Archiv der Kategorie: Gewerkschaft

NGG warnt vor Prellerei beim Weihnachtsgeld in Hagen

In Hotels, Gaststätten und Bäckereien wird häufig das Weihnachtsgeld geprellt:

Fast jeder zweite Beschäftigte aus diesen Branchen wird in Hagen vom Chef um die Sonderzahlung gebracht.

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1.760 Gebäudereiniger in Hagen wollen endlich Weihnachtsgeld

Die rund 1.760 Gebäudereiniger in Hagen wollen Weihnachten nicht länger leer ausgehen: Was es für die Schaffnerin bei der Bahn, für den Bankangestellten und Dachdecker gibt, sollen jetzt auch Reinigungskräfte und Fensterputzer bekommen – Weihnachtsgeld nämlich. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Westfalen Mitte-Süd. 1.760 Gebäudereiniger in Hagen wollen endlich Weihnachtsgeld weiterlesen

500 Euro für den Tierschutzverein Hagen e.V. – Vom Ehrenamt fürs Ehrenamt

Kevin Schmitz | Hagener IG Metall Jugend | Der Hagener Ortsjugendausschuss der IG Metall hat sein betriebliches Netzwerk genutzt und für den Tierschutzverein in Hagen Spenden gesammelt.

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Die offizielle Spendenübergabe erfolgte auf der Veranstaltung bei SPRUNGWERK in Hagen (wir berichteten).

„Ein Beispiel für unser Engagement in der Region. Die Frauen und Männer, die täglich im Zeichen des Tierschutzes unterwegs sind haben unsere vollen Respekt für ihren Einsatz.

In unserer Jahresklausur Anfang des Jahres haben wir verabschiedet, uns der Vernetzung mit weiteren Institution zu widmen. Wir besuchten das Hagener Tierheim, verschenkten Leckerchen für Hunde und sammelten Spenden, um die Arbeit des Tierschutzvereins zu stärken und hoffe, dass die Spende eine Unterstützung für die Arbeit darstellt!“, beschreibt Robin Grunenberg (Vorsitzender des Ortsjugendausschusses) die Zusammenarbeit.

Übrigens:

Alle interessierten Auszubildenden, die aktiv im Ortsjugendausschuss zu diesem oder weiteren Themen mitwirken wollen, sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Setzt euch zu diesem Zweck auch mit unserem Jugendsekretär Kevin Schmitz in Verbindung: 015129231108 oder kevin.schmitz@igmetall.de.

Rund 80 neue Auszubildende und dual Studierenden zu Gast bei der Hagener IG Metall Jugend

Kevin Schmitz | Die IG Metall in Hagen lädt zum Berufsstart ein und knapp 80 Auszubildende folgen dieser Einladung in das Hagener Sprungwerk an den Elbershallen.

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„Wir haben viel geboten: den Austausch mit Auszubildenden und dual Studierenden mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben, nützliche Informationen über Recht und Pflichten, Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren und vieles mehr. Wir sind vom Anfang, bis zum Ende des Arbeitslebens, für die ArbeitnehmerInnen ansprechbar und das wollen wir deutlich machen“, konstatiert Kevin Schmitz – Gewerkschaftssektretär der IG Metall Geschäftsstelle Hagen.

Die Auszubildenden und dual Studierenden hatten unter anderem die Möglichkeit einem Juristen direkt ihre mitgebrachten Fragen rund um die Ausbildung und das Arbeitsleben allgemein zu stellen.

„Das Feedback ist rundum positiv und es gab kein Verletzten beim Springen. Das ist für uns die Hauptsache. Wir freuen uns über die hervorragend Zusammenarbeit mit dem Sprungwerk und hoffen auf eine Fortführung dieser Veranstaltung.“; freut sich Michelle Levering (Betriebsrätin bei thyssenkrupp Hohenlimburg).

35 Prozent der Hagener profitieren nicht von neuem Teilzeit-Gesetz

Mehr Zeit für FamilieMal etwas weniger arbeiten, um Zeit für Kinder, Angehörige oder auch sich selbst zu haben – danach aber wieder voll in den Beruf einsteigen: Für Tausende Beschäftigte in Hagen soll das ab 2019 per Gesetz möglich sein. Tatsächlich dürften jedoch 29.200 Arbeitnehmer in der Stadt nicht vom sogenannten Rückkehrrecht in Vollzeit profitieren – weil ihr Betrieb weniger als 45 Mitarbeiter hat. „Das sind 35 Prozent aller Beschäftigten, an denen das Gesetz komplett vorbeigeht“, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Südwestfalen.

Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Ein Großteil der Beschäftigten in Bäckereien und Metzgereien dürfte danach nichts von der geplanten Brückenteilzeit haben. Im Gastgewerbe wären laut Statistik in Hagen sogar 73 Prozent des Personals vom Gesetz ausgenommen.

Auf die Untergrenze von 45 Beschäftigten hatte sich die Große Koalition verständigt. Die Unionsparteien setzten sich in diesem Punkt gegen die SPD durch. Das Gesetz soll noch im Oktober den Bundestag passieren. „In den vielen Kleinbetrieben im Handwerk und in der Gastronomie ist die Teilzeit-Novelle damit reine Makulatur“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Sie ruft die heimischen Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich in Berlin für Änderungen am Gesetz stark zu machen. „Die Einschränkung für kleine Betriebe muss wegfallen“, so Mura. Denn die Idee der Reform gehe in die richtige Richtung: „Tausende wünschen sich mehr Souveränität bei der Arbeitszeit.“

Hinzu kommt: Rund 30.700 Hagener arbeiten bereits jetzt in Teilzeit. Nach Angaben der Arbeitsagentur ist ihre Zahl in den letzten zehn Jahren um 13 Prozent gestiegen. „Diesen Menschen bringt das Gesetz auch keine Verbesserungen“, bemängelt Mura. Denn einen Anspruch auf eine Vollzeit-Stelle habe nach den Plänen der GroKo nur, wer vorher schon einmal in Vollzeit gearbeitet hat. Das sei aber in vielen Branchen die Ausnahme. So liegt die Teilzeitquote in Hagen laut Statistik bei 37 Prozent. In Hotels, Pensionen und Restaurants ist der Anteil mit 77 Prozent besonders hoch.

