Archiv der Kategorie: AllerWeltHaus

16. Juni: Vielfalt Tut Gut Festival 2018 – Hagens Zukunft ist bunt

Open Air Festival am Samstag 16. Juni, 15 – 22 Uhr

Hagen. Bunt, temperamentvoll und „Made in Hagen“ präsentiert sich das Programm des 11. Vielfalt Tut Gut Festivals am Samstag, 16. Juni, im Dr. Ferdinand-David-Park am AllerWeltHaus in Hagen.

Das interkulturelle Festival mit Bühnenprogramm, kulinarischer Meile, Spiel und Spaß für die ganze Familie und Information ist ein fester Mosaikstein des interkulturellen Dialogs in Hagen geworden. Mehr als 20 Träger der Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit und zahlreiche MigrantInnenselbstorganisationen freuen sich auf viele Besucher und sorgen mit ihren Programmbeiträgen für ein entspanntes Festival-Feeling am Volmeufer. Sie setzen sich ein für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander der in Hagen lebenden Kulturen. Projekte gegen Demokratiefeindlichkeit, die in Hagen mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert werden, nutzen das Festival, um die dort geleistete Arbeit einem großen Publikum vorzustellen, und das Jugendforum Ideenlabor Vielfalt stellt Projekte für Toleranz und Demokratie vor.

20180530_Festival Bandfoto NoisysAm Nachmittag werden von 15 bis 18 Uhr Tanz- und Musikshows von Hagener Jugendlichen und Vereinen von Migranten aufgeführt. Den Auftakt für das Live-Konzert am Abend macht um 19 Uhr die Hagener Band „Noisys“. Acht Hagener Jungs und ein Mädel mit griechischen Wurzeln proben und spielen seit knapp drei Jahren zusammen griechisch-sprachige Musik verschiedener Genre. Dabei mischen sie Elemente aus Rock und Jazz mit traditionellen Klängen aus der griechischen Folklore oder der Rebetiko-Musik.

Das Abschlusskonzert mit dem Dialog-Projekt „Dubarabi – East West Electric Collective“
nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise, bei der die jahrhundertealte Tradition des arabischen Tarab auf westliche elektronischer Musik trifft. Fünf Musiker mit verschiedenen kulturellen und musikalischen Hintergründen verbindet ihre persönliche Odyssee zwischen alter und neuer Heimat. Dies hat die musikalische Entwicklung von George Azar (Oud, Gesang), Shadi Al Housh (Darabuka, Du Riq), beide aus Syrien, heute Deutschland, geprägt. Ebenso die Musik von Bland Mahdi (Duduk, Kemence, Oud, Gitarre) aus dem Nord-Irak, jetzt London, von Moreno Visini genannt The Spy from Cairo (elektronische Musik, Oud, Saz, Cifteli, Sitar, Gitarre) aus Kairo, heute Italien und New York sowie von Maren Lueg (arabische und türkische Nay Flöte, Querflöte, Saxofone) aus Hagen, die schon lange auch in Großbritannien zuhause ist. Das „Dubarabi – East West Eletric Collective“ Dialogprojekt wurde vom Land NRW gefördert und unterstützt die gemeinsame künstlerische Arbeit von Musikern aus unterschiedlichen Kulturen. Die meisten der beteiligten Musiker haben von 2016 – 2018 an „interkulturellen MusikerInnenworkshops“ im AllerWeltHaus unter der Leitung von Maren Lueg teilgenommen.

Das Dubarabi-East West Collective wird gefördert vom NRW-Kultursekretariat Wuppertal und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Das Vielfalt Tut Gut Festival 2018 steht unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters Ralf Quardt. Bei dem Festival handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des AllerWeltHauses, des Jugendrings Hagen, der Zuwanderungsberatung und Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr sowie Hagener MigrantInnenorganisationen.

Gefördert wird es von der Bezirksvertretung Mitte, dem Fachbereich Kultur der Stadt Hagen und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben.

