutschen Boxers Johann »Rukeli« Trollmann. 1933 gewann er die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht, wenige Wochen später – kurz nach Hitlers Machtergreifung und auf dessen persönliches Betreiben hin – wurde ihm der Titel wieder aberkannt. Eine Zeit schlimmster Demütigungen begann, die 1944 mit dem Tod im KZ Wittenberge endete. Das Stück ist ein starkes Plädoyer gegen das Vergessen.

Diese Inszenierung (von Rike Reiniger) ist eine Übernahme vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel. Den Monolog gestaltet Andreas Kunz, der zuletzt in dem Stück „Krähe und Bär“ von Martin Baltscheid auf der Lutz-Bühne zu erleben war.

Im Anschluss an die Premierenvorstellung sind Rike Reiniger und Rita Vowe-Trollmann, die Tochter Johann Trollmanns, als Gesprächspartnerinnen zu Gast im Lutz.

Ab 14 Jahren


Weitere Termine: 4.11. (19.30 Uhr); 6.12. (12 Uhr) 2016; 17.3. (19.30 Uhr); 28.6. (19.30 Uhr), 29.6. (12 Uhr) 2017

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Zigeuner-Boxer“ – Monolog von Rike Reiniger – Premiere im Lutz

Hagen. Hans will vergessen. Die schrecklichste aller Erinnerungen will er vergessen. Jene Augenblicke im KZ, die über Leben und Tod entschieden. Über Leben und Tod von Ruki Trollmann, dem ZigeunerBoxer. Doch die Bilder sind nicht auszulöschen. Immer wieder kommen sie hoch, selbst die vom frühen Beginn ihrer Freundschaft: als ihm Ruki einen Apfel schenkte, als Rukis Boxkarriere begann, als diesem der Meistertitel aberkannt wurde. Und natürlich die spätere Begegnung im KZ. Aber Hans kann nicht vergessen. Er selbst ist die Erinnerung.
Rike Reinigers Monolog basiert auf der Biografie des sinto-deutschen Boxers Johann »Rukeli« Trollmann. 1933 gewann er die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht, wenige Wochen später – kurz nach Hitlers Machtergreifung und auf dessen persönliches Betreiben hin – wurde ihm der Titel wieder aberkannt. Eine Zeit schlimmster Demütigungen begann, die 1944 mit dem Tod im KZ Wittenberge endete.

Inszenierung: Rike Reiniger – Darsteller: Andreas Kunz – ab 14 Jahren

Premiere im Lutz-Hagen: Samstag, 29. Oktober 2016, 19.30 Uhr.

Weitere Termine: 4.11. (19.30 Uhr); 6.12. (12 Uhr) 2016; 17.3. (19.30 Uhr); 28.6. (19.30 Uhr), 29.6. (12 Uhr) 2017

VIDEO | „Frerk, du Zwerg!“ ab sofort im LUTZhagen

Am Sonntag (02.10.2016) gab es die Hagener Erstaufführung von „Frerk, du Zwerg!“, dem Kinderstück von Finn-Ole Heinrich. Mit der Auswahl des Stücks und seiner Thematik, der Inszenierung sowie der Besetzung hat das Lutz-Team wieder einen Volltreffer gelandet, da waren sich die Besucherinnen und Besucher der Premiere einig. Mehr zum Stück erklärt uns im Video der „Lutz-Vater“ Werner Hahn.