Nach Einschätzung der NGG hilft das Gesetz auch kaum gegen Altersarmut, von der Frauen besonders häufig betroffen sind. „Denn Frauen arbeiten überdurchschnittlich oft in Kleinbetrieben – oder haben seit vielen Jahren nur einen Halbtagsjob.“.

ver.di-Bezirkskonferenz wählt ersten gemeinsamen Vorstand nach der Fusion

Die Bezirkskonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Südwestfalen
ist geglückt! Sie war das Fernziel nach der Fusion der beiden Bezirke
Alt-Südwestfalen und Siegen-Olpe. In der Stadthalle Hagen wählten die 80 Delegierten
den ersten gemeinsamen Vorstand. Alter und neuer Bezirksvorsitzender
für die nächsten vier Jahre ist Thomas Köhler (Hagen). Seine beiden Stellvertreterinnen
sind Tanja Krönert (Siegen) und Christin Spangenberg (Lüdenscheid).

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Unter dem #wirsindmehr setzten die Delegierten und Gäste der Bezirkskonferenz
Südwestfalen gemeinsam mit den Beschäftigten des Bezirks ein Zeichen gegen
Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit.

„Wir freuen uns sehr über die Wahl dieser bewährten ehrenamtlichen Mitstreiter.
Alle drei engagieren sich seit Jahren gewerkschaftlich und sind den Delegierten
gut bekannt“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin Bettina Schwerdt.
Die beiden Alt-Bezirksvorsitzenden Thomas Köhler (Südwestfalen) und Elke
Fleßner (Siegen-Olpe) eröffneten die Bezirkskonferenz, verbunden mit einem
Dank für die geleistete Arbeit an die ausscheidenden Mitglieder in den gewerkschaftlichen Gremien und im Bezirksvorstand. Grußworte sprachen der Hagener
Oberbürgermeister Erik O. Schulz und der Regionsgeschäftsführer des DGB
Ruhr-Mark sowie Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Hagen, Stefan Marx.
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Corinna Groß hielt ein Kurzreferat zur
aktuellen gewerkschaftspolitischen Lage.
Jürgen Weiskirch, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Südwestfalen, gab einen
Überblick über die Arbeit der vergangenen vier Jahre und erläuterte den Geschäftsbericht.
Nach der Aussprache dazu war der weitere Vormittag von verschiedenen
Wahlgängen geprägt. Der neue Vorstand repräsentiert die im Bezirk
vertretenen Fachbereiche und Personengruppen, die vier Ortsvereine sowie die
rund 32.000 Mitglieder des ver.di Bezirks Südwestfalen.
Die Delegierten berieten über sieben Anträge und zwei Resolutionen, die sich mit
gesellschaftlichen Problemen, mit Bildungspolitik, mit Tarif- und Arbeitsmarktpolitik,
aber auch mit innerorganisatorischen Fragen beschäftigen.

Die Gewerkschaftsmitglieder wollen die Straße nicht den Rechtspopulisten überlassen.
Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse in Chemnitz fordern die Delegierten
der Bezirkskonferenz den Bezirksvorstand und die Regionalvorstände in
Südwestfalen auf, öffentlich wirksame Aktionen wie Kundgebungen, Demonstrationen,
Konzerte, Filmabende und andere Veranstaltungen für eine solidarische,
weltoffene und von einer Willkommenskultur geprägte Gesellschaft durchzuführen.
„Für ver.di sind die Werte Solidarität und Toleranz Grundlage des Selbstverständnisses.
Die aktuellen Geschehnisse geben Anlass dazu, diese Werte entschlossen
zu verteidigen“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Weiskirch.

 

5.600 Menschen in Hagen sind auf einen Zweitjob angewiesen

Wenn ein Job zum Leben nicht reicht: In Hagen haben rund 5.600 Menschen einen Minijob im Nebenberuf. Damit ist die Zahl der Zweitjobber in den letzten zehn Jahren um 32 Prozent gestiegen. Das teilt die Gewerkschaft  Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Südwestfalen beruft sich auf neue Zahlen der Arbeitsagentur: „Gerade das Gastgewerbe ist eine echte Multijobber-Branche. Der Vollzeitjob in der Küche, im Service oder an der Rezeption reicht immer seltener, um über die Runden zu kommen. Dann müssen sich viele Beschäftigte etwas hinzuverdienen“, so NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Vor diesem Hintergrund fordert die Gewerkschaft bei der laufenden Tarifverhandlung für die rund 2.900 Beschäftigten in Gaststätten, Restaurants und Hotels in Hagen ein Lohn-Plus von sechs Prozent.

Wenig Geld im Portemonnaie

Die NGG ruft den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf, in der nächsten Tarifverhandlung ein „vernünftiges Lohn-Angebot“ zu machen. An diesem Freitag verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber bereits zum dritten Mal über die Löhne für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten. „Bisher hat der Dehoga für die unteren Lohngruppen ein Plus von nur einem Prozent geboten. Das gleicht nicht einmal die Teuerungsrate aus und verstärkt das Armutsrisiko heute und im Alter“, sagt Mura. Auch gelernte Kräfte sollen nach dem Willen der Arbeitgeber bei der Erhöhung kaum über der Inflation liegen. Dieses „Magerangebot“ dürfte nach Einschätzung der NGG Südwestfalen den Fachkräftemangel in der Branche weiter verschärfen. In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft in heimischen Betrieben darüber informiert, wie niedrige Löhne und steigende Lebenshaltungskosten das Armutsrisiko erhöhen.

