Stadt Hagen und LWL beteiligen Menschen mit Behinderung

Thomas Dümpelmann)

Leistungen für Hagener Bürgerinnen und Bürger vorstellen, Neuerungen bekanntgeben,
diskutieren: Nach einer Corona bedingten Pause haben die Stadt Hagen und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am vergangenen Freitag, 16. September, wieder eine Regionalplanungskonferenz mit Beteiligung von Menschen mit Behinderung und Anbietern von Hilfen für Menschen mit Behinderung im Ratssaal der Stadt Hagen organisiert.
Neben verschiedenen Themen tauschten sich die rund 70 Teilnehmenden in drei Workshops intensiv aus.

Die Regionalplanungskonferenz thematisierte diesmal unter anderem die Gründung von neuen
Regionalplanungskonferenzen für die Bereiche Arbeit sowie Kinder und Jugendliche. Die Veranstalter stellten ein neues Abrechnungssystem für die Bezahlung der Hilfeleistungen
vor, mit dem für jeden Menschen die individuell benötigte Hilfe ermittelt und bezahlt werden soll. Die Hagener Wohneinrichtung für psychisch kranke Menschen des Gemeinschaftsdienstes ist eine der Modelleinrichtungen, in der die neuen Regelungen entwickelt und erprobt werden.

Im Rahmen des neuen Projektes „Housing first“ des LWL können Investoren sowie Privatpersonen einen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro für den Kauf einer Wohnung
erhalten. Voraussetzung ist die Vermietung an eine wohnungslose Person. Der LWL übernimmt die Kosten für die Betreuung der Person durch einen Anbieter von Ambulant Betreutes Wohnen.

Reger Austausch in drei Workshops Der erste Workshop drehte sich um bezahlbaren,
barrierefreien Wohnraum. Die Pflege- und Wohnberatung der Stadt Hagen präsentierte ihre Unterstützungsangebote, zudem wurde ein Wohnprojekt im Hagener Stadtteil
Wehringhausen vorgestellt. Im zweiten Workshop ging es um die Digitalisierung im Sparkassen- und Bankenwesen.
„Der Behinderungsbegriff im Alltag“ war das Thema im dritten Workshop. Die Teilnehmenden setzten sich mit der Alltagssprache auseinander und tauschten in einer lebhaften Diskussion Standpunkte und Erlebnisse aus.

Fazit der Veranstaltung
Das Fazit der Veranstaltung zeigt, dass weiterhin viel Arbeit notwendig ist, um eine vollständige Inklusion von Menschen mit Behinderung zu erreichen. Hierzu gehört auch,
Menschen mit Behinderung intensiver in die Vorbereitung von solchen Konferenzen einzubeziehen sowie einfache Sprache zu berücksichtigen. Außerdem soll geklärt werden,
wie die zeitnahe Versorgung von Menschen, die einen Platz in einer Wohneinrichtung benötigen, sichergestellt wird. Es zeigte sich, dass in Hagen weniger Menschen als im
Landesdurchschnitt ambulante und stationäre Wohnhilfen in Anspruch nehmen.