Schulpsychologische Beratungsstelle Hagen: Ansprechpartner für alle Schulbeteiligten

Die Schulpsychologinnen Dr. Katja Hülser, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle (r.), und Isabell Kulbe, stellvertretende Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, beraten mit ihrem Team alle beteiligten Personen von Hagener Schulen. (Foto: Charlien Schmitt/Stadt Hagen)

Die Coronapandemie ist eine Belastung für das Schulsystem und stellt alle Beteiligten vor neue und schwierige Herausforderungen. Betroffene wissen oft nicht, an wen sie sich in besonders schwierigen Situationen wenden können. Die Schulpsychologische Beratungsstelle, Märkischer Ring 101, ist ein gemeinsames Angebot der Stadt Hagen sowie des Landes NRW und bietet Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrkräften und Eltern eine Anlaufstelle, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

„Die Schule ist ein Abbild der Gesellschaft“, sagt Schulpsychologin Dr. Katja Hülser. „Deshalb taucht gerade hier eine Vielfalt von Themen auf.“ Zwar hat die Zahl der Personen, die sich an die Schulpsychologische Beratungsstelle wenden, durch die Coronapandemie nicht auffällig zugenommen. Faktoren wie Mehrarbeit, die Umstellung zum Onlineunterricht sowie Lockdowns stellen für viele Hilfesuchende jedoch eine enorme Belastung dar.

Gemeinsam mit ihrem Team bieten die Schulpsychologinnen Dr. Katja Hülser, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle (r.), und Isabell Kulbe, stellvertretende Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, ein vielfältiges Beratungsangebot für Hilfesuchende. (Foto: Charlien Schmitt/Stadt Hagen)

Alle Altersgruppen betroffen
Immer häufiger beraten die Ansprechpartnerinnen und -partner der Beratungsstelle jedoch in starken Belastungssituationen und Situationen mit schwierigen und sensiblen Themen wie zum Beispiel psychischen Belastungen, Ängsten und auch Suizidalität. „Viele Kinder waren seit eineinhalb Jahren nicht mehr im Kindergarten, Schülerinnen und Schüler verbringen deutlich mehr Zeit zu Hause“, betont Hülser. „Nach so langer Zeit fällt es den Kindern und Jugendlichen oft schwer, wieder in einen geregelten Tagesablauf zurückzukehren.“ Doch auch Erwachsene, die in schwierigen Situationen Unterstützung brauchen oder nach einem Vermittler suchen, finden in der Schulpsychologischen Beratungsstelle die richtige Unterstützung.

Hohe Fachkompetenz im Team
„Uns ist es wichtig, dass wir ein niedrigschwelliges Angebot für alle Betroffenen schaffen“, sagt Dr. Katja Hülser. „Wer zum Beispiel nur einen kurzen Ratschlag benötigt oder nach der richtigen Anlaufstelle sucht, bekommt von uns telefonisch zeitnah Unterstützung.“ Die Schulpsychologische Beratungsstelle arbeitet nach vier Prinzipien: Freiwilligkeit, freier Zugang, Schweigepflicht und Neutralität. Das Team setzt sich unter anderem aus Fachkräften aus den Bereichen der Schulpsychologie sowie einer Fachkraft zur „Systemberatung Extremismusprävention“ zusammen und berät zu allen Themen, die im Schulalltag vorkommen. Die Beratungsstelle ist für alle Hagener Schulen zuständig, die Beratung ist jedoch nicht vom Wohnort der Betroffenen abhängig. Neben der direkten Beratung für Hilfesuchende bietet das Team zusätzlich eine Vielzahl weiterer Angebote wie zum Beispiel Fortbildungen und Online-Fortbildungen für Fachkräfte sowie andere Interessierte oder die Entwicklung von Schutzkonzepten und Präventionsangeboten in Zusammenarbeit mit Hagener Schulen an.

Weitere Informationen zur Schulpsychologischen Beratungsstelle, Märkischer Ring 101, erhalten Interessierte auf der Internetseite der Stadt Hagen unter dem Link www.hagen.de/schulpsychologie. Eine direkte Kontaktaufnahme sowie eine persönliche Terminvereinbarung ist entweder unter Telefon 02331/207-3909 oder per E-Mail an schulpsychologie@stadt-hagen.de möglich.