Trickbetrüger bringen mit Corona-Masche Senior um seinErspartes

Hagen-Boele – Ein 85-jähriger Mann aus Boele ist am Mittwoch (08.09.2021)
Opfer von dreisten Trickbetrügern geworden. Der Senior erhielt am Vormittag
einen Anruf von einer Frau, welche sich als seine Cousine ausgab. Diese gab an,
dass sie schwer an Corona erkrankt sei und nun in einem Hamburger Krankenhaus
liege. Weiterhin redete die Frau dem 85-Jährigen ein, dass sie für eine
medikamentöse Behandlung 35.000 Euro benötige. Der ältere Herr wurde beauftragt
nachzusehen, wieviel Bargeld er im Haus hat. Kurze Zeit später rief die
vermeintliche Cousine erneut an und wies denn Mann an, mit einem Taxi zur Pforte
eines Krankenhauses in der Dreieckstraße zu fahren. Das Hagener Krankenhaus
würde angeblich mit dem Hamburger Krankenhaus zusammenarbeiten. Der 85-Jährige
machte sich daraufhin mit einem fünfstelligen Bargeldbetrag und zusammen mit
seiner 75-jährigen Schwester – welche derzeit bei ihm zu Besuch ist und auch das
Telefonat der Betrüger mitbekommen hat – mit einem Taxi auf den Weg zu dem
Krankenhaus. Dort angekommen meldete sich die angebliche Cousine telefonisch auf
dem Handy der Schwester. Sie wies die beiden Senioren an, sich schräg gegenüber
der Pforte des Krankenhauses aufzuhalten. Dann würde eine Frau kommen und das
Geld in Empfang nehmen. Zudem wurden beide angewiesen, der Frau keine Fragen zu
stellen. Außerdem teilte die vermeintliche Cousine mit, dass der Rentner nach
der Geldübergabe auf einen Arzt warten solle. Dieser würde ihm eine Quittung
übergeben. Gegen 11.30 Uhr erschien dann eine Frau zu Fuß an der verabredeten
Stelle, nahm ein Couvert mit dem Geld des Seniors in Empfang und verließ den
Tatort. Der übergebene Betrag lag dabei unterhalb der geforderten 35.000 Euro,
da der Rentner nicht über mehr Barmittel verfügte. Der Schaden beläuft sich aber
dennoch auf einen fünfstelligen Bereich. Zusammen mit seiner Schwester wartete
der 85-Jährige dann eine Stunde lang auf den Arzt und eine Quittung. Dieser
erschien nicht. Nachfragen des älteren Herrn im Krankenhaus brachten ebenfalls
keinen Erfolg. Völlig aufgelöst rief der Senior dann seine tatsächliche Cousine
in Hamburg an und stellte schmerzvoll fest, dass er offensichtlich Opfer von
dreisten Betrügern worden ist. Im Anschluss erstattet er eine Anzeige bei der
Polizei. Die Frau, an die das Geld übergeben worden ist, kann wie folgt
beschrieben werden: zirka 30 Jahre alt, zirka 170 cm groß, schwarze
schulterlange Haare, normale Statur, südländisches Aussehen, luftig bunt
angezogen, sprach akzentfrei Deutsch. Sachdienliche Hinweise zu der Frau werden
unter der 0231 – 986 2066 erbeten.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei erneut darauf hin, dass Angerufene
niemals an ihnen unbekannte Personen Geld übergeben sollten. Im geringsten
Zweifel sollte das Telefonat immmer beendet und die Polizei informiert werden.
Im aktuellen Fall haben die Betrüger als Übergabeort das Umfeld eines
Krankenhauses – welches in keinerlei Zusammenhang mit der Tat steht –
ausgenutzt, um ihrem Treiben einen vermeintlich seriösen Anstrich zu verleihen.
Sprechen Sie mit ihren älteren Angehörigen über solche Betrugsmaschen am
Telefon. (sch)