Archiv der Kategorie: Arbeit und Soziales

Kompetenzzentrum Frau & Beruf stellt neues Programm vor

cropped-logo201506-30.pngDas Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region der agentur mark GmbH stellt am Dienstag, 30. Oktober, in der Schauburg Iserlohn seine neuen Projekte und Angebote vor. Kompetenzzentrum Frau & Beruf stellt neues Programm vor weiterlesen

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Rund 80 neue Auszubildende und dual Studierenden zu Gast bei der Hagener IG Metall Jugend

Kevin Schmitz | Die IG Metall in Hagen lädt zum Berufsstart ein und knapp 80 Auszubildende folgen dieser Einladung in das Hagener Sprungwerk an den Elbershallen.

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„Wir haben viel geboten: den Austausch mit Auszubildenden und dual Studierenden mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben, nützliche Informationen über Recht und Pflichten, Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren und vieles mehr. Wir sind vom Anfang, bis zum Ende des Arbeitslebens, für die ArbeitnehmerInnen ansprechbar und das wollen wir deutlich machen“, konstatiert Kevin Schmitz – Gewerkschaftssektretär der IG Metall Geschäftsstelle Hagen.

Die Auszubildenden und dual Studierenden hatten unter anderem die Möglichkeit einem Juristen direkt ihre mitgebrachten Fragen rund um die Ausbildung und das Arbeitsleben allgemein zu stellen.

„Das Feedback ist rundum positiv und es gab kein Verletzten beim Springen. Das ist für uns die Hauptsache. Wir freuen uns über die hervorragend Zusammenarbeit mit dem Sprungwerk und hoffen auf eine Fortführung dieser Veranstaltung.“; freut sich Michelle Levering (Betriebsrätin bei thyssenkrupp Hohenlimburg).

35 Prozent der Hagener profitieren nicht von neuem Teilzeit-Gesetz

Mehr Zeit für FamilieMal etwas weniger arbeiten, um Zeit für Kinder, Angehörige oder auch sich selbst zu haben – danach aber wieder voll in den Beruf einsteigen: Für Tausende Beschäftigte in Hagen soll das ab 2019 per Gesetz möglich sein. Tatsächlich dürften jedoch 29.200 Arbeitnehmer in der Stadt nicht vom sogenannten Rückkehrrecht in Vollzeit profitieren – weil ihr Betrieb weniger als 45 Mitarbeiter hat. „Das sind 35 Prozent aller Beschäftigten, an denen das Gesetz komplett vorbeigeht“, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Südwestfalen.

Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Ein Großteil der Beschäftigten in Bäckereien und Metzgereien dürfte danach nichts von der geplanten Brückenteilzeit haben. Im Gastgewerbe wären laut Statistik in Hagen sogar 73 Prozent des Personals vom Gesetz ausgenommen.

Auf die Untergrenze von 45 Beschäftigten hatte sich die Große Koalition verständigt. Die Unionsparteien setzten sich in diesem Punkt gegen die SPD durch. Das Gesetz soll noch im Oktober den Bundestag passieren. „In den vielen Kleinbetrieben im Handwerk und in der Gastronomie ist die Teilzeit-Novelle damit reine Makulatur“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Sie ruft die heimischen Bundestagsabgeordneten dazu auf, sich in Berlin für Änderungen am Gesetz stark zu machen. „Die Einschränkung für kleine Betriebe muss wegfallen“, so Mura. Denn die Idee der Reform gehe in die richtige Richtung: „Tausende wünschen sich mehr Souveränität bei der Arbeitszeit.“

Hinzu kommt: Rund 30.700 Hagener arbeiten bereits jetzt in Teilzeit. Nach Angaben der Arbeitsagentur ist ihre Zahl in den letzten zehn Jahren um 13 Prozent gestiegen. „Diesen Menschen bringt das Gesetz auch keine Verbesserungen“, bemängelt Mura. Denn einen Anspruch auf eine Vollzeit-Stelle habe nach den Plänen der GroKo nur, wer vorher schon einmal in Vollzeit gearbeitet hat. Das sei aber in vielen Branchen die Ausnahme. So liegt die Teilzeitquote in Hagen laut Statistik bei 37 Prozent. In Hotels, Pensionen und Restaurants ist der Anteil mit 77 Prozent besonders hoch.

Nach Einschätzung der NGG hilft das Gesetz auch kaum gegen Altersarmut, von der Frauen besonders häufig betroffen sind. „Denn Frauen arbeiten überdurchschnittlich oft in Kleinbetrieben – oder haben seit vielen Jahren nur einen Halbtagsjob.“.

Erfolgreich mit Teilzeitausbildung: Julia Harbecke (37) hat in zwei Jahren das Friseurhandwerk gelernt

Nein, einfach war es nicht. Dass sie viel lernen musste und sogar auf dem Spielplatz die Lehrbücher mithatte, daraus macht Julia Harbecke keinen Hehl. Doch für die Alleinerziehende hat es sich gelohnt, zwei Jahre lang eine Teilzeitberufsausbildung zur Friseurin zu machen. Denn nun hält sie stolz ihren Gesellenbrief in den Händen. Auf die verkürzte Ausbildung für Erwachsene mit Betreuungsaufgaben war Julia Harbecke vom Jobcenter aufmerksam gemacht worden und erhielt dort auch Beratung zu den Rahmenbedingungen.

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„Die Ausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich würde sie jedem empfehlen“, sagt die 37-jährige Hagenerin. Allerdings musste sie sich selbst und die Kinderbetreuung gut organisieren. Denn obwohl ihr Lehrbetrieb, der Salon Catwalk, ihr eine Ausbildung mit 25 Ausbildungsstunden pro Woche ermöglichte, war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gar nicht so einfach zu stemmen. „Als mein Kind in den Kindergarten kam, war es häufig krank. Zum Glück hat es mein Chef geduldig ertragen“, freut sich die frischgebackene Friseurin.

Für Karsten Groll von Catwalk war es das erste Mal, dass er in Teilzeit ausgebildet hat: „Das Modell ist schon gut. Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs.“ Auch er verheimlicht nicht, dass es Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben kann, wenn der oder die Auszubildende nur eingeschränkt einsetzbar ist. Aber für Karsten Groll überwiegen die positiven Aspekte, die die Teilzeitberufsausbildung bringt: erwachsene Azubis mit höherer Bildung und großer Zuverlässigkeit.

Julia Harbecke, die im Vorfeld schon über das Abitur und eine Ausbildung als Kosmetikerin verfügte, konnte ihre Lehre trotz verkürzter Wochenarbeitszeit sogar in der Gesamtdauer verkürzen. Statt drei Jahren dauerte die Ausbildung bei ihr nur zwei Jahre. Die Berufsschule besuchte sie nicht, sondern lernte die Theorie aus den Fachbüchern. „Ich rate aber jedem, die Berufsschule zu besuchen. Bei mir hat es leider zeitlich wegen der Kinderbetreuung nicht funktioniert“, sagt die Alleinerziehende.

Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Hagen berät Kundinnen und Kunden des Jobcenters zu Teilzeitberufsausbildung. Informationen gibt es im Internet unter www.jobcenter-hagen.de oder telefonisch unter 02331/36758-745. Der Werkhof berät im Rahmen des Projektes „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) ebenfalls zu Teilzeitberufsausbildung. Ansprechpartnerin ist Frau Ina Schulz, Telefon 92285–61.

Examen in der Pflegeschule in Haspe

Glückwunsch an 13 junge Männer und Frauen – sie feierten ihr Examen im Ev. Bildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe (EBIZ) und dürfen sich nun Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen nennen. Nach der Prüfung am Mops gratulierten Schulleiterin Daniela Massoli und das Team des EBIZ sowie Geschäftsführer Olaf Heinrich den Prüflingen.

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In den drei Jahren absolvierten die Prüflinge mehr als 2100 theoretische und 2500 praktische Ausbildungsstunden. Innerhalb der 14 praktischen Einsätze konnten die Auszubildenden Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Pflege sammeln und Kliniken mit unterschiedlichen Strukturen und Schwerpunkten in der Patientenversorgung kennenlernen.

5.600 Menschen in Hagen sind auf einen Zweitjob angewiesen

Wenn ein Job zum Leben nicht reicht: In Hagen haben rund 5.600 Menschen einen Minijob im Nebenberuf. Damit ist die Zahl der Zweitjobber in den letzten zehn Jahren um 32 Prozent gestiegen. Das teilt die Gewerkschaft  Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Südwestfalen beruft sich auf neue Zahlen der Arbeitsagentur: „Gerade das Gastgewerbe ist eine echte Multijobber-Branche. Der Vollzeitjob in der Küche, im Service oder an der Rezeption reicht immer seltener, um über die Runden zu kommen. Dann müssen sich viele Beschäftigte etwas hinzuverdienen“, so NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Vor diesem Hintergrund fordert die Gewerkschaft bei der laufenden Tarifverhandlung für die rund 2.900 Beschäftigten in Gaststätten, Restaurants und Hotels in Hagen ein Lohn-Plus von sechs Prozent.

Wenig Geld im Portemonnaie

Die NGG ruft den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf, in der nächsten Tarifverhandlung ein „vernünftiges Lohn-Angebot“ zu machen. An diesem Freitag verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber bereits zum dritten Mal über die Löhne für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten. „Bisher hat der Dehoga für die unteren Lohngruppen ein Plus von nur einem Prozent geboten. Das gleicht nicht einmal die Teuerungsrate aus und verstärkt das Armutsrisiko heute und im Alter“, sagt Mura. Auch gelernte Kräfte sollen nach dem Willen der Arbeitgeber bei der Erhöhung kaum über der Inflation liegen. Dieses „Magerangebot“ dürfte nach Einschätzung der NGG Südwestfalen den Fachkräftemangel in der Branche weiter verschärfen. In den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft in heimischen Betrieben darüber informiert, wie niedrige Löhne und steigende Lebenshaltungskosten das Armutsrisiko erhöhen.

„Wenn die Löhne nicht rasch kräftig steigen, dann droht Tausenden der direkte Weg in die Altersarmut“, sagt Mura. So kann ein gelernter Koch nach NGG-Angaben selbst nach 45 Arbeitsjahren nur mit einer Rente von 823 Euro im Monat rechnen. Noch dramatischer sehe es für Hilfskräfte aus. „Am Monatsanfang die Miete zu bezahlen, wird für immer mehr Beschäftigte der Branche zu einem enormen Kraftakt“, so Mura.

Steigende Wohnkosten dürften auch für die Zunahme bei den Zweitjobs entscheidend mitverantwortlich sein, schätzt die Gewerkschafterin: „Die Löhne steigen längst nicht so schnell wie die Mieten. Damit sind viele auf einen Nebenverdienst angewiesen.“ Das werde allerdings auch für die Arbeitgeber zum Problem. Denn allein mit Minijobbern und Hilfskräften lasse sich die aktuelle Nachfrage in der Branche – von der Familienfeier über Geschäftsessen und Tagungen bis zur Hotelübernachtung von Touristen – nicht stemmen. „Gastronomie und Hotellerie brauchen Fachkräfte in Vollzeit – doch die gewinnt man nur, wenn sie von ihrer Arbeit auch leben können“, betont Mura.

Dritter Mentoringjahrgang des Kompetenzzentrums Frau & Beruf erfolgreich beendet

Mit einem positiven Fazit ist Ende September der 3. Durchlauf des Mentoring-programms „next step“ für weibliche Nachwuchsfach- und führungskräfte zu Ende gegangen. Bei der Abschlussveranstaltung in der Kreishandwerkerschaft Hagen überreichten Michaela Trzecinski, agentur mark GmbH, und Ralph Näscher, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, den Teilnehmerinnen ihre Zertifikate und bedankten sich bei den Mentorinnen und Mentoren.

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Bei „next step“ beraten erfahrene Führungskräfte als Mentorinnen oder Mentoren in Beratungstandems junge Mitarbeiterinnen als Mentees dabei, den beruflichen Alltag besser zu meistern, sich in beruflichen Herausforderungen zu entwickeln, Karriereziele ins Auge zu fassen und fachliche Kompetenz zu fördern. Das Programm richtet sich an kleine und mittelständische Firmen, insbesondere aus dem technischen Handwerk und der verarbeitenden Industrie, aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis.

Ein Jahr lang konnten die weiblichen Mentees von der Unterstützung, den Anregungen und Erfahrungen der erfahrenen Mentorinnen und Mentoren profitieren. Die elf Mentoringtandems stammten dabei aus unterschiedlichen Unternehmen, um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten. Die Teilnehmenden waren zu Programmstart je nach Interesse unternehmens-, branchen-, generations- und/oder geschlechtsübergreifend zusammengeführt worden.

Die regelmäßigen Gespräche, Unternehmensbesuche und Einblicke in fremde Abläufe erweiterten dabei das Handlungsspektrum der Nachwuchskräfte und ermöglichten erste konkrete Entwicklungsschritte. Für die Mentorinnen und Mentoren ist das Programm die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben und ein tieferes Verständnis für mögliche Hindernisse und Schwierigkeiten bei der beruflichen Entwicklung junger Frauen zu entwickeln.

