Archiv der Kategorie: Allgemein

Checkliste für Senioren: Im Alter sicher Auto fahren

Checkliste für Senioren: Im Alter sicher Auto fahren weiterlesen
Advertisements

Gut sichtbare Hausnummern können Leben retten

Der Beitrag enthält Werbung durch die Nennung „R+V“

Coullage Logo 5Kleine Ziffern, zugewachsen oder teilweise abgefallen: Hausnummern fristen oft ein Schattendasein. Doch das kann im Notfall gefährlich sein, Gut sichtbare Hausnummern können Leben retten weiterlesen

DLRG rät: Mit dem Eisspaziergang noch warten | VIDEO

Der Winter hat in Deutschland Einzug gehalten. Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit aber nur auf wenigen Seen einen Eisspaziergang zu. In den meisten Fällen ist die Eisdecke noch zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren. Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG, rät deshalb zur Geduld: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar wenigstens 20 Zentimeter dick sein.“ Nicht gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet die Devise der Lebensretter.

Die Rettungsschwimmer der DLRG leisten jährlich rund 150.000 Stunden Rettungsdienst im Winter und kennen die Tücken der eisigen Idylle. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so der praktische Rat von Wiese. Denn: Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen.

Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Der Arbeitsmarkt im Oktober 2017

„Die sehr gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an. Durch die kräftige Herbstbelebung sinken Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Oktober stärker als üblich. Das dynamische Beschäftigungswachstum setzt sich fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern nimmt erneut zu.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Arbeitslosenzahl im Oktober: -60.000 auf 2.389.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -151.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Infolge der starken Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von September auf Oktober um 60.000 auf 2.389.000 gesunken. Der Rückgang fiel kräftiger aus als üblich. Deshalb hat die Arbeitslosigkeit auch bereinigt um die saisonalen Einflüsse abgenommen und zwar um 11.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 151.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 11.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Oktober 2017 auf 3.367.000 Personen. Das waren 129.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass mehr – insbesondre geflüchtete – Menschen gefördert wurden als im Vorjahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im September auf 1,52 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im September saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 41.000 gestiegen. Mit 44,65 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 655.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Juli auf August saisonbereinigt um 74.000 zugenommen. Insgesamt waren im August nach hochgerechneten Angaben 32,40 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 746.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im Oktober waren 780.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 88.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 8.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Oktober 2017 um 1 Punkt auf 245 Punkte. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 23 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Geldleistungen

Insgesamt 663.000 Personen erhielten im Oktober 2017 Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Oktober bei 4.300.000. Gegenüber Oktober 2016 war dies ein geringfügiger Rückgang von 3.000 Personen. 7,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Wichtig für den Ausbildungsstart: Spielregeln lernen

Schule und Beruf sind zwei verschiedene Welten: Das bekommen alljährlich viele Jugendliche und junge Erwachsene beim Ausbildungsstart zu spüren. Damit der gut gelingt, kommt es auf ein angemessenes Auftreten als Azubi an. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) empfiehlt, rechtzeitig die Spielregeln des Arbeitslebens kennenzulernen – und zu vermitteln.

„Viele junge Leute wissen nach dem Schulabschluss gar nicht so genau, was im Berufsleben von ihnen erwartet wird“, berichtet Sabine Schoening vom BGW studio78 in Bochum, in dem die Berufsgenossenschaft unter anderem Seminare für Auszubildende im Friseurhandwerk anbietet. Unterstützen können beim Berufseinstieg auf der einen Seite die Eltern oder auch ältere Geschwister, Freundinnen und Freunde. Gefragt sind aber ebenso die Ausbildungsbetriebe samt der Kolleginnen und Kollegen.

Tipp 1: Grundregeln vermitteln

Viele Regeln gelten fast überall in der Arbeitswelt. Neben den klassischen Standards wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Sauberkeit und angemessene Kleidung zählt dazu auch der richtige Umgang mit dem Smartphone. Nachrichten checken, chatten und privat surfen: „All das, was in der Schule schon unerwünscht war, gehört nun endgültig in die Pausen“, betont Schoening.

Tipp 2: Üben, üben, üben

Mit Reden allein ist es aber nicht getan. Manches gilt es auch vorab zu proben. Zum Beispiel eine positive Körpersprache: Brust raus, Schultern nach hinten und unten, Kopf gerade halten. „Das kommt meist nur dann locker und natürlich rüber, wenn man es ein paar Mal geübt hat“, gibt die Expertin der BGW zu bedenken. Gleiches gilt für das Sprechen in vollständigen Sätzen: Denn das ist in vielen Branchen eine der Grundregeln der Kommunikation – ganz im Gegensatz zur Sprachkultur vieler Jugendlicher und junger Erwachsener.

Tipp 3: Erwartungen klären

Den Ausbildungsbetrieben rät die BGW, zu Beginn die im Unternehmen geltenden Spielregeln zu erklären und die Erwartungen anzusprechen. „Voraussetzung ist, dass sich der Chef oder die Chefin die eigenen Ansprüche an die Neulinge bewusst macht“, betont Schoening. Das gleiche gilt in größeren Unternehmen für die Vorgesetzten in den an der Ausbildung beteiligten Abteilungen.

Tipp 4: Checklisten einsetzen

„Es lohnt sich, auch vermeintlich Selbstverständliches zu thematisieren“, so Schoening. „Zum Beispiel, wann und wie man sich grüßt, wie man sich am Telefon meldet, was man aus dem Betriebsalltag zu Hause und im Freundeskreis erzählen darf und was nicht.“ Sie empfiehlt kleine Checklisten mit den relevanten Punkten für die Eingangsgespräche zu Beginn der Ausbildung. „Das macht einmal ein bisschen Arbeit, lässt sich aber in den Folgejahren wiederverwenden.“

Tipp 5: Neulinge im Team unterstützen

Mit Tipps und Hinweisen können auch Kolleginnen und Kollegen den Einstieg ins Berufsleben deutlich erleichtern. „Zum einen entlastet es die Neulinge psychisch, wenn sie sich im Team gut aufgenommen fühlen“, erläutert die Expertin der BGW. „Zum anderen lässt man sich auf einen kleinen Fehltritt lieber mal unter vier Augen im Team aufmerksam machen als offiziell von den Vorgesetzten.“

Ein gelungener Start in die Ausbildung ist nach Einschätzung der BGW eine gute Basis für ein erfolgreiches und gesundes Berufsleben. Unter anderem trägt angemessene Selbstsicherheit zur Prävention von Stress und stressbedingten Unfällen bei. Mit gutem Willen können alle Beteiligten das unterstützen – und direkt oder indirekt davon profitieren. Denn man lernt ja nie aus und ein gutes Betriebsklima im Kleinen wie im Großen kommt allen zugute.

Über die BGW

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über 8 Millionen Versicherte in rund 630.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Stadt der Zukunft

Smarte Objekte sollen mehr Lebensqualität im Alter bieten

Mensch-Technik-Interaktion in der Stadtplanung ermöglicht selbstbestimmte Mobilität für Senioren / Universität Hohenheim koordiniert Forschungsprojekt                                                                                   

Straßenlampen passen ihre Helligkeit an, Bänke verändern ihre Sitzhöhe und -neigung, Hinweisschilder informieren die Passanten bedarfsgerecht – smarte städtebauliche Objekte bieten viel Komfort. Für ältere Menschen kann diese Vernetzung von Mensch und Technik entscheidend zur Mobilität beitragen. Sie unterstützt Senioren dabei, sich sicher in der Stadt zu bewegen. Unter Federführung der Universität Hohenheim in Stuttgart erprobt ein Forscherteam diese Möglichkeiten derzeit in Mönchengladbach in der Praxis. Das Verbundprojekt UrbanLife+ hat ein Fördervolumen von 4,8 Mio. Euro, wovon über 1,5 Mio. Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf die Universität Hohenheim entfallen. Damit zählt es zu den Schwergewichten der Forschung an der Universität Hohenheim.

Mal eben den nächsten Bus schnappen oder im Dunkeln zu Fuß unterwegs sein: Was für die meisten jüngeren Menschen kein Thema ist, kann für ältere zum echten Problem werden. Altersbedingte Einschränkungen physischer und psychischer Art können Senioren zum Rückzug in die eigenen vier Wände zwingen. Abhilfe versprechen smarte städtebauliche Objekte.

„Objekte im öffentlichen Raum, also zum Beispiel Bänke, Straßenlampen oder Hinweisschilder, werden smart, indem wir sie mit IT ausstatten“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Stefan Kirn vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik 2 an der Universität Hohenheim das Grundprinzip. „Die Objekte sind miteinander vernetzt, die Menschen interagieren mit ihnen – und erhalten so technische Unterstützung bei ihrem Weg durch die Stadt.“

Die Möglichkeiten dazu loten die Forscher zurzeit im Projekt UrbanLife+ aus, in dem sich Wirtschaftsinformatik, Informatik, Gesundheits- und Pflegewissenschaften und Stadtplanung zusammengeschlossen haben. Alle Praxiserprobungen finden in Mönchengladbach statt und werden von der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach, einem kommunalen Dienstleister in der Altenhilfe, koordiniert. Neben dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer, der Universität Leipzig und der Universität der Bundeswehr München sind mehrere Umsetzungspartner aus Mönchengladbach beteiligt.

Um die Mobilitätsbedürfnisse der Zielgruppe besser zu verstehen, hat die Sozial-Holding kürzlich eine Befragung von Senioren in zwei ausgewählten Stadtteilen durchgeführt. „Wir fragen unter anderem nach Einstellungen zu IT und deren Nutzung“, berichtet Projektkoordinator Dr. Jörg Leukel von der Universität Hohenheim. „So wollen wir mehr über die Menschen erfahren, um die Technologieentwicklung auf ihre Bedürfnisse auszurichten.“

Adaptive Wegbeleuchtung und Bänke

Eine solche Technologie könnte zum Beispiel eine Wegbeleuchtung sein, die sich dem Sehvermögen der Passanten anpasst. „Die Wege werden dort, wo jemand geht, heller beleuchtet. Ausgelöst etwa durch ein Armband mit einem Chip“, beschreibt Dr. Leukel. Das Projektteam will die Technik auf dem Gelände eines Altenheims testen, das derzeit im Bau und im August 2017 bezugsfertig ist.

Ebenfalls ein Problem: „Ältere Menschen müssen öfter Pause machen. Nach einer Faustregel sollte im Umkreis von 800 Metern immer eine Sitzgelegenheit erreichbar sein“, erklärt Doktorand Marvin Hubl. Doch Bank sei nicht gleich Bank: „Für Senioren sollte die Bank eine höhere Sitzfläche haben und das Hinsetzen bzw. Aufstehen unterstützen.“ Die Lösung könnte eine adaptive Bank darstellen, die sich auf ein elektronisches Signal hin anpasst.

Bushaltestellen mit Info-Knopf

Auch Busfahren stellt oft ein Hindernis dar. Nicht jeder Bus ist auf die von Senioren genutzten Hilfsmittel eingestellt. „Ein Lösungsansatz ist, Busfahrer vorab darüber zu informieren, ob und wie viele Senioren zum Beispiel mit Rollstuhl oder Rollator an der nächsten Bushaltestelle warten. Dann kann der Fahrer sich darauf einstellen und das länger dauernde Einsteigen ermöglichen“, legt Dr. Leukel dar.

Für die praktische Umsetzung dieser Ideen plant das Projektteam Felduntersuchungen, und Probanden testen die Möglichkeiten anschließend aus. Ein Mobilitätstraining mit Senioren hat das Projektteam bereits durchgeführt, um die Schwierigkeiten und Bedürfnisse zu analysieren.

