Archiv der Kategorie: lutzhagen

WIEDERERÖFFNUNG IM LUTZ HAGEN mit „DER FLIEGENDE KOFFER“

Neben Vorstellungen im Großen Haus des Theaters Hagen dürfen auch im Lutz wieder Aufführungen angeboten werden: Los geht’s am Sonntag, 7. Juni 2020 (11 Uhr) mit der Präsentation von „Der fliegende Koffer“ – Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen mit Musik (ab 2 Jahren).

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LUTZ HAGEN NIMMT SPIELBETRIEB AB JUNI 2020 WIEDER AUF

Krisenstab der Stadt Hagen erteilte Spielerlaubnis für die junge Spart
des Theaters Hagen

„Der fliegende Koffer“ mit Anne Schröder – Copyright: Inka Vogel

Das Lutz Hagen darf den Spielbetrieb ab Juni 2020 wieder aufnehmen. Dies gab der Krisenstab der Stadt am Dienstag bekannt. Das Sicherheitskonzept der Spielstätte für junges Publikum des Theaters Hagen konnte überzeugen. Mit Freude und Erleichterung nahmen
Lutz-Leiterin Anja Schöne und ihr Team den positiven Entscheid auf: „Wir freuen uns unglaublich, endlich wieder für unser junges Publikum spielen zu dürfen und haben bereits begonnen, alle Produktionen den neuen Sicherheitsauflagen anzupassen. Da entsteht noch einmal ganz viel Neues“, so Anja Schöne. Unter den aktuellen Sicherheitsauflagen und Hygienemaßnahmen für die Menschen auf der Bühne und im Zuschauerraum (Abstandsregelungen, Tragen eines Mund-Nasenschutzes für Besucherinnen ab 6 Jahren auf dem Weg zum Sitzplatz, geregelter Einlass, maximal 30 Zuschauerinnen pro Vorstellung, nur Familienkarten oder Einzelplätze) werden ab dem 7. Juni bis zum Spielzeitende Stücke für alle Altersstufen im Lutz angeboten. Mit „Der
fliegende Koffer“ (7.6., 11 Uhr), „sternenstaub“ (16.6., 10 Uhr) und „pardauz“ (23.6, 24.6., 10 Uhr) sind gleich drei Produktionen für die jüngsten Theaterbesucherinnen ab 2 Jahren im Programm. „Die große Klimakonferenz der Tiere“ lädt am 21.6. um 15 Uhr das Publikum ab 8 Jahren ein. Als Abendvorstellung wird Büchners Klassiker „Woyzeck“ (ab 14 Jahren) gezeigt (19.5., 19.30 Uhr). Und mit „TransformMates“ (ab 12 Jahren) wird das Lutz am 14.6. (15 Uhr) sogar noch eine Uraufführung feiern. Dieses digitale Metamorphosen Adventure Game verbindet den mythologischen Stoff der „Metamorphosen“ von Ovid mit den Genres Computerspiel und Tanztheater zu einer spannenden Choreographie der Schauspielerinnenkörper.
Mit den mobilen Stücken „Der fliegende Koffer“, „Die große Klimakonferenz der Tiere“ und „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ kommt das Lutz auf Anfrage auch gerne in Schulen oder andere Einrichtungen. Karten an der Theaterkasse, die ab dem 2. Juni wieder geöffnet ist (dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr, keine Abendkasse) und unter Tel. 02331 / 207-3218.
Mobile Vorstellungen auf Anfrage buchbar unter: Tel. 02331 / 207-3237 Vorstellungen im Lutz im Juni 2020: „Der fliegende Koffer“ (ab 2 Jahren): 7. Juni, 11.00 Uhr „TransformMates“ (ab 12 Jahren): 14. Juni, 15.00 Uhr (Uraufführung) „sternenstaub“ (ab 2 Jahren): 16. Juni, 10.00 Uhr „Woyzeck“ (ab 14 Jahren): 19. Juni, 19.30 Uhr „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ (ab 8 Jahren): 21. Juni, 15.00 Uhr
„pardauz“ (ab 3 Jahren): 23. und 24. Juni, 10.00 Uhr