„Wenn die Löhne nicht rasch kräftig steigen, dann droht Tausenden der direkte Weg in die Altersarmut“, sagt Mura. So kann ein gelernter Koch nach NGG-Angaben selbst nach 45 Arbeitsjahren nur mit einer Rente von 823 Euro im Monat rechnen. Noch dramatischer sehe es für Hilfskräfte aus. „Am Monatsanfang die Miete zu bezahlen, wird für immer mehr Beschäftigte der Branche zu einem enormen Kraftakt“, so Mura.

Steigende Wohnkosten dürften auch für die Zunahme bei den Zweitjobs entscheidend mitverantwortlich sein, schätzt die Gewerkschafterin: „Die Löhne steigen längst nicht so schnell wie die Mieten. Damit sind viele auf einen Nebenverdienst angewiesen.“ Das werde allerdings auch für die Arbeitgeber zum Problem. Denn allein mit Minijobbern und Hilfskräften lasse sich die aktuelle Nachfrage in der Branche – von der Familienfeier über Geschäftsessen und Tagungen bis zur Hotelübernachtung von Touristen – nicht stemmen. „Gastronomie und Hotellerie brauchen Fachkräfte in Vollzeit – doch die gewinnt man nur, wenn sie von ihrer Arbeit auch leben können“, betont Mura.

NGG: Küchenhilfen in Hagen zwangsweise auf „Lohn-Diät“

NGG | Schuften auf Hochtouren, verdienen auf Sparflamme: In der Gastronomie in Hagen gibt es rund 1.550 Mini-Jobs. Allerdings lassen Hotels, Restaurants und Gaststätten einen Großteil der Mini-Jobber für Niedriglöhne arbeiten, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele Spülkräfte, Küchenhilfen, Zimmerfrauen und Aushilfskellner werden zwangsweise auf ‚Lohn-Diät‘ gesetzt – Hilfskräfte verdienen in der Gastronomie in Hagen oft nur ‘nen Appel und ‘n Ei“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen. Mit 9,25 Euro pro Stunde liege eine angelernte Kraft „schon jetzt im Lohnkeller“.

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Sie kritisiert, dass „die Gastro-Chefs keine Anstalten machen, an diesem Zustand etwas zu ändern“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe in NRW hätten die Arbeitgeber „auf stur geschaltet“ und für ungelernte Kräfte lediglich ein Prozent mehr Lohn im ersten Jahr angeboten und ein weiteres Prozent im Folgejahr. Isabell Mura reagiert darauf wütend: „Das wären fürs erste Jahr nicht einmal 10 Cent pro Stunde mehr. Der Stundenlohn würde dann bei 9,35 Euro liegen – und damit nur 16 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro, der ab kommenden Januar ohnehin gilt. Das ist einfach nur unverschämt. Denen, die die Küchen und Restaurantbetriebe in Hagen am Laufen halten, wird hier – ums in der Küchensprache zu sagen – ein ‚Mager-Lohn‘ serviert.“

 

Das Lohnangebot der Arbeitgeber bezeichnet NGG-Geschäftsführerin Mura als „schlechten Küchenwitz“. Damit werde nicht einmal die Inflation aufgefangen. Dies bedeute einen Reallohn- und damit auch Kaufkraftverlust. Wenig besser sehe es bei Köchen, Kellnerinnen und Rezeptionistinnen aus: Für Fachkräfte hätten die Arbeitgeber lediglich 2,5 Prozent Lohnerhöhung im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten. „Das ist mit der NGG nicht zu machen“, sagt Mura. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Nordrhein-Westfalen gehen Mitte Oktober in die nächste Runde.

 

Mura kündigt jetzt an, bis dahin eine „Gastro-Offensive“ zu starten. Die NGG will dabei Flugblätter mit Tarif-Infos auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Hagen verteilen und gezielt Aktionen machen. „Bei erweiterten Frühstückspausen und über Betriebsräte werden wir die Belegschaften informieren und den Gastro-Protest formieren“, so Mura.

IG Metall: Hawker zurück in der Tarifbindung

Kevin Schmitz | Der Arbeitgeber hatte vor mehr als einem Jahrzehnt den Arbeitgeberverband und damit auch die Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie hinter sich gelassen. Im Zuge dieses Bruches waren die Beschäftigten aufgefordert, einzelarbeitsvertragliche Änderungen und damit die Anhebung ihrer individuellen, regelmäßigen Arbeitszeit – von 35- auf 40 Stunden – zu unterzeichnen.

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Seit über einem Jahr arbeitet die IG Metall, gemeinsamen mit Ihren Mitgliedern und aktiven GewerkschaftsfunktionärInnen, an einem Haustarifvertrag. Sowohl die Tarif- und Verhandlungskommission, die maßgeblich an der Abstimmung und Kommunikation der Tarifverhandlungen beteiligt waren, als auch die Betriebsräte und Vertrauensleute, haben über Monate in die Tarifbewegung investiert.