Mit dem zertifizierten Programm „next step“ unterstützt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region der agentur mark in Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Kreishandwerkerschaft Hagen und der Kreishandwerkerschaft des Märkischen Kreises seit 2014 Unternehmen bei der beruflichen Entwicklung ihrer weiblichen Fach- und Führungsnachwuchskräfte.

Der nächste Mentoringjahrgang startet im April 2019. Das Team des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Märkische Region ist dabei für die Anmeldung, die Auswahl der Tandems und das Begleitprogramm zuständig. Einige Mentorinnen und Mentoren haben bereits ihr Interesse an der Mitwirkung zugesagt und auch Unternehmen aus dem Handwerk und dem produzierenden Gewerbe schon für Mitarbeiterinnen angefragt.

Informationen und Anmeldung zum Mentoringprogramm „next step“ bei: Sibylle Hüdepohl,huedepohl@agenturmark.de, Tel: 02331-48878-42

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises. Mehr Infos unter www.agenturmark.de

Unternehmen können Unterstützung bei Ausbildung bekommen

Hagen, 08.10.18. Mit einer Ausbildung können Betriebe einerseits ihren Bedarf an Fachkräften sichern, andererseits ist eine abgeschlossene Berufsausbildung die Grundlage für eine solide Beschäftigung und eine selbstbestimmte Lebensführung.
Um die Ausbildungssituation für junge Menschen zu verbessern, fördert das Land NRW seit dem 1. September 2018 – mit einem Zuschuss aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds – das neue Ausbildungsprogramm NRW. Ziel ist es, in den Ausbildungsjahren 2018/19 bis 2021/22 jeweils rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.

Auch Unternehmen in der Stadt Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis können jetzt von dem Programm profitieren. Als Voraussetzung für eine Teilnahme müssen sie bereit sein, zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten. Bei Vorliegen aller Voraussetzungen gewährt ihnen das Land einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 400 Euro pro Monat (bei Vollzeit-Ausbildung) für maximal 24 Monate. Mit den zusätzlichen Ausbildungsstellen sollen gezielt die Jugendlichen einen Zugang zum Ausbildungsmarkt bekommen, die aufgrund von Vermittlungshemmnissen sonst weniger Chancen auf eine Ausbildung haben.

Zertifizierte und für das Programm zugelassene Träger unterstützen Betriebe bei der Ausbildung und geben den teilnehmenden Jugendlichen individuelle Hilfestellungen. Einzelheiten zum „Ausbildungsprogramm NRW“ wurden den regionalen Arbeitsmarktakteuren bei der offiziellen Kick-off-Veranstaltung am 30. August bei den Kolping-Bildungszentren Ruhr gem. GmbH in Wetter vorgestellt.

Unternehmen aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die sich am „Ausbildungsprogramm NRW“ beteiligen möchten, können sich jetzt wenden an:

  • Ennepe-Ruhr-Kreis: Kolping-Bildungszentren Ruhr gem. GmbH
  • Hagen: Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen gGmbH

Ansprechpartner für die Presse: Volker Steinecke, 02331 / 48878-29, steinecke@agenturmark.de.

Info-Veranstaltungen im BiZ am 11. Oktober 2018

Agentur für Arbeit Hagen - Album Ansichtssachen - © Hans Leicher.Studienkundliche Inforeihe aktuell:
 Studieren im Öffentlichen Dienst –
Vielfalt in Verwaltung & Co.
 Duales Studium bei der Polizei
Im Rahmen der studienkundlichen Inforeihe der Agentur für Arbeit Hagen
wird am Donnerstag, 11. Oktober 2018, das Studium bei der Bundesagentur
für Arbeit und anderen Institutionen des Öffentlichen Dienstes näher beleuchtet.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ),
Körnerstraße 98 – 100, in Hagen.
Wer gerne mit Menschen und im Team arbeitet und sich in einem vielseitigen Aufgabenfeld wohlfühlt, ist bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) richtig. Sie ist der
größte Dienstleister auf dem deutschen Arbeitsmarkt und bietet vielfältige Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen. Viele Mitarbeiter haben das Studium an der Hochschule der BA absolviert. Schon während
des Studiums ist man bei der Agentur für Arbeit angestellt und verdient Geld.
Über die Studiengänge mit Bachelor of Arts-Abschluss bei der BA, aber auch bei
anderen Institutionen des öffentlichen Dienstes, referieren die Beraterin Sabrina
Storz und Berufsberater Friedhelm Schulz.
Zeitgleich wird in einer weiteren Veranstaltung die Ausbildung für den Polizeidienst
präsentiert. Hier werden die Zugangsvoraussetzungen, das Auswahlverfahren,
die Inhalte des dualen Studiums und die anschließenden Karrierechancen
dargestellt. Referent ist Jens Rabe vom Polizeipräsidium Hagen.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und richten sich speziell an Schulabgänger der
Sekundarstufe II. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

BBW lädt zum Berufserkundungstag ein


Logo201506 30Das Berufsbildungswerk (BBW) der Evangelischen Stiftung Volmarstein lädt am Donnerstag, 11. Oktober, von 10 bis 15 Uhr zum Berufserkundungstag ein. Der Tag steht unter dem Motto „Zukunft gestalten“.

Jugendliche mit Körperbehinderung oder Autismus-Spektrum-Störung sowie ihre Eltern haben die Möglichkeit, sich über verschiedene Ausbildungs-Möglichkeiten zu informieren. Diese Chance nutzen traditionell junge Leute aus der gesamten Region, u.a. aus dem EN-Kreis und Hagen. Für die Besucher gibt es Führungen, Vorträge, Infostände und Mitmach-Gelegenheiten. Junge Auszubildende mit Behinderung demonstrieren, was sie bereits gelernt haben.
Im Volmarsteiner BBW haben Jugendliche die Möglichkeit, in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft, Druck- und Medientechnik oder Elektrotechnik eine Ausbildung zu absolvieren. Schulabgänger, die noch einen Beruf suchen, können an einer berufsvorbereitenden Maßnahme teilnehmen.

Unter dem Dach des BBW ist das Werner-Richard-Berufskolleg untergebracht. Dadurch ist die duale Ausbildung in einem Haus möglich. Neben dem Lernort Ausbildung gibt es auch einen Lernort Wohnen mit vielen Freizeitangeboten. Zum Berufserkundungstag gehört auch ein Treffpunkt für Unternehmen, die BBW-Azubis Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.

Lilian Grimm ist die neue Beauftragte für Chancengleichheit

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„Das Geheimnis des Vorwärtskommens besteht darin, den ersten Schritt zu tun.“
(Mark Twain)
Die Arbeitsagentur Hagen bietet Frauen und Männern, die aufgrund einer
Betreuungssituation für mindestens ein Jahr aus dem Beruf ausgeschieden
sind, Unterstützung an, um wieder im Erwerbsleben Fuß zu fassen. Am
Donnerstag, 4. Oktober um 9 Uhr, berät Lilian Grimm, die neue Beauftragte
für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, im Berufsinformationszentrum (BiZ).
Einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge betrifft Altersarmut hauptsächlich Personen, die über einen längeren Zeitraum Kinder und Angehörige
betreut oder gepflegt haben und demnach nicht regulär einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sind.

Für viele stellt sich die Frage:
Entweder – oder? Vollblutmutter oder berufliche Verwirklichung? Es ist jedoch
durchaus möglich und auch ratsam, nach einer sicherlich berechtigten Auszeit
schnellstmöglich den Schritt zurück in das Berufsleben zu wagen.
Alle Interessierten, die sich gezielt auf ihren beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten
möchten, sind herzlich zu der Gruppeninformation am Donnerstag eingeladen.
„Als alleinerziehende Mutter weiß ich genau, dass es nicht immer einfach ist, Familie
und Beruf miteinander erfolgreich zu kombinieren. Jedoch bringt jeder Kompetenzen
mit, die beruflich verwertet werden können und gefragt sind, ganz egal wie
lange nun die familiäre Auszeit gedauert hat“, so Lilian Grimm.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit
vielen Impulsen, die motivieren helfen, die Weichen in Richtung berufliche Zukunft
zu stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Nähere Informationen gibt es vorab unter Tel. 02331/202-237.

Viele Jahre im Dienst der Diakonie

Hagen. Dass sich die Diakonie Mark-Ruhr nicht nur für Menschen stark
macht, die Unterstützung benötigen, sondern selbst auch attraktiver Arbeitgeber
ist, wird alljährlich bei den Mitarbeiterjubiläen deutlich. So
konnten die Geschäftsführer Volker Holländer und Pf. Martin Wehn erneut
eine Vielzahl an Mitarbeitende für eine langjährige Betriebszugehörigkeit
auszeichnen.

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„Das verbinden wir mit einem großen Dankeschön. Deshalb ist es uns
wichtig, uns einmal im Jahr in feierlichem Rahmen bei denjenigen zu
bedanken, die 25 Jahre und länger für die Diakonie tätig sind“, so Pfr.
Martin Wehn. So wurde beispielsweise die Erzieherin Beate Tennie aus
Iserlohn für stolze 40 diakonische Dienstjahre ausgezeichnet. Alle Geehrten
sind zudem Träger des Kronenkreuzes, dass sie als weiteres Zeichen
der Anerkennung verliehen bekommen haben.
Geehrt wurden für…
…25 Jahre:
Annette Graetz, Annette Radola, Jolante Wroblewski, Wiktoria Wystrach,
Theresia Schneider, Wilma Rudka, Christina Stepping, Gunther Gerke,
Monika Gromowski-Vogt; Petra Klun, Marianne Riepe, Hans-Joachim
Rau, Gabriele Brkowski, Susanne Mathiak-Alfringhaus, Renate Kalugin,
Gundolf Hamacher, Stefanie Hasselbach-Harzig, Reiner FuellgrabeAmling,
Karin Schäfer, Corinna Wahlen-Neider, Heike Malz, Regina
Janssen, Susanne Jackson, Petra Passgang, Rebekka Burdinski, Ursula
Hein, Andrea Stegemann, Jutta Schmitz, Astrid Molitor, Bettina Maike,
Alexandra Sasse und Simone Sickelmann-Stierand.
…26 Jahre:
Stefanie Schafnitzel, Erhard Becker, Martine Steuber-Bodemer, Heike
Andree und Michaele Retkowski.

Technischer Ausfall bei Jobcentern

Bundesweit steht in den Jobcentern (gemeinsamen Einrichtungen) das IT-Verfahren EAKTE SGBII auf Grund einer technischen Störung nicht zur Verfügung.

Daher können derzeit keine leistungsrechtlichen Informationen an die Kundinnen und Kunden des Jobcenters Hagen weitergegeben werden.

An einer Lösung wird zentral mit Hochdruck gearbeitet. Spätestens Freitag soll das Verfahren wieder laufen.

Die Monatszahlungen an Bezieher von Arbeitslosengeld II für Oktober wurden bereits angewiesen und sind somit nicht betroffen.

Von Nachfragen bittet das Jobcenter Hagen abzusehen und bittet, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Wertschätzung bestimmt Unternehmenskultur

Hagen. „Wir sind da. Wo die Menschen uns brauchen.“ Getreu dieser
Maxime unterstützt die Diakonie Mark-Ruhr täglich mehrere tausend
Menschen. Dafür hat die Diakonie in den zurückliegenden Verstärkung
bekommen: gut 200 neue Mitarbeitende zählt die Diakonie Mark-Ruhr mit
ihren Tochtergesellschaften in den zurückliegenden Monaten. Die neuen
Kollegen wurden jetzt mit einem sogenannten „Begrüßungstag“ willkommen
geheißen. In diesem Kontext hatten sie einen Tag lang Gelegenheit,
die vielfältigen Aufgabenfelder kennenzulernen.

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„Dieser Tag ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur, wir halten
dieses Angebot zweimal im Jahr für unsere neuen Kolleginnen und Kollegen
vor“, so Geschäftsführer Pfr. Martin Wehn. „Wir haben festgestellt,
dass sich rund die Hälfte der neuen Mitarbeitenden über persönliche
Empfehlungen bei uns beworben hat. Die andere Hälfte wurde über unser
Karriereportal im Internet zur Bewerbung ermutigt“, berichtet Martin
Wehn, der sich über eine Rückmeldung ganz besonders freut: „Als Arbeitgeber
haben wir im Rahmen des Begrüßungstages ein gutes Feedback
bekommen, weil bei uns die Wertschätzung eines jeden Einzelnen
einen besonders hohen Stellenwert hat.“

Agentur für Arbeit Hagen begrüßt die neuen Nachwuchskräfte

Anfang September haben neun Nachwuchskräfte ihre dreijährige Ausbildung
bei der Agentur für Arbeit Hagen begonnen. Vier von ihnen streben im Rahmen
eines dreijährigen Studiums mit hohen Praxisanteilen den Bachelor-Abschluss
an. Die fünf Auszubildenden haben das Berufsziel „Fachangestellte/r
für Arbeitsmarktdienstleistungen“. Sie absolvieren ihre Praktikumsabschnitte
in der Agentur für Arbeit Hagen. Zunächst wurden alle Nachwuchskräfte aus
dem gesamten Personalverbund eingeladen und von der Geschäftsführung in
Dortmund begrüßt, insgesamt 33 „Neue“ für Dortmund, Hamm, Iserlohn,
Siegen – und Hagen.