Quelle: Diakonie Mark-Ruhr

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Blind – Kindersoldaten, zum Töten gezwungen

Beitragsbild: © Wilhelm Eugen Mayr, DeBehr Verlag

Lesung mit musikalischer Begleitung
Fr. 20. Oktober, 19:30 Uhr

LeseLust 2017
Wilhelm Eugen Mayr:
Blind – Kindersoldaten, zum Töten gezwungen

Lektoren: Wilhelm Eugen Mayr, Co-Lektor: Jörn Meyer
Gitarre: Dr.Stefan Hiller
Gesang: Steffi Meyer-Diekena
Piano: Wilhelm Eugen Mayr

Bei dieser Lesung mit musikalischer Begleitung im Rahmen des LeseLust Festivals 2017 stellt Wilhelm Eugen Mayr mit seinem 2. Buch „Zum Töten gezwungen“ das brutale Geschäft mit Kindern und Jugendlichen an den Pranger, indem er versucht, auf das Leid der Kinder-soldaten und ihre Traumatisierung aufmerksam zu machen. Die ganze Brutalität, mit der Kinder gezwungen werden, das schmutzige Kriegshandwerk zu erlernen und durchzuführen bzw. als Mädchen die Zwangsverheiratung oder die Zwangsprostitution zu erdulden, wird unverblümt erzählt. Die Lesung selbst wird wie ein Event gestaltet: Zwei Lektoren tragen Textauszüge aus dem Roman vor, zwei Filmeinspielungen zu dem Thema eröffnen jeweils den ersten und den zweiten Teil der Lesung, und live vorgetragene Musik sorgt für Pausen zum Durchatmen.

Diese Lesung erfolgt in Zusammenarbeit mit der „terres des hommes“ Arbeitsgruppe Hagen, die an diesem Abend parallel über die Problematik der Kindersoldaten informieren und auch gern Spenden entgegen nehmen wird. Die Hälfte der Einkünfte aus den Bücherverkäufen kommen einem Projekt zugute, das „terres des hommes“ im Nordirak betreut, wo ehemalige Kindersoldaten und zwangsprostituierte Mädchen, aber auch Kinder, die im Syrienkrieg alles verloren haben, aufgefangen und betreut werden.
Geeignet für Jugendliche ab 16 Jahren
Eintritt: 4 EUR Vorverkauf ab 9. Okt. im AllerWeltHaus

Zum Buch und zum Autor
Die Geschwister Fred und Safira überlebendamit: Fred wird vom Befehlshaber der Soldateska gezwungen sie obendrein auch noch zu vergewaltigen. Anschließend blendet man sie aus Rache für ihre Gegenwehr – sie soll langsam ihren schweren Verletzungen erliegen. Der Roman verfolgt nun sowohl die Geschichte der beiden Geschwister Fred und Safira, ihr furchtbares Leben als Kindersoldaten bis hin zu ihrer abenteuerlichen Flucht in den Tschad und schließlich nach Deutschland, als auch die Geschichte der blinden Laura. Zwar konnte deren Leben gerettet werden, nicht aber das Augenlicht. Auch sie wird nach Deutschland ausgeflogen. Als sie von einer neuen Mitschülerin nach Hause eingeladen wird, meint sie dort die Stimme Freds wiederzuerkennen. Ihr Trauma geht weiter – die furchtbare Vergangenheit holt sie in Deutschland wieder ein…

Auch in seinem zweiten Roman beschäftigt sich der Autor Wilhelm Eugen Mayr wieder mit dem Schicksal Jugendlicher. Dieses Mal stellt er überaus realistisch das brutale Geschäft mit Kindern und Jugendlichen an den Pranger, indem er versucht auf das Leid der Kindersoldaten, die ja bekanntermaßen über keinerlei Lobby verfügen, und auf ihre Traumatisierung aufmerksam zu machen. Das Thema ist unangenehm, unbequem – man möchte sich am liebsten damit gar nicht erst auseinandersetzen. Bewusst wird nichts beschönigt. Die ganze Brutalität, mit der Kinder gezwungen werden, das schmutzige Kriegshandwerk zu erlernen und durchzuführen bzw. als Mädchen die Zwangsverheiratung oder die Zwangsprostitution zu erdulden, wird unverblümt erzählt. Dass das alles zudem noch im Namen einer Religion geschieht, die eigentlich nirgendwo diese Grausamkeiten vorsieht, macht das Ganze noch schlimmer, da hierdurch automatisch ein Bild vermittelt wird, das einen tiefen Keil zwischen die einzelnen Religionen treibt und eine Annäherung zwischen ihnen und den verschiedenen Kulturen erschwert, wenn nicht gar verhindert. Dass zudem eine ganze Rüstungsindustrie hieran verdient, offenbar mit Duldung europäischer Regierungen, dass bewusst immer leichtere, kleinere Waffen konstruiert werden, die sich bestens für Kinderhände eignen – auch das wird in diesem Roman nicht ausgespart.