Nun melden sie „Erfolg“: „Dieser Haustarifvertrag bildet den Querschnitt der Interessen im Unternehmen hervorragend ab. Er ist ein Gewinn für die kontinuierliche Anteilnahme der Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens und birgt Vorteile für alle Alters- und Beschäftigtengruppen. Er ermöglicht älteren KollegInnen einen felxiblen Übergang in die Rente und sichert jungen KollegInnen eine Perspektive im Unternehmen.“, unterstreicht Jens Mütze – Geschäftsführer IG Metall Hagen – den Erfolg für die IG Metall Mitglieder im Betrieb. Für die Unternehmensseite war Herrn Helmut Jakobs – Personalleiter der Hawker GmbH – für die Verhandlungen bevollmächtigt worden

Der Tarifvertrag beinhaltet unter anderem die regelmäßige Verpflichtung zu Gesprächen über Entwicklung der Entgelte in der Metall- und Elektroindustrie, sichert den Auszubildenden und dual Studierenden im Unternehmen die unbefristete Übernahme und ermöglicht es altgedienten MitarbeiterInnen flexibel und vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Für einen Teil der Belegschaft wird es in 2018 und 2019 ermöglicht frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Sie verzichten im Endspurt ihrer Erwerbstätigkeit auf Teile ihre Entgeltes und erhalten einen Zuschuss, um bis zu 1 ½ Jahre vor dem Beginn der Altersrente, von der Arbeit freigestellt zu werden (Alterteilzeit). Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum Monat Mai 2018 eine Entgelterhöhung in Höhe von 3,75 % und die zustehenden Urlaubtage werden nun automatisch schrittweise an das übliche, tarifliche Niveau der Metall- und Elektroindustrie angepasst. Neueingestellte MitarbeiterInnen erhalten 26 Urlaubstage bei ihrer Einstellung und erhalten je Jahr Betriebszugehörigkeit einen weiteren Tag, jedoch maximal 30 Urlaubstage.

Jens Mütze:
„Die MitarbeiterInnen der Hawker GmbH haben sich diesen Tarifvertrag hart erarbeitet.
Zum einen durch Ihren täglichen Einsatz an ihrem Arbeitsplatz und selbstverständlich ihr ehrenamtliches Engagement bei den Informationsveranstaltungen vor dem Tor,
den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber und der ständigen Information der KollegInnen im Betrieb. Wir sind stolz auf diesen Haustarifvertrag und froh, dass wir nach dem Austritt der Hawker Gmbh aus dem Arbeitgeberverband, nun auch eine Verabredung getroffen haben, regemäßig und verbindlich über die Entgelte der KollegInnen zu verhandeln. Die Belastungen am Arbeitsplatz sind vielschichtig und nehmen stetig zu, umso wichtiger ist es für unsere KollegInnen einen frühzeitiger Übergang in die Altersrente ermöglich wird und wir es gleichzeitig hinbekommen jungen Menschen eine Perspektive in den Betrieben zu geben. Und auch die Anwendung der tariflichen Arbeitszeit, von in der Regel 35 Stunden/ Woche, die MitarbeiterInnen freiwillig wählen können, ist ein richtiges Zeichen für die Flexibilisierung der Arbeitszeit.“

Milan Kuseta:

Mitglied der Verhandlungskommission

„Wir sind froh, dass wir eine Basis geschaffen haben, regelmäßig mit dem Arbeitgeber über die Entgeltentwicklung, die Perspektive für unsere jüngsten KollegInnen und den flexiblen Übergang in die Rente sprechen zu können. Ich persönlich habe mir einen höheren Entgeltzuwachs vorgestellt aber ein Tarifvertrag ist eben ein Kompromiss und mit Blick auf unsere Geschichte eine echte Errungenschaft für die gesamte Belegschaft.“

Jan Schweizer

Stellv. Betriebsratsvorsitzender

„Auch der Betriebsrat freut sich über den Abschluss des Haustarifvertrages. Dank des Engagements vieler KollegInnen in der Tarifkommission wurde, nach langen und fairen Verhandlungen, dieses positive Ergebnis erzielt.“

Quelle: IG Metall

OB Schulz zu Gast bei der IG Metall Jugend

Kevin Schmitz | Der Ortsjugendausschuss empfing am 3. September 2018 Oberbürgermeister Erik O. Schulz zur gemeinsamen Sitzung des Ortsjugendausschusses, der Schülervertretungen der Hagener Berufskollegs und dem ersten Bürger der Stadt. Der Hagener Ortsjugendausschuss setzt sich zusammen aus aktiven Jugend- und AuszubildendenvertreterInnen, interessierten Jugendlichen und Betriebsräten der Industriebetriebe in und um Hagen. Sie machen sich stark für gute Ausbildungsbedingungen in ihren Betrieben, spielen wichtige gesellschaftspolitische Themen und organisieren Events für Jugendliche- und Auszubildende in der Region.

„Wir wollten uns um ein pragmatisches und dennoch sehr wichtiges Thema unserer Auszubildenden bemühen und haben uns dabei die Frage gestellt, wie wir die Interessen der Stadt und die unsere Auszubildenden und dual Studierenden KollegInnen verbinden können. Die schlechte Parkplatz-Situation an den Berufskollegs ist für alle SchülerInnen eine große Belastung, insbesondere für Ihre Nerven und den Geldbeutel!“ – Marcel Lapp (stellv. Vertretender Vorsitzender des Ortsjugendausschusses und Betriebsrat bei Wippermann)

„Die BerufschülerInnen kommen teilweise von weit her in die Berufsschulen der Hagener Innenstadt. Sie haben die Wahl zwischen teuren Parkhäusern, Strafzettel für Falschparken oder teure Tickets für den Nahverkehr. Wir möchten die Politik, SchülerInnenvertretungen und das Netzwerk der IG Metall für die Interessen unserer BerufschülerInnen nutzen.“ unterstreicht Matthias Schewelies – Schülervertretung der Kaufmannsschule I.