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Die jungen Nachwuchskräfte erwartet ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld.
In den Praktikumsabschnitten in der Agentur für Arbeit wird das neu erworbene Wissen
direkt in der Praxis im Kontakt mit den Kunden umgesetzt. Darüber hinaus nehmen
sie an Workshops für Gesprächsführung und Teamarbeit teil. Neben den rechtlichen
Grundlagen zu arbeitsmarktpolitischen und sozialversicherungsrechtlichen
Aufgaben lernen sie Techniken und Strategien zur Lösung von Problemsituationen.
Die praktische Ausbildung für die zukünftigen Fachangestellten wird ergänzt durch
Unterrichte und Lehrgänge in den Bildungszentren der Bundesagentur für Arbeit (BA)
und durch den Berufsschulunterricht in überörtlichen Fachklassen.

Für das nächste Jahr laufen bereits die Bewerbungsverfahren. An der Hochschule
der Bundesagentur für Arbeit (BA) besteht die Möglichkeit, zwei verschiedene
Bachelor-Studiengänge zu absolvieren, in den Bereichen Arbeitsmarktmanagement
oder Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung. Wer dazu gehören will, sollte
nicht lange warten. Bewerber für das duale Studium sollten mindestens eine gute
Fachhochschulreife erreicht haben. Besonderer Wert wird auf eine soziale Einstellung,
Flexibilität und Teamfähigkeit gelegt. Darüber hinaus ist die Fähigkeit zum Umgang
mit Menschen eine wichtige Voraussetzung.

Bewerbungen gehen an die Agentur für Arbeit Dortmund, Steinstr. 39, 44147 Dortmund.
Informationen gibt Monika Knaup (Interner Service Dortmund) unter Telefon
(0231) 842-9100. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Berufsinformationszentrum
(BiZ).

Chefin der Agentur für Arbeit besuchte die Ev. Stiftung Volmarstein

Logo201506 30„Ich bin beeindruckt, wie komplex und vielfältig das Unternehmen ist“, sagte Maren Lewerenz bei ihrem Besuch in der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Die neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Hagen sowie Bereichsleiterin Verena Stolte besuchten die Werkstatt für behinderte Menschen und die Püschel Elektrotechnik GmbH, um sich vor Ort einen Eindruck zu machen. „Sie bieten ein sehr differenziertes Arbeitsangebot. Und was mich besonders freut: Vielfältigkeit auch für Menschen mit Behinderung“, so Lewerenz.

Der Vorstand der Ev. Stiftung Volmarstein, Pfr. Jürgen Dittrich und Markus Bachmann, gaben der Neu-Hagenerin einen kurzen Überblick über die Arbeitsfelder der Stiftung, die mit rund 3.200 Mitarbeitenden zu den großen Arbeitgebern der Region gehört. Gemeinsam mit Bereichsleiter Dirk Domann, der stellvertretenden Werkstattleitung Inka Krefting und Produktionsleiter Lars Ahlborn besuchten sie dann verschiedene Abteilungen der Werkstatt für behinderte Menschen in Volmarstein. Mit der Firma Püschel Elektrotechnik GmbH in Wetter-Wengern lernte die neue Chefin der Arbeitsagentur ein mit der Werkstatt sehr eng kooperierendes Tochterunternehmen kennen, das eine Vielzahl von Praktikumsplätzen und ausgelagerten Werkstattarbeitsplätzen bietet. Dort produzieren Arbeitnehmende mit und ohne Behinderung Feinsicherungen und verkaufen diese weltweit.

„Die Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen ist mir eine Herzensangelegenheit. Volmarstein leistet in der Region einen wichtigen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsleben“, betonte Lewerenz. Vorstand Markus Bachmann sagte: „Ich freue mich auf eine weiterhin enge und konstruktive Zusammenarbeit. Denn für die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung oder für die Bekämpfung des Fachkräftemangels müssen wir alle Kräfte bündeln.“

Sabine Riddermann, Leiterin des Geschäftsbereichs Rehabilitation und Prävention, lud die Chefin der Arbeitsagentur zu einem zweiten Besuch in Volmarstein ein, um ihr einen Einblick in das Berufsbildungswerks Volmarstein zu geben, in dem rund 340 junge Menschen mit Körperbehinderungen und mit Autismus-Spektrum-Störungen eine Ausbildung absolvieren.

„Höhere Kartoffelpreise und Hartz IV“ – Leserbrief von Ruth Sauerwein

>>Zwei Meldungen gingen in dieser Woche durch die Presse: Der Hartz-IV-Satz wird 2019 um 8 Euro erhöht auf dann 424 Euro. Und: Die Kartoffeln werden um 30 Prozent teurer. Auch bei Milchprodukten und anderen Lebensmitteln sollen die Preise steigen. Menschen mit geringem Einkommen – Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner, Geringverdiener, die aufstocken müssen -leiden besonders unter diesen Preissteigerungen. Sollte es nicht möglich sein, Empfängerinnen und Empfänger von Hartz IV und Grundsicherung mehr als diese 8 Euro und das erst im kommenden Jahr zukommen zu lassen? Die Preise steigen schon jetzt und 8 Euro fangen die Belastungen nicht auf.

Ruth Sauerwein, Hagen<<

Sozialausschuss der Stadt Hagen diskutiert Wohnungslosigkeit und sozialen Arbeitsmarkt

Intensiv mit der Frage der steigenden Wohnungslosigkeit in Hagen und dem Stand der Vorbereitungen für das Bundesprogramm „Sozialer Arbeitsmarkt“ befasste sich der Sozialausschuss der Stadt Hagen in seiner Sitzung am 11. September.

Klaus Gierke vom Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen berichtete zunächst über das Konzept der Zentralen Fachstelle für Wohnraumsicherung und Wohnraumversorgung in Notfällen. Im Jahr 2017 war die Fachstelle in 1.082 Fällen aktiv, um Wohnungsverlust zu verhindern. 110 Menschen mussten im Jahr 2017 ordnungsrechtlich untergebracht werden (2016 waren es 46 Fälle), bis zum 31. Juli dieses Jahres waren es bereits 128. Der Anstieg in den beiden Vorjahren entspricht dem Trend in vergleichbaren Städten und ist auch auf die besondere Zuwanderungssituation zurückzuführen.

Der Leiter des Männerasyls in der Tuchmacherstraße, Burkhardt Müller, berichtete dem Ausschuss von seiner Arbeit. Die Einrichtung beherbergt täglich im Schnitt 30 Menschen. Der Sozialausschuss wird diese Thematik in der übernächsten Sitzung noch einmal aufgreifen.

Zum Thema Sozialer Arbeitsmarkt konnte die Leiterin des Jobcenters, Andrea Henze, über den positiven Vorbereitungsstand der Hagener Akteure berichten. Das Programm Sozialer Arbeitsmarkt soll insbesondere Langzeitarbeitslosen eine neue Perspektive ermöglichen. In Hagen gibt es fast 18.000 erwerbsfähige Menschen, die leistungsberechtigt nach dem Sozialgesetzbuch II sind, darunter 3.867 Langzeitarbeitslose. Für 181 Menschen könnte diese neue Förderung nach dem Programm Sozialer Arbeitsmarkt in Frage kommen.

Sozialdezernentin Margarita Kaufmann begrüßte das Programm und stellte die Unterstützung der Verwaltungsspitze, der Fachbereiche und der städtischen Töchter dar.

Valerie Holsboer kommt am 18. September ins Jobcenter Hagen

BA-Vorstandsmitglied fährt mit dem Bewerber-Shuttle
Wenn am Dienstag, 18. September, um 11 Uhr der Bewerber-Shuttle des Hagener Jobcenters am Berliner Platz startet, sitzt eine prominente „Bewerberin“ mit im Bus zu den Arbeitergebern: Valerie Holsboer, Vorstand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit. Sie schaut sich das Hagener Angebot zur bundesweiten Aktionswoche „Einstellungssache! Jobs für Eltern“ persönlich an. Seit 2014 fährt der Bewerber-Shuttle Bewerberinnen und Bewerber zu Vorstellungsgesprächen.
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Zuvor besucht das BA-Vorstandsmitglied „Job Future“, das Weiterbildungs-Informationszentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18. Hier treffen sich die Bewerberinnen und Bewerber vor der Tour. Eigens zur Aktion „Einstellungssache“ gibt es außerdem eine Ausstellung des Hannoveraner Künstlers Dennis Hofmann. Er hat das mit 25 Metern längste Bild Deutschlands zum Thema „Arbeitssuche“ gemalt. In Hagen werden ein Teil des Bildes sowie zwei Poster des Künstlers zum ersten Mal außerhalb Hannovers ausgestellt. Die Bilder können zu den regulären Öffnungszeiten von „Job Future“ angeschaut werden.
Info: Arbeitgeber, die den Bewerber-Shuttle kennen lernen oder nutzen möchten, können sich an Britta Moranz unter Telefon 02331/36758-809 oder Rosemarie Wrede -826 wenden.
Job Future ist das Weiterbildungs-Infozentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18. www.jobfuture.info
Informationen gibt es auch im Internet unter www.jobcenter-hagen.de.

 

NGG: Küchenhilfen in Hagen zwangsweise auf „Lohn-Diät“

NGG | Schuften auf Hochtouren, verdienen auf Sparflamme: In der Gastronomie in Hagen gibt es rund 1.550 Mini-Jobs. Allerdings lassen Hotels, Restaurants und Gaststätten einen Großteil der Mini-Jobber für Niedriglöhne arbeiten, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele Spülkräfte, Küchenhilfen, Zimmerfrauen und Aushilfskellner werden zwangsweise auf ‚Lohn-Diät‘ gesetzt – Hilfskräfte verdienen in der Gastronomie in Hagen oft nur ‘nen Appel und ‘n Ei“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen. Mit 9,25 Euro pro Stunde liege eine angelernte Kraft „schon jetzt im Lohnkeller“.

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Sie kritisiert, dass „die Gastro-Chefs keine Anstalten machen, an diesem Zustand etwas zu ändern“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe in NRW hätten die Arbeitgeber „auf stur geschaltet“ und für ungelernte Kräfte lediglich ein Prozent mehr Lohn im ersten Jahr angeboten und ein weiteres Prozent im Folgejahr. Isabell Mura reagiert darauf wütend: „Das wären fürs erste Jahr nicht einmal 10 Cent pro Stunde mehr. Der Stundenlohn würde dann bei 9,35 Euro liegen – und damit nur 16 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro, der ab kommenden Januar ohnehin gilt. Das ist einfach nur unverschämt. Denen, die die Küchen und Restaurantbetriebe in Hagen am Laufen halten, wird hier – ums in der Küchensprache zu sagen – ein ‚Mager-Lohn‘ serviert.“

 

Das Lohnangebot der Arbeitgeber bezeichnet NGG-Geschäftsführerin Mura als „schlechten Küchenwitz“. Damit werde nicht einmal die Inflation aufgefangen. Dies bedeute einen Reallohn- und damit auch Kaufkraftverlust. Wenig besser sehe es bei Köchen, Kellnerinnen und Rezeptionistinnen aus: Für Fachkräfte hätten die Arbeitgeber lediglich 2,5 Prozent Lohnerhöhung im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten. „Das ist mit der NGG nicht zu machen“, sagt Mura. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Nordrhein-Westfalen gehen Mitte Oktober in die nächste Runde.

 

Mura kündigt jetzt an, bis dahin eine „Gastro-Offensive“ zu starten. Die NGG will dabei Flugblätter mit Tarif-Infos auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Hagen verteilen und gezielt Aktionen machen. „Bei erweiterten Frühstückspausen und über Betriebsräte werden wir die Belegschaften informieren und den Gastro-Protest formieren“, so Mura.

Hartz IV: Paritätischer fordert Regelsatz von 571 Euro

Als viel zu niedrig und „Ausdruck armutspolitischer Ignoranz“ kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die geplante Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und bei der Altersgrundsicherung zum 1.1.2019 um lediglich 8 Euro auf dann 424 Euro für Singles und um 5 Euro auf 245 Euro für kleine Kinder. Nach einer Expertise der Paritätischen Forschungsstelle sei eine Anhebung der Regelsätze für Erwachsene auf mindestens 571 Euro erforderlich. Darüber hinaus fordert der Verband die Einführung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung.

„Der jetzige Regelsatz ist das Ergebnis manipulativer Eingriffe in die statistischen Berechnungen, kleinlicher Missgunst und armutspolitischer Ignoranz. Ohne jegliche Korrektur werden die viel zu niedrigen Regelsätze nun schlicht entsprechend der Preis- und Lohnentwicklung fortgeschrieben. Mit diesen Armutssätzen wird die Spaltung der Gesellschaft weiter vorangetrieben“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Als Sofortmaßnahme fordert der Verband die Erhöhung der Regelsätze um 37 Prozent: Nach den Berechnungen der Forschungsstelle müsste der Regelsatz für Erwachsene bei sachgerechter Herleitung von derzeit 416 um mindestens 155 Euro angehoben werden. Der Paritätische fordert darüber hinaus die Einsetzung einer unabhängigen Kommission, die sich mit der Frage des Mindestbedarfes von Menschen und seiner Bemessung in grundlegender Weise auseinandersetzt.