Safety-Atlas als neues Instrument der Stadtplanung

Wichtig bei allen Ideen sind dem Projektteam die Benutzerfreundlichkeit und die Akzeptanz durch die Senioren. „Das ermitteln wir über Befragungen und Beobachtungen“, erklärt Doktorandin Barbara Schehl. Und die Forscher betrachten ganze Szenarien – etwa den Weg vom Altenheim über die Bushaltestelle bis zum Arzt: „Was gibt es auf diesem Weg für individuelle Bedürfnisse und Barrieren? Gibt es genügend Sitzbänke, sind die Haltestellen gut ausgestattet? “

Ziel dieser Betrachtungen ist ein sogenannter Safety-Atlas, den federführend der Projektpartner Drees & Sommer entwickelt. „Dieser Atlas enthält nicht nur smarte, sondern alle relevanten, städtebaulichen Objekte. Bänke und Haltestellen, aber auch zum Beispiel Bordsteine, Fahrradwege, den Wegbelag und die Neigung der Wege“, zeigt Schehl auf.

„Die Frage ist zum Beispiel, in welchem Umkreis man sich mit Gehstock oder Rollator, Rollstuhl oder E-Scooter jeweils bewegen kann.“ Die Informationen seien ein wertvolles Instrument für die Stadtplanung, betont Hubl. „Sie helfen bei künftigen Planungen und zeigen auf, wo gezielt nachgebessert werden muss, damit ältere Menschen auch künftig am öffentlichen Leben teilhaben können.“

HINTERGRUND: „Safety-Konzepte für die Mensch-Technik-Interaktion in seniorengerechten Stadtquartieren“ im Rahmen des Verbundprojektes „UrbanLife+“

Das gesamte Verbundprojekt UrbanLife+ „Teilhabe am städtischen Leben Mönchengladbachs durch Mensch-Technik Interaktion mit smarten städtebaulichen Objekten“ unter Koordination der Universität Hohenheim weist eine Fördersumme von insgesamt 4,83 Mio. Euro auf, davon 78 Prozent Förderanteil durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Teilvorhaben der Universität Hohenheim fokussiert auf „Safety-Konzepte für die Mensch-Technik-Interaktion in seniorengerechten Stadtquartieren“. Es läuft vom 1.11.2015 bis zum 31.10.2020, gefördert von BMBF und der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH mit 1.528.729 Euro.

Projektpartner der Hohenheimer Forscher sind die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH, die die Koordination vor Ort innehat, die Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH in Stuttgart, die Universität Leipzig, die Universität der Bundeswehr München, die NEW AG in Mönchengladbach, die Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH, die EWMG – Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH, die Ernst Kreuder GmbH & Co. KG in Mönchengladbach, der Handelsverband NRW – Rheinland e.V. in Düsseldorf und die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach / Krefeld.

„Macht“Wechsel bei TV58.de war Aprilscherz!

Auch unser diesjähriger Aprilscherz war (wir bitten alle User, die uns auf den Leim gegangen sind, um Entschuldigung) offensichtlich ein Knaller.

Die Fake-Meldung, dass die Leitung von TV58.de und direktdran! von Hans Leicher auf Daniela Schwerdt gewechselt hat, war schlichtweg von der Redaktion für den 1. April erfunden, hat aber viele Gemüter beschäftigt.

Natürlich bleibt alles wie es ist!

Daniela Schwerdt bleibt damit auch weiterhin mit ihrem Format #danielaup2date bei TV58.de / direktdran!. Die nächsen Folgen sind übrigens gedreht und schon in der kommenden Woche gibt es die nächste neue Folge.

Hans Leicher bedankt sich für die vielen guten Wünsche und Nachfragen zum bevorstehenden Ruhestand aber aus der Ruhe wird nichts.

Frischen Wind hat es bereits in den vergangenen Wochen mit dem neuen Format direktdran! gegeben. Dazu wird es in Kürze auch noch weitere tolle Neuerungen bei uns geben.

Also nochmals ein großes „SORRY“ an alle die auf die Meldung herein gefallen sind. Natürlich gibt es hier außer dem „kleinen“ Aprilscherz keine Fake-News.

In diesem Sinne wünschen wir allen noch ein schönes Restwochenende.

Anmeldestart für „Deutschland spielt Tennis!“

3…,2…,1…und los! Ab sofort können sich Tennisvereine aus dem gesamten Bundesgebiet wieder für „Deutschland spielt Tennis!“ anmelden. Bei der elften Auflage der Saisoneröffnung wartet eine spannende Neuerung auf die teilnehmenden Clubs: Denn anstelle eines festgelegten Termins Ende April hat der Deutsche Tennis Bund nun erstmals einen einmonatigen Aktionszeitraum – vom 22. April bis zum 21. Mai 2017 -geschaffen. Die Anmeldung ist bis zum 7. April 2017 möglich und läuft über das Onlineportal www.deutschlandspielttennis.de.

Durch diese Anpassung soll den Vereinen die Chance eröffnet werden, ihren Saisonauftakt deutlich flexibler und nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. „Termine für Mannschaftsspiele oder die Furcht vor den bekannten Wetterkapriolen im April sind nun kein Teilnahmehindernis mehr“, erklärt der für das Ressort Sportentwicklung zuständige DTB-Vizepräsident Reiner Beushausen. „Wir glauben, durch die Ausweitung von einem Aktionswochenende auf einen Aktionszeitraum künftig noch mehr Vereine zu einer Anmeldung bei ‚Deutschland spielt Tennis!‘ zu motivieren.“ Auftakt und Höhepunkt des Aktionszeitraums bildet das Wochenende am 22. und 23. April 2017.

Alle teilnehmenden Vereine erhalten wie gewohnt umfangreiche Materialien und Tipps zur Organisation und Bewerbung ihrer Saisoneröffnung – und können dazu noch tolle Preise gewinnen! Wie es funktioniert? Wer sich erfolgreich für „Deutschland spielt Tennis!“ registriert hat, nimmt automatisch an der großen Vereinsverlosung presented by Tennis-Point teil. Bei diesem nationalen Gewinnspiel, das vom 1. Januar bis zum 7. April 2017 läuft, werden sage und schreibe 200 Preispakete mit Artikeln von Tennis-Point, Wilson, Erima, talentinos, der Nürnberger Versicherungsgruppe, Tennisgate und #LebeDeinTennis vergeben.

Den Hauptpreis bildet die Verlosung von 4×1 Ausstattungen für einen gelungenen Aktionstag – presented by Tennis-Point. Der neue Projektpartner von „Deutschland spielt Tennis!“ schickt sein brandneues Roadshow-Mobil auf die Reise zu den vier glücklichen Gewinnervereinen. Neben exklusiven Tennisartikeln hält es unzählige Überraschungen wie Besaitungsworkshops und Gewinnspiele bereit. Dazu beinhaltet jedes der vier Aktionspakete weitere tolle Preise wie Gutscheine für den DTB Online-Campus, kostenfreie talentino-Premiummitgliedschaften oder Tennisplatzblenden. Um eine Gewinnchance zu haben, ist eine gesonderte Registrierung notwendig. Diese ist in den Anmeldevorgang zu „Deutschland spielt Tennis!“ integriert und bei einer Anmeldung bis zum 28. Februar möglich.

Damit auch die „Deutschland spielt Tennis!“-Besucher profitieren können, wird in diesem Jahr das sogenannte Besuchermodul eingeführt, ein nationales Gewinnspiel für die Gäste der Saisoneröffnung in allen teilnehmenden Vereinen. Hier werden über das „Deutschland spielt Tennis!“-Vereinspaket jeweils 200 Gewinnspielkarten an die Clubs verteilt. Diese können dann am Aktionstag an die Besucher ausgegeben werden. Im Lostopf sind neben je einem 7-tägigen Aufenthalt im Robinson Club Agadir in Marokko und im Hotel Tannenhof im Allgäu unter anderem auch 60×2 Eintrittskarten für eine Begegnung der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren sowie Sachpreise von Wilson.

Weitere Informationen zu „Deutschland spielt Tennis!“, der offiziellen Eröffnung der Freiluftsaison 2017, gibt es unter www.deutschlandspielttennis.de.

Stand der Ermittlungen zum Anschlag in Berlin

>>Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat gestern aufgrund
eines Beschlusses des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs die
Unterkunft eines 26-jährigen tunesischen Staatsangehörigen in einem
Flüchtlingsheim in Berlin durch Beamte der Bundespolizei und des
Bundeskriminalamtes durchsuchen lassen. Er steht im Verdacht, an dem
Anschlagsgeschehen beteiligt gewesen zu sein. Nach den bisherigen
Erkenntnissen kannten sich Amri und der Beschuldigte spätestens seit
Ende 2015. Aufgrund eines Hinweises konnte rekonstruiert werden, dass
beide sich noch am Vorabend des Anschlagstages, am 18. Dezember 2016,
gegen 21:00 Uhr in einem Restaurant in Berlin-Mitte, Ortsteil
Gesundbrunnen, getroffen und intensiv unterhalten haben. Vor diesem
Hintergrund ergab sich der Verdacht, dass der Beschuldigte in die Tat
eingebunden gewesen sein könnte, zumindest aber von Anschlagsplänen
Amris gewusst haben könnte. Bei der Durchsuchung wurden unter anderem
Kommunikationsmittel sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden.
Die gegen den Beschuldigten bestehenden Verdachtsmomente reichen
derzeit nicht für einen dringenden Tatverdacht aus. Die
Bundesanwaltschaft hat gegen ihn daher keinen Haftbefehl beantragt.
Allerdings wurde der Beschuldigte gestern in einem Verfahren der
Staatsanwaltschaft Berlin vorläufig festgenommen und heute dem
dortigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erlassen und
den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat.

Darüber hinaus wurde gestern ein weiterer Durchsuchungsbeschluss
des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vollstreckt.  Diese
Durchsuchung bezog sich auf einen früheren Mitbewohner von Anis Amri.
Mit ihm teilte sich Amri seit Herbst 2016 ein Zimmer in Berlin-Mitte,
Ortsteil Gesundbrunnen. Er kommt daher als Zeuge in Betracht. Die
Auswertung von Amris Mobiltelefon hat ergeben, dass er am Vor- und
Nachmittag des Anschlagstages versucht hat, den Zeugen zu erreichen.
Ob es tatsächlich zu einem Gespräch kam, ist derzeit noch offen. Bei
der Durchsuchung wurden Kommunikationsmittel des Zeugen
sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden.

Zum Stand der weiteren Ermittlungen kann derzeit Folgendes
mitgeteilt werden:

1.   Am Tattag hielt sich Anis Amri den bisherigen Erkenntnissen
zufolge am Nachmittag am Friedrich-Krause-Ufer in Berlin auf. Das war
der Standort des LKW, den er später als Tatmittel benutzte.
Anschließend suchte Amri die Fussilet-Moschee in der Perleberger
Straße auf. Gegen 19.30 Uhr kehrte er zum Friedrich-Krause-Ufer
zurück. 2.      Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand erfolgte die
tödliche Schussabgabe auf den polnischen LKW-Fahrer am
Friedrich-Krause-Ufer. Der LKW war dort entgegen der Fahrtrichtung am
Seitenstreifen geparkt. Die Fahrertür zeigte zum Spreeufer. Die
Spurenbild spricht dafür, dass die Schussabgabe aus Richtung der
Fahrertür erfolgte. Es wurden Schmauchspuren an der Gummileiste der
geöffneten Fahrertür festgestellt. Zudem wurde am Standort des LKW
eine Patronenhülse aufgefunden. Diese passt zu der in Italien
sichergestellten Waffe. 3.      Nach dem Ergebnis der kriminaltechnischen
Untersuchung haben sich bislang keine Hinweise dafür gefunden, dass
sich zum Tatzeitpunkt eine dritte Person in der Fahrerkabine
aufgehalten hat. 4.     Anhand der GPS-Daten des LKW konnte die Route vom
Friedrich-Krause-Ufer zum Anschlagsort nachverfolgt werden. Sie
führte über die Budapester Straße die Hardenbergstraße und den
Ernst-Reuter-Platz zurück über die Hardenbergstraße zum
Breitscheidplatz. 5.    Kurz nach dem Anschlag wurde eine männliche
Person im Bereich Bahnhof Zoo von einer Videokamera aufgezeichnet.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen,
dass es sich um Anis Amri handelt. Die Bilder legen nahe, dass Amri
wusste, dass er aufgezeichnet wird. Er zeigt den sogenannten
Tauhid-Finger   das ist ein erhobener Zeigefinger   in die Richtung
der Kamera. 6.  Nach Erkenntnissen der niederländischen Behörden war
Amri am 21. Dezember gegen 11.30 Uhr am Bahnhof in Nimwegen/NL und
anschließend gegen 13.20 Uhr am Bahnhof in Amsterdam. Er soll dort
jeweils von Überwachungskameras aufgezeichnet worden sein. 7.   Nach
einer Vorabinformation der italienischen Behörden ist die in Berliner
Tatwaffe identisch mit der in Italien. Das ergab ein Abgleich der
Geschosshülsen. Gegenstand der Ermittlungen ist nunmehr die Frage,
wie Amri in den Besitz der Waffe gekommen ist.<<