„MOLLY BLOOM“-Premiere im LUTZ Hagen (Adults onely)

direktdran.TV | Hans Leicher. | Im Theater Hagen geht es in Sachen Premieren derzeit Schlag auf Schlag. „Take a walk on the wild side“ am vergangenen Samstag, am vergangenen Sonntag dann „Fatboy“ im Lutz, noch am Dienstag Abend das erste Sinfoniekonzert in der Stadthalle Hagen und damit es dem Theater-Publikum nicht langweilig wird, geht es gleich am Samstag Abend weiter. Diesmal mit einer Theater Hagen-Produktion im LUTZ. Das war bisher selten, ist aber nicht neu. Theater Hagen-Kenner erinnern sich z.B. noch an „Cabaret“. Auch hier wurde das Opus bzw. das Lutz genutzt.

MOLLY BLOOM“ (aus „Ulysses“ von James Joyce)

Eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Marilyn Bennett und Dan K. Kurland

feiert am Samstag, 15.09.2018 ab 19:30 Uhr Uraufführung bzw. Premiere im Lutz Hagen.

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„Molly Bloom“ (nach „Ulysses“ von James Joyce) – ist eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit der wunderbaren und vielseitigen Kammersängerin Marilyn Bennett und mit Dan K. Kurland. Und man beachte: Ab 18 Jahren.

Hier die Beschreibung der Produktion seitens des Theater Hagen:

Einer der bekanntesten Romane der Moderne, „Ulysses“ von James Joyce aus dem Jahre 1922, endet im berühmtesten „inneren Monolog“ der Weltliteratur: der ohne Punkt und Komma notierte Gedankenfluss der Molly Bloom, Gattin des Anzeigenakquisiteurs Poldy Bloom im Dublin des Jahres 1904. Molly Bloom kann nicht schlafen. Also denkt sie bar jeder Hemmung (laut) über Gott und die Welt nach, ihr Sexualleben und ihre Kochrezepte, ihr Dasein als Sängerin, die Liebe zu ihrem Mann und frischt dabei auch das ein oder andere Gesangsstück wieder auf.

Marilyn Bennett, Hagener Kammersängerin und Publikumsliebling, verleiht der Ikone weiblichen Selbstbewusstseins Stimme und musikalischen Ausdruck bei dieser außergewöhnlichen szenischen Darbietung in englischer und deutscher Sprache. Ihr zur Seite steht Dan K. Kurland, der für die musikalische Leitung und Begleitung am Klavier verantwortlich zeichnet und als Poldy Bloom agiert.

Die Idee, das Konzept, die Inszenierung stammen von Intendant Francis Hüsers, die Ausstattung von Uwe Mingo und Christiane Luz, als Dramaturgin ist Rebecca Graitl mit dabei.

Insgesamt sind nur zwei weitere Vorstellungen von „Molly Bloom“ angesetzt:

23.9. (18.00 Uhr); 3.10.2018 (18.00 Uhr)

Bedenkt man, dass das LUTZ ca. 150 Plätze bietet, werden die Tickets für die Vorstellungen sicherlich sehr schnell ausverkauft sein. Denn gerade die zahlreichen Marilyn Bennett-Fans werden sich diesen Theater- und Musik-Leckerbissen kaum entgehen lassen. Deshalb ist eine schnelle Ticket-Reservierung ratsam.

Karten – wie immer- an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

 

Premiere am Sonntag: „FatBoy“ – TheaterRap im LUTZ

Erste Premiere im Lutz Hagen in der Spielzeit 2018/19

FATBOY“

Premiere am Sonntag, 9. September 2018 um 15.00 Uhr im Lutz Hagen

Ein TheaterRap von Anja Schöne und Andreas Gruchalski

Ab 10 Jahren

Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Jahrgangsstufen 5-11

Ina Wragge | Die erste Premiere im Lutz in der Spielzeit 2018/19 findet am 9. September 2018 (15 Uhr im Lutz) statt. Auf dem Programm steht „FatBoy“ – ein TheaterRap von Anja Schöne und Andreas Gruchalski (ab 10 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Jahrgangsstufen 5-11).