Eric O. Schulz begrüßt das Engagement der Hagener IG Metall Jugend:“ Ich halte die Forderung der Gewerkschaftsjugend für berechtigt, weiß allerdings nicht ob mein Einfluss als Person ausreicht.“ Herr Schulz unterstreicht die gespannte Kostenstruktur im Haushalt der Hagener Stadt und verweist auf die EntscheidungsträgerInnen in der Landesregierung. Ihm sei es ein hohes Anliegen, insbesondere aufgrund der Feinstaubproblematik, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

Viele Hagener Berufsschüler sind, auf Grund der Entfernung zum Wohnort oder der späten Unterrichtszeit, darauf angewiesen mit dem Auto zur Schule zu kommen. Vor kurzem hat der VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) die Ticketpreise für Jugendliche um 50 % erhöht – von 40 auf 60 Euro. Wenn dann noch ein weiteres Tarifgebiet hinzukommt, für das bezahlt werden muss, um zur Schule zu kommen, fällt der Nahverkehr oftmals durch und die SchülerInnen greifen zum Pkw. Dabei stellt sich beim Schulbesuch die Herausforderung, adäquate Parkplätze zu finden, welche nicht einer Anwohnerberechtigung oder einem Zeitlimit und Parkgebühren unterliegen. Dies belastet nicht nur den Geldbeutel der SchülerInnen, sondern stellt auch oft genug eine Geduldsprobe dar.

Alle interessierten Auszubildenden, die aktiv im Ortsjugendausschuss zu diesem oder weiteren Themen mitwirken wollen, sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Eine hervorragende Gelegenheit wäre der 5. Oktober 2018 im Hagener Sprungwerk. Setzt euch zu diesem Zweck mit unserem Jugendsekretär Kevin Schmitz in Verbindung: 015129231108 oder kevin.schmitz@igmetall.de.

Zweirad Trimborn und ver.di Südwestfalen kooperieren

Der Trend ist ungebrochen, E- unterstützte Bikes sind angesagt und für ver.di-Mitglieder günstiger. ver.di Südwestfalen hat mit Zweirad Trimborn in Hagen-Haspe Sonderkonditionen ausgehandelt.

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E-Bikes und Pedelecs werden immer beliebter und auch gerade bei den ver.di-Mitgliedern in und um Hagen herum, für die Fahrradausflüge zugleich Berg- und Talfahrten bedeuten.

In zahlreichen Gewerkschafts- und Belegschaftsversammlungen haben wir immer wieder gehört und diskutiert, dass die Finanzierung von Elektrofahrrädern für unsere Mitglieder ein Thema ist. Das haben wir aufgegriffen und freuen uns unseren Mitgliedern nun einen besonderen Service bieten zu können“ so Thomas Köhler, Bezirksvorsitzender von ver.di Südwestfalen.

Die von vielen Unternehmen angebotene Entgeltumwandlung ist aus tarifvertraglichen Gründen nicht machbar und auch gewerkschaftspolitisch betrachtet umstritten. Bei Zweirad Trimborn profitieren ver.di-Mitglieder bei der Anschaffung eines Fahrrades ab 500 Euro aufwärts von ihrer Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

Mit Bernd Trimborn, Inhaber von Zweirad Trimborn, steht ein Fachmann zur Seite, der sich seit 35 Jahren einen Namen als Zweirad-Meisterbetrieb gemacht hat. „Wer das Radfahren liebt, kauft nicht von der Stange“ sagt Bernd Trimborn. Ein Zweirad ist mehr und mehr ein individueller Gefährte und dem trägt das Team von Trimborn Rechnung, egal ob es sich um eine herkömmliche Ausführung, Sporträder, Pedelecs oder E-Bikes handelt.

Im Ladengeschäft und in der Werkstatt verrichten ausschließlich Fachkräfte ihre Arbeit in der Beratung, im Service oder bei Wartung und Reparatur.

Und so funktioniert es: Das ver.di-Mitglied fordert eine Bestätigung seiner Mitgliedschaft zur Vorlage bei Zweirad Trimborn an und kann so Gebrauch von einem gut durchdachten Konzept und günstigem Angebot (0%-Finanzierung, Kaufpreisnachlass + Wartungsservice) machen.

Mit diesem Angebot und dem Service-Paket unseres Partners Zweirad Trimborn bietet ver.di für seine Mitglieder eine lukrative Lösung bei der Anschaffung eines neuen Zweirades.

NGG kritisiert: Lohn-Geiz an Theke und Tresen

Die 2.920 Beschäftigten des Hagener Gastgewerbes müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten – trotz solider Wirtschaftslage in der Branche. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „In der laufenden Tarifrunde haben die Arbeitgeber gerade einmal ein Plus von 2,1 Prozent angeboten. Das wird aber allein von der Inflation aufgefressen. Ungelernte Mitarbeiter sollen sogar ganz leer ausgehen“, berichtet Isabell Mura von der NGG Südwestfalen.

Flaute im Portemonnaie

Die Gewerkschaft nennt das Angebot einen „Schlag ins Gesicht“ für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten im Gastgewerbe. „Sie schenken spätnachts Bier aus und stehen frühmorgens an der Rezeption – wer im Restaurant oder im Hotel arbeitet, hat einen anstrengenden Job und mehr verdient als eine Nullrunde“, so Mura. Es sei unverständlich, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ausgerechnet beim Tourismus-Boom in NRW und dem Fachkräftemangel in der Branche nur ein „Mager-Angebot“ vorlege. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis.

Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gehen am 6. September in Dortmund weiter.

 

1. September: Antikriegstag 2018 in Hagen

DGB | >>Stefan Marx, Vorsitzender des DGB in Hagen: “Zum Antikriegstag am 1. September wenden wir traditionell den Blick in die Geschichte. Wir gedenken der Millionen Opfer von Krieg und Gewalt. Wir fordern unablässig: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

Gleichzeitig kritisieren wir die globalen Zustände der Gegenwart. Aufrüstung, Krieg, Vertreibung und Flucht sind aktueller denn je. Die Bundesregierung strebt das Ziel der NATO und des US-Präsidenten Trump an, 2% des BIP für Rüstungsgüter auszugeben. Das sind zusätzliche 30 Milliarden Euro für das Militär.