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2016: Günstige Entwicklung am Jahresende

„Die gute Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit hat sich zum Jahresende fortgesetzt. Der lange Zeit kräftige Beschäftigungsaufbau hat sich seit den Sommermonaten zwar spürbar abgeschwächt, die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich aber weiter auf sehr hohem Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +36.000 auf 2.568.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -113.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von November auf Dezember um 36.000 auf 2.568.000 zugenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 54.000 gestiegen. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 17.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 113.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 2.000 gestiegen. Grund für den leichten Anstieg ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik, insbesondere für geflüchtete Menschen. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Dezember 2016 auf 3.565.000 Personen. Das waren 59.000 mehr als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im November 1,71 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 3,9 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Dezember 785.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Dezember 2015 ergab sich ein Rückgang von 13.000. Insgesamt 764.000 Personen erhielten im Dezember 2016 Arbeitslosengeld, 27.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeit-suchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.307.000. Gegenüber Dezember 2015 war dies ein Anstieg von 63.000 Personen. 7,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) waren 1.783.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 100.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeitslos. Das liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen, wenngleich sich das Wachstum zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 34.000 gestiegen. Mit 43,82 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 297.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um 4.000 zugenommen. Insgesamt waren im Oktober 31,73 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 363.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. Im Dezember waren 658.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 68.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 7.000 zugenommen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2016 um 4 Punkte auf 227 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 21 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 um 1 Prozent gestiegen

Wiesbaden. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren rund 43,4 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 um 425 000 Personen oder 1,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich der seit über 10 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort. Die Zunahme im Jahr 2016 fiel sogar höher aus als im Jahr 2015 (+ 377 000 Personen, + 0,9 %). Insgesamt wurde für die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte glichen negative demographische Effekte aus.

Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung sank die Zahl der Erwerbslosen (nach international vergleichbarer Definition) im Jahresdurchschnitt 2016 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 160 000 Personen (- 8,2 %) auf knapp 1,8 Millionen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe von Erwerbstätigen und Erwerbslosen, erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 265 000 Personen (+ 0,6 %) auf 45,2 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, sank bei Berechnung auf dieser Grundlage von 4,3 % auf 4,0 %. Damit hat Deutschland nach der Tschechischen Republik die zweitniedrigste Erwerbslosenquote aller EU-Mitgliedsstaaten.

Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war der Anstieg der Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland, die im Jahresdurchschnitt 2016 um 453 000 Personen (+ 1,2 %) auf 39,1 Millionen wuchs. Dagegen sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im selben Zeitraum um 28 000 Personen (- 0,6 %) auf 4,3 Millionen. Während bei den Arbeitnehmern die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Beschäftigten (darunter geringfügige Beschäftigung) weiter rückläufig. Dies entspricht dem Trend der vergangenen Jahre.

Mit Arbeitsort in Deutschland waren im Durchschnitt des Jahres 2016 nach ersten vorläufigen Berechnungen 43,5 Millionen Personen erwerbstätig, das waren 429 000 Personen (+ 1,0 %) mehr als ein Jahr zuvor. Die Differenz zwischen der Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort und der Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erklärt sich durch den Saldo der erwerbstätigen Ein- und Auspendler über die Grenzen Deutschlands. Im Jahresdurchschnitt 2016 war die Zahl der Erwerbstätigen, die aus dem Ausland nach Deutschland zur Arbeit pendeln nach ersten vorläufigen Berechnungen um 82 000 Personen (2015: 78 000 Personen) größer als die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland, die im Ausland arbeiten.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es im Jahr 2016 mit + 1,3 % den stärksten Anstieg bei der Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland in den Dienstleistungsbereichen (+ 426 000 Personen). Den größten absoluten Anteil daran hatten die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit + 200 000 Erwerbstätigen (+ 1,9 %) gefolgt von den Unternehmensdienstleistern (+ 126 000 Erwerbstätige; + 2,2 %) sowie von Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+ 105 000 Erwerbstätige; + 1,1 %). Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 auf dem Niveau von 2015. Im Baugewerbe erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um durchschnittlich 20 000 Personen (+ 0,8 %), in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei verringerte sie sich im Jahresdurchschnitt 2016 um 17 000 Personen (- 2,7 %).

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Wartungsarbeiten an den Online-Angeboten der Bundesagentur für Arbeit (BA)

Nürnberg. Wegen dringender umfangreicher Wartungsarbeiten
stehen am Samstag, 12. November 2016 zwischen 06:00 Uhr und ca.18:00
Uhr die Online-Angebote der BA leider nicht zur Verfügung.

Insbesondere sind hiervon arbeitsagentur.de, die JOBBÖRSE, der
Berufsentwicklungsnavigator BEN, die eServices und Kindergeld online
betroffen.

Die Online-Angebote der BA stehen den Nutzerinnen und Nutzern nach
Abschluss der Wartungsmaßnahme am Samstag ab ca. 18:00 Uhr wieder zur
Verfügung.

Das große Jubiläum: 10 Jahre Christoph Metzelder Stiftung

Essen/Deutschland. Unter dem Motto „Unter Freunden Feiern“ lud die Christoph Metzelder Stiftung am 4. November 2016 zum alljährlichen Stiftungs-Event ein. In diesem Jahr war die Veranstaltung mit besonderen Emotionen behaftet, denn die Christoph Metzelder Stiftung feiert ihr 10-jähriges Jubiläum und der Gastgeber zudem seinen 36. Geburtstag. Diese zwei Anlässe wurden mit viel Prominenz, darunter Moderatorin Mara Bergmann, Ex-Profi Schwimmer Christian Keller und TV-Host Matthias Opdenhövel, im Essener ChorForum gefeiert.

image003

Eine gelungene Gala zum 10-jährigen

Durch das attraktive Abendprogramm führten Sport-Moderator Sebastian Hellmann und Moderatorin Mara Bergmann. Neben einem Tanz-Auftritt der Kids aus dem Don-Bosco-Club in Essen-Borbeck – das erste Projekt der Christoph Metzelder Stiftung – sowie einer Gesangseinlage des Kinderclub Kibi, sorgten u.a. Saxofonist Oleg Jakushov sowie das Trio Vintage Vegas, bestehend aus Giovanni Zarella, Inan Lima und Tom Marks, für tolle Unterhaltung. Dazu durften die rund 350 geladenen Gäste ein exklusives 4-Gang-Menü von mjam Catering genießen.

Um Mitternacht erwarteten den Gastgeber zahlreiche Glückwünsche und im Anschluss wurde bis tief in die Nacht zu Musik von DJ Sven Kadelka gefeiert.

Der Abend brachte einen Erlös von 133.000 Euro ein. Das Geld fließt zu 100% in die Christoph Metzelder Stiftung.

„Ich bin wirklich überwältigt von der Jubiläums-Gala. Viele Emotionen, tolle Gäste und eine Party unter Freunden. Die Erfolgsgeschichten der Kinder treiben mich jeden Tag aufs Neue an, den Weg mit meiner Stiftung weiterzugehen und neue Projekte anzustoßen“, so Stiftungsgründer Christoph Metzelder.

Über die Christoph Metzelder Stiftung

Die 2006 von Christoph Metzelder gegründete Stiftung engagiert sich für Kinder und Jugendliche auf ihrem schulischen und beruflichen Weg und setzt sich für gerechte Ausgangschancen beim Start ins Berufsleben ein. Die Stiftung fördert Bildungs- und Ausbildungsprojekte, setzt sich für mehr Integration ein und will Kinderarmut und deren Auswirkungen bekämpfen. Aktuell setzt sich die Stiftung auch für Flüchtlingskinder ein.

Frank Buschmann kommt zu Sky

Frank Buschmann wechselt zu Sky. Ab der Saison 2017/18 ist der
51-Jährige als Kommentator in den Fußball-Übertragungen von Sky im
Einsatz und wird im Sport exklusiv für Sky arbeiten. Darüber hinaus
wird er auf dem neuen Entertainmentsender Sky 1 zu sehen sein und
dort ab Frühjahr 2017 als Moderator durch „A League of Their Own“,
die erste Sport-Comedy-Show im deutschen und österreichischen
Fernsehen, führen.

Elke Walthelm, Programmchefin bei Sky Deutschland: „Wie kaum eine
andere Persönlichkeit im deutschen Fernsehen steht Frank Buschmann
für hohe Sportkompetenz und große Unterhaltung. Sky und Buschi – das
passt einfach! Deshalb freuen wir uns sehr, ihn nicht nur als Stimme
bei Sky Sport, sondern auch als Gesicht unseres neuen
Entertainmentsenders Sky 1 zu begrüßen. Unsere Zuschauer dürfen
gespannt sein.“

Frank Buschmann: „Ich freue mich tierisch über die Zusammenarbeit
mit Sky. Sport ist für mich auch immer Unterhaltung. Vor allem ‚A
League of Their Own‘ ist ein Format, das Sportverrückte und Menschen,
die gerne lachen, ansprechen wird. Wir haben gemeinsam eine Menge
vor!“

Derzeit ist der 51-Jährige für ProSiebenSat.1 und Telekom
Basketball tätig und kommentiert dort neben Live-Sport auch
zahlreiche Unterhaltungsformate, darunter unter anderem „Schlag den
Star“. Darüber hinaus kommentiert er auch die RTL-Sendung „Ninja
Warrior Germany“. Zwischen 1993 und 2013 arbeitete er als Kommentator
und Moderator für SPORT1 bzw. das DSF. Mit „Am Ende kackt die Ente“
schaffte er es 2014 als Buch-Autor in die Spiegel-Bestsellerliste.

Der 51-jährige Diplom-Sportwissenschaftler gilt nicht nur unter
Fans, sondern auch unter den Sportlern als einer der beliebtesten
Sport-Reporter Deutschlands. Unter anderem gewann er 2015 und 2013
den Deutschen Sportjournalistenpreis (vormals Herbert Award) als
bester Kommentator, über dessen Vergabe ca. 20.000 Aktive
entscheiden.

Saison-Kurzarbeitergeld: Anzeigepflicht entfällt vollständig

Nürnberg. Bürokratieabbau erleichtert Verfahren bei
Ausfällen in der Schlechtwetterzeit

„Für Unternehmen, die berechtigt sind Saison-Kurzarbeitergeld zu
beziehen, wurde  eine spürbare Erleichterung geschaffen“, informiert
Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Bislang mussten die Unternehmen bei wirtschaftlich bedingten
Arbeitsausfällen wie Auftragsmangel eine Anzeige über den Beginn des
Ausfalles bei der Agentur für Arbeit stellen. Beruhte der
Arbeitsausfall auf der Witterung, war dies nicht notwendig.

„Mit der gesetzlichen Neuregelung ist die Anzeigepflicht nun
vollständig entfallen“, so Becker.  „Damit senkt man den
bürokratischen Aufwand und entlastet Unternehmen und
Arbeitsagenturen.“ Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes
(Saison-KuG), egal durch welchen Ausfall verursacht,  müssen künftig
nur noch die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden.
Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind auch
weiterhin aufzubewahren.

