Kommunales Integrationszentrum: Fachkräfte-Workshop zur Kriminalisierung und Ethnisierung der Roma-Minderheit

Fachkräfte hinsichtlich der verschiedenen Ausprägungen von Antiziganismus sensibilisieren und im Erkennen und richtigen Umgang mit Antiziganismus im Praxisalltag schulen: Das war das Ziel des Workshops „Antiziganismus – Kriminalisierung und Ethnisierung der Roma-Minderheit“ des Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) am vergangenen Freitag, 16. September. Der dritte Teil der vierteiligen Workshop-Reihe zum Thema „Roma und Antiziganismus“ richtete sich an Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit Antiziganismus, einer Form des Rassismus, die sich gegen Angehörige der Roma-Minderheit richtet, und seinen verschiedenen Ausprägungen auseinander. Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und engagierter Roma-Aktivist, zeigte, dass Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus auch in Deutschland allgegenwärtig ist. Zudem stellte er dar, dass Antiziganismus nicht nur durch aktuelle Begriffe wie „Armutszuwanderung“ und „Sozialbetrug“ medial und politisch angefacht wird, sondern dieser durch seine Historie auch institutionell tief verankert ist. Durch die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden entstand im Workshop ein produktiver Austausch, sodass gemeinsam Handlungsstrategien für den Praxisalltag erörtert werden konnten.

Vierter Teil der Workshop-Reihe im November
Die Workshop-Reihe für Fachkräfte zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ wird am Freitag, 4. November, von 15 bis 19 Uhr mit dem vierten Teil abgeschlossen. Bei der Veranstaltung erörtern die Fachkräfte mögliche Strategien zur Erkennung sowie zum Umgang mit Antiziganismus. Eine Anmeldung zum vierten Teil der Workshop-Reihe ist auch ohne die Teilnahme an den ersten drei Veranstaltungen möglich und erfolgt über den zuständigen Ansprechpartner im Kommunalen Integrationszentrum, Robin Palm, entweder unter Telefon 02331/207-3851 oder per E-Mail an robin.palm@stadt-hagen.de.