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FatBoy“ ist die ebenso außergewöhnliche wie bewegende Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Jungen: Da alle in ihm nur den übergewichtigen Außenseiter sehen, hat Konstantin Johannes Paul die eigenwillige Superheldenfigur FatBoy als sein Alter Ego erfunden. In Ermangelung an Vertrauten führt FatBoy Selbstgespräche mit seiner „kleinen Seele“. Der coole Kevin, der sich als DJ und Rapper versucht, belauscht ihn dabei und findet zum eigenen Erstaunen Gefallen an FatBoys verschrobener Poesie. Über die gemeinsame Musik nähern sich beide an – unter Ausschluss der Öffentlichkeit natürlich, denn ein DJ kann nicht offiziell mit FatBoy befreundet sein. Bis ein Vorfall in der Schule beide dazu zwingt, eine Entscheidung zu treffen.

FatBoy“ ist eine liebevoll ironische Auseinandersetzung mit den Rollenbildern, an denen junge Männer sich abarbeiten müssen, den Folgen von Mobbing und der Last von Vorurteilen und damit eine gleichermaßen unterhaltsame und nachdenklich machende Geschichte für junge Zuschauer und erwachsene Besucher.

In der Inszenierung von Anja Schöne und in der Ausstattung von Uwe Mingo und Sabine Kreiter spielen und singen Micha Baum und Stefan Merten.

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“, innerhalb dessen, finanziert vom Theaterförderverein Hagen e.V., (Schul-)Gruppen ein kostenloser Besuch einer der Vorstellungen dieses Stückes ermöglicht wird.

Weitere Vorstellungen: Familienvorstellungen: 22.9.; 4.11.2018 (jeweils 15.00 Uhr); Schulvorstellungen: 10.9.; 10.10.; 11.10.; 5.11.2018; 15.1.; 16.1.; 6.3.; 7.3.; 27.5.; 28.5.2019 (jeweils 10.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Letzte Vorstellungen von „BILDER DEINER GROSSEN LIEBE“

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THEATER ROAD NOVEL NACH DEM ROMAN VON WOLFGANG HERRNDORF

IN EINER FASSUNG VON ROBERT KOALL MIT MUSIK VON JANA REISS (Ab 13 Jahren)

am Donnerstag, 21. Juni 2018, 12 Uhr, und am Samstag, 23. Juni 2018, 19.30 Uhr im Lutz – Die ursprünglich für Freitag, 22. Juni 2018 (19.30 Uhr) angekündigte Vorstellung entfällt! Letzte Vorstellungen von „BILDER DEINER GROSSEN LIEBE“ weiterlesen

Wiederaufnahme von „Der Messias“

Weihnachtskomödie von Patrick Barlow – am Freitag, 9. Dezember 2016, 19.30 Uhr im Lutz, Theater Hagen
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Ab dem 9. Dezember 2016 (Wiederaufnahme, 19.30 Uhr, Lutz) steht sie wieder auf dem Spielplan des Hagener Theaters: Die Weihnachtskomödie „Der Messias“ von Patrick Barlow (ab 14 Jahren).

Barlows komödiantische Zeitreise mitten hinein in das Jahr Null gehört seit 11 Jahren zum Weihnachtskult auf der Lutz-Bühne. Mit britischem Humor und einer beträchtlichen Portion Menschlichkeit betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur. Für uns schwer erklärbare »Phänomene« werden auf menschliche, allzu menschliche Art und Weise beleuchtet. Liebevoll und geistreich wird der Blick hinter die Kulissen der Weihnachtsgeschichte gelenkt. – Theodor, ein Vollblut-Laiendramaturg und Stückeschreiber hat sich ein neues Ziel gesetzt: Die Geschichte des Messias auf seiner Off-Bühne neu zu erzählen. Mit Esprit und Witz stürzen er und sein Freund Bernhard sich auf dieses Unternehmen. Aus Kostengründen übernehmen sie alle Rollen – und das sind eine ganze Menge! Doch das verläuft natürlich nicht ohne privaten Zwist zwischen den beiden Freunden, und auf der Bühne droht bald das totale Chaos…

Regie führte Werner Hahn, das Bühnen- und Kostümbild schufen Peter Blindert und Ulla Ziemba-Minkiewicz. Die DarstellerInnen sind Marc Baron, Kirsten Corbett, Dominik Hahn, Christa Heine.