Ausführliche Hinweise zum Saison-KuG und alle erforderlichen
Vordrucke sind im Internet unter www.arbeitsagentur.de > Unternehmen
> Finanzielle Hilfen > Kurzarbeitergeld abrufbar.

Hintergrundinformation:

Das Saison-KuG kann von Dezember bis März für Betriebe des
Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks und des Garten- und
Landschaftsbaus in Anspruch genommen werden. In Betrieben des
Gerüstbaus beginnt die Schlechtwetterzeit am 01. November und endet
am 31. März. Diese Leistung sichert die Beschäftigung bei Ausfällen
durch Witterung oder Auftragsmangel. Die Neuregelung beruht auf dem
Inkrafttreten des „Gesetzes zur Stärkung der beruflichen
Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der
Arbeitslosenversicherung“ (AWStG). Hier wurde die Regelung zur
Anzeige des Arbeitsausfalls beim Saison-KuG ersatzlos gestrichen (§
101 Abs. 7 SGB III).

Im Schlechtwetterzeitraum 2015/16 wurden bundesweit allein ca.
17.500 Anzeigen für Saison-KuG gestellt, die ab nun wegfallen und
Unternehmen wie Arbeitsagenturen entlasten.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Mindestens 9 Euro Stundenlohn muss Gastronomie in Hagen bezahlen

 

 

Von der Imbissbude bis zum Sterne-Hotel in Hagen gilt: Wer wenig verdient, bekommt jetzt doch mehr. Für die Gastro-Branche gilt rückwirkend ab 1. August ein höherer Mindestlohn. Dieser liegt jetzt bei 9 Euro pro Stunde – und damit 50 Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitgeteilt. Die NGG hatte den höheren „Gastro-Mindestlohn“ bei den letzten Tarifverhandlungen durchgesetzt.

 

„Er gilt in der Eckkneipe und im Biergarten genauso wie im guten Restaurant und Hotel. Keine Küchenhilfe und kein Pizzafahrer in Hagen darf jetzt weniger als 9 Euro pro Stunde verdienen. Chefs, die weniger zahlen, machen sich strafbar“, sagt die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen, Isabell Mura. Denn der neue Mindestlohn sei in Nordrhein-Westfalen allgemeinverbindlich. In Hagen sind rund 2.710 Menschen in Gaststätten, Restaurants und Hotels beschäftigt – darunter rund 1.420 Mini-Jobber, für die der neue Branchen-Mindestlohn ebenfalls gilt, so die NGG Südwestfalen.

Hagen macht den Thermostat-Check – Sparchancen für Eigentümer und Mieter

Innerhalb von Minuten können viele Hagener beim Heizen in die Komfortklasse aufsteigen. Mit wenigen Handgriffen, ganz ohne Dreck oder austretendes Heizungswasser. Denn sowohl Haus- und Wohnungseigentümer als auch die rund 66.761 Hagener Mieterhaushalte können von Hand bediente Thermostate selbst gegen programmierbare Modelle austauschen. Wie leicht das geht, erklärt Energieberater Martin Halbrügge von der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen der Aktion „NRW macht den Thermostat-Check“. Gleichzeitig betonte er: „Gut und sparsam heizen lässt sich auch mit herkömmlichen Thermostaten. Entscheidend ist die richtige Einstellung.“

Was genau wird aber eigentlich eingestellt? „Die Zahl auf einem Standard-Thermostat gibt nicht an, wie heiß der Heizkörper wird, sondern wie warm der Raum werden soll“, erklärte Energieberater Halbrügge. Das sei vielen nicht klar. „Stufe drei einzustellen, hat den gleichen Effekt, wie 20 Grad in ein programmierbares Modell einzugeben: 20 Grad werden erreicht, aber nicht überschritten.“ Das Ganze auf Stufe fünf beschleunigen zu wollen, ende nur mit einem zu heißen Raum und Energieverschwendung.

Energie sparen können Verbraucher hingegen, indem sie nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken. Jedes Grad weniger verringert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Kühler als 16 Grad sollte es jedoch nicht werden, sonst droht Schimmel.

„Wer beim Aufstehen alle Thermostate hochdreht und vor der Arbeit wieder herunter, beim Heimkommen wieder rauf und nachts wieder runter, der macht alles richtig – ist aber auch ganz gut beschäftigt“, sagte Energieberater Halbrügge. Für alle, denen das zu sportlich ist, seien deshalb programmierbare Thermostate eine gute Idee. In sie speichern die Nutzer vorab ein, wann es wie warm sein soll. Eine andere Möglichkeit sind vernetzte Thermostate im Smart Home, die auch von unterwegs gesteuert werden können.

„Welches System am sinnvollsten ist, hängt vom Alltag im jeweiligen Haushalt ab. Wer zu regelmäßigen Zeiten unterwegs ist, fährt mit programmierbaren Thermostaten gut. Wer eher spontan kommt und geht, ist oft mit Smart-Home-Lösungen besser bedient“, sagte Energieberater Halbrügge. Er empfiehlt allen Hagenern den Thermostat-Check unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermostat. Der zeigt, was individuell zur Situation passt und gibt Spartipps. Auf der Webseite gibt es zudem eine Video-Anleitung für den Thermostataustausch und Ratschläge für die Auswahl eines Modells.

Bei allen Fragen rund um das Thermostat und die Heizungsregelung helfen die Energie-Experten der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Hohenzollernstraße 8 weiter. Termine gibt es unter 02331 / 14259.

Nicht alle Klauseln können mithalten – Verträge mit Fitness-Studios

In Fitness-Studios werden schlaffe Muskeln gestärkt, die Kondition trainiert und die Figur in Form gebracht – zu teilweise stolzen Monatsbeiträgen. Viele Studiobetreiber versuchen außerdem, Fitness-Fans durch lange Mindestlaufzeiten, ungünstige Kündigungsfristen oder automatische Vertragsverlängerungen dauerhaft an sich zu binden. Vertragliche Vereinbarungen über die sportliche Betätigung haben jedoch vielfach rechtlich keinen Bestand. So versuchen Betreiber etwa oft, ihre Schadenshaftung auszuschließen, wenn Wertgegenstände wegkommen oder ein Unfall an den Geräten passiert. Ein Studio muss zwar nicht für alle Schäden des Kunden aufkommen. „Es darf aber auch nicht die Verantwortung komplett von sich weisen. So muss das Fitness-Center für eigene Fahrlässigkeit geradestehen, falls zum Beispiel die Trainingsgeräte nicht richtig gewartet werden und sich deshalb jemand verletzt“, erklärt Benjamin Korte von der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. Damit sich Freizeitsportler im Dickicht undurchsichtiger Vertragsklauseln zurechtfinden, helfen folgende Tipps bei der Suche nach fairen Fitness-Konditionen:

  • Sorgfältiger Check vor Unterschrift: Wer Mitglied in einem Fitness-Studio werden will, sollte vorher Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Mitgliedsbeiträge checken. Viele Studios bieten zum Kennenlernen ein kostenloses Probetraining an. Bevor Hobbysportler einen Vertrag unterschreiben, sollten sie den Text und vor allem das Kleingedruckte gründlich prüfen – am besten in aller Ruhe zu Hause. Unklares sollte dann mit den Studiobetreibern noch abgeklärt werden. Oftmals sind diese offen für Wünsche – etwa bei der Frage nach besonderen Rabatten – zum Beispiel für Studenten, Senioren oder für Mitglieder bestimmter Krankenkassen.
  • Vertragslaufzeit: Die meisten Fitness-Verträge werden für eine feste Dauer abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist hierbei zulässig. Die längere Treue wird oft mit einem niedrigeren Monatsbeitrag belohnt. Wer jedoch flexibel bleiben möchte, sollte sich nicht zu lange binden. Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich meist automatisch um einen bestimmten Zeitraum. Weitere sechs Monate sind hierbei in Ordnung, zumindest bei einem moderaten Monatsbeitrag. Streitigkeiten wegen längerer Zeiträume werden von Gerichten bislang sehr unterschiedlich entschieden. Eine Vertragsverlängerung von mehr als einem Jahr dürfte jedoch unzulässig sein.
  • Kündigung: Freizeitsportler müssen ihre Zahlungsverpflichtung meist bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit durchhalten – egal ob sie trainieren oder pausieren. Eine frühere Kündigung ist häufig nur bei unwirksamer Laufzeit oder unzumutbarer Kündigungsfrist möglich. Wer nach Vertragsschluss ernstlich und dauerhaft erkrankt, kann den Vertrag – mit ärztlichem Attest – außerordentlich beenden. Der Arzt braucht hierzu nur die Sportunfähigkeit ohne Angabe der Erkrankung zu bescheinigen. Kunden sollten in einem solchen Fall innerhalb von zwei Wochen kündigen – entscheidend ist bei diesem Schritt das Eingangsdatum beim Studio. Sinnvoll ist eine Kündigung per Einschreiben mit Rückschein, oder man lässt sich den Empfang direkt vom Studio auf dem Schreiben bestätigen.
  • Getränkeklausel: Freizeitsportlern darf auch nicht verboten werden, zum Training eigene Getränke mitzubringen. Anderes gilt nur, wenn das Fitness-Studio Getränke zu moderaten und handelsüblichen Preisen anbietet oder aus Sicherheitsgründen die Mitnahme von Glasflaschen verbietet.

Rat und Hilfe rund um Vertragsklauseln beim Gerätetraining gibt’s in der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Hohenzollernstraße 8 (im Volkspark).

Die Verbraucherzentrale will die Praktiken der Studios außerdem genauer unter die Lupe nehmen. Unter http://www.verbraucherzentrale.nrw/umfrage-zu-fitnessstudios bittet sie Freizeitsportler an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse der anonymen Befragung sollen helfen, weitere Schwachstellen in den Vereinbarungen zu entdecken und darauf hinwirken, wunde Punkte zu beseitigen.

Berufsrückkehrer haben gute Chancen durch Sonderprogramm

Gute Nachricht für Frauen und Männer, die eine berufliche Qualifizierung oder Neuorientierung benötigen. In Berufsfeldern mit hohem Fachkräftebedarf gibt es durch ein spezielles Förderprogramm aktuell gute Aussichten, finanziell unterstützt zu werden.

Die „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“ (IFlaS) der Bundesagentur für Arbeit soll durch geeignete, auch längerfristige Qualifizierungen unterstützen
und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Geringqualifizierten werden anerkannte Berufsabschlüsse oder zertifizierte Teilqualifikationen ermöglicht.
„Die heutige Berufs- und Arbeitswelt ändert sich ständig. Berufsinhalte, Anforderungen und Tätigkeiten wandeln sich. Daher ist für den Wiedereinstieg oft eine
Anpassung der beruflichen Kenntnisse erforderlich. Gerade nach einer längeren familiär bedingten Unterbrechung ist es häufig schwierig, im Beruf wieder Fuß zu fassen. Auch Frauen, die wegen Schwangerschaft und Elternzeit ihre Berufsaus-bildung nicht beginnen oder nicht beenden konnten, erhalten über das Programm eine zweite Chance“, so Marcus Weichert, Chef der Agentur für Arbeit Hagen. „Nur durch qualifizierte Ausbildung und ständige berufliche Weiterbildung werden erfolgreiche Erwerbsbiografien möglich und die Teilhabe an Arbeit sichergestellt.“

IFLaS“ kann helfen, berufliche Ziele zu verwirklichen. Interessierte bekommen
nähere Informationen bei der Beauftragten für Chancengleichheit unter Tel. 02331 / 202-237 oder unter der kostenlosen Service-Nr. 0800 4 5555 00.

Schlag gegen international organisierte Rauschgifthändler

Wiesbaden. Mehrere Festnahmen von international agierenden
Tätern, die mit verschiedenen Sorten von Rauschgift handelten und
teilweise auch selbst herstellten, sind das erfolgreiche Ergebnis des
jüngsten Einsatzes des Bundeskriminalamtes (BKA) im Auftrag der
Staatsanwaltschaft (StA) Essen. In einer gemeinsamen Aktion der
Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität des BKA Wiesbaden und
der Abteilung zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität des
Innenministeriums der Republik Serbien sind heute Morgen, 13.09.2016,
zwei Personen in Deutschland, mehrere Personen in Serbien und eine
Person in Kroatien festgenommen sowie circa 40 Wohnungen, Häuser und
Lagerräume durchsucht worden.