Weil gerade die europäischen Waffenexporte zu den originären Fluchtursachen beitragen, fordern der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften eine stärkere und bessere Kontrolle. Wir lehnen Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete sowie an diktatorische und autokratische Regime grundsätzlich ab. Stattdessen treten der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für eine Politik der Abrüstung und Rüstungskonversion ein.

Wir unterstützen deshalb die friedenspolitische Initiative „Abrüsten statt Aufrüsten“ und rufen anlässlich des Antikriegstags öffentlich dazu auf, die Petition dieser Initiative gegen das Zwei-Prozent-Ziel der Bundesregierung zu unterzeichnen. Die Petition ist unter folgender Adresse zu finden:

https://abruesten.jetzt/

Wir sagen: 30 Milliarden mehr für’s Militär? Das ist Wahnsinn!

Darum kommt der DGB Stadtverband Hagen am Samstag, 1. September ab 11:00 Uhr in die Fußgängerzone. Los geht’s am Hagener Friedenszeichen, Ecke Kampstraße / Friedrich-Ebert-Platz. Bei der mobilen Aktion gibt es neben Informationsmaterial auch die Möglichkeit, die Kampagne „Abrüsten statt aufrüsten“ mit einer Unterschrift zu unterstützen.<<

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57.000 Gästeankünfte im ersten Halbjahr

Gewerkschaft NGG fordert Lohn-Plus
für 2.920 Beschäftigte im Gastgewerbe

NGG | Tourismus auf Hochtouren: Rund 57.000 Urlauber und Geschäftsreisende kamen im ersten Halbjahr nach Hagen – 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei zählte die Stadt insgesamt 141.000 Übernachtungen in- und ausländischer Gäste (plus 3,6 Prozent). Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Südwestfalen beruft sich dabei auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamtes. Danach steuert der nordrhein-westfälische Tourismus mit 11,4 Millionen Gästeankünften zwischen Januar und Juni auf das neunte Rekordjahr in Folge zu.

Von der „soliden Betten-Bilanz“ und immer neuen Umsatzrekorden in der Branche sollen jetzt aber auch die Mitarbeiter in Hotels, Pensionen und Restaurants profitieren, fordert die NGG. „Ohne sie wäre der Tourismus-Boom gar nicht vorstellbar“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Die Gewerkschaft verlangt in der anstehenden Tarifrunde für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein Lohn-Plus von sechs Prozent. Davon würden in Hagen rund 2.920 Beschäftigte profitieren. „Eine gelernte Köchin hätte damit am Monatsende etwa 120 Euro mehr auf dem Lohnzettel“, so Mura. Auszubildende sollen in jedem Lehrjahr 100 Euro mehr pro Monat bekommen.

Zugleich verlangt die Gewerkschaft einen „Zukunftsplan“ für das NRW-Gastgewerbe. Mura: „Hotels und Restaurants finden mittlerweile kaum noch Fachkräfte. Deshalb muss sich nicht nur an der Bezahlung etwas ändern. Bewährte Mitarbeiter brauchen Karriereperspektiven und faire Arbeitsbedingungen. Betriebe, die vor allem für unbezahlte Überstunden bekannt sind, werden kaum Schulabgänger für eine Ausbildung gewinnen.“

Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe beschäftigt nach Angaben der Arbeitsagentur rund 390.000 Menschen. Die Branche verzeichnete zuletzt einen Jahresumsatz von 16 Milliarden Euro. Die Tarifrunde zwischen NGG und Arbeitgebern beginnt am 30. August in Neuss.

Hagen: Auf Bewerber warten noch 431 Ausbildungsplätze – Lebensmittelbranche für Nachwuchs attraktiv

NGG | Last-Minute-Lehrstellen zu besetzen: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Hagen noch 431 offene Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur gemeldet. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG appelliert dabei an Schulabgänger, sich auch in der Lebensmittelbranche umzugucken. „Vom Industriekaufmann bis zur Getränke-Laborantin – die Ernährungswirtschaft bietet ein breites Spektrum, viele Perspektiven und im späteren Job auch einen überdurchschnittlichen Verdienst“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Auch in Hagen gibt es in der Branche laut Arbeitsagentur noch offene Ausbildungsplätze.

Schoko-Azubi

Die Lebensmittelindustrie sei in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden, betont Mura: „Hinter der Tiefkühlpizza und dem Fruchtjoghurt stecken viel Hightech und Know-how. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik deckt von der Anlagensteuerung bis zur Produktentwicklung eine breite Palette ab. Wie kaum eine andere Branche verändert sich die Ernährungswirtschaft durch die Digitalisierung – von der Produktion über die Lieferkette bis zum Kunden-Feedback per Social Media. Hier sind gerade ,Digital Natives‘ gefragt, die mit dem Smartphone oder Tablet aufgewachsen sind.“

 

Neben dem Lebensmitteltechniker suchen Betriebe nach NGG-Angaben insbesondere auch Mechatroniker- und Informatiker-Nachwuchs. Isabell Mura: „Wer sich beim Jobstart für die Ernährungsbranche entscheidet, gehört zu den Azubi-Besserverdienern. Die Vergütungen liegen zwischen 818 Euro im ersten und 1.132 Euro im dritten Lehrjahr – und damit höher als zum Beispiel bei einem Kfz-Azubi.“ Nach der Ausbildung kommt eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik auf 3.050 Euro pro Monat. Außerdem hat die NGG ein tarifliches Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Zuzahlungen des Arbeitgebers in die betriebliche Altersvorsorge durchgesetzt.

 

Mura: „Und auch wer etwas Originelles sucht, wird in der Lebensmittelindustrie fündig. Zum Beispiel als Azubi zum Speiseeishersteller oder Destillateur.“ Weitere Infos rund um die Ausbildung gibt es im Netz unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de

Ausbildungsstart: DGB-Jugend Hagen fordert Entlastung durch NRW-weites Azubi-Ticket!