Der Verband hatte zuletzt im Frühjahr unter dem Motto „Hartz IV hinter uns lassen“ eine konsequente Neuausrichtung der Grundsicherung für Arbeitslose gefordert. „Es ist Zeit, zu brechen mit der misanthropischen Grundhaltung und dem negativen Menschenbild der Hartz-Gesetze, mit dem der Sanktionsapparat, aber auch die unter der Armutsgrenze liegenden Geldzuwendungen begründet werden“, so Schneider. Notwendig seien u.a. eine Stärkung der Arbeitslosenversicherung und der Umbau der Arbeitsförderung von dem bisherigen Sanktionssystem zu einem echten Hilfesystem. Der Paritätische fordert dazu u.a. die Abschaffung der Sanktionen, den Ausbau von Qualifizierungs- und Arbeitsfördermaßnahmen sowie den Aufbau eines sozialen Arbeitsmarktes. Eine Neuausrichtung der Grundsicherung müsse zudem zwingend mit der Einführung einer allgemeinen existenzsichernden Kindergrundsicherung verknüpft werden.

Ruhrgebiet soll innovativste Bildungs- und Wissensregion Deutschlands werden

Das Ruhrgebiet soll zur innovativsten Bildungs- und Wissensregion Deutschlands aufsteigen, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Chancen haben. Dies ist das Ziel der neuen Initiative, die der Regionalverband Ruhr, RuhrFutur und die TalentMetropole Ruhr heute in Essen vorgestellt haben. Zum Auftakt bringt der Kongress ZukunftsBildung Ruhr 2018 am 20. und 21. September mehr als 600 Fachleute aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in der Philharmonie Essen zusammen. Der öffentliche Kongress steht im Mittelpunkt der TalentTage Ruhr 2018, die vom 19. bis 29. September gleichzeitig in 27 Städten innovative Angebote der Nachwuchsförderung präsentieren.

Kongress ZukunftsBildung Ruhr
Sie wollen die Bildungschancen von jungen Menschen im Ruhrgebiet verbessern (von links): Ulrike Sommer, Oliver Weimann, Bärbel Bergerhoff-Wodopia und Karola Geiß-Netthöfel

„Das Ruhrgebiet ist eine Chancenregion mit einem enormen Potenzial an Talenten“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr, dessen Leitprojekt die TalentMetropole Ruhr ist. „Die TalentTage Ruhr als bundesweit einzigartiger Bildungsmarathon sowie die Partnerschaft mit dem Regionalverband Ruhr und RuhrFutur sind beste Beispiele dafür, wie sich dieses Potenzial im Schulterschluss aller wesentlichen Akteure heben lässt.“

„In der Metropole Ruhr wird Bildung mehr und mehr zum Motor für regionale Entwicklung“, sagt Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr. „Die vielen guten Beispiele aus der Praxis dürfen nicht modellhaft bleiben, sondern müssen in die Breite getragen werden. Unsere gemeinsame Initiative will sichtbar machen, vernetzen und Allianzen schmieden, um die Bildungs- und Wissensregion weiter zu stärken.“

„Wir können Kooperation“, sagt Ulrike Sommer, Geschäftsführerin der RuhrFutur gGmbH. „Zusammenarbeit von unterschiedlichen Bildungsakteuren zu stiften, zu unterstützen und zu begleiten: Dies ist Teil der DNA von RuhrFutur. Wir wirken gemeinsam mit unseren Partnern für eine Region, die, wie keine andere, jedem Kind und jedem Jugendlichen faire Bildungschancen eröffnet und Aufstieg durch Bildung ermöglicht.“

„11 Tage für Talente“ in jeder zweiten Stadt des Ruhrgebiets RVR und RuhrFutur zählen zu den insgesamt 140 Partnern der TalentMetropole Ruhr, die sich im Rahmen der TalentTage Ruhr engagieren. Unter dem Motto „11 Tage für Talente im Ruhrgebiet“ finden die TalentTage Ruhr bereits zum fünften Mal statt. Bei insgesamt rund 200 Veranstaltungen erwartet die TalentMetropole Ruhr etwa 40.000 teilnehmende Kinder, Jugendliche, Studierende, Eltern, Lehrer und weitere Bildungsexperten – so viele wie noch nie. Initiativen, Hochschulen, Unternehmen, Kommunen, Kammern und Vereine zeigen, wo Talente zu finden sind und wie Nachwuchsförderung dank individueller Bildungsangebote gelingt.

Das Angebot umfasst unter anderem Bewerbertrainings, Messen zu Ausbildung und Studium, Tage der offenen Tür, Workshops zur Selbstbehauptung von Kindern oder Coachings für Eltern. Weitere Höhepunkte sind die Verleihung des TalentAward Ruhr für erfolgreiche Projekte in der Nachwuchsförderung am 20. September sowie die WissensNacht Ruhr des RVR am 28. September.

Erstmals im Programm ist die startupweek:RUHR. Die größte dezentrale Veranstaltungsreihe von und für digitale Startups im Ruhrgebiet wird koordiniert vom ruhr:HUB, der zentralen Anlaufstelle für digitale Wirtschaft in der Region. „Die Gründerszene im Ruhrgebiet wächst dynamisch“, sagt Oliver Weimann, Geschäftsführer des ruhr:HUB. „Die startupweek:RUHR führt junge, motivierte Menschen aus Schule und Studium mit spannenden Angeboten an das Thema Gründung heran.“

Agentur für Arbeit Hagen am 12. September geschlossen

Wegen einer internen Veranstaltung ist die Agentur für Arbeit Hagen am
Mittwoch, 12.09.2018, für den Publikumsverkehr ohne vereinbarten Termin
geschlossen. Kundinnen und Kunden mit Terminen sind nicht betroffen,
diese finden statt.
Für diesen Tag vorgesehene persönliche Arbeitslosmeldungen können ohne
Rechtsnachteile am nächsten Tag (Donnerstag, 13.09.2018) nachgeholt werden.
Andere Anliegen können auch telefonisch geklärt werden. Telefonkontakte über die
kostenlosen Servicerufnummern 0800 4 5555 00 für Arbeitnehmer und
0800 4 5555 20 für Arbeitgeber sind unverändert über das Service-Center in der Zeit von 8 bis 18 Uhr möglich.

IG Metall: Hawker zurück in der Tarifbindung

Kevin Schmitz | Der Arbeitgeber hatte vor mehr als einem Jahrzehnt den Arbeitgeberverband und damit auch die Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie hinter sich gelassen. Im Zuge dieses Bruches waren die Beschäftigten aufgefordert, einzelarbeitsvertragliche Änderungen und damit die Anhebung ihrer individuellen, regelmäßigen Arbeitszeit – von 35- auf 40 Stunden – zu unterzeichnen.

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Seit über einem Jahr arbeitet die IG Metall, gemeinsamen mit Ihren Mitgliedern und aktiven GewerkschaftsfunktionärInnen, an einem Haustarifvertrag. Sowohl die Tarif- und Verhandlungskommission, die maßgeblich an der Abstimmung und Kommunikation der Tarifverhandlungen beteiligt waren, als auch die Betriebsräte und Vertrauensleute, haben über Monate in die Tarifbewegung investiert.

Nun melden sie „Erfolg“: „Dieser Haustarifvertrag bildet den Querschnitt der Interessen im Unternehmen hervorragend ab. Er ist ein Gewinn für die kontinuierliche Anteilnahme der Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens und birgt Vorteile für alle Alters- und Beschäftigtengruppen. Er ermöglicht älteren KollegInnen einen felxiblen Übergang in die Rente und sichert jungen KollegInnen eine Perspektive im Unternehmen.“, unterstreicht Jens Mütze – Geschäftsführer IG Metall Hagen – den Erfolg für die IG Metall Mitglieder im Betrieb. Für die Unternehmensseite war Herrn Helmut Jakobs – Personalleiter der Hawker GmbH – für die Verhandlungen bevollmächtigt worden

Der Tarifvertrag beinhaltet unter anderem die regelmäßige Verpflichtung zu Gesprächen über Entwicklung der Entgelte in der Metall- und Elektroindustrie, sichert den Auszubildenden und dual Studierenden im Unternehmen die unbefristete Übernahme und ermöglicht es altgedienten MitarbeiterInnen flexibel und vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Für einen Teil der Belegschaft wird es in 2018 und 2019 ermöglicht frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Sie verzichten im Endspurt ihrer Erwerbstätigkeit auf Teile ihre Entgeltes und erhalten einen Zuschuss, um bis zu 1 ½ Jahre vor dem Beginn der Altersrente, von der Arbeit freigestellt zu werden (Alterteilzeit). Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum Monat Mai 2018 eine Entgelterhöhung in Höhe von 3,75 % und die zustehenden Urlaubtage werden nun automatisch schrittweise an das übliche, tarifliche Niveau der Metall- und Elektroindustrie angepasst. Neueingestellte MitarbeiterInnen erhalten 26 Urlaubstage bei ihrer Einstellung und erhalten je Jahr Betriebszugehörigkeit einen weiteren Tag, jedoch maximal 30 Urlaubstage.

Jens Mütze:
„Die MitarbeiterInnen der Hawker GmbH haben sich diesen Tarifvertrag hart erarbeitet.
Zum einen durch Ihren täglichen Einsatz an ihrem Arbeitsplatz und selbstverständlich ihr ehrenamtliches Engagement bei den Informationsveranstaltungen vor dem Tor,
den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber und der ständigen Information der KollegInnen im Betrieb. Wir sind stolz auf diesen Haustarifvertrag und froh, dass wir nach dem Austritt der Hawker Gmbh aus dem Arbeitgeberverband, nun auch eine Verabredung getroffen haben, regemäßig und verbindlich über die Entgelte der KollegInnen zu verhandeln. Die Belastungen am Arbeitsplatz sind vielschichtig und nehmen stetig zu, umso wichtiger ist es für unsere KollegInnen einen frühzeitiger Übergang in die Altersrente ermöglich wird und wir es gleichzeitig hinbekommen jungen Menschen eine Perspektive in den Betrieben zu geben. Und auch die Anwendung der tariflichen Arbeitszeit, von in der Regel 35 Stunden/ Woche, die MitarbeiterInnen freiwillig wählen können, ist ein richtiges Zeichen für die Flexibilisierung der Arbeitszeit.“

Milan Kuseta:

Mitglied der Verhandlungskommission

„Wir sind froh, dass wir eine Basis geschaffen haben, regelmäßig mit dem Arbeitgeber über die Entgeltentwicklung, die Perspektive für unsere jüngsten KollegInnen und den flexiblen Übergang in die Rente sprechen zu können. Ich persönlich habe mir einen höheren Entgeltzuwachs vorgestellt aber ein Tarifvertrag ist eben ein Kompromiss und mit Blick auf unsere Geschichte eine echte Errungenschaft für die gesamte Belegschaft.“

Jan Schweizer

Stellv. Betriebsratsvorsitzender

„Auch der Betriebsrat freut sich über den Abschluss des Haustarifvertrages. Dank des Engagements vieler KollegInnen in der Tarifkommission wurde, nach langen und fairen Verhandlungen, dieses positive Ergebnis erzielt.“

Quelle: IG Metall

Beim Frühstück zum neuen Arbeitsplatz

Das Jobcenter Hagen schlägt schmackhafte Wege bei der Vermittlung ein.
Darf’s noch ein Kaffee sein? Oder gleich ein Jobangebot? Beim Bewerber-Frühstück des Jobcenters Hagen ist der Weg zur Arbeitsaufnahme mit Brötchen und Gemüsesticks gespickt. Heute treffen sich im „Job Future“ am Graf-von-Galen-Ring Frauen und Männer, die an der Aktion „Einstellungssache – Jobs für Eltern“ teilnehmen. „Einstellungssache“ wird von Jobcentern bundesweit mit unterschiedlichen Aktionen angeboten. In Hagen gibt es eine ganze Aktionswoche vom 17. bis 21. September. Die Vorbereitung der 37 Teilnehmenden hat schon begonnen. Gemeinsam frühstücken gehört dazu, um in ungezwungener Atmosphäre mit den Bewerber*innen über ihre Perspektiven ins Gespräch zu kommen.
JC
 
Seit zwei Wochen werden die Männer und Frauen – fast alle Eltern – darauf vorbereitet, in der 38. Kalenderwoche mit dem Bewerber-Shuttle zu fahren. „Den Bewerber-Shuttle haben wir 2014 extra für Einstellungssache ins Leben gerufen. Damals haben wir zum ersten Mal Arbeitssuchende mit Bussen zum Speeddating bei Unternehmen gefahren“, berichtet Rosemarie Wrede vom Bewerber-Service des Jobcenters. Das Besondere: Ausgehend von den Talenten und Voraussetzungen der Bewerber*innen werden Arbeitgeber angesprochen. Inzwischen wird der Shuttle das ganze Jahr über angeboten. Doch für die diesjährige Aktionswoche bietet die Vorbereitungsphase noch viel mehr als Coaching.
 