Schwerpunkt der Maßnahmen in Deutschland war das Ruhrgebiet,
besonders der Großraum Essen. Allein dort waren mehr als 100
Beamtinnen und Beamte, unter anderem auch der Polizei Essen, sowie
Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes und des Landes
Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Dabei wurden zwei mutmaßliche
Mitglieder der OK-Gruppierung festgenommen und insgesamt 25 Objekte
durchsucht.

Der abgestimmte Zugriff der Polizeibehörden in Deutschland und in
der Republik Serbien ist Ergebnis der insgesamt 13 Monate andauernden
gemeinsamen Ermittlungsarbeit der OK Staatsanwaltschaften von Essen
und Belgrad. Beide Länder ermittelten erstmals in einer Gemeinsamen
Ermittlungsgruppe, einem „Joint Investigation Team“ (JIT), gegen eine
international operierende OK-Gruppierung. Rund 30 Personen werden
dieser OK-Gruppierung zugerechnet. Sie steht im Verdacht, von Belgrad
und Essen aus im großen Stil europaweit mit Kokain, Amphetamin und
Cannabisprodukte zu handeln. Zudem wird die Bande verdächtigt, an
mehreren Orten in Deutschland und Serbien eigene sogenannte
Indoorplantagen zum Anbau von Cannabis illegal betrieben zu haben.

Dank der guten Zusammenarbeit der ermittelnden
Strafverfolgungsbehörden von Deutschland und Serbien und durch eine
enge Kooperation mit weiteren europäischen Dienststellen gelangen
bereits vor den aktuellen Festnahmen Großsicherstellungen von
Rauschgift in Spanien, Belgien und Ungarn. Sie stehen in engem
Zusammenhang mit den im JIT geführten Ermittlungen. Denn durch das
gemeinsame Vorgehen der deutschen und serbischen Strafverfolger
wurden weitere Ermittlungsverfahren in Spanien, Belgien und Ungarn
initiiert. Diese führten im Oktober 2015 in Ungarn und im Februar und
März 2016 in Spanien und Belgien zu Festnahmen von 21 weiteren
mutmaßlichen Drogenhändlern. Zudem erfolgten Großsicherstellungen
unter anderem von insgesamt 303 Kilogramm Kokain, 96 Kilogramm
Cannabis, 106 Kilogramm Haschisch und sieben Profi-Indoorplantagen
zum Anbau von Cannabis mit rund 36000 Cannabispflanzen. Auch Bargeld
in sechsstelliger Höhe sowie Schusswaffen stellten die
Strafverfolgungsbehörden sicher.

Ein weiterer Erfolg der Ermittlungen war die Festnahme eines wegen
Mordes international gesuchten serbischen Staatsangehörigen: Die
Zielfahndung des BKA nahm den Mann Anfang Januar 2016 in Essen fest.

BKA-Präsident Holger Münch: „Die in der Gemeinsamen
Ermittlungsgruppe geführten internationalen Ermittlungen Deutschlands
und Serbiens sind mit den Festnahmen und Sicherstellungen ein
nachhaltiger Schlag gegen die international organisierte
Rauschgiftkriminalität. Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie
grenzüberschreitende organisierte Kriminalität innerhalb Europas
effektiv bekämpft werden kann.“

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – Wünsche festhalten, Vertreter bestimmen

Will eine Komapatientin, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden? Will ein orientierungsloser tödlich Erkrankter über eine Magensonde ernährt werden? Ohne Patientenverfügungen können Ärzte und Angehörige über die Antworten auf diese entscheidenden Fragen nur mutmaßen. Und jeder kann durch Unfall oder Krankheit in eine Situation geraten, in der er den eigenen Willen nicht mehr selbst äußern kann. Die Verbraucherzentrale NRW rät deshalb, sich rechtzeitig mit dem Thema zu beschäftigen und die persönlichen Wünsche schriftlich festzuhalten – in medizinischer Hinsicht ebenso wie zu Rechts- und Finanzfragen. Worauf dabei zu achten ist, erläutert der neu aufgelegte Ratgeber „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“.

Das Buch informiert über die Möglichkeiten zur Vorsorge für den schweren Krankheitsfall oder die Pflegebedürftigkeit. Wichtig ist dabei nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wer“: Wer soll im Zweifel entscheiden dürfen? Zugleich zeigt der Ratgeber auf, welche Regelungen greifen, wenn keine Vollmachten erteilt wurden, und wo dem Patientenwillen Grenzen gesetzt sind. Auch die neuen gesetzlichen Regelungen zur Sterbehilfe sind ein Thema.

Der Ratgeber kostet 9,90 Euro und ist in der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Hohenzollernstraße 8 erhältlich. Ergänzend zum Ratgeber gibt es unter www.vz-ratgeber.de für zwei Euro auch Formulare und Textbausteine mit rechtssicheren Formulierungen.

Der Arbeitsmarkt im August 2016: In guter Verfassung

Nürnberg. „Der Arbeitsmarkt insgesamt hat sich weiter gut
entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist im August jahreszeitlich bedingt
angestiegen, saisonbereinigt aber gesunken. Die
Arbeitskräftenachfrage, gemessen an Beschäftigung und gemeldeten
Stellen, ist weiterhin hoch.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der
Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg
anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im August: +23.000 auf 2.684.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:      -111.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 6,1
Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Juli auf August um
23.000 auf 2.684.000 zugenommen. Hauptursache ist die anhaltende
Sommerpause. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die
Arbeitslosigkeit im August um 28.000 gestiegen. Saisonbereinigt hat
die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 7.000 abgenommen.
Gegenüber dem Vorjahr waren 111.000 weniger Menschen arbeitslos
gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger
Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 6.000 gestiegen.
Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik,
insbesondere durch Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen
Eingliederung sowie durch Dritte geförderte Maßnahmen. Insgesamt
belief sich die Unterbeschäftigung im August 2016 auf 3.576.000
Personen. Das waren 1.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt
ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Juli 1,85 Millionen und die
Erwerbslosenquote lag bei 4,3 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im August
830.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum August 2015
ergab sich ein Rückgang von 21.000. Insgesamt 766.000 Personen
erhielten im August 2016 Arbeitslosengeld, 48.000 weniger als vor
einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der
Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei
4.294.000. Gegenüber August 2015 war dies ein Rückgang von 31.000
Personen. 8,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im
erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der
Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 1.854.000 Menschen arbeitslos
gemeldet, 91.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeitslos. Das liegt
daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig
sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in
der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist
die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 39.000 gestiegen. Mit 43,71
Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 535.000 höher
aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der
Hochrechnung der BA von Mai auf Juni saisonbereinigt um 4.000
zugenommen. Mit 31,39 Millionen Personen lag die Beschäftigung
gegenüber dem Vorjahr um 614.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. Im
August waren 685.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr
als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat die Nachfrage gegenüber dem
Vormonat um 7.000 zugenommen. Der Stellenindex der Bundesagentur für
Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften
in Deutschland – stieg im August 2016 um 2 Punkte auf 219 Punkte. Die
Kräftenachfrage legt damit auf hohem Niveau weiter zu. Seinen
Vorjahresabstand von mehr als 20 Punkten hält der BA-X inzwischen
seit über einem Jahr. Und auch in diesem Monat fällt der Unterschied
zum Vorjahr mit 24 Punkten deutlich aus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2015 bis August 2016 haben sich 530.000 Bewerber für
eine Berufsausbildung gemeldet. Das waren ähnlich viele wie im
Vorjahreszeitraum (-3.000). Die Zahl der gemeldeten
Berufsausbildungsstellen liegt mit 527.000 Ausbildungsstellen
deutlich über dem Vorjahr (+15.000). Bundesweit zeigt sich der
Ausbildungsmarkt rechnerisch nahezu ausgeglichen. Es bestehen aber
nach wie vor erhebliche regionale, berufsfachliche und
qualifikatorische Ungleichgewichte, die den Ausgleich von Angebot und
Nachfrage erschweren. Derzeit gelten noch 98.000 junge Menschen als
unversorgt. Darüber hinaus suchen weitere 54.000 gemeldete Bewerber
noch einen Ausbildungsplatz, obwohl sie bereits eine feste
Alternative haben (z. B. weiterer Schulbesuch oder
Einstiegsqualifizierung). Gleichzeitig sind noch 131.000 gemeldete
Ausbildungsstellen unbesetzt, darunter viele im Verkauf oder in
Hotel- und Gaststättenberufen. Auch in Bauberufen, in vielen
Handwerksberufen wie zum Beispiel im Fleischerei- und
Bäckereihandwerk, im Elektrohandwerk, in der Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik, der Augenoptik, Hörgeräteakustik oder auch in Lager und
Logistik gibt es noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Kindergeld auch nach dem Schulabschluss? Jetzt die vorhandenen Nachweise einreichen!

In den nächsten Wochen beginnen viele Jugendliche
ihre Ausbildung, ihr Studium oder besuchen eine weiterführende
Schule. Schon jetzt besteht die Möglichkeit die Kindergeldzahlung
durch das Einreichen von Nachweisen ohne Unterbrechung weiterlaufen
zu lassen. Wenn der nächste Ausbildungsabschnitt innerhalb von vier
Monaten nach dem Ende der Schulausbildung beginnt, reicht die
Zusendung eines Nachweises über den Ausbildungs- oder Studienbeginn
oder einer Schulbescheinigung an die Familienkasse vor Ort.

Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse Direktion, erklärt: „Das
frühzeitige Einsenden der Nachweise hilft allen Beteiligten, um
Zahlungslücken weitestgehend zu vermeiden“.

Falls die erforderlichen Nachweise nicht rechtzeitig zur Verfügung
stehen, können diese auch nachgereicht werden. Die entsprechenden
Formulare, zum Beispiel die Mitteilung über ein Kind ohne
Ausbildungs- oder Arbeitsplatz stehen im Online-Formulardienst unter
www.familienkasse.de zur Verfügung oder können unter der kostenfreien
Servicenummer Tel: 0800 4 5555 30 angefordert werden.

Vorsicht Kostenfalle: Unseriöse Routenplaner

Eine Reihe von wechselnden unseriösen Internetseiten lotst mit Gewinnspielen zur
Anmeldung für einen zweifelhaften Routenplaner-Service. Für die Nutzung werden
dann bis zu 500 Euro verlangt. Diese Kosten werden vielen erst klar, wenn
Rechnungen und Mahnungen der Seitenbetreiber ins Haus flattern. Erklärungen und
rechtlichen Rat suchen Betroffene jetzt in der Verbraucherzentrale Hagen.
„Um sich für den Service anzumelden, haben Interessierte den Button
‚Registrieren‘ auf den Internetseiten angeklickt“, erläutert
Beratungsstellenleiter Benjamin Korte die tückische Klickfalle: „Die Unternehmen
sind nun der Ansicht, dass bereits mit dieser Anmeldung ein kostenpflichtiger
Vertrag zustande gekommen wäre.“
Zwar fand sich auf den Routenplaner-Seiten am unteren rechten Rand ein Hinweis,
dass der angebotene Service 480 oder 500 Euro für 24 Monate kostet. Und auch in
den Nutzungsbedingungen wurde der im Voraus zu zahlende Betrag erwähnt. „Doch es
war nicht unmissverständlich erkennbar, dass mit dem Klick auf den
Registrierungsbutton zahlungspflichtig bestellt wird“, so Korte. Das jedoch
verlangt der Gesetzgeber bei Käufen im Internet: einen eindeutig beschrifteten
Button „Kaufen“ oder eine andere eindeutige Bezeichnung, wenn der Bestellvorgang
abgeschlossen wird. „Ist der Button nicht auf diese Weise gekennzeichnet, müssen
Verbraucher in keinem Fall zahlen“, erklärt der Beratungsstellenleiter.
Manche unseriöse Routenplaner-Internetseiten sind inzwischen dazu übergegangen,
den Button gesetzeskonform zu beschriften. Das bedeutet aber nicht, dass die
Anbieter mit „Kaufen“-Buttons nun immer rechtmäßig handeln und Nutzer in jedem
Fall zu einer Zahlung verpflichtet wären. Es bestehen weiterhin erhebliche
Zweifel, ob die Anbieter alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und genügend
Informationen erteilt haben, damit ein Vertrag überhaupt zustande gekommen ist.