Wilhelm Eugen Mayr, den meisten eher bekannt unter seinem Spitznamen „Beppo“ Mayr, wurde 1947 in Delbrück (NRW) geboren, wuchs in Wiedenbrück (NRW) auf, machte 1967 in Bad Driburg sein Abitur und studierte danach in Paderborn und Münster Katholische Theologie (Abschluss: Diplom), Germanistik (Abschluss: Staatsexamen), Geschichte (Be- gleitstudium über 8 Semester) und Musikwissenschaften (Begleitstudium über 4 Semester). Während dieser Zeit erhielt er Unterricht auf den Instrumenten Klavier, Blockflöte, Violine, Kirchenorgel und Gitarre, übernahm den Aufbau und die Leitung diverser Bands und Big- Bands und in Münster und Bocholt jeweils auch die eines Kirchenchores.

1978 begann er seine ‚z.A.-Zeit’ als angehender Studienrat am Mariengymnasium in Bocholt und wechselte 1983 dann als Studienrat an die KGS in Stuhr-Brinkum, wo er die Fächer Deutsch, Religion, Werte und Normen, Geschichte, Latein und Musik unterrichtete, darüber hinaus aber auch den Theater- und Musiktheaterbereich an der Schule aufbaute und 30 Jahre lang leitete. Mit über 60 Abend füllenden Produktionen in dieser Zeit machte er die KGS weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Auch die zahlreichen Musicaltourneen im Inland und ins Ausland, musisch-kulturelle Begegnungen mit ungarischen, österreichischen, türki- schen, tunesischen und marokkanischen Jugendlichen erregten in der Öffentlichkeit viel Aufsehen.

In seinem ersten Roman – „Verschleppt in der Sahara. In der Hand von Terroristen“ – verarbeitete er sehr authentisch Eindrücke einer Musical-Tour durch den Süden Tunesiens und ließ Realität und Fiktion geschickt ineinander fließen. Den Stoff für seinen zweiten Roman „BLIND – Kindersoldaten, zum Töten gezwungen“ hatte er zuvor schon als Musical („blind…“) auf die Bühne gebracht – es ist bereits bei Theaterverlagen in der Schweiz und in Deutschland, wie übrigens fünf weitere Musicals des Autors, verlegt. Das Thema selbst hat den Autor eigentlich schon seit dem Jahr 2009 beschäftigt, als die Frankfurter Rundschau einen Bericht veröffentlichte, dem zu Folge Bundeswehrsoldaten in Somalia Kindersoldaten ausgebildet hätten. Da begannen seine Recherchen für das 2011 uraufgeführte Musical und den Roman, der im März 2016 auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen von zwei Lesungen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Fleißige Hände für AllerWeltHaus gesucht

Rund um das AllerWeltHaus gibt es viel zu tun. Daher werden Ehrenamtliche gesucht, die bereit sind, sich mit ihrem Können einzubringen. Beispielsweise müssen kleine Blumenbeete gepflegt werden, mal schließt eine Tür nicht richtig, mal muss etwas gestrichen werden, ein anderes Mal ist eine Holzarbeit fällig. Auch technischer Sachverstand ist gefragt. Das Team des AllerWeltHauses möchte nun eine Hausdienst-Gruppe einrichten, um diese Aufgaben bewältigen zu können. Wer Zeit hat, wöchentlich für zwei bis drei Stunden oder auf Abruf zur Verfügung zu stehen, ist herzlich zu einem ersten Treffen eingeladen. Es findet statt am Montag, 17. Juli 2017 um 17.00 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstr. 22. Interessierte können sich melden unter info@allerwelthaus.org beziehungsweise telefonisch unter 02331/21410.

 

Emissionsfrei im Schienenverkehr – Energieexperten für den Weg in eine grüne Zukunft gesucht

Düsseldorf. Zum zwölften Mal organisiert die EnergieAgentur.NRW im Schuljahr 2016/2017 den Schülerwettbewerb FUELCELLBOX. Über das komplette Schuljahr hinweg forschen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler (Jahrgangsstufen neun bis elf) theoretisch und praktisch mit dem Energieträger Wasserstoff und der Effizienztechnik Brennstoffzelle. In diesem Jahr hat wieder NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel die Schirmherrschaft übernommen.

Die Aufgabe
Aufgabe der Schulteams wird es sein, die Stromversorgung eines mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellentriebwagens zu entwickeln. Da aktuell circa 50 Prozent des deutschen Schienennetzes nicht elektrifiziert sind, kommen auch heute noch Züge mit konventionellem Dieselantrieb und starkem Schadstoffausstoß zum Einsatz. Um jedoch die Ziele des NRW-Klimaschutzplans zu erreichen, muss hierfür eine emissionsfreie und effiziente Alternative gefunden werden. Aufgrund von wirtschaftlichen und landschaftlichen Aspekten ist ein Oberleitungsbau oft unerwünscht. Für einen ersten Testlauf der Brennstoffzellentriebwagen werden nun junge Energieexperten gesucht, um die Elektrifizierung auch ohne Oberleitungsbau zu ermöglichen. Um diese Aufgabe zu lösen, können sich Schülerteams mit je zwei bis drei Mitgliedern aller weiterführenden Schulen aus NRW ab sofort auf www.fuelcellbox-nrw.de für den Wettbewerb anmelden.
Neuer verlängerter Anmeldeschluss ist bis  Dienstag, den 4. Oktober 2016.

Der Ablauf vom Herbst 2016 bis Frühjahr 2017
Bevor es in der zweiten Phase zur praktischen Entwicklung des Systems geht, müssen die Jugendlichen die Aufgaben der ersten Phase bis zum 19. Dezember zunächst schriftlich lösen. Dafür stellen die Veranstalter themenbezogene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Auf Grundlage der eingesandten Lösungen werden bis März  2017 dann 20 Teams ausgewählt, die ihre Ideen bis Mitte Mai mit der FUELCELLBOX in die Tat umsetzen können. Dafür ist die FUELCELLBOX u.a. mit einem Elektrolyseur, einem Wasserstoffspeicher, einer Brennstoffzelle sowie diversen Kabeln und Anschlussmaterialien ausgestattet. Die Endprämierung der besten Teams wird im Juni 2017 gefeiert. 

Das Sparkassen-Karree schließt am kommenden Freitag früher und bleibt am Samstag geschlossen

Das Sparkassen-Karree schließt am Freitag, 09. September 2016, wegen einer Umstellung der EDV-Systeme um 16.30 Uhr, die Kassen bereits ab 16.00 Uhr. Am Samstag, 10. September 2016, bleibt das Karree geschlossen. Telefonisch wird die Sparkasse HagenHerdecke am Freitag ebenfalls nur bis 16.30 Uhr erreichbar sein.

Der SB-Bereich mit Geldautomaten und Kontoauszugdruckern steht selbstverständlich rund um die Uhr zur Verfügung.

Ab Montag, 12. September 2016, gelten für das Sparkassen-Karree wieder die gewohnten Öffnungszeiten: montags bis freitags 9.00 Uhr – 18.30 Uhr, samstags 10.00 Uhr – 14.00 Uhr.

Palästinensische Kinder und Jugendliche zeichnen ihre Welt

Flucht und Vertreibung aus der Sicht von Kindern sind ab Montag, 15.08.2016, Thema einer Ausstellung im Café Mundial des AllerWeltHauses.

Die Bilder von Kindern aus den palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon spiegeln ungeschminkt die Ängste und Nöte, aber auch die Hoffnungen und Träume der Menschen in den Krisengebieten des Nahen Ostens. Sie machen damit Fluchtursachen bewusst. Nur die Kenntnis und das Verständnis für diese Fluchtursachen und der Wille, sie zu beseitigen, wird Konflikte nachhaltig überwinden.
Die Kinder und Jugendlichen leiden in besonderer Weise unter den unerträglichen Bedingungen von Armut, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit und Gewalt. Wir sind damit aufgefordert, uns mit ihrer Situation und ihrem Recht auf Menschen- und Kinderrechte auseinanderzusetzen und uns soweit möglich für ein menschenwürdigeres Leben dieser Kinder und Jugendlichen zu engagieren.
Die Bilder der Ausstellung entstanden in den palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon im Rahmen eines Projekts des norwegischen Forum for Cultural and International Cooperation. Partner vor Ort war u.a. The National Institution of Social Care and Vocational Training NISCVT. Mit dieser Organisation und den von ihr betreuten Kindern und Jugendlichen arbeitet auch der Verein “Flüchtlingskinder im Libanon e.V. zusammen.Besichtigung: Ab 15.08.2016: Mo-Fr 10-22, Sa 10-18 Uhr

Cafe Mundial im AllerWeltHaus

Kulturbüro AllerWeltHaus Hagen e.V.
Potthofstr. 22, 58095 Hagen