„Bei der Vorbereitung ist uns wichtig, möglichst viele Aspekte der Teilnehmer*innen zu betrachten“, berichtet Arbeitsvermittlerin Britta Moranz. Das heißt: Das familiäre Umfeld, die Gesundheit, das Auftreten und Aussehen, aber auch das Wohlbefinden. Deshalb ist in diesem Jahr erstmals eine professionelle Stylistin dabei, die den Bewerber*innen individuelle Tipps gibt. „Sie war sogar mit uns shoppen“, erzählt Zlatko Obradovic, der schick gekleidet am Frühstückstisch sitzt. Der 54-Jährige Industriekaufmann sucht eine Anstellung als Vertriebler. Er ist von der Betreuung durch das Jobcenter und den beauftragten Bildungsträger Tertia begeistert. „Alle, die mit uns zutun haben, haben Zeit für uns. Sie nehmen uns ernst. Man wird an die Hand genommen bei den ersten Schritten zurück ins Berufsleben.“
 
Die 33-jährige Irina Heid ist alleinerziehend mit zwei Kindern. Sie hat Betriebswirtschaft studiert und möchte gern in der Verwaltung arbeiten. Aus der Gruppe ist sie die erste, die ein Vorstellungsgespräch hat – sogar noch vor der eigentlichen Aktion. „Morgen ist es soweit“, erzählt sie. Irina Heid fühlt sich gut vorbereitet: „Wir haben alles Wichtige mitbekommen, wie Motivation, Bewerbungsunterlagen, tolle Fotos, Übung für Vorstellungsgespräche.“ Auch sie lobt die Betreuung durch Jobcenter und Tertia.
 
Damit „Einstellungssache“ reibungslos für die Bewerber*innen läuft, sorgt das große Team des Jobcenters. Alle Bereiche arbeiten Hand in Hand. „Ohne die Kolleginnen und Kollegen, die im Hintergrund agieren, die zum Beispiel direkt die Bewerbungskosten überweisen und heute beim Frühstück helfen, würde das nicht klappen“, sagt Britta Moranz. Zlatko Obradovic fasst es so zusammen: „Das Wichtigste ist, dass man das Gefühl hat, dass jemand da ist und sich kümmert. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ich komme richtig gern hierhin.“
 
Info: Arbeitgeber, die den Bewerber-Shuttle kennen lernen oder nutzen möchten, können sich an Britta Moranz unter Telefon 02331/36758-809 oder Rosemarie Wrede -826 wenden.
Job Future ist das Weiterbildungs-Infozentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18.
Informationen gibt es auch im Internet unter www.jobcenter-hagen.de.
 

 

NGG kritisiert: Lohn-Geiz an Theke und Tresen

Die 2.920 Beschäftigten des Hagener Gastgewerbes müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten – trotz solider Wirtschaftslage in der Branche. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „In der laufenden Tarifrunde haben die Arbeitgeber gerade einmal ein Plus von 2,1 Prozent angeboten. Das wird aber allein von der Inflation aufgefressen. Ungelernte Mitarbeiter sollen sogar ganz leer ausgehen“, berichtet Isabell Mura von der NGG Südwestfalen.

Flaute im Portemonnaie

Die Gewerkschaft nennt das Angebot einen „Schlag ins Gesicht“ für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten im Gastgewerbe. „Sie schenken spätnachts Bier aus und stehen frühmorgens an der Rezeption – wer im Restaurant oder im Hotel arbeitet, hat einen anstrengenden Job und mehr verdient als eine Nullrunde“, so Mura. Es sei unverständlich, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ausgerechnet beim Tourismus-Boom in NRW und dem Fachkräftemangel in der Branche nur ein „Mager-Angebot“ vorlege. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis.

Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gehen am 6. September in Dortmund weiter.

 

Der Arbeitsmarkt im August 2018

BA | „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig. Die Arbeitslosigkeit hat im August erwartungsgemäß leicht zugenommen. Die Zunahme war jahreszeitlich bedingt; saisonbereinigt haben sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verringert.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Arbeitslosenzahl im August: +26.000 auf 2.351.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -194.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit von Juli auf August um 26.000 auf 2.351.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den August ein Rückgang um 8.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 194.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 18.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im August 2018 bei 3.236.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juli auf 1,44 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 erhöht. Mit 44,95 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 574.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 704.000 gestiegen. Insgesamt waren im Juni nach hochgerechneten Angaben der BA 32,87 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Danach hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Mai auf Juni saisonbereinigt um 55.000 zugenommen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin sehr hoch. Im August waren 828.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 62.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen nicht verändert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im August 2018 nach dem Anstieg im letzten Berichtsmonat wieder um 3 Punkte auf 252 Punkte zurückgegangen. Der Vorjahreswert wird um 11 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im August 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei 4.139.000. Gegenüber August 2017 war dies ein Rückgang von 229.000 Personen. 7,6 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Für Ausbildungssuchende haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle rechnerisch weiter verbessert. Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 521.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren seit Oktober 548.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 23.000 mehr als vor einem Jahr. Von den Ausbildungssuchenden waren 91.000 im August noch unversorgt. Zusätzlich waren noch 49.000 Bewerber, die bereits eine Alternative haben, weiterhin auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Demgegenüber waren im August noch 149.000 unbesetzte Ausbildungsstellen zu vermitteln. In den nächsten Wochen werden erfahrungsgemäß noch bislang unversorgte Bewerber eine Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen besetzt werden. Wie in den Vorjahren zeigen sich jedoch auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

„Sozialer Arbeitsmarkt wichtig für die Region“

René Röspel und Ralf Kapschack: Sozialer Arbeitsmarkt wichtig für die Region

SozialerArbeitsmarkt
Die beiden Abgeordneten Ralf Kapschack (links) und René Röspel waren
sich mit der Geschäftsführerin des Jobcenters Hagen Andrea Henze einig,
dass ein sozialer Arbeitsmarkt nötig und sinnvoll ist.

„Mit einem sozialen Arbeitsmarkt erhalten nicht nur langzeitarbeitslose
Menschen eine neue Perspektive auf Beschäftigung, sondern auch die
Gesellschaft profitiert, wenn wir Arbeit statt Arbeitslosigkeit
finanzieren.“ Davon zeigen sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten
Ralf Kapschack (EN Nord) und René Röspel (Hagen/EN-Süd) überzeugt, die
jetzt mit der Geschäftsführerin des Jobcenters Hagen Andrea Henze über
die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines sozialen Arbeitsmarktes
gesprochen haben. Dabei waren sich alle Beteiligten einig: Ein sozialer
Arbeitsmarkt wäre nicht nur für die betroffenen Langzeitarbeitslosen,
sondern auch für die Region ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Dafür müsse der Bund aber genügend Geld in die Hand nehmen, und
Langzeitarbeitslose müssten früher als bisher vorgesehen von der neuen
Förderung profitieren.
Trotz der sinkenden Arbeitslosigkeit sind im Job-Center-Bereich Hagen
weiterhin mehr als 12.000 Menschen langzeitarbeitslos und finden in der
insgesamt guten Situation auf dem Arbeitsmarkt keine Arbeit. Oftmals
erschweren fehlende Schul- oder Berufsabschlüsse oder andere Hindernisse
die Vermittlung. Viele langzeitarbeitslose Menschen kämpfen zudem mit
gesundheitlichen oder sozialen Problemen, die sich durch die lange
Arbeitslosigkeit weiter verschlechtern.
„Arbeit ist auch immer eine Form der sozialen Teilhabe, denn Arbeit gibt
den Menschen Selbstachtung, eine geregelte Tagesstruktur und regelmäßige
soziale Kontakte“, sind Kapschack und Röspel sicher. Sie setzen sich
seit vielen Jahren für einen sozialen Arbeitsmarkt ein. Nun sei das
Thema erfolgreich von der SPD in den Koalitionsvertrag der Großen
Koalition eingebracht worden, freuen sich die beiden heimischen
Bundestagsabgeordneten: „Jetzt geht es um die Umsetzung.“
Mit Andrea Henze sprachen Kapschack und Röspel auch über das
Positionspapier zu den Bedingungen des sozialen Arbeitsmarktes, das
gerade gemeinsam von der Stadt Hagen, dem DGB, der SIHK und der
Handwerkskammer an die Bundespolitik gerichtet worden ist. Neben der
Forderung nach einer Vergütung auf Basis der ortsüblichen Tariflöhne
sollen gemäß diesem Papier auch andere Fördervoraussetzungen gelten:
vier statt wie bisher vorgesehen sieben Jahre Leistungsbezug sollen für
eine Teilnahme ausreichen. Andrea Henze betonte, dass bei guter
Finanzierung eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden könnten,
die nicht nur für die betroffenen Menschen einen großen Schritt
darstellen: „Das kann auch zu einer Entlastung der kommunalen Haushalte
führen, wenn Kundinnen und Kunden des JobCenters aus dem Leistungsbezug
fallen.“
Kapschack und Röspel sind sich nach dem Gespräch einig: „Nicht nur die
Langzeitarbeitslosen in unserer Region, sondern auch Hagen und der
EN-Kreis werden von einem sozialen Arbeitsmarkt profitieren.“ Jetzt gehe
es darum, den Koalitionspartner von diesen sinnvollen Forderungen zu
überzeugen, auch wenn sie über die Koalitionsvereinbarungen hinausgehen,
„nur so schaffen wir eine wirkliche neue Teilhabechance für
Langzeitarbeitslose.“

Schlau machen beim NRW-Tag

Das Ministerium für Schule und Bildung präsentiert die Lehrerkampagne in Essen

Am Wochenende feiert das Land Nordrhein-Westfalen seinen 72. Geburtstag in Essen. Mit dabei: Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB), das unter dem Motto „Schlau machen – Lehrer werden“ Jugendliche und ihre Familien dazu einlädt, sich über ihre berufliche Zukunft in Nordrhein-Westfalen zu informieren.

Im Mittelpunkt des Auftritts steht die aktuelle Werbekampagne, die dazu aufruft, Lehrer oder Lehrerin in NRW zu werden. „In unseren Schulen sollen unsere Kinder und Jugendlichen beste Bildung bekommen. Dafür brauchen wir ausreichend Lehrerinnen und Lehrer, die die Talente unserer Schülerinnen und Schüler fördern und sie fit machen für die Zukunft“, sagt Ministerin Yvonne Gebauer zur großen Bedeutung des Lehrerberufs, der in Essen auf dem NRW-Tag besondere Aufmerksamkeit erfährt.

Ganz im Sinne des familienfreundlichen Bürgerfestes setzt die Präsentation im MSB-Zelt auf eine Kombination aus Informationen, Beratung, Give-Aways und Mitmach-Aktionen. So können zum Beispiel Familien mit kleinen Kindern Sonnenkäppchen basteln. Ein großformatiges Holzpuzzle mit Schlagworten zu schulpolitischen Kernthemen bietet Anknüpfungspunkte für (Beratungs-)Gespräche. Zusätzlich wird ein Aktionskünstler mit Ballonskulpturen in NRW-Farben für Aufmerksamkeit sorgen.

Das Zelt des MSB ist auf der sogenannten „Landesmeile“ der nordrhein-westfälischen Landesregierung in der Essener Innenstadt vertreten. In dem Gebiet vom Burgplatz über die Kettwiger Straße und den Kardinal-Hengsbach-Platz bis zum Domhof stellen sich die Ministerien des Landes am Samstag, 01.09.2018, von 10.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag, 02.09.2018, von 11.00 bis 18.00 Uhr vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben an den Ständen spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag und stehen gerne für Fragen zur Verfügung. Abgerundet wird die NRW-Ministerien-Meile durch eine Bühne, auf der an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Programm geboten wird.

Weitere Informationen zum NRW-Tag in Essen unter http://url.nrw/NRW-Tag2018.

Orientierungs-beratung für Existenzgründer weiterhin gut gefragt

Die Nachfrage nach der Förderung von Existenzgründungen ist ungebrochen.
In diesem Jahr wurden bereits 58 ehemals arbeitslose Antragsteller auf dem
Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Dabei gab es die unterschiedlichsten
Geschäftsmodelle – von der IT-Beratung bis zum Modedesign.
Wichtig ist in jedem Fall, gut informiert und vorbereitet zu sein. Die Agentur
für Arbeit Hagen bietet in Kooperation mit der SIHK am Montag, 3. September
2018, von 14 bis 16 Uhr wieder eine Infoveranstaltung zur Orientierung für
Existenzgründer in den Räumen der SIHK, Bahnhofstr. 18 in Hagen, an.
Bei diesem kostenlosen Angebot gibt es Erstinformationen, die für den Schritt in die
Selbstständigkeit bedeutsam sind. Themen sind Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote. Diese Orientierungsberatung ist kein Ersatz für ein Existenzgründerseminar.
Weitere Informationen gibt es im Startercenter Märkische Region bei Bettina
Michutta unter Tel. 02331 – 390 284. Weitere Details auch online:
http://www.sihk.de/veranstaltungen,
Suchwort „Existenzgründung“.

57.000 Gästeankünfte im ersten Halbjahr

Gewerkschaft NGG fordert Lohn-Plus
für 2.920 Beschäftigte im Gastgewerbe

NGG | Tourismus auf Hochtouren: Rund 57.000 Urlauber und Geschäftsreisende kamen im ersten Halbjahr nach Hagen – 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei zählte die Stadt insgesamt 141.000 Übernachtungen in- und ausländischer Gäste (plus 3,6 Prozent). Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Südwestfalen beruft sich dabei auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamtes. Danach steuert der nordrhein-westfälische Tourismus mit 11,4 Millionen Gästeankünften zwischen Januar und Juni auf das neunte Rekordjahr in Folge zu.