Betroffene sollten sich von Rechnungen und Mahnungen keineswegs einschüchtern
lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen. Stattdessen sollte der Betreiber
der Internetseite aufgefordert werden, den Vertragsschluss zu beweisen und
hilfsweise der Widerruf des Vertrags erklärt werden. Hier kann die
Rechtsberatung der Verbraucherzentrale in Hagen helfen. Die Rechtsberatung
kostet 9 Euro.
Kontakt/Terminvereinbarung: 02331/14259

Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt: Noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt – Über 600 Bewerber suchen noch

Viele Ausbildungen haben vor wenigen Wochen begonnen, einige weitere starten ab September. Man könnte meinen, Lehrstellen- und Bewerbersuche für dieses Jahr sind durch – aber weit gefehlt! Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch viel los. Jetzt heißt es schnell sein und durchstarten.

In Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es aktuell noch über 500 offene Ausbildungsstellen, bei denen das Auswahlverfahren noch nicht abgeschlossen ist, für technische und handwerkliche Berufe genauso wie im Hotel- und Gaststätten-bereich, im Einzelhandel sowie in der Logistik. Allein im Juli sind noch 86 Stellen zusätzlich gemeldet worden.

Noch immer haben 636 Jugendliche in Hagen und EN-Kreis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Ausbildungsplatz gefunden. Michael Stechele, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hagen, möchte alle unversorgten Jugendlichen ermutigen, nicht aufzugeben: „Ausbildungen können, je nach Entscheidung der Arbeitgeber und Berufsschulen, noch im Herbst begonnen werden. Kurzfristig können sich immer noch ungeahnte Möglichkeiten bieten. Betrieben wie Bewerberinnen und Bewerbern bieten sich deshalb in nahezu allen Berufsfeldern gute Chancen.“

Arbeitgeber haben noch Aussichten, den richtigen Auszubildenden für den eigenen Betrieb zu finden. Allein im Juli kamen über 200 Ausbildungsinteressierte neu auf die Berufsberatung zu. „Immer mehr Betriebe setzen auf die eigene Ausbildung für die Fachkräftesicherung. Da ist es wichtig, dass sie auch den passenden Nachwuchs finden“, so Stechele weiter. „Die Unternehmen, die noch auf den richtigen Auszubildenden warten, sollten jetzt verstärkt Lehrstellensuchende einladen, die nicht auf den ersten Blick allen Erwartungen entsprechen. Und sie sollten die unbesetzten Stellen möglichst lange aufrecht halten.“

Über 4000 Jugendliche haben sich seit Oktober 2015 an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hagen gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind es 4,1 Prozent (175 Personen) weniger als ein Jahr zuvor. 636 Jugend-liche sind davon aktuell noch unversorgt. Den Ausbildungsplatzbewerbern standen fast 2800 gemeldete Berufsausbildungsstellen (wie im Vorjahr) gegenüber, von
denen derzeit noch gut 500 unbesetzt sind.

Folgende Berufe sind bei den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern in
diesem Jahr am gefragtesten (Top 10):

  • Kaufmann/-frau – Büromanagement (275 Bewerber)

  • Industriekaufmann/-frau (265 Bewerber)

  • Medizinische/r Fachangestellte/r (251 Bewerber)

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel (240 Bewerber)

  • Verkäufer/in (198 Bewerber)

  • Industriemechaniker/in (192 Bewerber)

  • Kfz-Mechatroniker – PKW-Technik (135 Bewerber)

  • Maschinen- und Anlagenführer/in (116 Bewerber)

  • Zerspanungsmechaniker/in ( 83 Bewerber)

  • Friseur/in/in ( 67 Bewerber)

Dem gegenüber stehen die Top 10 der gemeldeten Berufsausbildungsstellen:

  • Verkäufer/in (145 Ausbildungsstellen)

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel (139 Ausbildungsstellen)

  • Industriekaufmann/-frau (129 Ausbildungsstellen)

  • Kaufmann/-frau – Büromanagement (105 Ausbildungsstellen)

  • Industriemechaniker/in ( 91 Ausbildungsstellen)

  • Med. Fachangestellte/r ( 80 Ausbildungsstellen)

  • Fachkraft Lagerlogistik ( 67 Ausbildungsstellen)

  • Bankkaufmann/-frau ( 63 Ausbildungsstellen)

  • Kaufmann/-frau Groß-/Außenhandel ( 62 Ausbildungsstellen)

  • Zerspanungsmechaniker/in ( 60 Ausbildungsstellen)

 

Für Arbeitgeber, die noch freie Ausbildungsstellen zu besetzen haben, ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr die folgende, kostenfreie Durchwahl richtig: 0800 – 4 5555 20.

Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerber melden sich für einen Termin in der Berufsberatung unter der kostenfreien Durchwahl: 0800 – 4 5555 00.

Vorsicht vor K.-o.-Tropfen

Im Spätsommer finden viele Weinfeste oder andere
Feiern unter freiem Himmel statt. Deren entspannte Atmosphäre nutzen
immer wieder Kriminelle aus, um K.-o.-Tropfen in Getränke zu mischen
und die Opfer beispielsweise sexuell zu missbrauchen. „Bei den
Frauennotrufen und -beratungsstellen ist das Thema von sexuellen
Übergriffen im Zusammenhang mit K.-o.-Tropfen nach wie vor aktuell“,
sagt Katja Grieger vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und
Frauennotrufe (bff). K.-o.-Tropfen machen willenlos und
bewegungsunfähig. Um sich zu schützen, sollte man keine offene
Getränke von Fremden oder Partybekanntschaften annehmen und sein
offenes Getränk nicht unbeobachtet stehen lassen.

Kriminelle kaufen die illegalen Arzneimittel ohne Verschreibung
oder Zulassung über das Internet oder Callcenter. Gabriele
Overwiening aus dem Geschäftsführenden Vorstand der
Bundesapothekerkammer, fordert: „Das internationale kriminelle Dealen
mit Arzneimitteln und Chemikalien muss besser kontrolliert und streng
bestraft werden.“

Täter nutzen als K.-o.-Tropfen vor allem Gamma-Hydroxybuttersäure
(GHB). Diese Substanz wirkt einschläfernd und muskelentspannend. Die
Angreifer nutzen dies gezielt zur Ausübung sexueller Gewalt, aber
auch für Raub oder Diebstahl, aus. GHB ist eine farblose Flüssigkeit,
die leicht Getränken untergemischt werden kann, ohne dass das Opfer
dies bemerkt. Seine Wirkung setzt nach etwa einer Viertelstunde ein
und hält einige Stunden an. Am nächsten Tag können sich die Opfer
meist schlecht erinnern und sind stark verunsichert, was mit ihnen
geschehen ist. Sie leiden unter starken Kopfschmerzen, Schwindel und
Übelkeit. Grieger: „Wer trotz geringer Alkoholmengen bei sich einen
‚Filmriss` bemerkt, sollte sich an eine Fachberatungsstelle wenden,
um die nächsten Schritte zu besprechen. Zwar sind viele Substanzen
nur kurze Zeit nachweisbar. Aber auch längere Zeit nach dem Vorfall
kann ein Beratungsgespräch sehr hilfreich für die Verarbeitung sein.“
Die Opfer können sich bei einem Verdacht auch an die Polizei oder
Arzt wenden.

Zum Schulstart Schulhefte mit Blauem Engel

Klassenbeste sind aus Recyclingpapier

Hagen. Wenn Mitte August die Schule wieder beginnt, ist der Run auf neue Hefte,
Blöcke und Papierordner in vollem Gange. Der Start des Schuljahres ist eine gute
Gelegenheit, beim Kauf von Schreibwaren auf umweltfreundliches Recyclingpapier
zu achten. „Bei den vielen Siegel ist es aber schwer für Verbraucher, die
richtige Wahl zu treffen“, sagt Ingrid Klatte Umweltberaterin der
Verbraucherzentrale. Der Grund: Manche Siegel scheinen für Umweltfreundlichkeit
zu stehen, tun dies aber bei genauerem Hinsehen nicht. „Wirklich klar und
vertrauenswürdig ist das Siegel „Blauer Engel“. Er garantiert, dass die Hefte zu
100 % aus Altpapier hergestellt werden. Es werden also keine Bäume extra für
diese Hefte gefällt,“ so die Umweltberaterin. Beim umweltfreundlichen Heftkauf
für das neue Schuljahr helfen folgende Tipps:

Grau war Gestern – Recyclingpapier hat heute gute Qualität
Bei der Herstellung von Schulmaterialien, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet
sind, werden Wasser und Energie viel sparsamer eingesetzt als bei Produkten aus
frischen Holzfasern. Zudem wird die Umwelt geschont, weil der Einsatz von
chlorhaltigen Bleich-Chemikalien und anderen schädlichen Stoffen verboten ist.
Hefte, Blöcke und Kopierpapier aus Recyclingpapier stehen den Produkten aus
Frischfasern qualitativ in nichts nach. Auch für den Drucker ist das
nachhaltigere Papier geeignet.

Hilfe für die Suche nach Recyclingheften
Wer gezielt zum Einkauf der umweltfreundlichen Hefte losziehen will, der findet
im Netz Adressen von lokalen Händlern, die Schulmaterialien aus Recyclingpapier
führen: www.heftefinder.de oder www.blauer-engel.de/papierfinder . Beide Portale
helfen beim umweltfreundlichen Einkauf für den Schulstart.

Manche Kennzeichen führen in die Irre
„Holzfrei“, „FSC-Mix“ und „PEFC“-Label – diese Kennzeichnungen sind weit
verbreitet. Jedoch sind sie kein Hinweis auf Recyclingpapier, denn die so
gekennzeichneten Hefte werden nicht aus Altpapier hergestellt.
Der Aufdruck „Holzfrei“ kann Verbraucher gar täuschen, denn das Papier wird sehr
wohl aus Holz hergestellt. Dieser Begriff stammt aus der Papierherstellung und
besagt, dass keine verholzten Bestandteile, die vergilben können, im Endprodukt
enthalten sind.
Das Label „FSC-Mix“ findet man in diesem Jahr auf vielen Heften. Diese Hefte
werden ebenfalls aus frischen Holzfasern hergestellt. Ebenso Hefte, die das
PEFC-Zeichen tragen.

Mehr zu den Kennzeichen auf den Heften unter:
http://www.verbraucherzentrale.nrw/recyclingpapier.
Bei der Umweltberatung der Verbraucherzentrale gibt es kostenlose Information zu
den verschiedenen Siegeln und Kennzeichen und Beratung rund um einen
nachhaltigen Konsum.

Verbraucherzentrale in Hagen:
Hohenzollernstr. 8, 58095 Hagen (Volkspark), Telefon: 02331-14259
Beratungszeiten: Montag 10-18 Uhr, Dienstag 10-17 Uhr, Donnerstag 10-19 Uhr,
Freitag 10-13 Uhr.

Endspurt am Ausbildungsmarkt

Nürnberg. In diesen Wochen beginnen tausende junge Menschen
ihre Ausbildung. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) – als Mitglied in
der Ende 2014 gegründeten Allianz für Aus- und Weiterbildung –
verweist auf die guten Chancen für Ausbildungssuchende und Betriebe,
auch jetzt noch den passenden Ausbildungsbetrieb oder Auszubildenden
zu finden.