  • Weitere Aufführungstermine: 10.12., 17.12., 18.12.2016 – jeweils 19.30 Uhr
  • Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Deutscher Kindertheaterpreis 2016 – Martin Baltscheit: „Krähe und Bär“

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Im Kaisersaal des Frankfurter Römers wurden am 3. November 2016 in Anwesenheit der Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig die beiden wichtigsten deutschen Staatspreise für dramatische Literatur für Kinder und Jugendliche verliehen, die mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind.
Den Deutschen Kindertheaterpreis 2016 erhielt Martin Baltscheit (Deutschland) für sein Stück „
Krähe und Bär“, Verlag für Kindertheater, Hamburg. Die Uraufführung fand in der Spielzeit 2015/16 im lutzhagen in der Inszenierung von Miriam Michel statt.

In ihrer Laudatio lobt die Jury, dass es Martin Baltscheit mit klarer Sprache und knappen Repliken gelingt, seinen Figuren Witz zu verleihen, ohne zugleich die philosophische Tiefe der Dialoge zu schmälern oder die existentiellen Sorgen seiner beiden Hauptfiguren zu bagatellisieren. Mit einfacher und geradliniger Dramaturgie und dem Personal der Tierfabeln stellt Martin Baltscheit die große Frage, warum wir uns so schwer tun, die Möglichkeiten des Lebens zu nutzen, um es lebenswerter zu machen – ein Stück, das von der Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit und Würde handelt.

KAFFEE LATTE MIT SCHUSS – Uraufführung im LUTZ

 

Am Samstag, 19. November 2016, 19.30 Uhr im Lutz, findet die Uraufführung der Komödie „Kaffee latte mit Schuss“ von Ulla Gericke statt.

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»Für den Erhalt der Deutschen Werte« setzt sich eine Gruppe älterer Herrschaften ein und übernimmt ein leer stehendes Kaffeehaus. Gespräche über Literatur, Musik und Philosophie sollen helfen, bestehendes Kulturgut hochzuhalten. Schnell jedoch beginnen die Seelen zu kochen und die Köpfe zu rauchen: Was sind sie denn, unsere deutschen Werte? Sich auf Pünktlichkeit, Fleiß und Disziplin, Bier, Sauerkraut und Lederhosen reduzieren zu lassen, geht ja überhaupt nicht. Ein Wertekatalog muss her. – Na, dann mal los.

Der SeniorenClub des Lutz Hagen hat ein neues Stück von Ulla Gericke erarbeitet. Wieder einmal nahm er sich eines Themas an, das humorvolle Einblicke gewährt in Alltagssituationen älterer Menschen. Bei Kaffee, Kuchen und allerhand Kleinkunst entzünden sich unterschiedlichste Haltungen und Meinungen zu der ewig gleichen Herausforderung: Wie kommen wir – möglichst schadlos – miteinander klar.

In der Inszenierung von Werner Hahn spielen die DarstellerInnen des SeniorenClubs des Lutz Hagen.

Weitere Termine: 22.11., 24.11., 29.11. (16 Uhr); 2.12., 4.12. (16 Uhr), 13.12. (16 Uhr), 15.12., 16.12., 20.12. 2016; 5.1., 6.1. 2017 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Karten an der Theaterkasse, unter Tel: 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

VIDEO | Bewegender Abend im Lutz – Werner Hahn im Interview zu „Zigeuner-Boxer“.