Von der „soliden Betten-Bilanz“ und immer neuen Umsatzrekorden in der Branche sollen jetzt aber auch die Mitarbeiter in Hotels, Pensionen und Restaurants profitieren, fordert die NGG. „Ohne sie wäre der Tourismus-Boom gar nicht vorstellbar“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Die Gewerkschaft verlangt in der anstehenden Tarifrunde für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein Lohn-Plus von sechs Prozent. Davon würden in Hagen rund 2.920 Beschäftigte profitieren. „Eine gelernte Köchin hätte damit am Monatsende etwa 120 Euro mehr auf dem Lohnzettel“, so Mura. Auszubildende sollen in jedem Lehrjahr 100 Euro mehr pro Monat bekommen.

Zugleich verlangt die Gewerkschaft einen „Zukunftsplan“ für das NRW-Gastgewerbe. Mura: „Hotels und Restaurants finden mittlerweile kaum noch Fachkräfte. Deshalb muss sich nicht nur an der Bezahlung etwas ändern. Bewährte Mitarbeiter brauchen Karriereperspektiven und faire Arbeitsbedingungen. Betriebe, die vor allem für unbezahlte Überstunden bekannt sind, werden kaum Schulabgänger für eine Ausbildung gewinnen.“

Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe beschäftigt nach Angaben der Arbeitsagentur rund 390.000 Menschen. Die Branche verzeichnete zuletzt einen Jahresumsatz von 16 Milliarden Euro. Die Tarifrunde zwischen NGG und Arbeitgebern beginnt am 30. August in Neuss.

NGG fordert bessere Job-Perspektiven

 

NGG | Ausbildungsvertrag in der Hand, aber was kommt danach? In Hagen können sich derzeit rund 1.470 Neu-Azubis über eine Lehrstelle freuen. So viele versorgte Bewerber zählte die Arbeitsagentur zum Start des Ausbildungsjahres. Damit die Karriere auch nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine große Hürde nach der Ausbildung, so die NGG, ist jedoch der Trend zum Job auf Zeit – zur Befristung.

 

Solche „Arbeitsplätze mit Verfallsdatum“ sind nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der Nahrungs- und Genussmittelbranche besonders verbreitet. Hier sind bundesweit knapp 54 Prozent aller Übernahmen befristet. Ähnlich sieht es bei den Neueinstellungen aus: Hier zählt die Branche mit einer Befristungsquote von 73 Prozent zu den Spitzenreitern. Auch in Hotels und Gaststätten sind diese Arbeitsverträge zum Berufsstart gang und gäbe. Dort sind laut IAB 35 Prozent aller Übernahmen befristet.

 

Isabell Mura, Geschäftsführerin der NGG-Region Südwestfalen, spricht von einer „Unternehmer-Unsitte“: Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur in vielen Branchen so stark auf Befristungen setzten. „Wer als Job-Starter eine Familie gründen oder einen Kredit für die Wohnungseinrichtung bekommen will, der braucht einen sicheren Arbeitsplatz und keinen Zitter-Vertrag“, so Mura. Dass Berufseinsteiger besonders betroffen sind, zeigt auch die amtliche Statistik. So waren in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 17 Prozent der 20- bis 30-Jährigen befristet beschäftigt – Azubis nicht mitgerechnet. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus hervor. Danach hatten insgesamt 643.000 Nordrhein-Westfalen lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag – das ist immerhin jeder zwölfte Beschäftigte.

 

Auf Unternehmer, die darüber klagen, dass sie im Gastgewerbe oder in der Ernährungswirtschaft kaum noch Fachkräfte finden, reagiert Mura mit einem Kopfschütteln: „Wer nach der Ausbildung nur einen Vertrag auf Zeit anbietet, der muss sich nicht wundern, dass sich Schulabgänger woanders umsehen.“ Spezialisten von morgen gewinne man nur mit guten Löhnen, attraktiven Arbeitsbedingungen und klaren Karriereperspektiven, so die Gewerkschafterin. Befristungen sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein. Zu den wirklich zwingenden Gründen einer Befristung gehörten etwa eine Probezeit oder Schwangerschaftsvertretung.

 

„In den Betrieben haben wir es aber immer häufiger mit Befristungen nach dem 08/15-Prinzip zu tun. Jobs auf Zeit werden zur gängigen Praxis“, betont Mura. Das Bundesarbeitsministerium plane zwar, solche Arbeitsverhältnisse einzudämmen. Befristungen ohne Sachgrund sollen danach auf 18 Monate begrenzt werden und maximal 2,5 Prozent der Belegschaft betreffen. Allerdings wären nach aktuellem Stand Betriebe mit weniger als 75 Beschäftigten vom Gesetz ausgenommen.

 

„Ein Großteil der Beschäftigten im Gastgewerbe und im Lebensmittelhandwerk hätte davon praktisch nichts“, kritisiert die Gewerkschaft und fordert daher ein vollständiges Verbot der sachgrundlosen Befristung. Dieses soll unabhängig von der Betriebsgröße gelten.

 

Darüber hinaus fordert die NGG eine Aufwertung der Berufsausbildung. „Es sollte auch mit dem Gesellenbrief möglich sein, an der Hochschule zu studieren“, sagt Mura. Bisher gibt es die Hochschulreife nur mit dem Abitur. „Viele Branchen wandeln sich mit der Digitalisierung rasant. Das bringt ganz neue Anforderungen an Fachkräfte. Ein Studium nach der Lehre kann enorm helfen, sich für die Wirtschaft 4.0 zu wappnen“, so die Gewerkschafterin.

 

Hagen: Auf Bewerber warten noch 431 Ausbildungsplätze – Lebensmittelbranche für Nachwuchs attraktiv

NGG | Last-Minute-Lehrstellen zu besetzen: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Hagen noch 431 offene Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur gemeldet. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG appelliert dabei an Schulabgänger, sich auch in der Lebensmittelbranche umzugucken. „Vom Industriekaufmann bis zur Getränke-Laborantin – die Ernährungswirtschaft bietet ein breites Spektrum, viele Perspektiven und im späteren Job auch einen überdurchschnittlichen Verdienst“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura. Auch in Hagen gibt es in der Branche laut Arbeitsagentur noch offene Ausbildungsplätze.

Schoko-Azubi

Die Lebensmittelindustrie sei in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden, betont Mura: „Hinter der Tiefkühlpizza und dem Fruchtjoghurt stecken viel Hightech und Know-how. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik deckt von der Anlagensteuerung bis zur Produktentwicklung eine breite Palette ab. Wie kaum eine andere Branche verändert sich die Ernährungswirtschaft durch die Digitalisierung – von der Produktion über die Lieferkette bis zum Kunden-Feedback per Social Media. Hier sind gerade ,Digital Natives‘ gefragt, die mit dem Smartphone oder Tablet aufgewachsen sind.“

 

Neben dem Lebensmitteltechniker suchen Betriebe nach NGG-Angaben insbesondere auch Mechatroniker- und Informatiker-Nachwuchs. Isabell Mura: „Wer sich beim Jobstart für die Ernährungsbranche entscheidet, gehört zu den Azubi-Besserverdienern. Die Vergütungen liegen zwischen 818 Euro im ersten und 1.132 Euro im dritten Lehrjahr – und damit höher als zum Beispiel bei einem Kfz-Azubi.“ Nach der Ausbildung kommt eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik auf 3.050 Euro pro Monat. Außerdem hat die NGG ein tarifliches Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Zuzahlungen des Arbeitgebers in die betriebliche Altersvorsorge durchgesetzt.

 

Mura: „Und auch wer etwas Originelles sucht, wird in der Lebensmittelindustrie fündig. Zum Beispiel als Azubi zum Speiseeishersteller oder Destillateur.“ Weitere Infos rund um die Ausbildung gibt es im Netz unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de

Ausbildungsstart bei der Sparkasse – spannend ab dem ersten Tag

Frank Walter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HagenHerdecke, begrüßte gestern unsere neuen Auszubildenden im Sparkassen-Karree. Zehn junge Kolleginnen und Kollegen starten nun ins aktive Berufsleben.

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In den nächsten zweieinhalb Jahren erwartet sie eine vielseitige und anspruchsvolle Ausbildung bei der Sparkasse.

Ob Privat- und Firmenkundengeschäft, Immobilien oder Anlageberatung – bei der Sparkasse HagenHerdecke lernen sie die wichtigsten Finanzbereiche kennen. Später können sich die jungen Bankkaufleute in verschiedenen Fortbildungen und Studiengängen an den Hochschulen und Sparkassen-Akademien weiterbilden.

Wer für das nächste Jahr eine Ausbildung sucht, sollte nicht länger warten. Schon jetzt läuft das Auswahlverfahren für 2019. Informationen zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren gibt es unter skhahe.de/ausbildung.

Neu im Azubi-Team der Diakonie Mark-Ruhr

Hagen. Ausbildung wird bei der Diakonie Mark-Ruhr seit jeher groß geschrieben,
insgesamt befinden sich knapp 200 junge Menschen im Verbund
der Diakonie Mark-Ruhr in einer Ausbildung. Neu dazu gehören
seit Mittwoch (1. August) Jessica Stiebert, Leonard Pergega und David
Kieckbusch.

20180802_Azubis DMR Zentrale Dienste
Alle drei absolvieren ihre Ausbildung in den Zentralen Diensten der Diakonie
in Hagen. Jessica Stiebert absolviert eine Ausbildung zur Kauffrau
für Büromanagement, Leonard Pergega zum Kaufmann für Büromanagement
und David Kieckbusch zum Kaufmann im Gesundheitswesen.
An ihrem ersten Tag haben Personalleiterin Stefanie Schafnitzel und
Ausbildungskoordinatorin Nicole Kuhlmann gemeinsam mit den Auszubildenden
des zweiten und dritten Lehrjahres die vielseitigen Aufgabenfelder
der Diakonie Mark-Ruhr in den Kirchenkreisen Hagen, Iserlohn,
Schwelm und Hattingen-Witten vorgestellt.

Hagener Stadtverwaltung begrüßt 46 neue Nachwuchskräfte

Die Stadt Hagen setzt auch 2018 ihr Engagement auf dem Ausbildungsmarkt fort: Für das neue Ausbildungsjahr konnte die Stadtverwaltung 46 neue Nachwuchskräfte zur Unterstützung der Stadtverwaltung gewinnen – zehn Auszubildende mehr als im Vorjahr.

 

Auszubildende 2018_Foto Clara Berwe

Der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann begrüßte die neuen Mitarbeiter heute zusammen mit Stefan Keßen, Fachbereichsleiter Personal und Organisation, und Thomas Köhler vom Gesamtpersonalrat im Rahmen einer Einführungsveranstaltung im Rathaus an der Volme. Die Auszubildenden verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Berufsgruppen: Vier Bachelor of Arts, fünf Bachelor of Laws, 13 Brandmeisteranwärter, ein Brandoberinspektoranwärter, zwei Fachinformatiker, fünf Erzieherinnen, ein Fachangestellter für Medien und Informationsdienste, eine Bauoberinspektoranwärterin, acht Verwaltungsfachangestellte, eine Hygienekontrolleurin sowie vier Kauffrauen und ein Kaufmann für Büromanagement in Kooperation mit der Caritas.

Erfolgreich in letzter Minute! Für Jugendliche und Betriebe zum Ausbildungsstart 2018

Neues Projekt der agentur mark will für das Ausbildungsjahr 2018 Jugendliche auf Lehrstellensuche und kleine Betriebe in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis zusammenbringen

Hagen | Das neue JOBSTARTER plus-Projekt „Ausbildung jetzt! Ausbildungsmanagement in HAgEN“ der agentur mark GmbH unterstützt noch für das Ausbildungsjahr 2018 Jugendliche auf Lehrstellensuche und kleine Betriebe in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die freie Ausbildungsplätze anbieten.

Mit dem JOBSTARTER plus-Projekt „Ausbildung jetzt!“ bietet die agentur mark Klein- und Kleinstunternehmen aller Branchen in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis Unterstützung und Beratung zum Thema duale Berufsausbildung und konkrete organisatorische Begleitung bei der Akquise und Ausbildung ihres Fachkräftenachwuchses. Angesprochen werden sowohl Unternehmen, die erstmalig ausbilden möchten als auch solche, die kaum oder gar nicht mehr ausbilden. Das Projektteam unterstützt die Betriebe u. a. dabei, gute Praktika zu organisieren, Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen, Probleme mit Auszubildenden zu bewältigen oder Formalitäten rund um die Ausbildung zu klären. Als Teil des Bundesprogramms JOBSTARTER plus wird das Projekt gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds.

Der Service für Schüler und Schülerinnen ist, sie zu beraten, mit den passenden Unternehmen zusammen zu bringen und möglichst in eine duale Berufsausbildung zu vermitteln.

Betriebe, die noch in diesem Jahr ihre freien Ausbildungsplätze besetzen wollen, und Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche können sich ab sofort wenden an: Stefan Bannach, Tel.: 02331-48878 23, bannach@agenturmark.de und Bettina Schneider, Tel. 0 23 31-48878 13, schneider@agenturmark.de.

 

Ausbildungsstart: DGB-Jugend Hagen fordert Entlastung durch NRW-weites Azubi-Ticket!