Aktuell suchen bundesweit noch 148.555 junge Menschen einen
Ausbildungsplatz – dem gegenüber stehen 172.224 noch unbesetzte
Lehrstellen. Die meisten noch freien Ausbildungsplätze gibt es für
Kaufleute im Einzelhandel (12.836), Verkäufer/in (11.394),
Köche/Köchinnen (6.187) und Bürokaufleute (5.347).

Die meisten Jugendlichen, die noch auf der Suche sind, suchen
Lehrstellen in kaufmännischen Berufen, im Medizinbereich, als
Industriemechaniker/in oder KFZ-Mechatroniker/in.

Detlef Scheele, Vorstandsmitglied der BA, verweist auf die hohe
Dynamik auf dem Ausbildungsmarkt: „Viele Betriebe stellen auch zum
September oder Oktober ein, Lehrverträge werden in der Probezeit
wieder gelöst. Betrieben wie Bewerberinnen und Bewerbern bieten sich
deshalb in nahezu allen Berufsfeldern gute Chancen. Arbeitgeberinnen
und Arbeitgeber sollten dabei verstärkt auch Lehrstellensuchende in
den Blick nehmen, die nicht auf den ersten Blick allen formalen
Anforderungen entsprechen. Die Jugendlichen wiederum sollten
Alternativberufe nahe am Wunschberuf in Betracht ziehen.“ Für beide
Seiten gelte: „Bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter vor Ort
erhalten sie umfassende Beratung und Unterstützung.“

Arbeitsagenturen und Jobcenter können noch zahlreiche Lehrstellen
in Betrieben und in schulischen Ausbildungseinrichtungen anbieten –
darunter auch Ausbildungsstellen in Berufen, die den meisten weniger
bekannt sind, die aber gute Berufsperspektiven eröffnen. Auch ein
Blick auf den Ausbildungsbereich in der JOBBÖRSE der BA unter
arbeitsagentur.de hilft weiter.

Mit einer Meldung ihrer noch unbesetzten Lehrstellen bei ihrer
Arbeitsagentur bzw. ihrem Jobcenter erhöhen die Betriebe ihre Chancen
auf passende Bewerberinnen und Bewerber. Bei Anlaufschwierigkeiten in
der Ausbildung kann zudem mit ausbildungsbegleitenden Hilfen und
assistierter Ausbildung begleitende Unterstützung für den Betrieb und
den Auszubildenden angeboten werden, um die Ausbildung zum
erfolgreichen Abschluss zu führen.

Kundenbüro Grunderwerb und Bauen in Hagen geschlossen

Das Kundenbüro Grunderwerb und Bauen sowie die Reprostelle und die Infotheke im Technischen Rathaus der Stadt Hagen, Berliner Platz 22, sind am kommenden Donnerstag, 18. August, aufgrund einer internen Veranstaltung nicht besetzt. Am Freitag, 19. August, stehen alle Mitarbeiter dort wieder ab 8.30 Uhr wie gewohnt zur Verfügung. Im Kundenbüro Grunderwerb und Bauen können unter anderem Auszüge aus dem Liegenschaftskataster und der Mietspiegel erworben werden. Außerdem ist dort für Eigentümer nach vorheriger Terminvereinbarung eine Einsichtnahme in die Bauakten der eigenen Immobilie möglich. Geöffnet ist das Kundenbüro montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr oder nachmittags nach Terminabsprache. Erreichbar ist das Kundenbüro unter Telefon 02331/207-5692 oder E-Mail geodaten@stadt-hagen.de. Termine für die Bauakteneinsicht können unter Telefon 02331/207-5693 vereinbart werden.

Darf’s ein bisschen mehr Gesundheit sein? – Kostenpflichtige Leistungen (IGeL) beim Arzt

Viele Arztpraxen bieten Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGeL, an. Oft werben Ärztinnen und Ärzte auch nachdrücklich für diese kostenpflichtigen Extras, die die Krankenkassen nicht bezahlen. Von Glaukomuntersuchungen über bestimmte Ultraschalleinsätze beim Frauenarzt bis zur Prostatakrebs-Früherkennung – die IGeL-Palette ist groß. Patienten geben jährlich rund eine Milliarde Euro aus eigener Tasche dafür aus. Doch welche Checks und Therapien machen wirklich Sinn? Und was sollten Patienten tun, wenn ihr Arzt zu einer kostenpflichtigen Maßnahme rät? Antworten auf diese Fragen gibt der Ratgeber „IGeL-Angebote beim Arzt – was Sie über private Zusatzleistungen wissen müssen“ der Verbraucherzentrale NRW.

Igel_Angebote_beim_Arzt

Das Buch informiert über die 24 häufigsten IGeL-Angebote im Bereich Vorsorge und Früherkennung. Leser erfahren, welche Vorteile einzelne Untersuchungen und Behandlungen mit sich bringen, welche Risiken sie bergen und welche sogar schädlich sein können. Auch über die Kosten klärt der Ratgeber auf. Ausgerüstet mit Tipps und Checklisten, sind Patienten nach der Lektüre gerüstet für das Arztgespräch. So können sie eine aufgeklärte Entscheidung treffen – ganz individuell, für oder gegen die jeweils angebotenen Gesundheitsleistungen.

Der Ratgeber hat 200 Seiten, kostet 12,90 Euro und ist in der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Hohenzollernstraße 8 erhältlich.

Heimische Produkte frisch auf den Tisch

Moderne Landfrauen-Rezepte für die leichte Sommerküche

Appetit auf die heimische Küche und Produkte aus der Region? Vor allem im Sommer können jede Menge Obst und Gemüse frisch vom Feld oder aus dem Garten auf den Tisch kommen. Wie die bunte Vielfalt für Genuss sorgt und traditionelle regionale Gerichte auch ganz raffiniert daher kommen können, das zeigt der Ratgeber „Landfrauenküche – Die besten Rezepte für jede Jahreszeit“ der Verbraucherzentrale NRW.

Das Kochbuch liefert unzählige Ideen für guten Geschmack und Abwechslung auf dem Menüplan: Von kalter Gurkensuppe und Radieschensalat über Gemüsekuchen bis zu Wirsingsäckchen und Rinderfilet mit Pilzen – innovative Rezepte machen Lust aufs Probieren. Neben zahlreichen Zubereitungstipps für die Sommerküche finden Leser auch für die weiteren Jahreszeiten Ideen für die rundum gesunde Küche. Insgesamt vereint das Kochbuch über 100 Rezepte mit den Zutaten der Saison für Suppen, Salate, Snacks und Sattmacher. Mehr als 40 davon kommen ohne Fleisch aus. Tipps zu regionalem Einkauf sowie ein Saisonkalender für Obst und Gemüse komplettieren das Angebot.

Das Buch hat 176 Seiten und ist jetzt zum neuen Preis von nur 5 Euro erhältlich.

Der Ratgeber ist in der Beratungsstelle Hagen der Verbraucherzentrale NRW, Hohenzollernstraße 8 (im Volkspark) erhältlich.

„Mechatroniker gesucht“: NGG rät zu Berufe-Check in Ernährungsindustrie

Top-Jobs rund ums Essen und Trinken: Mit 490 Beschäftigten in Hagen ist die Ernährungsindustrie nicht nur ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor. Die Branche bietet auch solide Job-Perspektiven. Darauf hat die NGG zum Start des neuen Ausbildungsjahrs hingewiesen. „Von der Getränke-Laborantin über den Industriekaufmann bis hin zum Süßwarentechnologen wartet die Lebensmittelwirtschaft mit verschiedensten Berufen auf. Außerdem verdienen Azubis dort überdurchschnittlich gut – und haben beste Chancen, später vom Betrieb übernommen zu werden“, sagt Isabell Mura von der NGG Südwestfalen.

Flaschen high

Die Ernährungsbranche habe sich in den vergangenen Jahren auch in Hagen stark modernisiert, so die Gewerkschafterin. „Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik hat es heute nicht nur mit Backwaren oder Milch zu tun. Sondern genauso mit Anlagensteuerung und Produktentwicklung“, betont Mura. Die Digitalisierung sei in der Lebensmittelindustrie in vollem Gange – und mache die Branche etwa für Mechatroniker zu einem spannenden Arbeitsfeld.

„Dabei stimmt die Bezahlung. Die Azubi-Vergütungen liegen je nach Branche zwischen 671 Euro im ersten und 1.103 Euro im dritten Ausbildungsjahr“, sagt Isabell Mura. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik kommt nach der Ausbildung auf rund 2.700 Euro pro Monat. Aber nicht nur das: „Die NGG hat in allen Tarifverträgen für die Ernährungsindustrie ein ordentliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld festgeschrieben. Außerdem zahlt der Chef in die tarifliche Altersvorsorge ein“, erklärt die Gewerkschafterin.

Hinzu komme, dass die Ausbildung überbetrieblich sei. Wer zum Beispiel als Industriemechaniker in einer Brauerei gelernt habe, kenne sich nicht nur mit Hopfen und Malz aus. Er habe auch das nötige Know-how, um in der Fleischverarbeitung oder in der Zuckerindustrie zu arbeiten. „Auf der Karriere-Leiter kann er es dann bis zum Industriemeister bringen“, so Mura.

Weitere Infos rund um die Ernährungsindustrie und noch offene Ausbildungsplätze gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur: www.berufenet.arbeitsagentur.de

Kunden der Jobcenter profitieren von Rechtsvereinfachungen

Nürnberg. Änderungen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
machen es Jobcentern zukünftig möglich, beispielsweise Azubis
finanziell zu unterstützen. Zudem können die Jobcenter ab jetzt
Kunden, die eine Arbeit aufnehmen, bei Bedarf bis zu sechs Monate
weiter fördern und unterstützen. Weiterhin bestehen Anzeige- und
Bescheinigungspflichten bei Arbeitsunfähigkeit nur noch, wenn sie
individuell vereinbart worden sind. Es ändert sich auch der
Regel-Bewilligungszeitraum von Hartz IV-Leistungen von sechs auf
zwölf Monate. Personen, die aufstockend zum Arbeitslosengeld Hartz
IV-Leistungen beziehen, werden ab Januar 2017 von den
Arbeitsagenturen vermittlerisch betreut.

Die Änderungen sollen den Mitarbeitern in den Jobcentern größere
zeitliche Spielräume für die Integration von Langzeitarbeitslosen
verschaffen.

Der Bundesrat hat am 08.Juli 2016 diese und weitere
Vereinfachungen im Rahmen des Neunten Gesetzes zur Änderung des
Zweiten Buches Sozialgesetzbuch beschlossen. Die Änderungen gehen auf
Vorschläge der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Rechtsvereinfachung“
zurück. Der überwiegende Teil tritt ab dem 01. August in Kraft,
einige Vorschriften werden ab dem ersten Januar 2017 wirksam.