Philipp Siewert | DGB Ruhr-Mark | Am 1. August beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Als Auszubildende starten sie ihre Berufsausbildung – sowohl im Betrieb wie in der Berufsschule. Damit beginnt eine neue Lebensphase, in der sie immer mehr eigene Entscheidungen treffen und zum Beispiel in eine eigene Wohnung ziehen. Mit einer kleinen Ausbildungsvergütung, die ihnen Betriebe bei der dualen Ausbildung zahlen müssen, gewinnen sie an Unabhängigkeit. Doch das eigene Leben ist teuer. Deswegen fordert die DGB-Jugend Hagen eine gezielte Entlastung durch ein NRW-weites Azubi-Ticket.

Um Auszubildende finanziell zu entlasten und ihnen mehr Möglichkeiten zu geben, sollte die Landesregierung endlich gemeinsam mit den Verkehrsverbünden handeln: Wir brauchen ein NRW-weites und bezahlbares Azubi-Ticket, das alle Auszubildenden erwerben können, um den gesamten Nahverkehr im Bundesland rund um die Uhr zu nutzen“, fordert DGB-Jugendbildungsreferent Philipp Siewert. Studierende haben schon seit Jahren ein NRW-weites Semesterticket. Deshalb sei es jetzt Zeit, hier auch Auszubildende zu entlasten. „Mit einem NRW-Azubi-Ticket würde die duale Berufsausbildung insgesamt attraktiver gemacht. Und das ist bitter nötig, weil sie ein Rückgrat für wirtschaftlichen Erfolg darstellt“, erläutert Siewert, dem Sorgen bereitet, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren rückläufig war.

Zwar können Auszubildende in Hagen das VRR Young Ticket Plus ab 59,95 € kaufen, damit aber nicht über die Grenzen des VRR hinaus reisen. Pendeln nach Hamm oder Lüdenscheid wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. „Fast 60 Euro für die Monatskarte, der Preis steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Das ist für die meisten Auszubilden viel zu teuer. Ein echtes Azubi-Ticket muss daher NRW-weit gelten – und bezahlbar sein.“, sagt Siewert.

Die Gewerkschaftsjugend weist darauf hin, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen dem akuten Fachkräftemangel und dem Mangel an attraktiven Angeboten für Azubis gibt, zum Beispiel für bessere Mobilität. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver, Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. Somit bietet sich hier ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern. Zudem wird eine landesweite Lösung auch zu einem verstärkten Netzausbau führen, von dem alle Regionen profitieren könnten. „Ein NRW-weites Azubi-Ticket bietet also eine positive Gesamtperspektive, zu der am Ende auch mehr abgeschlossene Berufsausbildungen gehören werden“, prognostiziert Philipp Siewert.

NGG: Worauf Ferienjobber in Hagen achten müssen

230 Gastro-Betriebe in der Stadt | Viele suchen noch Aushilfen

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Foto: NGG Hagen

Vier Wochen lang kellnern und das Taschengeld aufbessern: Viele Jugendliche in Hagen starten jetzt mit dem Ferienjob. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gibt Schülern den Tipp, sich dabei auch über ihre Rechte zu informieren. „Wer zwischen 15 und 17 ist, der darf maximal acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Jugendliche, die länger als sechs Stunden täglich im Restaurant oder an der Bäckertheke jobben, haben außerdem Anspruch auf eine Stunde Pause“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen. Allein 230 Gastro-Betriebe gibt es in Hagen – ein großer Teil von ihnen suche noch Saisonkräfte, schätzt Mura.

Die Gewerkschaft rät, einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu machen. „Gerade in der Gastronomie kommt es immer wieder vor, dass Chefs auch mal kreativ werden, wenn es um den Lohn geht. Da werden gern mal Überstunden ,geschlabbert‘ oder Löhne mit Naturalien ,bezahlt‘. Deshalb sollten im Vertrag Aufgaben, Arbeitszeiten und Lohn ganz klar geregelt sein“, sagt Mura. Die NGG-Geschäftsführerin kritisiert hierbei, dass 15- bis 17-Jährige noch immer vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen sind. „Doch auch Schüler sollten mindestens die überall vorgeschriebenen 8,84 Euro pro Stunde bekommen. In Restaurants und Gaststätten müssten es sogar 9,25 Euro sein – so hoch ist nämlich der NRW-Mindestlohn für das Gastgewerbe.“

Ebenfalls wichtig: Riskante Arbeiten, etwa mit Gefahrstoffen, sind für Ferienjobber nach dem Jugendschutzgesetz tabu. Wenn doch einmal etwas passiert, dann greift die Unfallversicherung des Arbeitgebers. Der Schutz gilt ab dem ersten Arbeitstag und auch für den Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Zudem ist der Ferienjob klar begrenzt – für Schüler auf vier Wochen im Sommer. „Denn am Ende sind die Ferien ja auch zur Erholung da“, so Mura.

Jobangebote finden Jugendliche zum Beispiel unter: www.schuelerjobs.de. Wer volljährig ist, kann auch die Online-Börse der Arbeitsagentur nutzen: www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

NGG: „Fleisch nicht verramschen“

Fleisch als Ramschware
Foto: NGG Hagen

Isabell Mura | NGG Hagen | 2,19 Euro für 600 Gramm Nackensteak? Mit Blick auf die Grillsaison in Hagen warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor Ramschpreisen beim Fleisch. Rabattschlachten in den Supermärkten gefährdeten nicht nur die Qualitätsstandards bei Schwein, Rind und Geflügel. „Auch Jobs sind bedroht, wenn immer mehr und immer billiger produziert wird“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen. Nach Angaben der Arbeitsagentur sichert die Fleischverarbeitung rund 90 Arbeitsplätze in Hagen. In Fleischereien und Metzgereien kommen allein im Verkauf noch einmal 110 Jobs hinzu.