Ein bewegender Abend im Lutz, der Jungen Bühne am Theater Hagen: die Premiere von „Zigeuner-Boxer“ mit anschließender Gesprächsrunde, zu der noch ein Doku-Video folgt. Zurecht ergriffen war auch Werner Hahn im anschließenden Video-Interview. #hagen #lutzhagen #lutz #zigeunerboxer#wernerhahn #hansleicher #tv58de #theater #theaterhagen

ZIGEUNER-BOXER, Premiere: Samstag, 29. Oktober 2016 19.30 Uhr lutz

Monolog von Rike Reiniger

ab 14 Jahren

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Hans will sie vergessen – die Erinnerung an seinen Freund Ruki, die wie eine Würgeschlange über ihn kommt. Die Erinnerung an den Beginn ihrer Freundschaft, als Ruki ihm einen Apfel schenkte; an ihre Jugend und die gemeinsame Leidenschaft für den Boxsport; an Rukis Kämpfe und dessen besonderen Kampfstil; an die Zeit, als sich ihre Wege trennten; an den Kampf, als Ruki Deutscher Meister wurde und ihm der Titel von den Nationalsozialisten, wegen »undeutschen« kämpfens, wieder aberkannt wurde; an das Wiedersehen im Konzentrationslager und – die quälendste Erinnerung: an Rukis letzten Kampf. Doch Hans kann nicht vergessen.

Basierend auf der Biografie des sinto-deutschen Boxers Johann »Rukeli« Trollmann hat Rike Reiniger mit Zigeuner-Boxer ein berührendes Stück über eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und die Gräueltaten in der Zeit der NS-Diktatur geschrieben. Es ist ein starkes Plädoyer gegen das Vergessen.

Regie und Bühne: Rike Reiniger

Mit: Andreas Kunz

Übernahme der Inszenierung vom Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel

Weitere Termine: 4.11. (19.30 Uhr); 6.12. (12 Uhr) 2016; 17.3. (19.30 Uhr); 28.6. (19.30 Uhr), 29.6. (12 Uhr) 2017

Im Anschluss an die Premiere sind die Autorin Rike Reiniger und Rita Vowe-Trollmann, die Tochter Johann Trollmanns, als Gesprächspartner zu Gast im Lutz.

theaterhagen|lutzhagen Spielzeit 2016|2017

 

LEBENSLAUF JOHANN »RUKELI« TROLLMANN
Johann Trollmann wurde am 27.12.1907 als Sohn einer Sinto-Familie in Wilsche, Gifhorn, geboren. Da seine athletisch-ästhetische Figur an einen schönen, geradegewachsenen Baum erinnert, gab man ihm den Namen „Rukeli“; „Ruk“ bedeutet in der Sprache des Romanes „Baum“.

Rukeli Trollmann wuchs mit 8 Geschwistern in der Altstadt von Hannover auf. Sein großes Talent zum Boxen zeichnete sich schon sehr früh ab. Bereits mit 8 Jahren stieg er das erste Mal in den Ring. Er gewann die Norddeutsche Meisterschaft und wurde Mitglied des 1922 gegründeten BC-Heros-Eintracht Hannover. In jungen Jahren gewann Rukeli Trollmann viermal die Regional-Meisterschaft, gewann den Norddeutschen Meistertitel und nahm an der Deutschen Meisterschaft der Amateur-Boxer teil.

In der Kulturszene der Weimarer Republik war das Boxen ein beliebtes Freizeitvergnügen. Rukeli Trollmann war ein begnadeter Techniker im Mittelgewicht, sehr schnell auf den Beinen, der seinen eigenen Stil entwickelt hatte und damit seiner Zeit um Jahrzehnte voraus war. Menschen, die ihn boxen sahen, erzählten, er hätte bereits in den 20er-Jahren wie Mohammad Ali geboxt. Durch den Ring tänzelnd, um Gegnern elegant auszuweichen, ihn müde und mürbe zu machen um dann mit einem außergewöhnlich harten Punch zuzuschlagen. Im
Jahre 1928 strich der Verband unter fadenscheinigen Begründungen seinen Namen aus der deutschen Liste für die olympischen Spiele in Amsterdam und schickte stattdessen einen Kontrahenten, der gegen Rukeli Trollmann, damals immerhin Norddeutscher Meister, schon wiederholt verloren hatte. Er wechselte im Januar 1929 daraufhin von Heros-Eintracht zu dem bekanntesten Arbeiter-Sportverein Hannover, dem BC Sparta Linden. Durch seine Erfolge gab die Sportpresse Rukeli Trollmann den Beinamen „Gipsy“. Er wurde oft als tanzender Zigeuner, der undeutsch boxte, rassistisch diffamiert.

