Tag der offenen Tür bei R[each]

Am Donnerstag (12. Mai) wurden die Türen der neuen Bera-
tungsstelle R[each] für die Nachbarschaft sowie weitere Interessierte ge-
öffnet und das Angebot vorgestellt.

Reach bedeutet „erreichen“ und genau das möchte die neue
Beratungsstelle in Wehringhausen. Junge Menschen, insbesondere aus
Süd- und Osteuropa, erhalten mit dieser Anlaufstelle eine verlässliche
und individuelle Beratung und Unterstützung. Für Menschen, welche vom
Beratungssystem entkoppelt sind, ist ein solches Angebot besonders in
Notsituationen wertvoll.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir im Auftrag der Jugendberufsagentur
Hagen dieses Angebot installieren konnten und nun im Stadtteil Wehring-
hausen (Wehringhauser Str. 55) unterwegs sind“, betont Annette Je-
schak, Geschäftsführerin der Arbeit – Leben – Zukunft (ALZ) GmbH. Das
Team des R[each] besteht aus Sozialarbeiterinnen, Anleiterinnen und
Dolmetscher*innen für sechs Sprachen (türkisch, bulgarisch, rumänisch,
russisch, polnisch sowie Wolof). Ziel der Mitarbeiter*innen ist es, die jun-
gen Hilfesuchenden zum Beispiel bei der Wohnungssuche, bei der Woh-
nungsausstattung, bei der Anmeldung an Schulen sowie der Unterstüt-
zung zur Aufnahme einer Ausbildung zu helfen.

Neben konkreten Beratungs- und Unterstützungsangeboten zur sozialen
Absicherung und lebenspraktischen Hilfen zur Bewältigung des Alltags
werden gemeinsam mit den jungen Menschen Ideen für eine selbstbe-
stimmte Zukunftsgestaltung erarbeitet. Dabei werden nicht nur die
Grundlagen und Voraussetzungen des Aus-/Bildungssystems der Bun-
desrepublik Deutschland, sondern auch die inhaltlichen und rechtlichen
Vorgaben bei der Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung aufge-
zeigt. Das Team unterstützt die jungen Menschen bei der Suche nach
Praktika oder Ausbildungsstellen und unterstützt sie bei der Bewerbung.

Vorhandene Sprachbarrieren werden durch Deutschkurse vor Ort abge-
baut und gehören zum Angebot. „Wir planen künftig zudem verstärkt
Gruppenangebote wie etwa ein Frauencafé, damit Kontakte unter den
Besucher*innen geknüpft werden können. Entscheidend ist die Netz-
werk- und die Schnittstellenarbeit mit der Jugendberufsagentur Hagen,
nicht nur um die finanzielle Absicherung der Hilfesuchenden zu gewähr-
leisten, sondern auch um die Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme ge-
meinsam zu begleiten“, so Barbara Lange, Projektkoordinatorin des
R[each]. Auch Manuela Bock, Teamleiterin der Jugendberufsagentur Ha-
gen, und Karsten Schnippering, Integrationsfachkraft, freuen sich über
das neue Angebot: „Wir sind sehr froh, dieses neue Angebot hier in Weh-
ringhausen zu haben, wo Empowerment im Fokus steht“.