Premiere/Uraufführung der Opern„SUOR ANGELICA“ („SCHWESTER ANGELICA“) von Giacomo Pucciniund„A ROOM OF ONE’S OWN“ („EIN EIGENES ZIMMER“) von Outi Tarkiainen

Foto: Angela Davis (Copyright: Jörg Landsberg)

Mit der nächsten Premiere im Großen Haus am 14. Mai 2022 (19.30 Uhr) bietet das Theater Hagen eine besondere Neuproduktion an: die Uraufführung der Oper „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) von Outi Tarkiainen (in englischer Sprache mit deutschen Übertexten), die in Kombination mit der Neuinszenierung der Oper „Suor Angelica“ („Schwester Angelica“) von Giacomo Puccini (in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten) gezeigt wird.

Der Abend beginnt mit Puccinis herzzerreißendem, 1917 entstandenen Einakter, der in emphatischer Musik die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die ihr uneheliches Kind abgeben musste, um im Kloster Buße zu tun für den sexuellen ‚Fehltritt‘, der zur Geburt des Kindes führte. Als Schwester Angelica erfährt sie Jahre später vom Tod des Kindes und begeht Selbstmord, um ihm nahe zu sein. Unterstützt vom Gesang ihrer Mitschwestern, erweist sich ihr die Mutter Gottes in himmlischer Musik tatsächlich gnädig.
„A Room of One’s Own“ entstand als Auftragswerk des Theaters Hagen und ist die erste
Opernkomposition der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen, für welche Intendant Francis Hüsers das Libretto nach dem gleichnamigen Essay von Virginia Woolf verfasst hat. Das einstündige Werk erzählt zwar keine Geschichte im Stil Puccinis, aber der pointenreiche, von gleichnishaften Handlungsfragmenten und kritisch-witzigen Einsichten überströmende klassisch-feministische Text von Virginia Woolf bietet Stoff genug für eine Oper. Ihr Anliegen spitzt Woolf in der These zu, eine
Frau benötige 500 Britische Pfund im Jahr – 1928 (!) – und ein eigenes Zimmer, um sich als Künstlerin entfalten zu können …
Für die Umsetzung dieser Opern kehrte das Erfolgsteam Magdalena Fuchsberger (Regie) und
Monika Biegler (Ausstattung) ans Theater Hagen zurück. Es realisierte diese Neuproduktionen als wechselseitigen Kommentar beider Stücke aufeinander, wobei u.a. auch der Frage „Was ist
schlimmer? – Ein- oder ausgesperrt zu sein?“ nachgegangen wurde.
Das Publikum kann sich auf einen inhaltlich wie musikalisch anregenden, berührenden und
mitreißenden Abend freuen. Für die musikalische Einstudierung und Leitung zeichnet Generalmusikdirektor Joseph Trafton verantwortlich, für die Choreinstudierung Wolfgang Müller-Salow. Licht und Video gestalteten Martin Gehrke und Aron Kitzig, als Dramaturg wirkte Francis Hüsers. Es singen und spielen in „Suor Angelica“: Angela Davis, Anja Frank-Engelhaupt, Verena Grammel, Alina Grzeschik, Vera Käuper-de Bruin, Kisun Kim, So Hee Kim, Andrea Kleinmann, Evelyn Krahe, Sophia Leimbach, Maria Markina, Nicole Nothbaar, Galina Rosert, Marie-Pierre Roy, Chor, Extrachor und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen; in „A Room of One’s Own“: Dorothea Brandt, Evelyn Krahe, Anton Kuzenok, Maria Markina, Kenneth Mattice, Marie-Pierre Roy, Chor und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Foto (vlnr): Dorothea Brandt, Maria Markina, Evelyn Krahe, Chor des Theaters Hagen (Copyright: Jörg Landsberg)



Weitere Vorstellungen: 26.5. (18.00 Uhr), 5.6. (18.00 Uhr), 8.6.2022 (19.30 Uhr)
DIE STUNDE DER KRITIK: Donnerstag, 26.5.2022, im Anschluss an die Vorstellung
Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Iris Steiner (Chefredakteurin Orpheus Magazin)

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr,
samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite
(www.theaterhagen.de).