Archiv der Kategorie: Gesundheit / Medizin

Im Notfall immer gut versorgt

Maren Esser | Hagen | Erneut zertifiziert hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) das regionale Traumazentrum am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen als Teil des überregionalen Traumanetzwerkes Ruhr und damit netzwerkweit das einzige in der Region. So konnte das Kompetenzzentrum in der Notfallversorgung einmal mehr seine Qualität in der hochwertigen Versorgung von Schwerstverletzten unter Beweis stellen. Im Notfall immer gut versorgt weiterlesen

Advertisements

Aktionstage Sucht: Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Eltern in Wetter

Jens Holsteg | Wetter (Ruhr) | „Sucht hat immer eine Geschichte“: Unter diesem Motto finden vom 4. bis 10. Juni Aktionstage in den Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises statt, darunter auch mehrere Veranstaltungen und Aktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Wetter. Aktionstage Sucht: Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Eltern in Wetter weiterlesen

„Zukunftsworkshop“ der ambulanten Suchthilfe

Esther Schöttke | Stadt Hagen | Beim „Zukunftsworkshop“ der ambulanten Suchthilfe in Hagen trafen sich unter der Moderation der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Suchthilfeexperten aus unterschiedlichen Einrichtungen, um Ideen zur Neustrukturierung der Suchthilfe zu sammeln.

Zukunftsworkshop der Suchthilfe Hagen
Die Teilnehmer des „Zukunftsworkshops“ der Suchthilfe Hagen sammelten Ideen, um die Versorgung Betroffener zu verbessern.

Neben den Suchtberatungsstellen und dem Sozialpsychiatrischen Dienst Hagen nahmen auch Mitarbeiter der Frauenberatung, der Pflege- und Wohnberatung, des Sozialdienstes für Flüchtlinge, der Haftentlassenenhilfe, der Selbsthilfe, der Katholischen Krankenhaus gGmbH, der Jugendhilfe, des „Ambulanten Betreuten Wohnens“ und der Wohnungslosenhilfe sowie eine Berufsbetreuerin und Detlef Reinke, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, teil.

Bei dem Workshop analysierten die Teilnehmer Stärken und Schwächen der Suchtkrankenversorgung in Hagen. Dabei zeigte sich, dass Hagen in vielen Bereichen der Suchtkrankenbetreuung gut aufgestellt ist, jedoch einige Bereiche noch entwicklungsfähig sind. Um diese zukünftig zu verbessern, entwickelten die Teilnehmer teilweise sehr fantasievolle und kreative Ideen. Dabei haben sie Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen und letztlich Vorschläge gemacht, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Hierzu gehören neue Angebote für bestimmte Zielgruppen wie beispielsweise Substitutionspatienten. Auch Angebote zur Krisenhilfe sollen ausgebaut und die Kooperation, Vernetzung und Unterstützung im Bereich Wohnen verbessert werden. Zudem machten die Teilnehmer deutlich, dass es einen gesteigerten Bedarf an Öffentlichkeitsarbeit für Suchtkranke gibt. In der Öffentlichkeit werden Betroffene zu häufig stigmatisiert und negativ dargestellt.

Der LWL wird die Ergebnisse auswerten und für dieses Jahr Handlungsempfehlungen entwickeln, die in den politischen Gremien vorgestellt werden.

Reges Interesse beim Gesundheitstag der Stadt Hagen

Esther Schöttke | Stadt Hagen | Ernährung, Sport und Gesundheit – diese Themen standen im Mittelpunkt des Gesundheitstags der Stadt Hagen, den die Arbeitsgruppe „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ unter der Leitung von Dr. Kerstin Zühlke-Kluthke alle drei Jahre für die städtischen Mitarbeiter organisiert.

Foto_01_Esther Schöttke-Stadt Hagen
Der Verwaltungsvorstand rund um Oberbürgermeister Erik O. Schulz (3. v. li.) und Dr. Kerstin Zühlke-Kluthke (1. v. li.) tauschten sich mit Jutta Brune-Janitzki (2. v. re.) und Michael Janitzki (2. v. re.), beide Mitarbeiter von Brillen Bahn, über den Gesundheitstag aus. (Esther Schöttke/Stadt Hagen)
Foto_02_Esther Schöttke-Stadt Hagen
Jenny Krutwig (Malteser Hilfsdienst Hagen) erklärte Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Reanimation mithilfe eines automatisierten externen Defibrillator (AED). (Esther Schöttke/Stadt Hagen)

Zahlreiche Hagener Institutionen, Organisationen und Firmen präsentierten ihr Angebot im Rathaus an der Volme und sensibilisierten die Mitarbeiter mit Vorträgen und Informationsständen für verschiedene Gesundheitsthemen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie der Verwaltungsvorstand der Stadt Hagen begrüßten das vielfältige Angebot und die zahlreichen Mitmachaktionen zur Gesundheitsförderung. Knapp 400 Mitarbeiter nahmen das Angebot an und informierten sich über verschiedene Sportangebote, die Suchtprävention und gesunde Ernährung. Dabei konnten sie ihr Seh- und Hörvermögen, die Lungenfunktion und das eigene Stresslevel testen sowie Blutzucker und Körperfett messen. Zudem probierten die Teilnehmer in einem Parcours mithilfe einer Rauschbrille aus, wie es sich anfühlt, im Rausch Auto zu fahren, und lernten, wie ein automatisierter externer Defibrillator (AED) funktioniert. Für die Erholung und Entlastung vom Schreibtisch gab es auch Schnupper-Massagen, kurze Gymnastikkurse und „Life Kinetik“ (ein Training für Körper und Geist).

Haus Buschey kommt in Bewegung

Neue Sportangebote für die Senioren in Witten-Bommern

Rehasport
Katrin Hemmerling, Monika Kramer, Magdalena Pogorzalek, Edeltraud König, Doris Hellwig, Erna Stumpf – Foto: ESV

ESV | Haus Buschey kommt in Bewegung: Gemeinsam mit der DJK TuS Ruhrtal e. V. Witten startet das vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V.  geförderte Projekt „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“

Das Modellprojekt „Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste“ (BAP) des Landessportbundes NRW aus dem Programm „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ verfolgt das Ziel, Bewegungsangebote im Setting Altenpflege aufzubauen. Hierzu vernetzen sich Sportvereine und Altenpflegeeinrichtungen und können ihre Zusammenarbeit über eine schriftliche Kooperationsvereinbarung nachhaltig absichern.

Begonnen hat die Zusammenarbeit des Haus Buschey mit der DJK TuS Ruhrtal bereits vor anderthalb Jahren. Ursprünglich wurde Monika Kramer, die die Rehasportabteilung des Vereins aufgebaut hat, gebeten, die Bewegungsangebote im Haus abwechslungsreich und zielgerichteter zu gestalten. Daraus entstand die Idee im Haus Buschey eine Rehasportgruppe für die Senioren der Einrichtung anzubieten. Seitdem wird bereits jeden Freitag mit Elan und Freude zusammen gesportelt. Der TuS Ruhrtal bietet inzwischen eine breite Palette an Rehasportgruppen, wobei gerade die Gruppen im Wasser  einen regen Zulauf haben.

 „Bewegung und Mobilität stehen in unmittelbarem Zusammenhang zur Selbständigkeit älterer Menschen und einer damit verbundenen höheren Lebensqualität im Alter“, so Hausleiterin Magdalena Pogorzalek. Seit Mai gibt es daher nicht nur eine Rehasportgruppe, sondern auch die Projektsportgruppe „bewegt Älter werden in NRW“. Sie richtet sich an alle Senioren und Senioreninnen im Haus Buschey. So können auch  Senioren, die im Rollstuhl sitzen oder beim Laufen einen Rollator benötigen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sportlich aktiv werden. Das Ziel ist die Erhaltung, Förderung und Verbesserung der motorischen, geistigen, psychosozialen und emotionalen Beweglichkeit und Befindlichkeit. Durch das regelmäßige Training werden Ausdauer, Herz und Kreislauf gestärkt, Muskeln aufgebaut, die Atmung vertieft und das allgemeine Wohlbefinden erhöht.

Im Haus Buschey kommt das Angebot prima an: „Ich merke durch die gezielte sportliche Betätigung, dass mir das Gehen leichter fällt.“ „ Es tut gut zu merken was man überhaupt alles noch kann, es macht mir immer viel Freude. Monika Kramer, Übungsleiterin bei der DJK, hat inzwischen zwei Unterstützerinnen in Haus Buschey: Die Mitarbeiterinnen Sabine Hellmann und Cornelia Joswig haben einen Übungsleiter-Schein gemacht. Nun können wöchentlich zwei qualifizierte Bewegungsgruppen angeboten werden. „Es freut mich, dass wir in Haus Buschey die Sportgruppen langfristig anbieten können“, so Monika Kramer. „Ich sehe, wie gut es den Senioren tut und wieviel Freude es ihnen und mir bringt.“ Neben den regelmäßigen Kursen fördert der LSB NRW über die Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 1.000 € in 2018 auch Fortbildungen und Material. „Eine Win-Win-Situation für Sport und Pflege“, betont auch Bereichsleiter Nicolas Starck.

 

Deutsche Alzheimer Gesellschaft. „Die Situation von Pflegenden muss verbessert werden“

Pflegende in Deutschland brauchen mehr Anerkennung, Unterstützung und bessere Arbeitsbedingungen. Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, die Situation von pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden zu verbessern.

Aufgrund ihrer Erkrankung sind Menschen mit Demenz auf Unterstützung und Pflege angewiesen. Einen großen Teil dieser Arbeit leisten Angehörige – oft ohne viel Hilfe und rund um die Uhr. Viele von ihnen sind dadurch sehr belastet und isoliert. Sie brauchen mehr qualifizierte Beratung und flexible Entlastungsangebote.

Aber auch die Situation professionell Pflegender muss dringend verbessert werden. Steigende Arbeitsbelastung, hohe bürokratische Anforderungen und niedrige Löhne haben den Altenpflegeberuf unattraktiv gemacht. Der aktuelle Fachkräftemangel sorgt in stationären Einrichtungen und in der häuslichen Pflege teilweise für katastrophale Arbeitsbedingungen, Vernachlässigung und Pflegefehler. Am Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft berichten regelmäßig Angehörige und Pflegekräfte über unzumutbare Zustände. Viele Angehörige übernehmen selbst pflegerische Aufgaben im Heim, weil die Pflegekräfte keine Zeit dafür haben. Besonders Menschen mit Demenz sind aber darauf angewiesen, dass Pflegende sich Zeit für sie nehmen.

Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG sagt: „Pflegende Angehörige und Pflegekräfte sind häufig überlastet und ausgebrannt. Unsere Gesellschaft muss dringend etwas tun, um ihre Situation zu verbessern. Das bedeutet mehr Unterstützung und Entlastung für pflegende Angehörige sowie faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte.“

Auszubildende der Pflegeschule am Mops verwöhnten die Pflegekräfte

1805_aktionstag_pflege_haspe_DSC0026.1
Die Oberkursschülerinnen und –schüler hatten sich viel einfallen lassen, um die Pflegekräfte zu verwöhnen. Foto: ESV

ESV | Zum Tag der Pflege gab es eine tolle Aktion im Ev. Krankenhaus Haspe. „Von der Pflege für die Pflege – weil wir es uns wert sind“ war das Motto. Ein Oberkurs der Pflegeschule EBIZ (Ev. Bildungszentrum) am Mops hatte sich vorgenommen, etwas für die Pflegenden zu tun. „Die Pflege wird nie verwöhnt – daher wollten wir das mal machen“, so Aysun Duran, einer der Azubis.

Die Idee kam von den Lehrkräften. Danach hatten die Schülerinnen und Schülerinnen alle Freiheiten. Und denen fiel eine Menge ein: Sie malten tolle Plakate, die auf den Stationen an die Pinnwände gehängt wurden, sie boten kleine Atemübungen, Kopfmassagen oder die Bearbeitung von Nacken und Rücken mit Massagerollen. Und vor allem bestückten die jungen Pflegekräfte Wagen mit ganz vielen Leckereien und gingen damit von Station zu Station. Es gab Süßes, Waffeln, Donuts, Obst, Säfte, Kaffee und Tee. „Ich finde das toll. Es ist ein kleines Zeichen und es kommt gut an“, meinte Kerstin Sichtermann vom Ev. Krankenhaus Haspe.

System Pflege stößt an seine Grenzen

Diakonie Mark-Ruhr | Hagen. Immer mehr Menschen sind im Alter auf Pflege angewiesen. Doch das System stößt an seine Grenzen, „die Realität hat uns eingeholt“, findet Regina Mehring von der Diakonie Mark-Ruhr deutliche Worte. Sie ist Geschäftsführerin der Ev. Pflegedienste Mark-Ruhr gGmbH und der Diakonie Mark-Ruhr Pflege und Wohnen gGmbH und weiß wie kaum jemand anders, vor welchen täglichen Herausforderungen sie und ihre insgesamt 1.574 Mitarbeitenden (540 in der ambulanten Pflege und 1.034 in der stationären Pflege) stehen.

Die Politik hat das Problem zwar erkannt, konnte aber die kritische Personalsituation in der Pflege bisher nicht lösen. Es bedarf einer auskömmliche Finanzierung der Ausbildung. Dazu gehört die angemessene Bezahlung der gut qualifizierten Lehrtätigkeit genauso wie eine für die neue Ausbildung passende Ausstattung der Pflegeschulen“, fasst sie eine Forderung der Diakonie Mark-Ruhr zusammen. „Wir haben viele Jahre vor diese Situation gewarnt. Wir leisten eine sehr gute Arbeit, mittlerweile müssen wir teilweise aber Patienten in der ambulanten Pflege ablehnen, weil wir nicht ausreichend Mitarbeitende haben.“ Und das nicht, weil die Diakonie Mark-Ruhr diese nicht einstellen möchte. „In einzelnen Regionen sind wir oft sehr lange auf der Suche nach zusätzlichen Pflegefachkräften.“ Und das, obwohl die Diakonie Mark-Ruhr attraktive Rahmenbedingungen bieten kann. „Wir haben eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation, wir bieten eine geregelte Arbeitszeit, Fort- und Weiterbildungen, Tariflohn, Sonderzahlungen und eine zusätzliche Altersvorsorge. Auch versuchen wir auf individuelle Bedürfnisse bei der Dienstplangestaltung einzugehen.“ Auch das Arbeitsklima sei gut: „Als Anerkennung für ihre gute Arbeit, haben die Teams unserer Diakoniestationen einen ‚Dankeschön-Bonus‘ erhalten, um gemeinsam etwas zu unternehmen.“

Auch räumt die Diakonie mit der Mär auf, Mitarbeitende seien schlecht bezahlt, „das gilt nicht für uns“, sagt Regina Mehring und nennt folgendes Beispiel: eine erfahrene, examinierte Pflegekraft verdient 3.348,35 Euro im Monat. Dazu kommt eine betriebliche, arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung von rund 170 Euro pro Monat, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit von durchschnittlich 200 Euro im Monat sowie eine jährliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld). Unterm Strich steht ein jährliches Bruttoeinkommen von rund 47.800 Euro (Vertrag BAT-KF). „Wir sind auf verschiedenen Wegen aktiv – analog und vor allem digital – um neue Mitarbeitende zu gewinnen“, so Regina Mehring.

Jeder von uns hat irgendwann mit Pflege zu tun: als Patient, Bewohner, Angehöriger, aber auch als Mitarbeiter in der Pflege. In den vergangenen Jahren hat sich die Pflege unaufhörlich verändert. Das muss sich allerdings auch in den Rahmenbedingungen wiederfinden, zum Beispiel in Form von Anerkennung von mehr Personal in den Pflegesätzen. Die Mehrkosten müssen durch die Pflegeversicherung kompensiert werden. Die Personalausstattung muss am tatsächlichen Pflegebedarf ausgerichtet werden und nicht an der Beitragssatzstabilität der Pflegeversicherung sowie der Kassenlage der Sozialhilfeträger.“

Ev. Pflegedienste Mark-Ruhr gGmbH:

  • 18 Diakoniestationen in vier Kirchenkreisen
  • Versorgung von insgesamt 4.093 Patienten
  • Ein Team von 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • 13.500 Kilometer, die unsere Diakoniestationen jeden Tag fahren

Diakonie Mark-Ruhr Pflege und Wohnen gGmbH:

  • 1.034 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 1.036 Bewohnerinnen und Bewohnern in den Einrichtungen
  • 39 Gäste in der Kurzzeitpflege

Delegation aus dem Kreis Soest informierte sich über Barrierefreiheit

Foto1-1
Verschiedene Hilfsmittel präsentierte FTB-Mitarbeiter Rainer Zott (li.) den Besuchern aus dem Kreis Soest, darunter Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff (re.). Foto: ESV

ESV | Wetter (Ruhr) | Als Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff kürzlich das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) in Grundschöttel besuchte, fragte ihn FTB-Wohnberater Rainer Zott schelmisch: „Woran erkennen Sie im Kurpark von Bad Sassendorf Reha-Gäste, die in der Klinik Volmarstein operiert worden sind?“ Als der Bürgermeister keine Antwort wusste, half ihm Rainer Zott schmunzelnd nach: „Die Leute aus Volmarstein benötigen nur eine Gehhilfe und gehen vom ersten Tag an zum Tanzen!“

Der Bürgermeister aus dem bekannten Kurort gehörte zu einer rund 30-köpfigen Delegation aus dem Kreis Soest, die sich im Forschungsinstitut der Evangelischen Stiftung Volmarstein umfassend über Themen wie „Barrierefreiheit“ und „Inklusion“ informierte. Dazu gehörten auch die stellvertretende Soester Bürgermeisterin Christiane Mackensen und Daniela Heimann, Büroleiterin des Behindertenbeauftragten für den Kreis Soest.

Foto2-1
Einen Lifter, um pflegebedürftige Menschen ohne Kraftaufwand von Raum zu Raum zu befördern, präsentierte FTB-Wohnberater Hans-Werner Geburek. Foto ESV

Axel Fiedler, Inklusions- und Senioren-Beauftragter der Stadt Wetter, stellte den Aktionsplan der Stadt vor. Darin werden Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschrieben. Die FTB-Mitarbeiter Rainer Zott und Hans-Werner Geburek führten durch die Hilfsmittel-Ausstellung und die alters- bzw. behindertengerechte Demonstrations-Wohnung. Dabei probierten die Besucher Alltagshilfen wie z.B. eine Aufstehhilfe selbst aus. FTB-Mitarbeiterin Daria Frank stellte die Agentur Barrierefrei vor, die das FTB betreibt. Die Agentur berät NRW-weit Kommunen, Verbände und Institutionen zu allen Fragen der Barrierefreiheit. Am Ende hatte sich der Wissenstransfer von Wetter nach Soest gelohnt: „Wir haben viele interessante Dinge für unsere Arbeit vor Ort mitgenommen“, so das Fazit der Besucher.

Dr. Benedikt Leidinger wurde als TOP-Mediziner gelistet

Foto: Udo GeislerDr. Benedikt Leidinger, Chefarzt in der Orthopädischen Klinik Volmarstein, wurde in die Ärzteliste des FOCUS-Magazins als TOP-Mediziner im Fachgebiet „Kinderorthopädie“ aufgenommen.

Die Auszeichnung basiert auf einer Befragung von Patientinnen und Fachkollegen und –kolleginnen. „Daher freut mich die Auszeichnung besonders“, betont Dr. Leidinger. Das unabhängige Rechercheinstitut Munich Inquire Media (MINQ) ermittelt die deutschlandweit führenden Mediziner und führt die Befragungen durch. Außerdem berücksichtigt MINQ wissenschaftliche Publikationen und Zertifikate.

Dr. Leidinger und sein Team befassen sich mit dem gesamten Spektrum der Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates im Kindes- und Jugendalter. „Ziel ist es, strukturelle Schäden und Funktionsdefizite frühzeitig zu verhindern und die Lebensqualität von Kindern zu verbessern, um ihnen damit bestmögliche Chancen für ein aktives Leben in unserer Gesellschaft zu geben“, betont der Chefarzt. „Dies gilt ganz besonders für Kinder mit schwersten Behinderungen.“

Die Klinik in Volmarstein setzt auf ein ganzheitliches Vorgehen mit Einbeziehen der Familie und Therapeuten. Ein Team von Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern arbeitet in enger Abstimmung. In den meisten Fällen gelingt die Behandlung ohne OP. „Für die Diagnostik und Therapie von kindlichen Erkrankungen ist eine Spezialisierung wichtig und die Behandlung erfordert besondere Empathie und Einfühlungsvermögen“, erklärt der Kinderorthopäde. „Stets sind der natürliche Verlauf und das weitere Wachstum bei den Entscheidungen zu berücksichtigen.“

Das Spektrum kinderorthopädischer Erkrankungen erstreckt sich vom Neugeborenenalter mit angeborenen Fehlbildungen (Fußfehlformen, Hüfterkrankungen, Skoliosen) bis zur Behandlung nach abgeschlossenem Wachstum im Fall von Patienten mit Behinderung. „Die Auszeichnungen unterstreichen einmal mehr, welche hohe Fachkompetenz unsere Kliniken vorweisen“, betont Frank Bessler, Ärztlicher Bereichsleiter der Stiftung für den Geschäftsbereich Medizin.

Gelenke im Fokus – 4. Hagener Orthopädietag

AKH_Stuckmann_Zeliani_028Hagen, 25. April 2018 – Der Mensch hat rund 100 echte Gelenk und noch einmal etwa 260 unechte, wie die verbundenen Strukturen aus Knorpeln, Bänder und Sehnen genannt werden. Werden sie krankheits- oder unfallbedingt steif und/oder schmerzhaft, schränkt das in der Regel die Bewegungsfähigkeit und damit auch die Lebensqualität stark ein. „Das muss aber nicht sein“, sagt Dr. med. Bernd Stuckmann, Chefarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am AGAPLESION ALLGEMEINEN KRANKENHAUS HAGEN. Daher lädt das Krankenhaus zum 4. Hagener Orthopädietag am Samstag, 05.Mai 2018, ab 10:00 Uhr ein, um über die modernen Möglichkeiten der Diagnose und Therapie bei Gelenkerkrankungen zu informieren. Zu Gast sind die Experten für den menschlichen Bewegungsapparat diesmal in der Sparkasse HagenHerdecke am Sparkassenkarree 1.

Unter dem Motto „Gelenkendoprothese – eine Erfolgsgeschichte“ haben Dr. Stuckmann und sein Team ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Dazu gehört eine Ausstellung gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern. Die regionalen und überregionalen Anbieter des Gesundheitswesens zeigen praxisnah Implantate, Operationstechniken und Techniken zur Sicherheit in der Medizin. Durch die Unterstützung von Physiotherapeuten, Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachern können sich Besucher persönlich und hautnah über modernste Therapiemethoden, aber auch alternative Therapien informieren.

Neben der Ausstellung und verschiedenen Mitmach-Angeboten ist auch ein umfangreiches Vortragsprogramm geplant. Nach der Begrüßung (10:20 Uhr) und einem Grußwort von Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer referiert Dr. Stuckmann ab 10:40 Uhr zum titelgebenden Thema. Ihm folgt Achim Ditzler, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, der ab 11:05 Uhr über die „Hygiene – moderne Möglichkeiten, mehrfach resistente Erreger zu bekämpfen“ referiert. Andreas Hengstmann, Chefarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, spricht ab 11:30 Uhr über „Wenn der Knochen bricht – wieder mobil mit Endoprothese“ genauso wie Dr. med. Christian Grünberg, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, der ab 11:55 Uhr über “Wenn die Endoprothese schmerzt – eine Ursachenforschung“ redet. Das Programm endet mit einem Vortrag von Holger Krause, Märkische Rehakliniken über „Schmerzfreie Endoprothese – nicht ohne Reha“. Anschließend ist eine Abschlussdiskussion geplant. „Uns ist es sehr wichtig, mit unserem Besuchern ins Gespräch zu kommen“, betont Dr. Stuckmann. Daher gibt es die Gelegenheit für einen Austausch mit den und Fragen an die Experten nicht nur nach dem jeweiligen Vortrag, sondern auch im Anschluss an den Informationsständen.

Im AGAPLESION ALLGEMEINEN KRANKENHAUS HAGEN werden jährlich rund 400 künstliche Gelenke eingesetzt, meist an Knie und Hüfte, seltener am Sprunggelenk, Schulter oder sogar der Hand. Dabei ist der Einsatz künstlicher Gelenke „immer erst der letzte Schritt“, weiß Dr. med. Bernd Stuckmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie am AKH. Genauso vielfältig wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten von schmerzenden Gelenken. „Doch wenn Physiotherapie, Ernährungsumstellung, Hilfsmittel oder eine medikamentöse Behandlung nicht mehr helfen, sollte man über einen Gelenkersatz nachdenken“, so der Hagener Experte weiter. Sein erklärtes Ziel ist es, allen Patienten schmerzarm und schonend i.d.R. bereits nach wenigen Wochen wieder in ein Leben ohne Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere auch bei Patienten mit Vorerkrankungen durch die Möglichkeit einer interdisziplinären Mitbehandlung am AKH. Dabei sorgt ein multiprofessionelles Team immer für eine optimale Betreuung vor während und nach der Operation.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das genaue Programm des 4. Orthopädietages steht auch unter www.akh-hagen.de unter „Veranstaltungen“ zum Download bereit.

Frühkarzinome schonend entfernen – Neue Behandlungsmöglichkeit implementiert

 

Vollwandresektion2018Hagen. Der Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern. Rund 65.000 Menschen erkranken bundesweit pro Jahr daran. „Die Möglichkeiten der Behandlung sowie die Heilungschancen hängen dabei auch von der Art der Tumore sowie dem Zeitpunkt der Entdeckung ab“, erläutert Dr. med. Holger Beier, leitender Oberarzt der Gastroenterologie und Intensivmedizin /Innere Medizin am AGAPLESION ALLGEMEINEN KRANKENHAUS HAGEN. Immerhin werden seriösen Schätzungen zufolge bei jeder 5. Darmspiegelung verdächtige Areale gefunden. Patienten, die an einem Frühkarzinom erkrankt sind – jener Zwischenstufe zwischen Polypen, die bei einer Darmspiegelung abgetragen werden können, und Tumoren, die bereits operativ entfernt werden müssen -, kann Dr. Beier gemeinsam mit seinem Team nun mit einer neuen, schonenden endoskopischen Therapie, der sogenannten Vollwandresektion, helfen. „Die bisherigen Behandlungsergebnisse sind sehr gut und die Patienten schnell wieder fit“, resümiert der Gastroenterologe und Endoskopie-Spezialist nach den ersten Behandlungserfolgen.

Zum Beispiel bei Patienten wie Karl Biederbick. Im vergangenen Jahr schickte ihn sein Hausarzt aufgrund von Beschwerden zu einer Darmspiegelung ins AKH. Und leider wurde das Team um Dr. Beier und Oberärztin Dr.med. Maram Abdulgader fündig. Neben mehreren großen Polypen fanden die Experten bei dem 83-Jährigen mit einem sogenannten Adenom eine Geschwulst, „welches mit großer Wahrscheinlichkeit bösartig geworden wäre“, ist sich Dr. Beier sicher. Eine menschliche Darmwand besteht, vereinfacht dargestellt, aus fünf übereinanderliegenden Schichten. Bislang war es den Fachärzten zwar möglich, die meist im Rahmen einer Darmspiegelung entdeckten größeren Polypen, mithilfe einer Schlinge zu umfassen und abzutragen. Doch diese Methode ist nur geeignet, wenn die Polypen lediglich die oberflächlicheren Schichten betreffen. Alle tiefer in der Darmwand verankerten Wucherungen wie das Adenom von Karl Biederbick mussten in einer Bauch-Operation in Vollnarkose und mit den daraus resultierenden längeren Genesungszeiten entfernt werden. „Gerade bei älteren Patienten mit weiteren Vorerkrankungen bedeutet dies schon ein Risiko, dass wir gerne minimieren möchten“, erklärt Dr. Beier weiter. So aber konnten die Ärzte mit dem neuen Verfahren der Vollwandresektion mithilfe eines speziellen Untersuchungsgerätes die befallene Darmwand komplett entfernen und zeitgleich wieder verschließen. Dabei markieren die Experten zunächst den auffälligen Bereich, ziehen diesen mit einer „Grasper“ genannten Zange in eine Kappe und trennen ihn anschließend mit einer Metallschlinge ab. „Diese Untersuchung bedarf eines hohen Maßes an Abstimmung zwischen der Endoskopieassistenz und mir als behandelndem Arzt. Deswegen haben wir uns im Vorfeld aufwendig weitergebildet und zertifiziert“, betont Dr. Beier zu den Vorbereitungen des Angebots. Der Eingriff selbst dauert etwa 45 Minuten und wird in leichter Narkose durchgeführt. So kann auf eine Vollnarkose verzichtet werden. „ Zudem vermeiden wir durch den endoskopischen Zugang einen Bauchschnitt, was den Heilungsprozess deutlich erleichtert“, erklärt Dr. Beier weiter. Dadurch ist die Methode sehr schonend und kann auch bei Patienten angewendet werden, die Vorerkrankungen haben oder bei denen ein erhöhtes Narkoserisiko besteht.

Karl Biederbick ist froh, sich für diese neue Methode entschieden zu haben: „Ich hatte keine Schmerzen, keinerlei Probleme und habe mich wirklich gut gefühlt“, erzählt er über den Eingriff im letzten Herbst. Bereits nach zwei Tagen konnten der Breckerfelder das Krankenhaus wieder verlassen und seitdem geht es ihm gut; mehr noch: Er gilt als geheilt.

Auch eine weitere Behandlung ist normalerweise nicht notwendig; „die Patienten wie Herr Biederbick stellen sich lediglich leitliniengemäß im Rahmen der Krebsnachsorge ihrem behandelnden Arzt vor“, so Dr. Beier weiter. Karl Biederbick muss nun erst nach drei Monaten wieder einen Arzt aufsuchen und freut sich, dass er nun wieder das Leben genießen kann.

Bei Fragen und Terminwünschen wenden sich Interessenten bitte an:

Klinik für Innere Medizin

Sekretariat Karina Koch

T (02331) 201 2297

F (02331) 201 22 51

gastro@akh-hagen.de

Die Kinder aus dem Schatten holen

Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern erhalten eigenes Präventionsangebot

In Hagen leben etwa 5500 Kinder und Jugendliche mit einem suchtbelasteten Elternteil zusammen, weitere 2800 Kinder und Jugendliche leben in einem Haushalt mit einem psychisch erkrankten Elternteil. In den meisten Familien steht der erkrankte Elternteil im Fokus, die Auswirkung der Erkrankung auf die Angehörigen, insbesondere auf die Kinder bleibt häufig unbeachtet.

Aus der Forschung ist bekannt, dass bis zu 60 Prozent dieser Kinder dann im Verlauf ihres Lebens selbst eine psychische  oder Suchterkrankung entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit, dieselbe Erkrankung wie ein Elternteil zu entwickeln ist besonders hoch. Doch es gibt viele Möglichkeiten, um den Risikofaktoren entgegenzuwirken. Dazu ist ein gemeinschaftlicher Einsatz von Jugend-, Sucht- und Gesundheitshilfe notwendig.

Um sich entschieden für Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern einzusetzen, luden das Blaukreuz-Zentrum Hagen und der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen zu einem Fachtag ein, der das Hilfenetzwerk nachhaltig mobilisieren sollte. Die Hauptreferentin Monika Feist-Ortmanns, Doktorandin an der Universität Köln, forscht zu Wirkfaktoren und Fallstricken in der interdisziplinären Zusammenarbeit von Jugend-, Sucht- und Gesundheitshilfe. Auf dem Fachtag referierte sie zu aktuellen Ergebnissen einer gelingenden guten Zusammenarbeit zwischen den Hilfesystemen und legte ein Fundament für notwendige Entwicklungen in Hagen. Fazit des Fachtags war, dass Jugend-, Sucht- und Gesundheitshilfe stärker zusammenarbeiten wollen.

Margarita Kaufmann, Dezernentin für Jugend und Soziales der Stadt Hagen und Schirmherrin des Fachtags stellte fest, dass es bisher kein Präventionsangebot für betroffene Kinder und Jugendliche in Hagen gibt. Dies soll sich künftig ändern. Das Blaue Kreuz bietet Gruppenangebote zur Resilienzförderung an. Die erste Gruppe ist bereits gestartet. In den wöchentlich stattfindenden Gruppen erhalten die Kinder und Jugendlichen eine Chance, über die elterliche Erkrankung aufgeklärt zu werden, über ihre Gefühle, Sorgen und Probleme zu sprechen sowie geeignete Stressbewältigungsstrategien zu erlernen, um gesund aufwachsen zu können. Weitere Informationen gibt es bei Christian Look vom Blauen Kreuz unter Telefon 02331/9337450 oder E-Mail c.look@blaues-kreuz.de.

„Netzwerk Demenz“: Vortrag zum Erinnern in der Seniorenresidenz Curanum

Zu dem mobilen Programm „Gut Flug! Von Tauben und ihren Vätern“ des LWL-Industriemuseums lädt das „netzwerk demenz“ Hagen am Donnerstag, 19. April, um 16 Uhr Menschen mit und ohne Demenz in die Curanum Seniorenresidenz, Thünenstraße 31, ein.

Die Teilnehmer können Tauben, auch die „Rennpferde der Bergleute“ genannt, an diesem Tag kennenlernen, betrachten und streicheln. Das LWL-Industriemuseum weckt mit dem Programm bei den Besuchern und Gästen Erinnerungen, spricht die Sinne an und ermuntert zu Gesprächen rund um die Arbeitersiedlungen der 1950er Jahre. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung unter Telefon 02331/36777-70 erforderlich.

Nase voll von chronischen Nebnehöhlenentzündungen?

Am kommenden Donnerstag, 12. April 2018, ist das Gesundheitszentrum Badstraße zum Thema „Nase voll von chronischen Nebenhöhlenentzündungen? – Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!“ zu Gast bei uns Sparkassen-Karree.

Über zehn Prozent der Deutschen leiden unter einer chronischen Nebenhöhlenentzündung, die relativ harmlos und einfach nur „nervig“ verlaufen kann. Manchmal kann dies aber auch entweder ernste Erkrankungen verdecken oder zur Folge haben. Warum chronische Nebenhöhlenentzündungen daher ernst genommen werden sollten, stellen Dr. Andre Generalow aus dem HNO Zentrum Hagen und Dr. Christian Fehske aus der Rathaus-Apotheke in einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung vor.

Orthopädische Klinik Volmarstein lädt ein zum Vortrag

„In guten Händen“

„In guten Händen – Fünf Ursachen der kranken Hand“, so lautet der Titel des Vortrags, zu dem die Orthopädische Klinik Volmarstein einlädt. Am Mittwoch, 18. April, um 17.00 Uhr startet der Vortrag in der Lothar-Gau-Straße 11 in Wetter-Volmarstein. Referent ist Dr. med. Mohamed Arafkas, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie.

Die Funktionsfähigkeit der Hände ist im Alltag unersetzlich. „Wenn sie bei jeder Bewegung schmerzen, weiß man erst, wie sehr man die Hände braucht“, so Dr. Arafkas.  Musiker, Sportler und Handwerker sind ganz besonders auf funktionstüchtige Hände angewiesen. „Und im Alter sind sie unverzichtbar, um sich selbst zu versorgen“, weiß der Chefarzt.

Durch akute Verletzungen, Sehnenreizungen, Fehlstellungen, chronische Nerveneinklemmungen oder Gelenkverschleiß verursachte Hand- und Armerkrankungen können zu deutlichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität führen. Der Handchirurg betont: „Die Therapiemöglichkeiten von der Ruhigstellung durch Anlegen einer Schiene bis zur Operation müssen optimal und individuell auf den Patienten abgestimmt werden.“

Unter der Leitung des neuen Chefarztes Dr. Arafkas wird in der Orthopädischen Klinik Volmarstein das gesamte Spektrum der Handchirurgie auf höchstem Niveau angeboten. Im Vortrag erläutert er Konzepte zur Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen an der Hand und stellt interessante Krankheitsbilder und moderne Therapieverfahren vor. Danach besteht ausreichend Möglichkeit, mit dem hand-chirurgischen Team ins Gespräch zu kommen und sich persönlich zu informieren.

Orthopädische Klinik Volmarstein, Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie, Chefarzt Dr. M. Arafkas, Tel. 0 23 35 / 639 42 10

Rheumaklinik Haspe informiert über neue Therapieformen

Patientenforum im Ev. Krankenhaus am Mops

„Neue Therapieoptionen für Patienten mit rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis“, so lautet der Titel des nächsten Patientenforums, zu dem das Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe am Dienstag, den 17. April, um 18.00 einlädt. Referent ist Priv.-Doz. Dr. Martin Meyer, Chefarzt der Klinik für Rheumatologie am Mops.

Gelenkschwellungen und Gelenkschmerzen sind Symptome, die auf entzündlich-rheumatische Erkrankungen hindeuten. „Die häufigste chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung ist die rheumatoide Arthritis“, weiß Chefarzt Dr. Meyer. „Weniger häufig auftretend aber sehr belastend für die betroffenen Patienten ist die Psoriasis-Arthritis.“ Dies ist eine Gelenkentzündung, die bei 10-20% der Patienten mit Schuppenflechte aber auch ohne die typischen Hautsymptome auftreten kann, was die Diagnostik erschwert. „Ziele der Therapie sind außer einem Schutz der Gelenke vor Zerstörung auch eine Besserung der Sehnenansatzentzündungen, des möglichen entzündlichen Rückenschmerzes sowie des Haut- und Nagelbefalls“, erklärt der Rheumatologe.

Der Hasper Experte erklärt in seinem Vortrag, welche Therapiemöglichkeiten es gibt, um Schmerzen zu behandeln und Schäden an den Gelenken zu vermeiden. Er erläutert die Wirkung neuester Medikamente und wie wichtig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit für den Behandlungserfolg ist. „Beide Formen der rheumatischen Gelenkentzündung sind chronisch, das heißt nicht heilbar. Dennoch sind sie gut behandelbar“, betont Dr. Meyer. Für Fragen bleibt genügend Zeit. Der Eintritt ist frei.

Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe
Klinik für Rheumatologie
Chefarzt PD D. Martin F. Meyer
Tel. 0 23 31 / 476 29 01

Plötzlich pflegebedürftig | VIDEO

 

Pflegebedürftigkeit tritt meist unerwartet ein und stellt alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen. In dieser Situation hilft das neue Pflegetagebuch des Sozialverband SoVD. Ein Video erklärt, was beim Pflegetagebuch zu beachten ist, um Leistungen der Pflegekasse in Anspruch zu nehmen.

Sie müssen einen neuen Pflegegrad beantragen? Dann sollten Sie sich optimal vorbereiten. Denn der Umfang der Pflegeleistungen hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab. Und die prüfen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder unabhängige Gutachter, die den Hilfebedarf anhand eines Fragenkatalogs ermitteln. Deshalb ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der eigenen Pflegesituation auseinanderzusetzen und diese zu dokumentieren. Aus diesem Grund sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ein Pflegetagebuch führen. Der SoVD hat nun ein Video veröffentlicht, das erklärt, worauf dabei zu achten ist.

Das Video erklärt im „Pencilstyle“, worum es geht. Diese Darstellungsform gewährleistet Verständlichkeit ebenso wie eine Fokussierung auf Kernbotschaften.

Der Sozialverband SoVD berät seine Mitglieder auch in Fragen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Zum Beispiel zum Thema Pflegeleistungen.

Chefarzt Dr. Kociszewski als TOP-Mediziner gelistet

Hagen. Dr. med. dr hab. Jacek Kociszewski, Chefarzt der Frauenklinik im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, wurde in die Ärzteliste des FOCUS-Magazins als TOP-Mediziner im Fachgebiet „Gynäkologische OPs“ aufgenommen. „Die Auszeichnung ehrt mich besonders, weil die Bewertungen von Patientinnen und Fachkollegen und -kolleginnen stammen“, freut sich der Gynäkologe. Das unabhängige Rechercheinstitut Munich Inquire Media (MINQ) ermittelt die deutschlandweit führenden Mediziner. Dafür wertet das Institut Empfehlungen und Beurteilungen von Fachkollegen und Patienten sowie von Selbsthilfegruppen aus. Außerdem berücksichtigt MINQ wissenschaftliche Publikationen und Zertifikate.

In der Frauenklinik in Hagen-Haspe wird das gesamte Spektrum der gynäkologischen Operationen angeboten. Dazu gehören die Onkologie, die vaginale Chirurgie, die Endometeriose-Chirurgie sowie das ganze Spektrum der minimalinvasiven gynäkologischen OPs. Ein besonderer Schwerpunkt in Haspe ist die Urogynäkologie, die überregional bekannt ist. Der Hasper Chefarzt beschäftigt sich seit langem sowohl klinisch als auch wissenschaftlich mit dem Thema Harninkontinenz- und Beckenbodenerkrankungen, das auch heute noch ein großes Tabuthema in der Gesellschaft ist. Insbesondere sein Fachwissen bei der urogynäkologischen Diagnostik sowie seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen haben zu einer großen Anerkennung geführt.

Chefarzt Dr. Kociszewski erhielt von der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion eine Auszeichnung für höchste Kompetenz in der Diagnostik und Therapie von Harninkontinenz- und Beckenbodenerkrankungen(AGUB III). Die Frauenklinik Haspe gehört zu den wenigen Ausbildungskliniken für rekonstruktive Beckenbodenchirurgie in Deutschland. Zu den Schulungen im Ev. Krankenhaus kommen regelmäßig Ärzte aus ganz Deutschland, Osterreich und der Schweiz.

„Wir sind stolz auf die Auszeichnung“, betont Frank Bessler, Ärztlicher Geschäftsführer im Ev. Krankenhaus Haspe. „Es unterstreicht einmal mehr, welche hohe Fachkompetenz unsere Frauenklinik vorweist.“

Neues Angebot für Menschen in Wetter und Umgebung

Wetter (Ruhr). Mit der Eröffnung der „Tagespflege Volmarstein“ bietet die Ev. Stiftung Volmarstein ein neues Betreuungsangebot für Seniorinnen und Senioren in Wetter und Umgebung. Zur Eröffnung am Samstag, 17.März, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Von 10.00-15.00 Uhr gibt es in der Oskar-Niemöller-Straße 11 in Volmarstein  die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besuchen,  einen Demenzparcours auszuprobieren und Mitarbeitende kennen zu lernen. Es besteht die Gelegenheit zur Beratung. Jeweils um 11.00 Uhr und um 13.00 Uhr gibt es einen Vortrag zum Thema Demenz. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

In den hellen und großzügigen Räumlichkeiten ist Platz für 22 Gäste. Die Betreuung erfolgt an allen Werktagen tagsüber. Die Tage können auch einzeln gebucht werden. Der Fahrdienst ist organisiert und holt die Gäste auch in umliegenden Städten zu Hause ab. Bereichsleiter Nicolas Starck ist sicher: „Die Tagespflege ist eine sehr nachgefragt Betreuungsform. Die Gäste profitieren von der ganzheitlichen aktivierenden Betreuung und Pflege. Und die Angehörigen werden enorm entlastet.“

Rund 500 Quadratmeter stehen den Seniorinnen und Senioren zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem eine offene Küche, in der die Gäste gemeinsam backen oder kochen können. Im Außenbereich ist ein Demenzgarten geplant, der im Frühjahr gestaltet wird. „Die Lage im Zentralgelände der Stiftung bietet viele Vorteile“, so Nicolas Starck. „Direkt im Haus ist eine Arztpraxis sowie eine podologische Praxis, die Therapiedienste mit ihrem breiten Angebot sind hier vor Ort und Cafés nicht weit entfernt.“

Als Leitung für die Tagespflege Volmarstein konnte Claudine Scharfenberg gewonnen werden. Die 56-Jährige bringt viel Erfahrung mit: Sie ist examinierte Altenpflegerin, gerontopsychiatrische Fachkraft und geprüfte Pflegedienstleitung. Viele Jahre leitete sie eine Tagespflege in Hagen. Als Vorsitzende der Demenz-Alzheimer Selbsthilfegruppe Hagen und Mitglied im Netzwerk Demenz Hagen kann sie auf ein gutes Netzwerk bauen. „Natürlich werde ich auch im EN-Kreis die Kontakte knüpfen und pflegen“, so die neue Kollegin. In Volmarstein freut sie sich darauf, etwas Neues mit aufzubauen und ihre vielen Ideen umzusetzen. „Die Räumlichkeiten sind sehr ansprechend. Und in dem geplanten Demenzgarten können sich unsere Gäste auch im Grünen frei bewegen und aktiv sein“, so Claudine Scharfenberg.

Tagespflege Volmarstein, Oskar-Niemöller-Straße 11, 58300 Wetter. Auskunft erteilt Claudine Scharfenberg, Tel. 0 23 35 – 639 21 20.

„Demenz Bewegt“: Schnupperstunde zu progressiver Muskelentspannung

Eine Schnupperstunde für Anfänger zum Thema „progressive Muskelentspannung“ bietet das „netzwerk demenz Hagen“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Demenz Bewegt“ am Mittwoch, 21. März, von 14 bis 16 Uhr im Karl-Jellinghaus-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes, Feithstraße 36a, an.

Die Teilnehmer erhalten eine kurze theoretische Einführung in das Thema und üben anschließend bestimmte Atemtechniken und Bewegungen bei ruhiger Musik. Auch die Kraft der Klangschale wird vorgestellt. Am Ende der Schnupperstunde wissen die Teilnehmer, wie sie ohne große Anstrengung Muskeln an- und wieder entspannen können. Zur Stärkung gibt es anschließend Kaffee und Kuchen. Eine Anmeldung ist erforderlich und wird unter Telefon 02331/95890 entgegengenommen.