Philipp Siewert | DGB Ruhr-Mark | Am 1. August beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Als Auszubildende starten sie ihre Berufsausbildung – sowohl im Betrieb wie in der Berufsschule. Damit beginnt eine neue Lebensphase, in der sie immer mehr eigene Entscheidungen treffen und zum Beispiel in eine eigene Wohnung ziehen. Mit einer kleinen Ausbildungsvergütung, die ihnen Betriebe bei der dualen Ausbildung zahlen müssen, gewinnen sie an Unabhängigkeit. Doch das eigene Leben ist teuer. Deswegen fordert die DGB-Jugend Hagen eine gezielte Entlastung durch ein NRW-weites Azubi-Ticket.

Um Auszubildende finanziell zu entlasten und ihnen mehr Möglichkeiten zu geben, sollte die Landesregierung endlich gemeinsam mit den Verkehrsverbünden handeln: Wir brauchen ein NRW-weites und bezahlbares Azubi-Ticket, das alle Auszubildenden erwerben können, um den gesamten Nahverkehr im Bundesland rund um die Uhr zu nutzen“, fordert DGB-Jugendbildungsreferent Philipp Siewert. Studierende haben schon seit Jahren ein NRW-weites Semesterticket. Deshalb sei es jetzt Zeit, hier auch Auszubildende zu entlasten. „Mit einem NRW-Azubi-Ticket würde die duale Berufsausbildung insgesamt attraktiver gemacht. Und das ist bitter nötig, weil sie ein Rückgrat für wirtschaftlichen Erfolg darstellt“, erläutert Siewert, dem Sorgen bereitet, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren rückläufig war.

Zwar können Auszubildende in Hagen das VRR Young Ticket Plus ab 59,95 € kaufen, damit aber nicht über die Grenzen des VRR hinaus reisen. Pendeln nach Hamm oder Lüdenscheid wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. „Fast 60 Euro für die Monatskarte, der Preis steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Das ist für die meisten Auszubilden viel zu teuer. Ein echtes Azubi-Ticket muss daher NRW-weit gelten – und bezahlbar sein.“, sagt Siewert.

Die Gewerkschaftsjugend weist darauf hin, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen dem akuten Fachkräftemangel und dem Mangel an attraktiven Angeboten für Azubis gibt, zum Beispiel für bessere Mobilität. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver, Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. Somit bietet sich hier ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern. Zudem wird eine landesweite Lösung auch zu einem verstärkten Netzausbau führen, von dem alle Regionen profitieren könnten. „Ein NRW-weites Azubi-Ticket bietet also eine positive Gesamtperspektive, zu der am Ende auch mehr abgeschlossene Berufsausbildungen gehören werden“, prognostiziert Philipp Siewert.

Gehaltsbiografie 2018: So unterschiedlich sind die Lebenseinkommen in Deutschland

Gehalt.de | Wie viel Geld verdienen Arbeitnehmer in ihrem gesamten Berufsleben? Welchen Einfluss hat plötzliche Arbeitslosigkeit auf die Entwicklung des restlichen Lebenseinkommens? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die neue Studie „Gehaltsbiografie 2018“ des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de. Für die Untersuchung wurden 217.867 Datensätze von Fach- und Führungskräften aus den letzten 12 Monaten analysiert. Das Ergebnis: Wer 45 Jahre Arbeitslosengeld II (ALG II) bezieht, häuft bis zum 65. Lebensjahr rund 485.500 Euro an. Mindestlohnempfänger erhalten im gleichen Zeitraum 846.400 Euro – Vertriebsleiter mit akademischem Hintergrund verdienen wiederum über drei Millionen Euro in ihrer Karriere.

Gehaltsbiografie 2018

So viel verdienen Fach- und Führungskräfte bis zum Renteneintritt

Berufseinsteiger in Deutschland verdienen durchschnittlich 30.056 Euro im Jahr. Mit 60 Jahren können sie ihr Einkommen mit 58.229 Euro fast verdoppeln. Im Durchschnitt erhalten Fachkräfte 45.839 Euro und Führungskräfte rund 109.202 Euro jährlich. „Hochgerechnet auf das ganze Berufsleben entstehen je nach Beruf Gehaltsunterschiede in Höhe von mehreren Millionen Euro. Vielen ist der Gesamtbetrag ihrer Lebenseinkommen gar nicht bewusst“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Über drei Millionen Euro für den Vertriebsingenieur

Der Vertriebsingenieur gehört beispielsweise zu den am besten verdienenden Beschäftigten in Deutschland: Sein Gehalt summiert sich im Laufe seiner Karriere auf über drei Millionen Euro. Zum Vergleich: Die eher gering vergüteten Rezeptionisten kommen auf ein Lebenseinkommen von rund 1,2 Millionen Euro.

Lebensszenario: 656.217 Euro weniger durch Jobverlust

Doch wie verändert sich die Höhe des Lebenseinkommens, wenn Beschäftigte arbeitslos werden? Wie stark sich ein Jobverlust auswirken kann, zeigt die fiktive Einkommensentwicklung eines Altenpflegers: Im regulären Karriereverlauf verdient dieser bis zum Renteneintrittsalter 1,3 Millionen Euro. Wird er beispielsweise mit 40 Jahren arbeitslos und zum ALG II-Bezieher, ohne wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können, sinkt sein Lebenseinkommen auf 651.612 Euro. Der Verlust des Berufes kostet den Altenpfleger somit knapp die Hälfte seines gesamten Lebensgehalts. „Das Abrutschen in ALG II hat massive finanzielle Einbußen zur Folge. Der Weg aus der Erwerbslosigkeit sollte oberste Priorität haben“, so Bierbach weiter.

ALG II vs. Mindestlohn Darüber hinaus haben die Experten von Gehalt.de das Einkommen zwischen ALG II- und Mindestlohnempfängern verglichen. In beiden Fällen beginnt der Bezug im Alter von 20 und endet mit 65. Das Ergebnis: Über die gesamte Zeit ergibt sich ein Einkommensunterschied von 360.916 Euro. Der ALG II-Empfänger erhält insgesamt 485.484 Euro, im Mindestlohn-Szenario sind es 846.400 Euro.

07.08.: Spieleabend als neues Angebot im Hagener Arbeitslosenzentrum

Logo201506 30Hagen. Für junge und jung gebliebene Spiele-Begeisterte finden dienstags (ab Dienstag, 7. August) von 17 bis 20 Uhr im Hagener Arbeitslosenzentrum (HALZ) Spieleabende statt.
„In einer Zeit, in der Menschen stumm und allein für sich im Bus mit ihren Handys spielen, möchten wir es ermöglichen, dass Menschen das gemeinsame Spiel für sich wieder entdecken oder neuentdecken können“, so Thomas Pieper, der Initiator des Angebotes. Außerdem können hier
nicht nur neue Leute kennengelernt werden, sondern auch das HALZ
selbst, das durch die Förderung des Landes NRW und des Europäischen
Fonds seit Januar 2016 für Arbeitslose einen Treffpunkt bietet. Zudem
gibt es hier auch die Erwerbslosenberatung.
Neben Brettspielen wie Scotland Yard, Risiko oder Scrabble stehen auch
Karten- und Würfelspiele zur Verfügung. Selbstverständlich können auch
eigene Spiele mitgebracht werden. „Um das Angebot an Spielen zu vergrößern
haben wir viele Spielehersteller angeschrieben. Der Kartenspielehersteller
Amigo schickte ein großes Sortiment und auch die Initiatoren
‚Du Entdecker‘ von ‚Das Gesellschafts-Spiel‘ haben uns unterstützt und
fördern unsere Idee vom Spieleabend. Das HALZ bietet vielfältige Möglichkeiten
der aktiven Freizeitgestaltung. Das interkulturelle „DACAPOTheater-Ensemble“
ist dort ebenso zuhause wie „laut HALZ – der Chor“
und das „Café kuk“, das Café zum Kennenlernen und Klönen.
Die Spieleabende sind kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Fragen zu den Angeboten und Veranstaltungen des HALZ (Rathausstr.31,
58095 Hagen) beantworten Thomas Pieper (montags bis
freitags von 12 bis 17 Uhr unter 02331-204 19 22 und
thomas.pieper@diakonie-mark-ruhr.de) sowie Martina Pacyna (montags
bis freitags von 8 b16 Uhr unter 02331-3063051 und martina.pacyna@diakonie-mark-ruhr.de).

Arbeitsagentur Hagen schließt diesen Donnerstag früher

BA
Foto: BA Nürnberg

Die Agentur für Arbeit Hagen einschließlich ihrer Geschäftsstelle in Witten schließt am Donnerstag, den 26. Juli, ausnahmsweise schon um 15 Uhr. Die Geschäftsstelle in Schwelm ist bereits ab 14 Uhr nicht mehr erreichbar.

 
Die kostenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 (für Arbeitnehmer und Arbeitslose) ist am Donnerstag unverändert von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
 
 

 

AKH startet Anti-Gewaltkampagne

Maren Esser | Unter dem Motto „Gewalt? Nein danke!“ startet das Agaplesion Allgemeine Krankenhaus Hagen eine eigene Kampagne mit dem Ziel, die Sicherheit von Mitarbeitern und Patienten weiter zu verbessern. Das Krankenhaus in der Mitte Hagens hatte sich zu dem ungewöhnlichen Schritt entschlossen, weil es in den letzten Monaten gehäuft Angriffe auf die Mitarbeiter von gewaltbereiten Patienten und Angehörigen verzeichnen musste. „Wir sehen uns als Gesundheitsdienstleister einfach in Pflicht, zum einen den Patienten ein Umfeld zu bieten, in dem sie in Ruhe genesen können, zum anderen aber auch unseren Mitarbeiter ein sicheres Arbeitsumfeld zu garantieren“, betont Georg Schmidt, Geschäftsführer des AKH.

AKH_Mitarbietersicherheit2018

Insbesondere in der Notaufnahme, aber auch im Kreißsaal oder auf den Stationen haben es Ärzte und Pflegekräfte vermehrt mit Menschen zu tun, deren Gewaltbereitschaft eine medizinische Behandlung erschwert bzw. unmöglich macht und die eine Gefahr für alle Anwesende darstellen. Dabei handelt es sich um verbale, aber zum Teil auch körperliche Aggressivität. „Das können und wollen wir nicht länger tolerieren“, so Schmidt weiter. Zwar konnte in allen Fällen durch das besonnene Eingreifen von Kollegen Schlimmeres verhindert werden, aber „die Sicherheit unserer Mitarbeiter und aller Patienten gegenüber Einzelnen hat für uns eine hohe Priorität!“, erklärt der Geschäftsführer. Deshalb möchte das Krankenhaus nun deutlich „Flagge zeigen“ – Flagge zeigen durch verschiedene interne und externe Maßnahmen, deren Implementierung von einer extra eingerichteten, interdisziplinären Arbeitsgruppe unter der Leitung des Qualitätsmanagements forciert werden.

Flankiert werden diese strukturellen Maßnahmen von einer Plakatkampagne, „mit der wir uns auch nach außen sichtbar vor unsere Mitarbeiter stellen und zum Nachdenken anregen möchten“, erläutert Geschäftsführer Georg Schmidt die Idee hinter den großformatigen Anschlägen. Unter dem Motto „Wir behandeln Sie gerne, aber…bei Gewalt hört bei uns der Spaß auf“ werben ab sofort die Plakate an neuralgischen Aufenthaltsorten im Krankenhaus für einen emphatischen Umgang miteinander. Besonders erfreulich: „Als Models konnten wir Mitarbeiter aus unserer Notaufnahme gewinnen, die sich für die Kampagne zur Verfügung gestellt haben. Dafür ein herzliches Dankeschön!“, freut sich mit Larissa Benstein eine der beiden Projektleiterin über das Engagement ihrer Kollegen. Dies zeige auch, wie sehr „Thema unsere Mitarbeiter umtreibt.“

In Sachen Sicherheit „ziehen wir bauliche Maßnahmen genauso in Erwägung wie strategische oder organisatorische Prozesse wie zum Beispiel die Zugangsberechtigungen zu den einzelnen Bereichen und deren Überprüfung“, erläutern die beiden Projektverantwortlichen Larissa Benstein und Katharina Langer erste Ideen. Als eine erste Maßnahme ist bereits der Wachschutz im Haus deutlich verstärkt worden. „Insgesamt werden wir so einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickeln und die Sicherheit im Haus deutlich verbessern“, betont Larissa Benstein.

Insgesamt werden im Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen jährlich rund 20.000 stationäre und etwa 40.000 ambulante Patienten behandelt.

Arbeiten im Freien – Was tun, wenn die große Hitze kommt?

BG Bau | Der Deutsche Wetterdienst warnt in den kommenden Tagen vor extremer Hitze in Deutschland. Beschäftigte auf Baustellen können es aber häufig nicht vermeiden, sich in der prallen Sonne aufzuhalten. Daher ist es wichtig, sich zu schützen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt Tipps zum richtigen Hitzeschutz.

Arbeiten im Freien - Was tun, wenn die große Hitze kommt?

