„CityARTists 2022“: Dietmar Schneider vertritt Hagen

Der Hagener Künstler Dietmar Schneider vertritt Hagen beim Kunstpreis „CityARTists 2022“. (Foto: Fabian Gerlach)

Der Hagener Künstler Dietmar Schneider wurde von einer Fachjury ausgewählt und vertritt die Stadt Hagen bei dem Förderprogramm „CityARTists 2022“. In der nächsten Etappe entscheidet die zentrale Jury des NRW KULTURsekretariats im Herbst über die zehn Gewinnerinnen und Gewinner. Den Kunstpreis hat die Stadt Hagen gemeinsam mit dem NRW KULTURsekretariat und den anderen Mitgliedsstädten ausgeschrieben.

Die Hagener Fachjury begründete die Wahl folgendermaßen: „Der multimedial arbeitende Künstler Dietmar Schneider wurde ausgewählt, da er sich in seinen Arbeiten seit langer Zeit mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. Dazu gehören auch politische Statements zu aktuellen Ereignissen. Die eingereichte großformatige Malerei bezieht sich auf die Erlebnisse der Bevölkerung in Hongkong im Jahr 2019. Die friedlichen Protestbewegungen, die sich gegen die rigide Politik aus Festlandchina richten, werden in den letzten Jahren brutal niedergeschlagen. Die Arbeit ist Teil einer Serie, innerhalb derer Dietmar Schneider die Jahre 2019 und 2018 in seinem Projekt thematisiert. Zu sehen sind drei dunkel Uniformierte, die offenbar gegen eine protestierende Person, die leblos am Boden liegt, brutal vorgegangen sind. Durch die Auflösungstendenzen in der Malerei gewinnt man den Eindruck, dass sie sich nahezu geierhaft um die Person gruppieren. Die Brutalität schlägt sich im Gegensatz der massiven schwarzblauen Halbfiguren zu der friedlichen, zarten Gestalt am Boden nieder.

Die im Rahmen des „CityARTists 2022“ eingereichte großformatige Malerei des Künstlers Dietmar Schneider bezieht sich auf die Erlebnisse der Bevölkerung in Hongkong. (Foto: Dietmar Schneider)

Dietmar Schneider ist ein Seiteneinsteiger, hat dadurch den Vorteil, seine Blickachsen auf ungewöhnliche Perspektiven zu richten. Die bisherigen Arbeiten in den Bereichen Malerei, Plastik, Installation oder Fotografie zeigen nicht nur einen engagierten Künstler. Zugleich werden wir Zeugen von Arbeiten, die eine durchgehend formale Kraft haben.“

Der Kunstpreis „CityARTists“
Das NRW KULTURsekretariat vergibt 2022 gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten zehn Preise im Sinne einer Förderung für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in einer Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro pro ausgewähltem Künstler oder ausgewählter Künstlerin. Die Ausschreibung richtete sich an einzelne Künstlerinnen und Künstler, die eine künstlerische Ausbildung etwa an einer Hochschule, Akademie oder Meisterklasse genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in beispielsweise Museen, Kunsthallen oder Kunstvereinen vorweisen können. Die Bewerberinnen und Bewerber mussten zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben.