Archiv der Kategorie: Agentur für Arbeit

Erfolgreich mit Teilzeitausbildung: Julia Harbecke (37) hat in zwei Jahren das Friseurhandwerk gelernt

Nein, einfach war es nicht. Dass sie viel lernen musste und sogar auf dem Spielplatz die Lehrbücher mithatte, daraus macht Julia Harbecke keinen Hehl. Doch für die Alleinerziehende hat es sich gelohnt, zwei Jahre lang eine Teilzeitberufsausbildung zur Friseurin zu machen. Denn nun hält sie stolz ihren Gesellenbrief in den Händen. Auf die verkürzte Ausbildung für Erwachsene mit Betreuungsaufgaben war Julia Harbecke vom Jobcenter aufmerksam gemacht worden und erhielt dort auch Beratung zu den Rahmenbedingungen.

Harbecke_Groll

„Die Ausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich würde sie jedem empfehlen“, sagt die 37-jährige Hagenerin. Allerdings musste sie sich selbst und die Kinderbetreuung gut organisieren. Denn obwohl ihr Lehrbetrieb, der Salon Catwalk, ihr eine Ausbildung mit 25 Ausbildungsstunden pro Woche ermöglichte, war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gar nicht so einfach zu stemmen. „Als mein Kind in den Kindergarten kam, war es häufig krank. Zum Glück hat es mein Chef geduldig ertragen“, freut sich die frischgebackene Friseurin.

Für Karsten Groll von Catwalk war es das erste Mal, dass er in Teilzeit ausgebildet hat: „Das Modell ist schon gut. Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs.“ Auch er verheimlicht nicht, dass es Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben kann, wenn der oder die Auszubildende nur eingeschränkt einsetzbar ist. Aber für Karsten Groll überwiegen die positiven Aspekte, die die Teilzeitberufsausbildung bringt: erwachsene Azubis mit höherer Bildung und großer Zuverlässigkeit.

Julia Harbecke, die im Vorfeld schon über das Abitur und eine Ausbildung als Kosmetikerin verfügte, konnte ihre Lehre trotz verkürzter Wochenarbeitszeit sogar in der Gesamtdauer verkürzen. Statt drei Jahren dauerte die Ausbildung bei ihr nur zwei Jahre. Die Berufsschule besuchte sie nicht, sondern lernte die Theorie aus den Fachbüchern. „Ich rate aber jedem, die Berufsschule zu besuchen. Bei mir hat es leider zeitlich wegen der Kinderbetreuung nicht funktioniert“, sagt die Alleinerziehende.

Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Hagen berät Kundinnen und Kunden des Jobcenters zu Teilzeitberufsausbildung. Informationen gibt es im Internet unter www.jobcenter-hagen.de oder telefonisch unter 02331/36758-745. Der Werkhof berät im Rahmen des Projektes „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) ebenfalls zu Teilzeitberufsausbildung. Ansprechpartnerin ist Frau Ina Schulz, Telefon 92285–61.

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Info-Veranstaltungen im BiZ am 11. Oktober 2018

Agentur für Arbeit Hagen - Album Ansichtssachen - © Hans Leicher.Studienkundliche Inforeihe aktuell:
 Studieren im Öffentlichen Dienst –
Vielfalt in Verwaltung & Co.
 Duales Studium bei der Polizei
Im Rahmen der studienkundlichen Inforeihe der Agentur für Arbeit Hagen
wird am Donnerstag, 11. Oktober 2018, das Studium bei der Bundesagentur
für Arbeit und anderen Institutionen des Öffentlichen Dienstes näher beleuchtet.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ),
Körnerstraße 98 – 100, in Hagen.
Wer gerne mit Menschen und im Team arbeitet und sich in einem vielseitigen Aufgabenfeld wohlfühlt, ist bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) richtig. Sie ist der
größte Dienstleister auf dem deutschen Arbeitsmarkt und bietet vielfältige Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen. Viele Mitarbeiter haben das Studium an der Hochschule der BA absolviert. Schon während
des Studiums ist man bei der Agentur für Arbeit angestellt und verdient Geld.
Über die Studiengänge mit Bachelor of Arts-Abschluss bei der BA, aber auch bei
anderen Institutionen des öffentlichen Dienstes, referieren die Beraterin Sabrina
Storz und Berufsberater Friedhelm Schulz.
Zeitgleich wird in einer weiteren Veranstaltung die Ausbildung für den Polizeidienst
präsentiert. Hier werden die Zugangsvoraussetzungen, das Auswahlverfahren,
die Inhalte des dualen Studiums und die anschließenden Karrierechancen
dargestellt. Referent ist Jens Rabe vom Polizeipräsidium Hagen.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und richten sich speziell an Schulabgänger der
Sekundarstufe II. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Lilian Grimm ist die neue Beauftragte für Chancengleichheit

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„Das Geheimnis des Vorwärtskommens besteht darin, den ersten Schritt zu tun.“
(Mark Twain)
Die Arbeitsagentur Hagen bietet Frauen und Männern, die aufgrund einer
Betreuungssituation für mindestens ein Jahr aus dem Beruf ausgeschieden
sind, Unterstützung an, um wieder im Erwerbsleben Fuß zu fassen. Am
Donnerstag, 4. Oktober um 9 Uhr, berät Lilian Grimm, die neue Beauftragte
für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, im Berufsinformationszentrum (BiZ).
Einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge betrifft Altersarmut hauptsächlich Personen, die über einen längeren Zeitraum Kinder und Angehörige
betreut oder gepflegt haben und demnach nicht regulär einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sind.

Für viele stellt sich die Frage:
Entweder – oder? Vollblutmutter oder berufliche Verwirklichung? Es ist jedoch
durchaus möglich und auch ratsam, nach einer sicherlich berechtigten Auszeit
schnellstmöglich den Schritt zurück in das Berufsleben zu wagen.
Alle Interessierten, die sich gezielt auf ihren beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten
möchten, sind herzlich zu der Gruppeninformation am Donnerstag eingeladen.
„Als alleinerziehende Mutter weiß ich genau, dass es nicht immer einfach ist, Familie
und Beruf miteinander erfolgreich zu kombinieren. Jedoch bringt jeder Kompetenzen
mit, die beruflich verwertet werden können und gefragt sind, ganz egal wie
lange nun die familiäre Auszeit gedauert hat“, so Lilian Grimm.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit
vielen Impulsen, die motivieren helfen, die Weichen in Richtung berufliche Zukunft
zu stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Nähere Informationen gibt es vorab unter Tel. 02331/202-237.

Technischer Ausfall bei Jobcentern

Bundesweit steht in den Jobcentern (gemeinsamen Einrichtungen) das IT-Verfahren EAKTE SGBII auf Grund einer technischen Störung nicht zur Verfügung.

Daher können derzeit keine leistungsrechtlichen Informationen an die Kundinnen und Kunden des Jobcenters Hagen weitergegeben werden.

An einer Lösung wird zentral mit Hochdruck gearbeitet. Spätestens Freitag soll das Verfahren wieder laufen.

Die Monatszahlungen an Bezieher von Arbeitslosengeld II für Oktober wurden bereits angewiesen und sind somit nicht betroffen.

Von Nachfragen bittet das Jobcenter Hagen abzusehen und bittet, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Agentur für Arbeit Hagen begrüßt die neuen Nachwuchskräfte

Anfang September haben neun Nachwuchskräfte ihre dreijährige Ausbildung
bei der Agentur für Arbeit Hagen begonnen. Vier von ihnen streben im Rahmen
eines dreijährigen Studiums mit hohen Praxisanteilen den Bachelor-Abschluss
an. Die fünf Auszubildenden haben das Berufsziel „Fachangestellte/r
für Arbeitsmarktdienstleistungen“. Sie absolvieren ihre Praktikumsabschnitte
in der Agentur für Arbeit Hagen. Zunächst wurden alle Nachwuchskräfte aus
dem gesamten Personalverbund eingeladen und von der Geschäftsführung in
Dortmund begrüßt, insgesamt 33 „Neue“ für Dortmund, Hamm, Iserlohn,
Siegen – und Hagen.

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Die jungen Nachwuchskräfte erwartet ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld.
In den Praktikumsabschnitten in der Agentur für Arbeit wird das neu erworbene Wissen
direkt in der Praxis im Kontakt mit den Kunden umgesetzt. Darüber hinaus nehmen
sie an Workshops für Gesprächsführung und Teamarbeit teil. Neben den rechtlichen
Grundlagen zu arbeitsmarktpolitischen und sozialversicherungsrechtlichen
Aufgaben lernen sie Techniken und Strategien zur Lösung von Problemsituationen.
Die praktische Ausbildung für die zukünftigen Fachangestellten wird ergänzt durch
Unterrichte und Lehrgänge in den Bildungszentren der Bundesagentur für Arbeit (BA)
und durch den Berufsschulunterricht in überörtlichen Fachklassen.

Für das nächste Jahr laufen bereits die Bewerbungsverfahren. An der Hochschule
der Bundesagentur für Arbeit (BA) besteht die Möglichkeit, zwei verschiedene
Bachelor-Studiengänge zu absolvieren, in den Bereichen Arbeitsmarktmanagement
oder Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung. Wer dazu gehören will, sollte
nicht lange warten. Bewerber für das duale Studium sollten mindestens eine gute
Fachhochschulreife erreicht haben. Besonderer Wert wird auf eine soziale Einstellung,
Flexibilität und Teamfähigkeit gelegt. Darüber hinaus ist die Fähigkeit zum Umgang
mit Menschen eine wichtige Voraussetzung.

Bewerbungen gehen an die Agentur für Arbeit Dortmund, Steinstr. 39, 44147 Dortmund.
Informationen gibt Monika Knaup (Interner Service Dortmund) unter Telefon
(0231) 842-9100. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Berufsinformationszentrum
(BiZ).

Valerie Holsboer kommt am 18. September ins Jobcenter Hagen

BA-Vorstandsmitglied fährt mit dem Bewerber-Shuttle
Wenn am Dienstag, 18. September, um 11 Uhr der Bewerber-Shuttle des Hagener Jobcenters am Berliner Platz startet, sitzt eine prominente „Bewerberin“ mit im Bus zu den Arbeitergebern: Valerie Holsboer, Vorstand Ressourcen der Bundesagentur für Arbeit. Sie schaut sich das Hagener Angebot zur bundesweiten Aktionswoche „Einstellungssache! Jobs für Eltern“ persönlich an. Seit 2014 fährt der Bewerber-Shuttle Bewerberinnen und Bewerber zu Vorstellungsgesprächen.
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Zuvor besucht das BA-Vorstandsmitglied „Job Future“, das Weiterbildungs-Informationszentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18. Hier treffen sich die Bewerberinnen und Bewerber vor der Tour. Eigens zur Aktion „Einstellungssache“ gibt es außerdem eine Ausstellung des Hannoveraner Künstlers Dennis Hofmann. Er hat das mit 25 Metern längste Bild Deutschlands zum Thema „Arbeitssuche“ gemalt. In Hagen werden ein Teil des Bildes sowie zwei Poster des Künstlers zum ersten Mal außerhalb Hannovers ausgestellt. Die Bilder können zu den regulären Öffnungszeiten von „Job Future“ angeschaut werden.
Info: Arbeitgeber, die den Bewerber-Shuttle kennen lernen oder nutzen möchten, können sich an Britta Moranz unter Telefon 02331/36758-809 oder Rosemarie Wrede -826 wenden.
Job Future ist das Weiterbildungs-Infozentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18. www.jobfuture.info
Informationen gibt es auch im Internet unter www.jobcenter-hagen.de.

 

Agentur für Arbeit Hagen am 12. September geschlossen

Wegen einer internen Veranstaltung ist die Agentur für Arbeit Hagen am
Mittwoch, 12.09.2018, für den Publikumsverkehr ohne vereinbarten Termin
geschlossen. Kundinnen und Kunden mit Terminen sind nicht betroffen,
diese finden statt.
Für diesen Tag vorgesehene persönliche Arbeitslosmeldungen können ohne
Rechtsnachteile am nächsten Tag (Donnerstag, 13.09.2018) nachgeholt werden.
Andere Anliegen können auch telefonisch geklärt werden. Telefonkontakte über die
kostenlosen Servicerufnummern 0800 4 5555 00 für Arbeitnehmer und
0800 4 5555 20 für Arbeitgeber sind unverändert über das Service-Center in der Zeit von 8 bis 18 Uhr möglich.

Beim Frühstück zum neuen Arbeitsplatz

Das Jobcenter Hagen schlägt schmackhafte Wege bei der Vermittlung ein.
Darf’s noch ein Kaffee sein? Oder gleich ein Jobangebot? Beim Bewerber-Frühstück des Jobcenters Hagen ist der Weg zur Arbeitsaufnahme mit Brötchen und Gemüsesticks gespickt. Heute treffen sich im „Job Future“ am Graf-von-Galen-Ring Frauen und Männer, die an der Aktion „Einstellungssache – Jobs für Eltern“ teilnehmen. „Einstellungssache“ wird von Jobcentern bundesweit mit unterschiedlichen Aktionen angeboten. In Hagen gibt es eine ganze Aktionswoche vom 17. bis 21. September. Die Vorbereitung der 37 Teilnehmenden hat schon begonnen. Gemeinsam frühstücken gehört dazu, um in ungezwungener Atmosphäre mit den Bewerber*innen über ihre Perspektiven ins Gespräch zu kommen.
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Seit zwei Wochen werden die Männer und Frauen – fast alle Eltern – darauf vorbereitet, in der 38. Kalenderwoche mit dem Bewerber-Shuttle zu fahren. „Den Bewerber-Shuttle haben wir 2014 extra für Einstellungssache ins Leben gerufen. Damals haben wir zum ersten Mal Arbeitssuchende mit Bussen zum Speeddating bei Unternehmen gefahren“, berichtet Rosemarie Wrede vom Bewerber-Service des Jobcenters. Das Besondere: Ausgehend von den Talenten und Voraussetzungen der Bewerber*innen werden Arbeitgeber angesprochen. Inzwischen wird der Shuttle das ganze Jahr über angeboten. Doch für die diesjährige Aktionswoche bietet die Vorbereitungsphase noch viel mehr als Coaching.
 