„Von der Aufzucht im Stall bis zur Zerlegung im Schlachtbetrieb – Fleisch ist in der Herstellung extrem aufwendig. Allein für ein Kilo Rindfleisch sind in der Produktion 15.000 Liter Wasser nötig“, macht Mura deutlich. Das müsse sich aber auch am Preis zeigen. Statt auf das Billig-Prinzip zu setzen, sollten Discounter mit gutem Beispiel vorangehen und sich gemeinsam zu fairen Mindestpreisen bekennen. „Und auch Verbraucher haben die Wahl. Die Packung Bratwürste sollte dem Käufer schon mehr wert sein als ein Bund Bananen“, so Mura.

Mit Sorge beobachtet die NGG zugleich den Trend, dass Firmen in der Schlachtung und Fleischverarbeitung zu oft auf Niedriglöhne setzten. Auch dies habe direkt mit dem Preiskampf zu tun. „Häufig werden Subunternehmer aus dem Ausland engagiert, die ihren Beschäftigten teils sogar den Mindestlohn vorenthalten“, erklärt Mura. Regelmäßig decke der Zoll organisierte Schwarzarbeit auf. Die NGG Südwestfalen fordert deshalb verpflichtende Branchen-Standards: „Nur wer eine Ausbildung hinter sich hat, sollte schlachten und Fleisch zerlegen dürfen. Und diese anstrengenden Jobs müssen auch vernünftig bezahlt werden.“

Dabei ist der Hunger auf Fleisch auch außerhalb der Grillzeit ungebrochen groß. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aß jeder Deutsche zuletzt durchschnittlich gut 36 Kilogramm Schweinefleisch pro Jahr. Beim Geflügel waren es 12,5 und beim Rindfleisch 9,7 Kilo. Ein großer Teil des Fleischs stammt dabei aus heimischer Produktion. Allein in den nordrhein-westfälischen Mastbetrieben gibt es laut Statistischem Bundesamt 3,5 Millionen Schweine und 5,3 Millionen Hühner.

DGB unterstützt Streik bei Enervie

„Beschäftigte sind das Kapital des Unternehmens“

DGB Neujahrsempfang 2018 © Hans Leicher.
© Hans Leicher.

DGB Hagen | >>Der DGB-Kreisverband Märkischer Kreis unterstützt den Streik der Enervie-Mitarbeiter. „Das Unternehmen muss endlich anfangen, seine Belegschaft wertzuschätzen. Und das drückt sich in Zahlen aus. Die Forderung nach 6% Lohnzuwachs ist mehr als gerechtfertigt.“, sagt DGB-Kreisverbandsvorsitzender Bernd Schildknecht. Die Unternehmensführung hat zum Dank für Missmanagement und überhöhte Managergehälter 500 Stellen bei dem Energieversorger gestrichen und das Ganze „Restrukturierung“ genannt. Dafür hat die Belegschaft mit Nullrunden die Zeche gezahlt. Die Arbeit blieb an den verbleibenden Beschäftigten hängen. Das ist nicht nur ungerecht, das macht die Leute auf Dauer krank.

Zuletzt zeigten die Zahlen des Unternehmens wieder nach oben. „Dass jetzt schon wieder Dividenden in Millionenhöhe ausgeschüttet werden, ist nicht vermittelbar. Stattdessen müssen nun die Mitarbeiter wieder profitieren, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Leider war der Vorstand bisher nicht zu Tariferhöhungen bereit. Wir unterstützen alle Kolleginnen und Kollegen, die in den Ausstand getreten sind!“ so Schildknecht weiter.

Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder im Unternehmen hatte zuvor für den unbefristeten Streik gestimmt. Die Städte Hagen und Lüdenscheid sind die beiden größten kommunalen Aktionäre des Unternehmens.

Urabstimmung deutlich gewonnen, kommt der Streik nach Hagen zur ENERVIE?

ver.diver.di Südwestfalen | >>Es muss endlich was passieren… waren die Worte mehrere Kolleginnen und Kollegen auf der ver.di Mitgliederversammlung der Mark-E AG und ENERVIE Vernetzt GmbH. Urabstimmung deutlich gewonnen, kommt der Streik nach Hagen zur ENERVIE? weiterlesen

BDZV und DJV einigen sich auf neuen Tarifvertrag

cropped-direktdrantv58logo-05171.pngBDZV | Berlin | Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die Gewerkschaft Deutscher Journalisten-Verband (DJV) haben sich in der siebten Verhandlungsrunde nach intensiven Gesprächen bis in die frühen Morgenstunden auf einen neuen Gehaltstarifvertrag (GTV) für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen geeinigt. BDZV und DJV einigen sich auf neuen Tarifvertrag weiterlesen

NGG: „Betriebsräte in Hagen sind noch bis Monatsende wählbar“

Geheime Wahl WahlzettelNGG | Hagen | >>Last Call für die Demokratie am Arbeitsplatz: Noch bis Monatsende laufen in Hagen die Betriebsratswahlen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) betont: „In Betrieben, in denen bisher nichts passiert ist, sollen die Wahlen rasch eingeleitet werden. Wer als Beschäftigter abstimmen will, kann Hilfe bei der Gewerkschaft bekommen.“ Von der Regelung der Arbeitszeit bis hin zu Urlaub und Lohnzuschlägen hätten die Arbeitnehmervertreter ein entscheidendes Wort mitzureden, so Isabell Mura von der NGG Südwestfalen.

Mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt macht die Gewerkschafterin deutlich: „Betriebsräte haben großen Einfluss darauf, wie die Jobs der Zukunft aussehen. Gerade das Industrieland NRW ist auf ihr Know-how angewiesen.“ Von der Mitbestimmung profitierten am Ende auch die Unternehmen. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind die Mitarbeiter in Betrieben mit Arbeitnehmervertretung produktiver, zufriedener und flexibler.<<