Verstoß gegen das Gifttiergesetz: Schlangen sichergestellt

Ein gemeinsamer Einsatz des Veterinäramtes der Stadt Hagen, des Ordnungsamtes, der Feuerwehr und der Polizei Hagen zur Gefahrenabwehr aufgrund von Gifttieren fand am Donnerstagvormittag, 25. November, in Hagen-Wehringhausen statt. Bei einem Ortstermin zur Bestandsaufnahme von Gifttieren in einer Privatwohnung hatte das Veterinäramt festgestellt, dass die Reptilien vor Ort nicht artgerecht gehalten wurden und die Terrarien nicht wie vorgeschrieben gesichert waren. Ein speziell ausgebildetes Team der Feuerwehr Düsseldorf wurde hinzugerufen, um die Tiere in entsprechenden Transportboxen zu sichern. Laut Angabe des Halters handelte es sich um 35 Tiere, unter anderem auch giftige Schlangen wie Kobra und Hornotter.

Gifttiergesetz in Nordrhein-Westfalen
Das vom nordrhein-westfälischen Landtag im Juni 2020 beschlossene Gifttiergesetz ist Anfang des Jahres in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die private Haltung von sehr giftigen Tieren zu regulieren, da diese aufgrund ihrer starken Giftwirkung nach Bissen oder Stichen eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit und das Leben von Menschen darstellen. Bestandstiere dürfen zwar unter der Erfüllung von Auflagen weiterhin privat gehalten werden, müssen allerdings beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gemeldet sein.

Die aufgefundenen Gifttiere waren nicht gemeldet. Der TerraZoo Rheinberg erklärte sich bereit, die Tiere zunächst aufzunehmen. Während des Einsatzes war für die Sicherheit der Einsatzkräfte ein Rettungshubschrauber in unmittelbarer Nähe.