Frust nach dem Besuch im Handyshop? Die Verbraucherzentrale klärt auf.

„Immer wieder berichten uns Verbraucher:innen, dass sie im Telefonshop überfordert sind von der Vielzahl an Tarifen bei Telefonverträgen“, berichtet Birgit Olek-Flender, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Hagen. In letzter Zeit häufen sich die Anfragen in der Beratungsstelle, bei denen Verbraucher:innen in Shops Verträge abschlossen, die sie weder wollten noch brauchten. „Damit Ratsuchende eine Chance haben, in dem Gewirr von Kosten, Extras und Tarifen einen für sie passenden Handyvertrag zu finden, sind Shopbetreiber seit Mitte 2017 verpflichtet, Kunden:innen über die wichtigsten Details vor einem Vertragsabschluss zu informieren.“, erklärt Olek-Flender. “Verbraucher:innen sollten zudem niemals vergessen, dass im Shop vorrangig Verträge verkauft werden und erst in zweiter Linie Hilfe rund um die Telefonie geboten wird.“
Folgende Tipps helfen vor Vertragsabschluss:

  • Der Händler muss grundsätzlich ein Produktinformationsblatt für alle Verträge bereitstellen, anhand derer diese transparent und miteinander vergleichbar gemacht werden. Kunden:innen sollten gezielt danach fragen.
  • Vertragsbedingungen genau studieren: Die Auskünfte aus dem Produktinformationsblatt, Sonderkonditionen oder mündlich vereinbarte Zusagen des Verkäufers müssen schriftlich im Vertrag festgehalten werden. Eventuell die Vertragsunterlagen noch einmal in Ruhe zu Hause prüfen, bevor die Unterschrift geleistet wird.
  • Top – der abgeschlossene Vertrag im Laden gilt: Im Handyshop abgeschlossene Verträge können in der Regel im Nachhinein nicht widerrufen werden. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
  • Vorsicht bei Unterschrift auf einem Tablet oder Bildschirm. Auch hier sollten Verbraucher:innen genau prüfen, wofür sie unterschreiben.

Noch ein letzter Tipp der Verbraucherzentrale Hagen: „Fragen Sie direkt im Shop, auf welche Weise Sie die Rechnung erhalten – online oder per Post. Das ist wichtig, um später kontrollieren zu können, ob alles richtig gemacht wurde.“