Der Arbeitsmarkt im Juli 2016

„Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli gut
entwickelt. Mit der einsetzenden Sommerpause ist die Zahl der
arbeitslosen Menschen angestiegen, saisonbereinigt gab es aber einen
Rückgang.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für
Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der
monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Juli: +47.000 auf 2.661.000 Arbeitslosenzahl
im Vorjahresvergleich:  -112.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:
+0,1 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von Juni auf Juli um 47.000
auf 2.661.000 gestiegen. Hauptursache für den Anstieg ist die
vorübergehende Sucharbeitslosigkeit junger Menschen. Sie beenden in
den Sommermonaten ihre betriebliche oder schulische Ausbildung und
suchen anschließend eine Stelle. Saisonbereinigt hat die
Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 7.000 abgenommen.
Gegenüber dem Vorjahr waren 112.000 weniger Menschen arbeitslos
gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger
Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 14.000 gestiegen.
Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik,
insbesondere durch Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen
Eingliederung sowie durch Dritte geförderte Maßnahmen, beispielsweise
Integrationskurse beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
(BAMF). Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juli 2016 auf
3.570.000 Personen. Das waren 12.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt
ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Juni 1,80 Millionen und die
Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juli
805.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juli 2015
ergab sich ein Rückgang von 25.000. Insgesamt 761.000 Personen
erhielten im Juli 2016 Arbeitslosengeld, 38.000 weniger als vor einem
Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der
Grundsicherung für Arbeit-suchende (SGB II) lag im Juli bei
4.305.000. Gegenüber Juli 2015 war dies ein Rückgang von 51.000
Personen. 8,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im
erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. In der
Grundsicherung für Arbeit-suchende waren 1.856.000 Menschen
arbeitslos gemeldet, 87.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil
der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist nicht arbeits-los. Das
liegt daran, dass diese Personen mindestens 15 Wochenstunden
erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder
sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist
die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juni
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 45.000 gestiegen. Mit 43,67
Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 533.000 höher
aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der
Hochrechnung der BA von April auf Mai saisonbereinigt um 56.000
zugenommen. Mit 31,42 Millionen Personen lag die Beschäftigung
gegenüber dem Vorjahr um 697.000 im Plus. Die Beschäftigung wuchs
dabei in allen Bundesländern und fast allen Branchen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor sehr hoch.
Im Juli waren 674.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 85.000 mehr
als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Nachfrage gegenüber dem
Vormonat mit 3.000 im Plus. Der Stellenindex der Bundesagentur für
Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften
in Deutschland – stieg im Juli 2016 um 1 Punkt auf 217 Punkte.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2015 bis Juli 2016 haben sich 509.600 Bewerber für
eine Berufsausbildung gemeldet. Das waren ähnlich viele wie im
Vorjahreszeitraum (-700). Die Zahl der gemeldeten
Berufsausbildungsstellen liegt mit 511.300 Ausbildungsstellen
deutlich über dem Vorjahr (+16.300). Damit gab es im Juli 2016
bundesweit etwas mehr gemeldete Ausbildungsstellen als gemeldete
Bewerber. Die Chancen auf einen Aus-bildungsplatz hängen sehr vom
Berufswunsch ab. Insbesondere in Hotel- und Gaststättenberufen, in
Bauberufen, in vielen Handwerksberufen wie zum Beispiel
Fachverkäufer(innen) im Lebensmittelhandwerk, Gebäudereiniger(innen),
Fleischer(innen) oder Bäcker(innen) oder auch bei
Berufskraftfahrer(inne)n gibt es mehr Ausbildungs-stellen als
Bewerber. Umgekehrt ist die Lage zum Beispiel in Büro- und
Verwaltungsberufen, in der Tierpflege, in Medienberufen oder in
künstlerisch-kreativen Berufen. Weil der Ausbildungsmarkt im Juli
noch in Bewegung ist, lassen die aktuellen Daten allerdings nur eine
vorläufige Bewertung zu.

IKEA dehnt Rückruf zu Schokolade aus

IKEA weist Kunden, die ein oder mehrere der betroffenen IKEA
Schokoladenprodukte erworben haben, darauf hin, dass diese Produkte
nicht für Personen geeignet sind, die allergisch oder empfindlich auf
Haselnüsse und/oder Mandeln reagieren. Aus diesem Grund ruft IKEA die
Produkte nun zurück.

IKEA dehnt den bereits laufenden Rückruf zu Schokolade auf sechs
weitere Produkte aus. Die Schokoladenprodukte sind nicht für Personen
mit einer Haselnuss- und/oder Mandelunverträglichkeit bzw. -allergie
geeignet.

Da häufig und nicht nur gelegentlich Haselnüsse und Mandeln in den
sechs Schokoladenprodukten nachgewiesen wurden, sind diese definitiv
nicht für den Verzehr durch Personen geeignet, die allergisch oder
empfindlich auf diese Allergene reagieren. Die Produktinformationen
führen den Gehalt von Haselnüssen und Mandeln nicht deutlich genug
auf. Auf dem Etikett ist nur „Kann…enthalten“ vermerkt. Dies kann
möglicherweise für den Verbraucher irreführend sein und deswegen auf
einigen Märkten als nicht der Gesetzgebung entsprechend interpretiert
werden. Aufgrund der hohen IKEA Sicherheits- und Qualitätsstandards
haben wir beschlossen, die betroffenen Produkte weltweit
zurückzurufen, unabhängig von den unterschiedlichen Gesetzgebungen
auf den Märkten. Betroffen sind alle Mindesthaltbarkeitsdaten.

Die Produkte können bedenkenlos von allen Personen verzehrt
werden, die nicht auf Haselnüsse und/oder Mandeln empfindlich oder
allergisch reagieren. IKEA sind keine Vorfälle in Bezug auf die sechs
Produkte bekannt.

Kunden können die betroffenen Produkte gegen eine volle
Rückerstattung des Kaufpreises beim nächsten IKEA Einrichtungshaus
zurückgeben. Ein Kaufnachweis (der Kassenbon) ist für die
Rückerstattung nicht erforderlich. Wir entschuldigen uns für die
Unannehmlichkeiten.

Weitere Informationen erhalten Kunden unter der gebührenfreien
IKEA Telefonnummer: 0800-5893391.

Vom Rückruf betroffene Produkte (alle Mindesthaltbarkeitsdaten:
CHOKLAD LINGON & BLÅBÄR 180 g (Schokolade Preisel- & Blaubeeraroma)
CHOKLAD LJUS UTZ 100 g (Vollmilchschokolade)
CHOKLAD NÖT UTZ 100 g (Vollmilch-Nussschokolade)
GODIS CHOKLADKROKANT 450 g (Schokokrokant)
GODIS CHOKLADRÅN 168 g (Schokowaffeln)
CHOKLADKROKANT BREDBAR 400 g (Schokokrokant, streichfähig)

Umweltschutz beginnt beim Papier – Schulstart-Kampagne des Blauen Engels

Unter dem Motto „Schulstart mit dem Blauen Engel“ läuft aktuell die Recyclingpapier-Kampagne des Umweltzeichens. In diesem Rahmen macht das Umweltamt der Stadt Hagen darauf aufmerksam, beim Kauf von Schulheften und anderen Papierwaren auf den Blauen Engel zu achten.

Nur jedes zehnte gekaufte Schulheft ist aus Recyclingpapier. Dabei schneidet Recyclingpapier in Sachen Ökobilanz und Klimaschutz deutlich besser ab als herkömmliches Frischfaserpapier. Der städtische Umweltdezernent Thomas Huyeng weist auf die Bedeutung eines ressourcensparenden nachhaltigen Konsums hin und unterstützt die Aktion „Schulstart mit dem Blauen Engel“ aus voller Überzeugung. Eine Umstellung ist ganz leicht und schützt die Umwelt gleich dreifach, denn 100 Prozent Recyclingpapier ist gut für den Wald, für das Klima und für das Wasser.

Die Aktion wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der Jury des Umweltzeichens und der RAL gGmbH ins Leben gerufen. „Die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Umweltschutz ist ein zentrales Anliegen“, so die Institutionen, die hinter dem Blauen Engel stehen. „Der Recyclingpapierkreislauf eignet sich hervorragend, um Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf die Umwelt zu veranschaulichen und bietet konkrete Möglichkeiten zum Handeln.“

Das städtische Umweltamt weist darauf hin, dass unter www.blauer-engel.de/schulstart ein Leitfaden und weitere Infomaterialien zum Herunterladen bereitstehen oder kostenlos angefordert werden können.

Dank an Yachtschule für 30 Jahre Unterstützung

Seile knoten, Segel setzen, Leinen los: Regelmäßig legen Oberlinschüler aus Volmarstein zum Segeltörn auf dem Harkortsee ab. Bei den Förderschülern mit teilweise schweren Behinderungen kommt die Segel-AG prima an. Auf dem Gelände der Yachtschule Harkortsee in Hagen-Vorhalle, die die Aktion seit drei Jahrzehnten ermöglicht, heißt es jeden Mittwoch: Oberlinschule, ahoi!

Foto1
Bildquelle: ESV

„Segeln bringt unseren Schülern Erlebnisse von unschätzbarem Wert“, erklärt Georg Jeskulke. Er ist Lehrer an der Oberlinschule und leitet die Segel-AG gemeinsam mit seinem mittlerweile pensionierten Kollegen Detlef Kempka. Beim Gang über den schwankenden Steg lernen Jugendliche mit Wahrnehmungsstörungen, ihren Körper zu beherrschen. Vertrauen ist gefragt, wenn sich ein Rollifahrer ins schwankende Boot heben lässt. Und die Teamarbeit an Bord, mit der das Schiff auf Kurs gehalten wird, fördert den Zusammenhalt aller.

All diese wichtigen Erfahrungen machen Oberlinschüler seit den 80er Jahren. So lange begleitet Lutz Heinbach, Betreiber der Yachtschule Harkortsee, die Teilnehmer der Segel-AG. Generationen von Schülern mit Behinderungen hat er so unterstützt. „Das ist immer prima gelaufen“, sagt Heinbach. „Jonas“, das kleine Boot der Oberlinschule, hat er gespendet. Und auch den Liegeplatz stellt er zur Verfügung. So hat „Jonas“ am Harkortsee seit langem seinen festen Platz – zwischen Schiffen mit so originellen Namen wie „Alter Schwede“ oder „Kenterkönig“.

Damit ist die Oberlinschule sozusagen Schiffseigner. Und nicht nur deshalb ist die Segel-AG ein ungewöhnliches Angebot. Das kommt dauerhaft nur zustande, weil Lehrer Georg Jeskulke selbst begeisterter Segler ist. Mitte der 80er Jahre hat er seine Staatsarbeit über das Thema „Wassersport mit Körperbehinderten“ geschrieben.

Übrigens: Auch während der dunklen Jahreszeit, wenn „Jonas“ nicht ablegt, läuft die Segel-AG. Dann beschäftigen sich die Oberlinschüler in der Theorie mit dem Thema „Segeln“: Sie sitzen vor ihrer riesigen Karte vom Harkortsee, die sie selbst gemalt haben, basteln Schiffe oder lernen Knoten. Zwei Ausflüge – zur internationalen Bootsausstellung in Düsseldorf und zum Schiffshebewerk Henrichenburg – runden das Winterprogramm ab. „Segeln ist ein Thema fürs ganze Jahr“, betont Georg Jeskulke.

Zum 35. Mal Motorradfest in Volmarstein

Seit mehr als drei Jahrzehnten bieten Motorradfahrer des MC Sauerland Kindern und Jugendlichen aus Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Volmarstein ein besonderes Event: Bei diesem jährlichen Motorradfest unternehmen sie mit den jungen Beifahrern mit Behinderungen eine Tour ins Sauerland. Die lassen sich dann genüsslich den Fahrtwind um die Nase wehen. Am kommenden Samstag, 9. Juli, findet diese Attraktion zum 35. Mal statt. Als Dankeschön für das langjährige Engagement der Motorrad-Fans richtet die Stiftung auf dem Zentralgelände an der Lothar-Gau-Straße ab 9.30 Uhr ein Fest aus.

Foto Motorradfest
Bildquelle: ESV

„Wir möchten mit unseren Freuden aus dem Sauerland ein Familienfest feiern“, sagt Organisator Daniel Starosta. Dazu gehören Spiele unter dem Motto „Kinder gegen Erwachsene“, Geocaching, Basteln und Schminkecke. Ab 14.30 Uhr spielt die Wuppertaler Irish-Folk-Band „Fragile Matt“. Und statt der üblichen Tagesfahrt ins Sauerland gibt es für die Kinder und Jugendlichen kurze Touren in der näheren Umgebung.

Vor dem Start treffen sich die rund 20 Fahrer traditionell zu den „Benzingesprächen“ – also Fachsimpeleien über ihre teilweise nostalgischen Gefährte. Auch die jungen Volmarsteiner Beifahrer stellen Fragen zu den Motorrädern oder machen ein Erinnerungsfoto mit „ihrem“ Fahrer. Den Mitgliedern des MC Sauerland aus Menden ist es ein Anliegen, den Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ein besonderes Erlebnis zu bieten. Dafür sind sie in über drei Jahrzehnten insgesamt fast 70.000 Kilometer gefahren.