Wer nicht im Schatten arbeiten kann, sollte nach Auskunft der BG BAU lange Hosen und Hemden tragen. So werde verhindert, dass zu viele UV-Strahlen auf die Haut treffen. Dabei darf die Kopfbedeckung mit breiter Krempe beziehungsweise ein Helm mit Nackenschutz auf keinen Fall vergessen werden. Wo Kleidung nicht schützen kann, etwa im Gesicht, sind Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 geeignet. UV-Schutzbrillen sollen den Europäischen Normen EN 166 oder EN 172 genügen.

Bei hohen Temperaturen ist es darüber hinaus besonders wichtig, viel zu trinken. Mindestens zwei bis drei Liter am Tag müssen sein. Zu empfehlen sind Mineralwasser, Früchtetee oder Fruchtschorle. Wo es möglich ist, sollten laut BG BAU gute Belüftung der Arbeitsbereiche und Sonnenschirme oder Sonnensegel für mehr Kühle sorgen. Die Pause verbringen Beschäftigte am besten im Schatten.

„Hitzefrei, wie man das aus der Schule kennt, gibt es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht. Allerdings ist es für Beschäftigte, die im Freien arbeiten, Pflicht der Arbeitgeber, geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter umzusetzen“, so Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU. Das könnten zum Beispiel sein:

- Arbeitszeiten an die Sonnenstrahlung anpassen und die Morgen- 
oder Abendstunden nutzen 
- Arbeitsplätze mit Schattenspender versehen
- Baumaschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlage bereitstellen 
- Für eine gute Belüftung der Arbeitsbereiche sorgen 
- Ausreichend Getränke zur Verfügung stellen

Aufeinander achten

Die Beschäftigten sollten außerdem aufeinander achten, dürfen Symptome eines Hitzschlags nicht übersehen und sollten sich über Notfallmaßnahmen informieren. Ist ein Kollege von einer Hitzeerkrankung betroffen, muss er sofort in den Schatten gebracht werden. Bewusstlose sind in die stabile Seitenlage zu legen, ansonsten ist der Kopf leicht erhöht zu lagern und mit feuchten Tüchern zu kühlen. Wie die BG BAU betont, ist es besonders wichtig, dann umgehend den Rettungsdienst zu alarmieren (Rufnummer 112), da nur Ärzte feststellen können, wie ernst die Situation wirklich ist.

FernUni-Auszubildende haben es geschafft

Auszubildene der FernUniversität, Abschlussjahrgang 2018

Sie haben fleißig gebüffelt, Prüfungen bestanden und jede Menge Praxiserfahrung gesammelt, um ihr Ziel zu erreichen: Acht jungen Frauen und Männern überreichte Regina Zdebel, die Kanzlerin der FernUniversität in Hagen, für ihre erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildungen bei einer kleinen Feier ihre Zeugnisse. Zusammen mit der Ausbildungsleitung und Mitgliedern von Personalrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung freuten sich die neuen Fachkräfte im gemütlichen Rahmen bei Kaffee und Kuchen über einen Notendurchschnitt von 1,8. Ihre guten Abschlüsse qualifizieren sie fortan für die Arbeit in den Bereichen Informatik, Büromanagement, Medien- und Informationsdienste sowie Dialogmarketing.

Das Ausbildungsangebot der FernUniversität ist breit gefächert und beinhaltet neben vielen klassischen Berufsabschlüssen auch Möglichkeiten zum Dualen Studium. In der Rückschau zeigten sich die jungen Beschäftigten vom „Ausbildungsbetrieb FernUniversität“ überzeugt. „Die Ausbildung hier war eine tolle Erfahrung für mich. Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich habe ich viel dazu gelernt“, fasste Angelika Langwald die prägende Zeit zusammen.

Auszubildene der FernUniversität, Abschlussjahrgang 2018

Am Hagener Berufskolleg Kaufmannsschule II zählt die Büromanagerin in diesem Jahr zu den besten Absolvierenden. Obendrein hat sie ihren Abschluss besonders schnell – innerhalb von nur zwei Jahren – erlangt.

Glückwünsche und Sonnenblumen

Auszubildene der FernUniversität, Abschlussjahrgang 2018

Regina Zdebel überreichte den fertig Ausgebildeten nicht nur ihre Urkunden und kleine Präsente, sondern hatte auch ein offenes Ohr für ihr Feedback. Diese lobten unter anderem das „Rotationsprinzip“ – also den wechselnden Einsatz in verschiedenen Bereichen der Hochschule – und die gute Betreuung durch die Ausbildungsleitung. Daniel Löffler vom Personalrat überreichte den Anwesenden die traditionellen Sonnenblumen.

Ein neuer Jahrgang wartet derweil schon auf seinen Startschuss am 27. August. „Ich freue mich jetzt schon riesig auf die nächsten Auszubildenden“, sagt Bettina Giese, die im Juli ihre Tätigkeit als neue Ausbildungsleiterin der Hochschule aufgenommen hat.

Mehr über das Ausbildungsangebot der FernUniversität:

http://e.feu.de/ausbildung

NGG: Worauf Ferienjobber in Hagen achten müssen

230 Gastro-Betriebe in der Stadt | Viele suchen noch Aushilfen

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Foto: NGG Hagen

Vier Wochen lang kellnern und das Taschengeld aufbessern: Viele Jugendliche in Hagen starten jetzt mit dem Ferienjob. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gibt Schülern den Tipp, sich dabei auch über ihre Rechte zu informieren. „Wer zwischen 15 und 17 ist, der darf maximal acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Jugendliche, die länger als sechs Stunden täglich im Restaurant oder an der Bäckertheke jobben, haben außerdem Anspruch auf eine Stunde Pause“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen. Allein 230 Gastro-Betriebe gibt es in Hagen – ein großer Teil von ihnen suche noch Saisonkräfte, schätzt Mura.

Die Gewerkschaft rät, einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu machen. „Gerade in der Gastronomie kommt es immer wieder vor, dass Chefs auch mal kreativ werden, wenn es um den Lohn geht. Da werden gern mal Überstunden ,geschlabbert‘ oder Löhne mit Naturalien ,bezahlt‘. Deshalb sollten im Vertrag Aufgaben, Arbeitszeiten und Lohn ganz klar geregelt sein“, sagt Mura. Die NGG-Geschäftsführerin kritisiert hierbei, dass 15- bis 17-Jährige noch immer vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen sind. „Doch auch Schüler sollten mindestens die überall vorgeschriebenen 8,84 Euro pro Stunde bekommen. In Restaurants und Gaststätten müssten es sogar 9,25 Euro sein – so hoch ist nämlich der NRW-Mindestlohn für das Gastgewerbe.“

Ebenfalls wichtig: Riskante Arbeiten, etwa mit Gefahrstoffen, sind für Ferienjobber nach dem Jugendschutzgesetz tabu. Wenn doch einmal etwas passiert, dann greift die Unfallversicherung des Arbeitgebers. Der Schutz gilt ab dem ersten Arbeitstag und auch für den Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Zudem ist der Ferienjob klar begrenzt – für Schüler auf vier Wochen im Sommer. „Denn am Ende sind die Ferien ja auch zur Erholung da“, so Mura.

Jobangebote finden Jugendliche zum Beispiel unter: www.schuelerjobs.de. Wer volljährig ist, kann auch die Online-Börse der Arbeitsagentur nutzen: www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

Prädikat Familienfreundliches Unternehmen verliehen

Verleihung des  2018

agentur mark | Hagen |  Sieben regional ansässige Unternehmen wurden am Donnerstag im Hagener Theater an der Volme vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH erstmalig mit dem „Prädikat Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet.

 

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Neben den neuzertifizierten Unternehmen konnten weitere sieben Unternehmen aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis ihr Zertifikat von 2016 verlängern. Hinzu kommen 10 Unternehmen der ersten Stunde, die sich seit 2014 nun zum dritten Mal erfolgreich der Begutachtung unterzogen haben.

Alle Prädikats-Unternehmen setzen auf familienfreundliche Maßnahmen, um ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erleichtern und um sich neuen Fach- und Führungskräften als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Denn im Wettbewerb um guten Nachwuchs müssen die Unternehmen dem Wandel der Geschlechterrollen Rechnung tragen: Immer mehr gut ausgebildete (junge) Frauen planen ihre Karrieren und setzen hierbei auch auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die entsprechenden betrieblichen Rahmenbedingungen. Da auch Männer sich zunehmend familienverpflichtet fühlen, profitieren alle Beschäftigten gleichermaßen von familienfreundlichen Angeboten.

Unterstützungsangebote für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ein klarer Standortvorteil für Unternehmen, gerade auch angesichts des demografischen Wandels und einer sich verändernden Arbeitskultur. Vor diesem Hintergrund vergibt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region seit 2014 das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen. Premiumpartner 2018 sind neben der agentur mark GmbH die Wirtschaftsförderungsagentur des EN-Kreises, der Märkische Arbeitgeberverband sowie die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen. Weitere Partner aus der Region wie Arbeitsagenturen, Gewerkschaften, Verbände, die Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern sowie das Jobcenter EN, unterstützen die Initiative bereits seit Start in 2014.

unternehmen

Vor mehr als 70 Gästen aus regionalen Unternehmen zeigte sich Dario Weberg, Intendant des Theaters an der Volme, in seinem Grußwort erfreut, dass die Prädikatsverleihung nun zum zweiten Mal in seinem Hause stattfand. In seinem kurzweiligen Eröffnungsbeitrag wies er darauf hin, dass das Thema Vereinbarkeit gerade in der Theaterwelt aufgrund der ungewöhnlichen Arbeitszeiten ein wichtiges Thema, aber auch eine Herausforderung sei. Mit seinen Darbietungen des Sinatra-Songs „That’s life“ und der Rezitation von Heinz Erhards „polyglotter Katze“ sorgte Weberg für einen gutgelaunten Einstieg in die Veranstaltung.

Andreas Lux, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und hier Repräsentant der Partnerschaft, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Themas für die Wirtschaft und die Region als attraktiven Standort: „Dass der Mittelstand schon immer stark an seiner Belegschaft interessiert war, ist kein Geheimnis. Doch was sich die hier ausgezeichneten Unternehmen alles einfallen lassen, um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer weiter auszubauen, verdient Respekt. Und das Prädikat Familienfreundliches Unternehmen hilft – neben der hervorragenden Vernetzung – unsere starke Region in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen.“

Zum Standard in den zertifizierten Unternehmen gehören verschiedenste Modelle flexibler Arbeitszeiten, Teilzeitberufsausbildung oder Home Office-Lösungen, die den Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit erleichtern. Hinzu kommen eine Vielzahl zusätzlicher Leistungen wie betriebsnahe Kitas, Kinderferienbetreuung oder psychosoziale Beratungsangebote. Mütter und Väter werden während der Elternzeit systematisch eingebunden und bleiben so über die betrieblichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der sukzessive Wiedereinstieg nach der Elternzeit oder einer Angehörigenpflege ist in fast allen Fällen möglich.

Unternehmen, die sich für das Prädikat 2019 interessieren (Start: Spätherbst 2018), können sich direkt wenden an: Laura Hoff, Tel. 02331-488 78 41, hoff@agenturmark.de

 

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und Beiträgen der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises. Mehr Infos unter www.agenturmark.de

DGB unterstützt Streik bei Enervie

„Beschäftigte sind das Kapital des Unternehmens“

DGB Neujahrsempfang 2018 © Hans Leicher.
© Hans Leicher.

DGB Hagen | >>Der DGB-Kreisverband Märkischer Kreis unterstützt den Streik der Enervie-Mitarbeiter. „Das Unternehmen muss endlich anfangen, seine Belegschaft wertzuschätzen. Und das drückt sich in Zahlen aus. Die Forderung nach 6% Lohnzuwachs ist mehr als gerechtfertigt.“, sagt DGB-Kreisverbandsvorsitzender Bernd Schildknecht. Die Unternehmensführung hat zum Dank für Missmanagement und überhöhte Managergehälter 500 Stellen bei dem Energieversorger gestrichen und das Ganze „Restrukturierung“ genannt. Dafür hat die Belegschaft mit Nullrunden die Zeche gezahlt. Die Arbeit blieb an den verbleibenden Beschäftigten hängen. Das ist nicht nur ungerecht, das macht die Leute auf Dauer krank.

Zuletzt zeigten die Zahlen des Unternehmens wieder nach oben. „Dass jetzt schon wieder Dividenden in Millionenhöhe ausgeschüttet werden, ist nicht vermittelbar. Stattdessen müssen nun die Mitarbeiter wieder profitieren, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Leider war der Vorstand bisher nicht zu Tariferhöhungen bereit. Wir unterstützen alle Kolleginnen und Kollegen, die in den Ausstand getreten sind!“ so Schildknecht weiter.

Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder im Unternehmen hatte zuvor für den unbefristeten Streik gestimmt. Die Städte Hagen und Lüdenscheid sind die beiden größten kommunalen Aktionäre des Unternehmens.

Urabstimmung deutlich gewonnen, kommt der Streik nach Hagen zur ENERVIE?

ver.diver.di Südwestfalen | >>Es muss endlich was passieren… waren die Worte mehrere Kolleginnen und Kollegen auf der ver.di Mitgliederversammlung der Mark-E AG und ENERVIE Vernetzt GmbH. Urabstimmung deutlich gewonnen, kommt der Streik nach Hagen zur ENERVIE? weiterlesen