Cuno II Berufskolleg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei

v.l.n.r.: Christian Kelch (Leiter der Projektgruppe „SOR-SMC“), die Schülerinnen Katrin Schelberg und Neyla Maria Boese, Kora Harmuth-Podleschny (Schulleiterin des Cuno II Berufskollegs) und Timo Schisanowski (Bundestagsabgeordneter und Pate des Cuno II Berufskollegs) nehmen gemeinsam den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entgegen. (Foto: Christopfer Wunderlich)

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ („SOR-SMC“): Diesen Titel nahm das Cuno II Berufskolleg am Freitag, 6. Mai, bei einer offiziellen Titelverleihung im Jugendkulturzentrum Kultopia feierlich entgegen. Die Übergabe der Urkunde fand im Rahmen einer Feier statt, die von Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs moderiert wurde.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Kora Harmuth-Podleschny trugen Schülerinnen und Schüler aus der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Beispiele für Rassismus und Diskriminierung weltweit, aber auch vor der Hagener Haustür vor. In einer anschließenden Rede richtete sich der Bundestagsabgeordnete und Pate des Cuno II Berufskollegs, Timo Schisanowski, deutlich gegen jegliche Form populistischer Ausgrenzung und wies darauf hin, wie wichtig es sei, Vielfalt vorbildhaft zu leben und sich gegenseitig in Worten und Taten zu unterstützen. Im Anschluss an die Rede folgte die Siegerfilmpräsentation aus dem Schülerwettbewerb „EuroVisions 2019“ mit dem Titel „NEIN zu Rassismus – JA zur Menschlichkeit“, produziert von den Schülerinnen und Schülern Aimée Berwe, Julian Reith und Moritz Viegener. Die Regionalkoordinatorin des Kommunalen Integrationszentrums (KI) für „SOR-SMC“, Marion Rosenberg, beendete den offiziellen Teil der Veranstaltung, indem sie die Schule im größten Schülernetzwerk gegen Diskriminierung willkommen hieß, ihr für bereits umgesetzte Aktionen ein großes Kompliment aussprach und der Projektgruppe eine von der Bundeskoordination in Berlin ausgestellte Urkunde überreichte.

Im Anschluss an den Festakt präsentierte das Theaterspiel Witten das auf Zeitzeugenberichten aus der NS-Zeit basierende Stück „Über das Leben – oder meine Geburtstage mit dem Führer“. Es zeigt in brisanter Form auf, dass es nötig ist, jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten. Die Vorführung wurde durch eine Feedbackrunde mit positiver Resonanz abgeschlossen. In anschließenden Workshops, die unter der Leitung der Akteurinnen und Akteure aus Witten stattfanden, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsame Präsentationen zu dem Oberthema „Ausgrenzung“, deren Ergebnisse im Anschluss gemeinsam von den Teilnehmenden präsentiert wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten diese Gelegenheit außerdem dazu nutzen, um fern vom Schulalltag einige schauspielerische Erfahrungen zu sammeln.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Christian Kelch, Leiter der Projektgruppe „SOR-SMC“, dem Kommunalen Integrationszentrum für die Organisation sowie die großzügige Finanzierung des Theaterstückes und der Workshops. Marion Rosenberg gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Tag bei allen Beteiligten zu mehr Sensibilität in Bezug auf Formen der Ausgrenzung geführt habe und betonte wie wichtig es sei, dass jeder und jede einzelne Zivilcourage zeigt.