„Bei der Vorbereitung ist uns wichtig, möglichst viele Aspekte der Teilnehmer*innen zu betrachten“, berichtet Arbeitsvermittlerin Britta Moranz. Das heißt: Das familiäre Umfeld, die Gesundheit, das Auftreten und Aussehen, aber auch das Wohlbefinden. Deshalb ist in diesem Jahr erstmals eine professionelle Stylistin dabei, die den Bewerber*innen individuelle Tipps gibt. „Sie war sogar mit uns shoppen“, erzählt Zlatko Obradovic, der schick gekleidet am Frühstückstisch sitzt. Der 54-Jährige Industriekaufmann sucht eine Anstellung als Vertriebler. Er ist von der Betreuung durch das Jobcenter und den beauftragten Bildungsträger Tertia begeistert. „Alle, die mit uns zutun haben, haben Zeit für uns. Sie nehmen uns ernst. Man wird an die Hand genommen bei den ersten Schritten zurück ins Berufsleben.“
 
Die 33-jährige Irina Heid ist alleinerziehend mit zwei Kindern. Sie hat Betriebswirtschaft studiert und möchte gern in der Verwaltung arbeiten. Aus der Gruppe ist sie die erste, die ein Vorstellungsgespräch hat – sogar noch vor der eigentlichen Aktion. „Morgen ist es soweit“, erzählt sie. Irina Heid fühlt sich gut vorbereitet: „Wir haben alles Wichtige mitbekommen, wie Motivation, Bewerbungsunterlagen, tolle Fotos, Übung für Vorstellungsgespräche.“ Auch sie lobt die Betreuung durch Jobcenter und Tertia.
 
Damit „Einstellungssache“ reibungslos für die Bewerber*innen läuft, sorgt das große Team des Jobcenters. Alle Bereiche arbeiten Hand in Hand. „Ohne die Kolleginnen und Kollegen, die im Hintergrund agieren, die zum Beispiel direkt die Bewerbungskosten überweisen und heute beim Frühstück helfen, würde das nicht klappen“, sagt Britta Moranz. Zlatko Obradovic fasst es so zusammen: „Das Wichtigste ist, dass man das Gefühl hat, dass jemand da ist und sich kümmert. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ich komme richtig gern hierhin.“
 
Info: Arbeitgeber, die den Bewerber-Shuttle kennen lernen oder nutzen möchten, können sich an Britta Moranz unter Telefon 02331/36758-809 oder Rosemarie Wrede -826 wenden.
Job Future ist das Weiterbildungs-Infozentrum des Jobcenters am Graf-von-Galen-Ring 18.
Informationen gibt es auch im Internet unter www.jobcenter-hagen.de.
 

 

Der Arbeitsmarkt im August 2018

BA | „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig. Die Arbeitslosigkeit hat im August erwartungsgemäß leicht zugenommen. Die Zunahme war jahreszeitlich bedingt; saisonbereinigt haben sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verringert.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Arbeitslosenzahl im August: +26.000 auf 2.351.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -194.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit von Juli auf August um 26.000 auf 2.351.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den August ein Rückgang um 8.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 194.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 18.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im August 2018 bei 3.236.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juli auf 1,44 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 erhöht. Mit 44,95 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 574.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 704.000 gestiegen. Insgesamt waren im Juni nach hochgerechneten Angaben der BA 32,87 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Danach hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Mai auf Juni saisonbereinigt um 55.000 zugenommen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin sehr hoch. Im August waren 828.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 62.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen nicht verändert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im August 2018 nach dem Anstieg im letzten Berichtsmonat wieder um 3 Punkte auf 252 Punkte zurückgegangen. Der Vorjahreswert wird um 11 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im August 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei 4.139.000. Gegenüber August 2017 war dies ein Rückgang von 229.000 Personen. 7,6 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Für Ausbildungssuchende haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle rechnerisch weiter verbessert. Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 521.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren seit Oktober 548.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 23.000 mehr als vor einem Jahr. Von den Ausbildungssuchenden waren 91.000 im August noch unversorgt. Zusätzlich waren noch 49.000 Bewerber, die bereits eine Alternative haben, weiterhin auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Demgegenüber waren im August noch 149.000 unbesetzte Ausbildungsstellen zu vermitteln. In den nächsten Wochen werden erfahrungsgemäß noch bislang unversorgte Bewerber eine Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen besetzt werden. Wie in den Vorjahren zeigen sich jedoch auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

„Sozialer Arbeitsmarkt wichtig für die Region“

René Röspel und Ralf Kapschack: Sozialer Arbeitsmarkt wichtig für die Region

SozialerArbeitsmarkt
Die beiden Abgeordneten Ralf Kapschack (links) und René Röspel waren
sich mit der Geschäftsführerin des Jobcenters Hagen Andrea Henze einig,
dass ein sozialer Arbeitsmarkt nötig und sinnvoll ist.

„Mit einem sozialen Arbeitsmarkt erhalten nicht nur langzeitarbeitslose
Menschen eine neue Perspektive auf Beschäftigung, sondern auch die
Gesellschaft profitiert, wenn wir Arbeit statt Arbeitslosigkeit
finanzieren.“ Davon zeigen sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten
Ralf Kapschack (EN Nord) und René Röspel (Hagen/EN-Süd) überzeugt, die
jetzt mit der Geschäftsführerin des Jobcenters Hagen Andrea Henze über
die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines sozialen Arbeitsmarktes
gesprochen haben. Dabei waren sich alle Beteiligten einig: Ein sozialer
Arbeitsmarkt wäre nicht nur für die betroffenen Langzeitarbeitslosen,
sondern auch für die Region ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Dafür müsse der Bund aber genügend Geld in die Hand nehmen, und
Langzeitarbeitslose müssten früher als bisher vorgesehen von der neuen
Förderung profitieren.
Trotz der sinkenden Arbeitslosigkeit sind im Job-Center-Bereich Hagen
weiterhin mehr als 12.000 Menschen langzeitarbeitslos und finden in der
insgesamt guten Situation auf dem Arbeitsmarkt keine Arbeit. Oftmals
erschweren fehlende Schul- oder Berufsabschlüsse oder andere Hindernisse
die Vermittlung. Viele langzeitarbeitslose Menschen kämpfen zudem mit
gesundheitlichen oder sozialen Problemen, die sich durch die lange
Arbeitslosigkeit weiter verschlechtern.
„Arbeit ist auch immer eine Form der sozialen Teilhabe, denn Arbeit gibt
den Menschen Selbstachtung, eine geregelte Tagesstruktur und regelmäßige
soziale Kontakte“, sind Kapschack und Röspel sicher. Sie setzen sich
seit vielen Jahren für einen sozialen Arbeitsmarkt ein. Nun sei das
Thema erfolgreich von der SPD in den Koalitionsvertrag der Großen
Koalition eingebracht worden, freuen sich die beiden heimischen
Bundestagsabgeordneten: „Jetzt geht es um die Umsetzung.“
Mit Andrea Henze sprachen Kapschack und Röspel auch über das
Positionspapier zu den Bedingungen des sozialen Arbeitsmarktes, das
gerade gemeinsam von der Stadt Hagen, dem DGB, der SIHK und der
Handwerkskammer an die Bundespolitik gerichtet worden ist. Neben der
Forderung nach einer Vergütung auf Basis der ortsüblichen Tariflöhne
sollen gemäß diesem Papier auch andere Fördervoraussetzungen gelten:
vier statt wie bisher vorgesehen sieben Jahre Leistungsbezug sollen für
eine Teilnahme ausreichen. Andrea Henze betonte, dass bei guter
Finanzierung eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden könnten,
die nicht nur für die betroffenen Menschen einen großen Schritt
darstellen: „Das kann auch zu einer Entlastung der kommunalen Haushalte
führen, wenn Kundinnen und Kunden des JobCenters aus dem Leistungsbezug
fallen.“
Kapschack und Röspel sind sich nach dem Gespräch einig: „Nicht nur die
Langzeitarbeitslosen in unserer Region, sondern auch Hagen und der
EN-Kreis werden von einem sozialen Arbeitsmarkt profitieren.“ Jetzt gehe
es darum, den Koalitionspartner von diesen sinnvollen Forderungen zu
überzeugen, auch wenn sie über die Koalitionsvereinbarungen hinausgehen,
„nur so schaffen wir eine wirkliche neue Teilhabechance für
Langzeitarbeitslose.“

Orientierungs-beratung für Existenzgründer weiterhin gut gefragt

Die Nachfrage nach der Förderung von Existenzgründungen ist ungebrochen.
In diesem Jahr wurden bereits 58 ehemals arbeitslose Antragsteller auf dem
Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Dabei gab es die unterschiedlichsten
Geschäftsmodelle – von der IT-Beratung bis zum Modedesign.
Wichtig ist in jedem Fall, gut informiert und vorbereitet zu sein. Die Agentur
für Arbeit Hagen bietet in Kooperation mit der SIHK am Montag, 3. September
2018, von 14 bis 16 Uhr wieder eine Infoveranstaltung zur Orientierung für
Existenzgründer in den Räumen der SIHK, Bahnhofstr. 18 in Hagen, an.
Bei diesem kostenlosen Angebot gibt es Erstinformationen, die für den Schritt in die
Selbstständigkeit bedeutsam sind. Themen sind Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote. Diese Orientierungsberatung ist kein Ersatz für ein Existenzgründerseminar.
Weitere Informationen gibt es im Startercenter Märkische Region bei Bettina
Michutta unter Tel. 02331 – 390 284. Weitere Details auch online:
http://www.sihk.de/veranstaltungen,
Suchwort „Existenzgründung“.

Kindergeld online beantragen

 

 Ab sofort können Eltern ihr Kindergeld bequem und schneller online
beantragen
 Die Antragstellung kann jederzeit und überall erfolgen – am PC, am Tablet
oder Smartphone

Ab sofort können Eltern ihr Kindergeld bequem und schneller online beantragen:
Der neue Antrag auf Kindergeld bei der Geburt eines Kindes ist der erste Schritt
einer umfassenden Verbesserung der Online-Services der Familienkasse.
Schritt für Schritt werden weitere digitale Verbesserungen umgesetzt. Um die
Online-Angebote für alle Kunden einfach nutzbar zu machen, wird in regelmäßigen
Abständen Nutzerfeedback eingeholt, das direkt in die Weiterentwicklung einfließt.
Sabine Hellweg, Leiterin der Familienkassen NRW Ost, begrüßt das neue digitale
Verfahren: „Wir müssen den Erwartungen der Kunden entsprechen und neue Wege
gehen. Digitalisierung bedeutet Umdenken. Deswegen haben wir für den neuen
Kindergeldantrag auch das Gespräch mit werdenden Eltern gesucht und sie gefragt,
was sie online von uns erwarten. Wenn alle Daten vorliegen, lässt sich so ein
Kindergeldantrag schon per Handy auf dem Heimweg von der Entbindungsklinik
stellen. Auch unser Aufwand wird dadurch minimiert und wir können die Abwicklung
der Anträge langfristig sicherlich deutlich beschleunigen.“
Das Angebot, das laufend erweitert wird, steht auf http://www.familienkasse.de zur Verfügung
und lässt sich auch vom Handy aus nutzen. Eltern können zwischen zwei
Wegen wählen: Der Antrag kann online ausgefüllt und zu Hause ausgedruckt
werden. Alternativ kann auch ein Ausdruck über die Familienkasse angefordert
werden. In beiden Fällen ist es derzeit aus gesetzlichen Gründen noch notwendig,
das Formular zu unterschreiben.

Arbeitsagentur Hagen schließt diesen Donnerstag früher

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Foto: BA Nürnberg

Die Agentur für Arbeit Hagen einschließlich ihrer Geschäftsstelle in Witten schließt am Donnerstag, den 26. Juli, ausnahmsweise schon um 15 Uhr. Die Geschäftsstelle in Schwelm ist bereits ab 14 Uhr nicht mehr erreichbar.

 
Die kostenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 (für Arbeitnehmer und Arbeitslose) ist am Donnerstag unverändert von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
 
 

 

Maren Lewerenz wird neue Chefin der Agentur für Arbeit Hagen

AA2Ulrich Brauer | Agentur für Arbeit | Hagen. Für junge Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich zu begleiten und Langzeitarbeitslosigkeit durch präventive Angebote zu begegnen sind zwei Schwerpunkte von Maren Lewerenz, die ab Juni neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen ist. Sie folgt Marcus Weichert, der nach drei Jahren an der Spitze der Hagener Agentur seit April die Leitung der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach übernommen hat und beide Agenturen bis Ende Mai führt.

„Eine qualifizierte berufliche Ausbildung ist die beste Absicherung für eine dauerhafte Beschäftigungsperspektive. Wir sind gefordert, allen jungen Menschen den bestmöglichen Einstieg in das Berufsleben zu eröffnen. Dabei sollen insbesondere junge Menschen mit besonderen Bedarfen Unterstützung erfahren. Die unterschiedlichen Problemlagen langzeitarbeitsloser Menschen erfordern von uns ganzheitliche lokale Ansätze. Hierbei kommen den Aspekten Prävention und Soziale Teilhabe – als wichtigeErgänzung der klassischen Integrationsarbeit – eine besondere Bedeutung zu“, führt Lewerenz aus.

Die 51-jährige Diplom-Verwaltungswirtin war nach dem Studium zunächst in ihrer Geburtsstadt Hamburg als Vermittlerin und Beraterin tätig. 2002 wechselte sie in die Zentrale nach Nürnberg. Hier arbeitete sie im Bereich der Beruflichen Rehabilitation, um dann 2007 in den Bereich Grundsicherung (SGB II) zu wechseln. 2012/2013 leitete sie als stellvertretende Geschäftsführerin das Jobcenter Stadt München.

Bis 2017 war sie dann für den Fachbereich „Beteiligungsmanagement“ der Zentrale verantwortlich. Zuletzt leitete sie den Fachbereich „Berufliche Rehabilitation“.  „Die Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen ist mir eine Herzensangelegenheit. Deshalb wird ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit in Hagen die Integrationvon behinderten Menschen sein, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Aber ob mit oder ohne Behinderung – entscheidend ist,dass Ausbildungs- und Arbeitsstellen optimal besetzt werden“, betont Lewerenz.

„Jede Integration in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Beitrag zur Deckung des zunehmenden Fachkräftebedarfs. Diese große Herausforderung ist nicht allein durch
eine gute Arbeit der Agentur zu leisten, sondern Aufgabe aller am Arbeitsmarkt beteiligten Akteure. Ich setzte hier auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit und
freue mich schon auf die ersten Gespräche.“ „Ich weiß“, so Lewerenz weiter, „dass ich eine gute Mannschaft übernehme und werde deshalb alles dazu beitragen, auch zukünftig eine von Vertrauen und Wertschätzung geprägte Kultur des Umgangs miteinander zu pflegen und zu festigen.“

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(v.l.n.r.):  Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, Stefan Marx, die künftige Chefin der Agentur für Arbeit Hagen, Maren Lewerenz, und der aktuelle Chef Marcus Weichert.

Marcus Weichert wurde als neuer Chef der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach berufen. „Hagen war meine erste Agentur, die ich führen durfte. Es hat mich täglich mit Stolz erfüllt, für Hagen und den EN-Kreis mit einer motivierten Mannschaft das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Naturgemäß gehen Veränderungen und moderne Ideen nie widerspruchslos bei einzelnen Partnern über die Bühne. Der Erfolg gibt uns jedoch recht. Die Zusammenarbeit insbesondere mit den Verbänden, den Arbeitgebern sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Arbeitsagentur ist ausgezeichnet und von großer Offenheit und Vertrauen geprägt. Ich wünsche Maren Lewerenz einen guten Start und viel Erfolg“, so Weichert.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Hagen, Stefan Marx, führte im Anschluss an die Sitzung am Montag aus: „In der kurzen Zeit, die ich mit Herrn Weichert zusammengearbeitet habe, war dies immer auf Augenhöhe und von gegenseitigem Verständnis geprägt. Ich wünsche ihm alles Guteauf seinem weiteren Weg, den er bestimmt weitergehen wird.“

Agentur für Arbeit: „Qualifizierung bei Hawker GmbH hat schon die ersten Erfolge“

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Foto: Agentur für Arbeit Hagen

Hagen | Teilnehmer erhalten ihre Zertifikate und sichern ihren Arbeitsplatz Zwölf Teilnehmer einer Teilqualifizierung für Maschinenanlagenführer, Beschäftigte der Hawker GmbH in Hagen, konnten gestern ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Sie sind die ersten erfolgreichen Arbeitnehmer, die beim Bildungsträger SBH West theoretisch geschult wurden und sich im anschließenden Praktikum bewährt haben. Dadurch ist ihre Qualifikation gesteigert worden. Ihr Arbeitsplatz ist nunmehr nicht nur besser, sondern auch sicherer.

Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“  (WeGebAU) ist der etwas sperrige Name des Programms, mit dem die Agentur für Arbeit die Qualifizierung von Beschäftigten in den Unternehmen erhöhen kann: „Qualifizierte Fachkräfte sind die Basis jeden Unternehmenserfolgs. Sie sichern die Wettbewerbsfähigkeit und gewährleisten eine hohe Qualität der Arbeitsergebnisse. Sie sind für die Weiterentwicklung des Unternehmens unerlässlich, sind motiviert und setzen sich engagiert für die Ziele ihres Unternehmens ein.

Von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben alle etwas“, so Marcus Weichert, Chef der Agentur für Arbeit Hagen, anlässlich einer kleinen Feierstunde bei der Hawker GmbH. „Das hier laufende Projekt ist nicht nur von seiner Größe her beispielhaft. Nicht vergessen werden soll auch die Tatsache, dass bis jetzt schon acht zusätzliche Kräfte eingestellt worden sind, die während der qualifizierungsbedingten Abwesenheit der Mitarbeiter deren Aufgaben übernehmen.“

„In unserem Unternehmen wird die Batterieproduktion technisch umgestellt. Dafür wird das gesamte Produktionsverfahren verändert und die Anlagen erneuert. Damit müssen 190 unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihr Fachwissen erweitern. Die erforderlichen Fortbildungen erfolgen in Kleingruppen seit Februar beim Bildungsträger SBH über Teilqualifikationen in verschiedenen Bereichen mit anschließendem Praktikum. Das ganze Projekt wird bis 2019 laufen. Die Zusammenarbeit ist reibungslos und kann nur empfohlen werden“, betont Hawker-Geschäftsführer Magnus Becker.

Peter Frese, Fachbereichsleiter der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK), überreichte den Teilnehmern ihre Zertifikate. Die Hawker GmbH, seit 130 Jahren am Standort Hagen, gehört zum EnersysKonzern, dem Weltmarktführer für Industriebatterien. Das Unternehmen produziert und liefert komplette Energie- und Servicelösungen für alle Anwendungsbereiche (Traktion, Notstromversorgung, Sonderbatterien). Das Angebot beinhaltet neben der kompletten Technik für Industriebatterien und Ladestationen auch die Schulung des Servicepersonals. Das europaweite Verkaufs- und Service-Netzwerk ist darauf ausgerichtet, effektive Systemlösungen und fundierte Betreuung und Beratung zu bieten. Konzernweit werden über 9000 Mitarbeiter beschäftigt, an den insgesamt zwei Standorten in Deutschland sind es mehr als 500, davon 370 allein in Hagen-Wehringhausen.

Hawker nutzt bei der Fachkräftegewinnung und in Qualifizierungsfragen seit Jahren das Dienstleistungsangebot des gemeinsamen Arbeitgeber-Services (AG-S) der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Hagen. Unternehmen aus der Region, die dies ebenfalls kostenlos nutzen möchten, erreichen den AG-S kostenlos unter Telefon 0800 4 5555 20 oder Fax 0 2331 202 548 sowie per E-Mail an Hagen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Verantwortlich für Text und Inhalt: Ulrich Brauer | Agentur für Arbeit

Business Talk gibt Impulse: Was macht Mittelstand erfolgreich?

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Foto: Agentur f. Arbeit Hagen

Hagen. Neue Impulse und andere Blickwinkel bot der Business Talk 2018 der Agentur für Arbeit Hagen am vergangenen Donnerstag. Zahlreiche Unternehmer und Unternehmensrepräsentanten waren eingeladen, sich auszutauschen und darüber zu informieren, was kleine und mittlere Unternehmen erfolgreich macht – und welche Strategien sie bei der Fachkräftesuche haben. Der Fachkongress im Business Talk-Format für Unternehmer aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis stand unter dem Motto „Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft – was macht Mittelstand erfolgreich?“. WDR 2-Moderator Jürgen Mayer führte durch das Programm. Impro-Theater-Schauspieler sorgten für die richtige Einstimmung und humorvolle Highlights.

Agenturchef Marcus Weichert unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung für den Mittelstand: „Über 98 Prozent der Unternehmen in dieser Region gehören dem Mittelstand an. Eine Auswahl davon erleben wir heute hier – ein jeder auf seine Art
erfolgreich.“

Den Vortrag hielt Prof. Dr. Claudius Schmitz, Dozent für Handel und Marketing ander Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, zugleich Bestseller-Autor und Studienleiter bei der größten deutschen Privatuniversität für Berufstätige und duale Studiengänge. Er referierte kurzweilig unter dem Titel „Erfolg braucht Veränderung“ über die sich radikal verändernden Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen.

Erfolg in einer zunehmend volatilen Welt benötige flexible, flache, vernetzte und transparente Organisationen und gleichzeitig digitale Führung. Auch müssten sich die Unternehmen auf die besonderen Eigenarten der „Generation Z“ einstellen.

Auf dem Podium wurden einige unterschiedliche Ansätze diskutiert, was es heißt, ein Unternehmen erfolgreich zu führen, Fachkräfte zu binden und zu motivieren. Teilnehmer waren Magnus Becker, Geschäftsführer Hawker GmbH, Christoph Winzerling, Geschäftsführer Hausemann & Mager GmbH & Co. KG, und Claas Mehrwald, Geschäftsführer pcm GmbH.

In der Diskussion wurde deutlich, dass erfolgreiche Unternehmen häufig sehr ungewöhnliche Wege gehen, um die benötigten Fachkräfte zu erreichen und zu halten. Dabei gibt es viele gute Ansätze zur Attraktivitätssteigerung. Das Spektrum reicht von Berücksichtigung von Arbeitnehmerwünschen bei Investitionen, Ausstattung mit hochwertigen Fahrrädern bis hin zu psychosozialer Betreuung und modernsten Angeboten aus dem Bereichen Sport und Gesundheit. Hier seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dies werde auch immer nötiger, da begehrte Fachkräfte in einem sich drehenden Arbeitsmarkt ihren Wert kennen und sich so teuer wie möglich verkaufen wollen. Auch sei der Wert von Arbeit in Zeiten von Work-Life-Balance ein anderer als früher. Unternehmen müssten sich darauf einstellen.

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich regional sehr unterschiedlich

Halbzeitbilanz auf dem Ausbildungsmarkt 2017/2018

Die Agentur für Arbeit zieht eine erste Bilanz zum Ausbildungsmarktjahr
2017/2018, das bereits seit vergangenem Oktober läuft. Diese fällt in Hagen und
im Ennepe-Ruhr-Kreis unterschiedlich aus. Insgesamt suchen aktuell noch
1865 junge Männer und Frauen einen Ausbildungsplatz. Ihnen stehen knapp
1500 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung und damit statistisch 0,8
Stellen pro Bewerber. Damit sind die Chancen für junge Menschen in der Region
im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, aber immer noch etwas ungünstiger
als im Landesschnitt. Agenturleiter Marcus Weichert appelliert an Unternehmen,
an die betriebliche Zukunft zu denken und jetzt weitere Fachkräfte auszubilden:
„Diese können sie gewinnen, wenn sie niemanden vorschnell aus dem
Bewerbungsverfahren ausschließen. Denn junge Menschen entwickeln sich
während einer Ausbildung weiter, gewinnen Wissen, Kompetenzen und Persönlichkeit
hinzu. Sie verdienen diese Chance.“ Wo Noten oder mangelnde formale
Qualifikation die Ausbildung erschwerten, stehe die Arbeitsagentur mit
einer breiten Palette an Unterstützungsleistungen jederzeit zur Seite. „Wir helfen
auch nach Vertragsabschluss – mit der assistierten Ausbildung, mit ausbildungsbegleitenden Hilfen, und wir tragen dazu bei, Abbrüche zu verhindern.
Hierzu wird Schülern ein Online-Tool zur Verfügung gestellt, durchgeführt von
speziell geschulten Lehrkräften und Berufsberatern.“
Die Entwicklung in der Stadt Hagen
Während die Zahl der gemeldeten Bewerber im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent
gesunken ist, wurden 13,4 Prozent weniger Ausbildungsstellen von Wirtschaft
und Verwaltung zur Verfügung gestellt. Seit Oktober 2017 haben sich 1626 junge
Menschen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle an die Berufsberatung
gewandt, 22 weniger als vor einem Jahr. Ihnen stehen insgesamt aber nur 814 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Damit kommen auf einen Bewerber rein statistisch
nur 0,59 Ausbildungsstellen. Unbesetzt sind davon aktuell aber noch 543.
Ein Blick auf die unversorgten Bewerberinnen und Bewerber verrät: Von den 1626
jungen Erwachsenen suchen aktuell noch über 900 einen Ausbildungsplatz.
Die meisten verlassen im Sommer die Schule. 420 Bewerberinnen und Bewerber
haben die Schule bereits in früheren Jahren verlassen. 559 unversorgte
Bewerberinnen und Bewerber können einen Hauptschul- oder Realschulabschluss
vorweisen, für die meisten Ausbildungsstellen eine Mindestvoraussetzung.

„Es bleibt dabei: Die Zahl der in Hagen noch verfügbaren Ausbildungsstellen reicht für die Bewerberinnen und Bewerber bei weitem nicht aus. Außerdem führen hohe Ansprü-
che und zum Teil falsche Vorstellungen auf beiden Seiten häufig dazu, dass man
nicht zusammenkommt. Auch stehen bestimmte Ausbildungsberufe bei vielen
Jugendlichen nicht so hoch im Kurs wie andere“, so Weichert.
Die nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick über das aktuelle Verhältnis von
Angebot und Nachfrage.
Die Hagener TOP 10 der…
… unversorgten Bewerberinnen und
Bewerber
… unbesetzten Ausbildungsstellen
Medizinische/r Fachangestellte/r 69 Kaufmann/-frau im Einzelhandel 37
Verkäufer/in 54 Verkäufer/in 27
Kaufmann/-frau Büromanagement 52 Kaufmann/-frau Groß-/Außenh. 22
Industriekaufmann/-frau 51 Kaufmann/-frau Büromanagement 16
Maschinen- und Anlagenführer/in 41 Industriemechaniker/in 15
Kaufmann/-frau Einzelhandel 38 Kaufmann/-frau Spedition/Logistik 15
Kfz-Mechatroniker/in 37 Bankkaufmann/-frau 15
Friseur/in 26 Kfz-Mechatroniker/in 14
Industriemechaniker/in 24 Maler / Lackierer 14
Automobilkaufmann/-frau 23 Handelsfachwirt/in 14
Die Entwicklung im Ennepe-Ruhr-Kreis
Im Vergleich zur Stadt Hagen konnte sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt
im Ennepe-Ruhr-Kreis gegenüber dem Vorjahr deutlich entspannen, da sich wegen
der rückläufigen Schulabgängerzahl weniger Bewerber meldeten, gleichzeitig die
gemeldeten Stellen aber auf konstantem Niveau blieben. Insgesamt stehen jedem
Bewerber 1,00 Stellen zur Verfügung (Vorjahr 0,87). Seit Beginn des Berichtsjahres
haben sich 1815 junge Erwachsene gemeldet, 99 weniger als im Vorjahr (- 5,2
Prozent). Dem stehen 1434 Stellenmeldungen gegenüber – nur zwei weniger
(- 0,1 Prozent) als im Vorjahr.
Aktuell sind noch 952 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt. Auch hier wird der
Großteil im kommenden Sommer die Schule beenden. 396 von ihnen haben aber
bereits die Schule in den Vorjahren verlassen. Von den unversorgten Bewerbern
können 580 einen Hauptschul- oder Realschulabschluss vorweisen. Marcus Weichert
betont: „Natürlich reicht das Ausbildungsplatzangebot trotz der Verbesserung
auch im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht aus. Aber die Chancen auf eine Ausbildung haben
sich für die Bewerber deutlich erhöht. Für Betriebe hingegen wird es immer schwieriger,
an den gewünschten Nachwuchs zu kommen. Ich appelliere an die Betriebe,
mehr Zeit in die Identifikation von Stärken und Talenten der Bewerber zu investieren.
Gerade bei den vermeintlich schlechteren Schülern lohnt das. Eventuelle Schwächen
lassen sich häufig mit Unterstützung der Agentur für Arbeit ausgleichen.“
Die EN-TOP 10 der…
… unversorgten Bewerberinnen und
Bewerber
… unbesetzten Ausbildungsstellen
Kaufmann/-frau – Büromanagement

61 Verkäufer/in 99
Medizinische/r Fachangestellte/r 57 Kaufmann/-frau im Einzelhandel 46
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 47 Medizinische/r Fachangestellte/r 31
Verkäufer/in 47 Kaufmann/-frau – Büromanagement 30
Kfz.-Mechatroniker/in 46 Industriekaufmann/-frau 28
Industriekaufmann/-frau 48 Zerspanungsmechaniker/in 26
Industriemechaniker/in 40 Mechatroniker/in 21
Tischler/in 27 Industriemechaniker/in 20
Zerspanungsmechaniker/in 25 Kfz.-Mechatroniker/in 20
IT-Systemelektroniker/in 18 Fachkraft – Lagerlogistik 20
Jugendliche, die sich beruflich orientieren möchten, können sich jederzeit bei
der Berufsberatung kostenfrei melden unter: 0800 / 4 5555 00.
Arbeitgeber können jederzeit freie Arbeits- und Ausbildungsplätze kostenfrei
melden unter: 0800 / 4 5555 20. Hier können sie auch Beratung zu Förderleistungen
erhalten.

Marcus Weichert wechselt auf den Chefposten in Bergisch Gladbach

Vorübergehende Leitung beider Agenturen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Marcus
Weichert, wird zum 1. April Chef der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.
Er folgt Stefan Krause, der bereits im Februar die Leitung der Arbeitsagentur
Bonn übernommen hat. Für eine Übergangszeit wird Weichert die Agenturen
sowohl in Hagen als auch in Bergisch Gladbach leiten, bis die Nachfolge an
der Volme geklärt ist.

„Die Veränderungen in der Arbeitswelt, Fachkräftebedarfe, Langzeitarbeitslosigkeit –
das sind nur einige der aktuellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, die derzeit
im Fokus stehen. Und die in einer Flächenagentur wie Bergisch Gladbach mit
zwei Kreisen mit 21 Kommunen und einer kreisfreien Stadt, von ländlich geprägt bis
urban, noch einmal ganz andere Aspekte beinhalten als in der Agentur für Arbeit
Hagen mit der Stadt Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit neun Gemeinden“, so
Weichert. Er setzt hierbei auf eine intensive Kooperation mit Netzwerkpartnern wie
Arbeitgebern, Gewerkschaften sowie Kammern, Verbänden und Kommunen.
Gerade die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern liegt Weichert am Herzen: „Mit
unserer Arbeit erhöhen wir für unsere Kundinnen und Kunden die Chancen auf einen
Arbeitsplatz.“

In seine Zeit in Hagen fielen unter anderem die Gründung des gemeinsamen Arbeitgeber-Services mit dem Jobcenter und jüngst die Eröffnung der Jugendberufsagentur. Die allgemeine Kundenzufriedenheit konnte gesteigert werden.

„Der Weggang aus Hagen fällt mir nicht leicht, aber ich bleibe meiner alten Agentur
als ´Doppelagent´ ja noch eine Zeitlang erhalten“, so Weichert weiter. „Auch freue
ich mich besonders auf den Business Talk am 19. April, zu dem wir viele Unternehmer
eingeladen haben, die ich auf jeden Fall persönlich begrüßen werde.“

Jugendberufsagentur Hagen feierlich eröffnet

Hagen. Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und die Stadt Hagen haben am Mittwoch die neue Jugendberufsagentur (JBA) feierlich eröffnet. Nach aufwendigen Vorbereitungen und erheblichen Umbaumaßnahmen kamen gestern die Chefs der beteiligten Institutionen und zahlreiche Gäste von Verbänden, Kammern, Trägern und Schulen zusammen, um den offiziellen Startschuss für die neue Einrichtung zu geben, die im Gebäude der Arbeitsagentur an der Körnerstraße 98 – 100 in Hagen angesiedelt ist.

„Die berufliche Orientierung, Beratung und Vermittlung von Jugendlichen ist eine der
wichtigsten Aufgaben, um junge Menschen an die Arbeitswelt heranzuführen und
gleichzeitig dem Fachkräftemangel zu begegnen. Um dies zu optimieren, neue Impulse
zu setzen und Maßnahmen zu entwickeln, haben wir uns organisatorisch neu
aufgestellt und eine gemeinsame, funktionierende Einheit für Jugendliche geschaffen“,
so Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit
Hagen. Die Spitzen der beteiligten Institutionen, Oberbürgermeister Erik O. Schulz
und Fachbereichsleiter Reinhard Goldbach für die Stadt Hagen sowie JobcenterGeschäftsführerin Andrea Gebhardt unterstrichen die Bedeutung der JBA. In der mit großem Aufwand geschaffenen Einrichtung kooperieren öffentliche Dienstleister zum Vorteil der Jugendlichen – kurze Wege, schnelle Abstimmungen und Beratung aus
einer Hand.
46 Mitarbeiter werden nunmehr gemeinsam „unter einem Dach“ die Betreuung
und Unterstützung der Jugendlichen sicherstellen, 15 von der Arbeitsagentur,
26 vom Jobcenter Hagen, vier vom Jugendamt der Stadt Hagen und eine Kraft von
der evangelischen Jugendhilfe.
Die Jugendberufsagentur steht für eine koordinierte und miteinander verzahnte Hilfeund Förderplanung, aufeinander abgestimmte Leistungen und eine lückenlose Leistungsgewährung.
Vorteile bietet die JBA gegenüber der ehemals getrennten Betreuung
insbesondere durch die Vermeidung von Doppelbetreuung oder Betreuungslü-
cken. Früher fehlte häufig die Transparenz, was durch die unterschiedliche Gesetzeslogik der Träger und den erheblichen Abstimmungsbedarf bei Prozessen und
Maßnahmen hervorgerufen wurde.

Frauen holen am Arbeitsmarkt auf

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist zwischen 2013 und 2017 um 2,5 Millionen auf zuletzt 32,2 Millionen Beschäftigte gestiegen. Von diesem Plus profitieren auch Frauen, deren Beschäftigung im selben Zeitraum um 8,3 Prozent auf 14,9 Millionen gestiegen ist.

Die Beschäftigungsquote bei Frauen bestätigt diesen Trend. Diese Quote gibt Auskunft über den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Sie stieg bei Frauen zwischen 2013 und 2017 von 51,3 auf 55,4 Prozent – das bedeutet, dass über 55% aller Frauen in Deutschland in einem sozialversicherungspflichtigen Job arbeiten. Die Quote liegt allerdings weiter unter der der Männer, die zu 61,8 Prozent (2013: 58,8 Prozent) beschäftigt waren.

Frauen in Ostdeutschland mit höherer Beschäftigungsquote als Männer

Die Beschäftigungsquote zeigt auch deutlich die unterschiedliche Erwerbsneigung von Frauen in Ost und West. Während die Quote westdeutscher Frauen bei 54,5 Prozent liegt, sind ostdeutsche Frauen zu 59,5 Prozent beschäftigt. Damit liegt die Beschäftigung ostdeutscher Frauen sogar um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau der Männer.

Beschäftigungsplus vor allem durch Teilzeit

Allerdings entfällt das Beschäftigungsplus bei Frauen vorrangig auf Teilzeit. Diese Teilzeitbeschäftigung ist in den letzten vier Jahren um 14 Prozent auf 7,06 Millionen gestiegen, während der Anstieg bei vollzeitbeschäftigten Frauen lediglich 3,5 Prozent betrug.

Insgesamt arbeiten 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur knapp 11 Prozent. „Fast jede zweite Frau, die angestellt ist, arbeitet in Teilzeit. „Dieser Anteil steigt seit Jahren“ sagt Valerie Holsboer, Vorstand der BA. Für Teilzeitarbeit gibt es verschiedene Gründe. Häufig schränken Frauen die Arbeitszeit für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger ein. „Aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen wir, dass jede zweite Frau ihre Arbeitszeit gern wieder ausdehnen würde“ sagt Holsboer. „Wir brauchen diese Frauen am Arbeitsmarkt, um die Fachkräftebedarfe der Unternehmen zu decken. Voraussetzung dafür sind aber auch gute Betreuungsangebote für Kinder.“

Weiterbildungs-messe Hagen startet am 22. Februar mit neuer Rekordbeteiligung

Die Agentur für Arbeit Hagen, das Jobcenter Hagen und das Jobcenter EN
veranstalten gemeinsam am Donnerstag, 22.02.2018, 10 bis 14 Uhr, eine Messe
mit den wichtigen Weiterbildungsträgern aus Hagen und dem EnnepeRuhr-Kreis.
Da gleich 24 Anbieter dabei sind, wird sich diese Börse mit einer
neuen Rekordbeteiligung präsentieren.

Der Bedarf ist da. Die Nachfrage nach Qualifizierungen auf dem Arbeitsmarkt steigt
und steigt. Für die meisten gemeldeten Stellen werden nur Fachkräfte gesucht.
Qualifizierte Mitarbeiter sind bei den Unternehmen gefragter und haben einfach
bessere Chancen, Arbeit zu bekommen oder aufzusteigen. Und die Aussichten,
eine sinnvolle Qualifizierung gefördert zu bekommen, sind weiterhin ausgezeichnet.

Auf der Weiterbildungsmesse kommen Angebot und Nachfrage direkt zusammen.
Weiterbildungsträger für die unterschiedlichsten Branchen (Büro, Pflege, Transport/
Verkehr, Lagerlogistik, Metall / Elektro) sind dabei. Interessierte Bewerberinnen und
Bewerber haben im Foyer im Erdgeschoss und in der ersten Etage der Arbeitsagentur
Hagen, Körnerstr. 98-100, Gelegenheit, die Anbieter aus erster Hand kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und direkt zu vergleichen.

Auch Berufsrückkehrerinnen nach Elternzeit oder Familienpflege sind angesprochen.

Rosenmontag: Jobcenter geschlossen

Das Jobcenter Hagen, Berliner Platz 2, ist Rosenmontag, den 12. Februar, ab 12 Uhr geschlossen. Bereits terminierte Gespräche für diesen Tag behalten ihre Gültigkeit.  Ebenfalls geschlossen sind die Büros inkl. des Integration-Points in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit (Körnerstr. 98-100) sowie die Büros in der Außenstelle Boele. Die Agentur für Arbeit Hagen bleibt jedoch für den normalen Dienstbetrieb geöffnet.

 

Der Arbeitsmarkt im Januar 2018

„Der Arbeitsmarkt ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar zwar gestiegen, aber schwächer als für die Jahreszeit üblich.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Arbeitslosenzahl im Januar: +185.000 auf 2.570.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -207.000 Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,5 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der Winterpause hat sich die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2.570.000 erhöht. Der Anstieg war geringer als üblich. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Januar daher ein Rückgang um 25.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 207.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 28.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Januar 2018 auf 3.515.000 Personen. Das waren 198.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigung ist weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit, da mehr – insbesondere geflüchtete – Menschen gefördert wurden als im Vorjahr. Die Auswirkungen der Fluchtmigration auf die Vorjahresveränderung sind erkennbar. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Dezember auf 1,54 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 67.000 gestiegen. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 641.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Insgesamt waren im November nach hochgerechneten Angaben 32,82 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibt auf sehr hohem Niveau. Im Januar waren 736.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – hat im Januar leicht um einen Punkt nachgegeben. Der Vorjahreswert wird um 26 Punkte übertroffen.

Geldleistungen

Insgesamt 823.000 Personen erhielten im Januar 2018 Arbeitslosengeld, 67.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Januar bei 4.269.000. Gegenüber Januar 2017 war dies ein Rückgang von 96.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt – Ende Nachvermittlung und Ausblick auf den nächsten Herbst

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 waren insgesamt 69.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Ausbildung zum sofortigen Eintritt suchten. Bis Januar 2018 haben davon 41.000 junge Menschen noch eine Ausbildungsstelle gefunden oder haben sich für eine Alternative entschieden. Insgesamt waren im Januar 2018 – zum Ende der Nachvermittlung – noch 28.000 gemeldete Bewerber unversorgt. Im Januar liegen erste Daten für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 vor. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 394.000 um 13.000 höher als im Januar des Vorjahres. Die Bewerberzahl bewegt sich mit 324.000 um 8.000 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt ist im Januar noch sehr stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung noch zu früh.

Info-Veranstaltungen im BiZ am 1. Februar 2018

Im Rahmen der berufskundlichen Inforeihe der Agentur für Arbeit Hagen wird
am Donnerstag, 1. Februar 2018, wieder ein Bewerbungstraining angeboten.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ),
Körnerstraße 98 – 100, in Hagen.

Welche Erwartungen haben Arbeitgeber an die „perfekte“ Bewerbung? Wie können
Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen ansprechend gestaltet werden? Worauf sollte
ich beim Schreiben meiner Bewerbungsunterlagen achten? Das Bewerbungstraining
von Beraterin Jasmina Gläser bietet vielfältige Tipps. Interessierte können
Ihre Bewerbungsmappe gleich mitbringen und vor Ort checken lassen.

Zeitgleich wird in einer weiteren Veranstaltung die Ausbildung für den Polizeidienst
präsentiert. Hier werden die Zugangsvoraussetzungen, das Auswahlverfahren, die
Inhalte des dualen Studiums und die anschließenden Karrierechancen dargestellt.
Referenten sind Sylvia Deitmer und Jens Rabe vom Polizeipräsidium Hagen.

Die Veranstaltungen sind kostenlos und richten sich speziell an Schulabgänger
2018. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Leistungsnachweise über Arbeitslosengeld im Jahr 2017 werden an das Finanzamt übermittelt

Kunden werden automatisch informiert
Wer in 2017 Steuern gezahlt hat und innerhalb der vergangenen zwölf Monate
Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld von der Agentur für Arbeit erhielt, muss dies
bei der Steuererklärung aufführen.
Aufgrund des Jahressteuergesetzes ist die Bundesagentur für Arbeit (BA) verpflichtet,
die Daten über die im letzten Kalenderjahr gewährten Leistungen und die Dauer
des Leistungszeitraums für jeden Kunden bis Ende Februar des Folgejahres an die
Finanzverwaltung zu übermitteln. Im Anschluss daran erhalten die Kunden
– ohne besondere Aufforderung – einen Leistungsnachweis über die an die Finanzverwaltung gemeldeten Daten. In diesem Nachweis sind alle dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Leistungen enthalten.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit bitten von Anfragen zu
Leistungsnachweisen für das Finanzamt abzusehen, da diese automatisch von der
Zentrale der BA in Nürnberg verschickt werden.
Noch ein wichtiger Hinweis: Die Bescheinigung über den Leistungsbezug ist auch
ein wichtiges Dokument für die Rente. Daher gilt: Sorgfältig aufbewahren! Zweitschriften können nur in einem begrenzten zeitlichen Rahmen ausgestellt werden,
weil die erforderlichen Kundendaten aufgrund datenschutzrechtlicher Vorschriften
nach einigen Jahren gelöscht und die Akten vernichtet werden.