Da er im Juni 1929 von der olympischen Nominierung ausgeschlossen wurde, fasste er daraufhin den Entschluss, Profiboxer zu werden. Sein Manager wurde der Berliner Ernst Zirzow. Rukeli Trollmann war als Profi sehr schnell sehr erfolgreich und machte sich im Profiboxen einen Namen. Seinen ersten Kampf gegen Willy Bolze gewann er durch k.o. in der 4. Runde. Der Boxsport hatte auf einen wie Rukeli gewartet, ein eleganter Boxer, ein echter Fighter, ein gutaussehender Mann, der auch Schlag bei den Frauen hatte; aus solchem Holz werden Stars geschnitzt.

Im Jahre 1930 bestritt er deutschlandweit 13 Kämpfe überaus erfolgreich. Ab 1932 kämpfte er nur noch gegen die Besten, sowohl im Welter-, Mittel- oder auch Halbschwergewicht; u.a. gegen Baisley USA, gegen de Boer Niederlande in Berlin, gegen Russo, Argentinien und gegen Witt in Dresden (sein späterer Gegner, als er 1933 Deutscher Meister wurde).

Seit dem Jahre 1932 kam der deutsche Boxsport an Rukeli Trollmann nicht mehr vorbei. Nach der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933 änderte sich das Leben von Rukeli Trollmann.

Der Boxsport wurde in „Deutscher Faustkampf“ umbenannt. Die Boxclubs in Deutschland wurden neu organisiert und arisiert. Es begann die Ausgrenzung und Verfolgung von nichtarischen Sportlern und Sportlerinnen.

Der Deutsche Meister und dominierende Boxer in Rukeli Trollmanns Gewichtsklasse (Mittelgewicht und Halbschwergewicht) war Erich Seelig. Vor dessen Titelverteidigung wurde Seelig massiv bedroht, auch mit dem Tod und er setzte sich nach Frankreich ab. Er war als Jude seines Lebens nicht mehr sicher. Rukeli Trollmann folgte seinem Beispiel nicht und blieb in Deutschland. Die nationalistische Sportbehörde hatte damit ein Problem, denn er war zu erfolgreich und zu beliebt, als das man ihn ohne ersichtlichen Grund aus dem deutschen Boxsport hätte verdrängen können.

Am 9. Juni 1933 ließ Rukeli Trollmann seinem Widersacher Adolf Witt durch seine taktische Leistung keine Chance auf einen Punktsieg und wurde zum Superstar. Gleichzeit wurde ihm sein größter Erfolg als Boxer zum Verhängnis. Sein Sieg stellte für die Nationalisten eine Bedrohung da, denn Rukeli Trollmann demontierte das Bild von der körperlich überlegenden arischen Rasse. Im Publikum befand sich auch der Vorsitzende des Verbandes „Deutscher Faustkämpfe“ (Radamm). Als klar wurde, wie der Kampf enden würde, gab der den Punktrichtern die Anweisung, den Kampf als „unentschieden“ zu werten. Die Punktrichter folgten dieser Anweisung. Das boxkundige Publikum war jedoch nicht bereit, Teil dieser Manipulation zu werden, denn sie hatten Rukeli Trollmann als weit überlegenen Boxer gesehen. Nach massiven Protesten und Drohungen gegen die anwesenden nationalistischen Funktionäre, wurde Rukeli Trollmann zum Sieger erklärt. Die Freude über den deutschen Meistertitel währte nur kurz. Kurz nach dem Kampf erhielt er einen Brief des Boxverbandes, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass ihm der deutsche Meistertitel wieder aberkannt wird, da beide Boxer ungenügende Leistungen erbracht hätten. Der Titel wurde nicht vergeben.

Auch ohne Meistertitel blieb Rukeli Trollmann ein Publikumsliebling, den die Nationalisten aus dem Verkehr ziehen wollten. Seine Karriere sollte endgültig beendet werden und er sollte nicht mehr im deutschen Ring boxen. Am 21. Juli 1933 stand Rukelis nächster Kampf an, gegen den bekannten und schlagkräftigen Gustav Eder. Der Aussichtslosigkeit seiner Lage bewusst, stieg er mit blondgefärbten Haaren und weiß gepudertem Gesicht in den Ring. Es wurde ihm nahegelegt, dass er mit Entzug seiner Lizenz als Boxer rechnen müsse, sollte er nicht auf seinen Kampfstil verzichten und zigeunerhaft herumtanzen, sondern sich dem Kampf stellen. Er verzichtete auf seine Beinarbeit, ohne die Schläge auszupendeln, stellte er sich dem Kampf. Fuß an Fuß mit seinem Gegner stand er in der Mitte des Ringes, um Schläge einzustecken und auszuteilen. Nach der fünften Runde ging er k.o. und seine Karriere als Boxer war endgültig besiegelt.

In den nächsten Jahren schlug er sich auf Jahrmärkten als Boxer durch und lebte abwechselnd in Hannover und Berlin. In Berlin begegnete er Olga Frieda Bilda, die er im Juni 1935 heiratete. Mit der im gleichen Jahr geborenen Tochter lebten sie in Berlin. Die Verfolgung von Sinti und Roma nahm nach dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze am 15. September 1935 immer stärker zu. Im September 1938 ließen sich Rukeli Trollmann und Olga Bilda scheiden. Im gleichen Jahr wurde er für mehrere Monate ins Arbeitslager Hannover-Ahlem verschleppt.

Nach seiner Entlassung lebte er im Verborgenen und hielt sich auch eine Zeitlang im Teutoburger-Wald auf, um einer weiteren Verhaftung zu entgehen. Während des Krieges im November 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Er war in Polen, Belgien und Frankreich stationiert. Im Frühjahr 1941 wurde er an die Ostfront versetzt, wo er verwundet wurde.

Im Jahre 1942 kam ein Erlass der Wehrmacht heraus, dass Sinti und Roma aus rassenpolitischen Gründen von der Wehrmacht ausgeschlossen sind. Im Juni 1942 wurde Rukeli Trollmann verhaftet und in der Zigeunerzentrale in die Hardenberg-Str. Hannover, gebracht, wo er schwer misshandelt wurde. Im Oktober des gleichen Jahres wurde er in das KZ Neuengamme bei Hamburg gebracht. Er bekam die Häftlingsnummer 9841 und leistete schwerste Zwangsarbeit. Ein früherer Ringrichter und jetziger SS-Mann Albert Lütkemeyer veranlasste, dass Rukeli Trollmann allabendlich nach der Arbeit, obwohl er starken Gewichtsverlust und kaum noch Kraft hatte, gegen SS-Männer zum Boxkampf antreten musste. Rukeli Trollmann gelang es mit Hilfe des illegalen Häftlingskomitee die Identität eines verstorbenen Häftlings anzunehmen. Um nicht entdeckt zu werden, organisierte man seinen Transport ins Nebenlager Wittenberge. Auch hier wurde er erkannt und musste dort gegen den verhassten Kapo Emil Cornelius kämpfen. Er gewann zwar den Kampf, doch während des Arbeitseinsatzes außerhalb des Lagers wurde er dann von dem Kapo hinterrücks erschlagen. Rukeli Trollmanns Tod wurde als Unfall dargestellt. Sein Leichnam wurde mit vielen anderen Toten des Lagers auf dem Friedhof von Wittenberge verscharrt. Erst der Häftling Robert Landsberger, der bei dem Arbeitseinsatz Zeuge von dem Mord an Rukeli Trollmann wurde, überlebt das KZ und machte nach der Befreiung eine Aussage über Rukelis Tod.

Im Jahre 2003 hat der Bund Deutscher Berufsboxer Rukeli Trollmann den Deutschen Meistertitel nachträglich zuerkannt.