Assessor Henning Waskönig dankt Rettungskräften


Auch Kirche in Dahl schwer beschädigt


Das Unwetter der letzten Woche hat manche Teile Hagens und Umgebung besonders
stark getroffen. Auch etliche Kirchen im Evangelischen Kirchenkreis sind durch die
Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen worden.
Handelt es sich in den meisten Fällen um kleinere Schäden durch vollgelaufene Keller
oder nasse Wände, ist die Auferstehungskirche im Stadtteil Dahl schwer beschädigt. Dort
stieg das Wasser im Innenraum auf etwa 120 Zentimeter. „Durch den starken
Wasserdruck sind alle Türen verzogen und nicht mehr zu schließen“, heißt es aus der
Gemeinde. An der Seitentür sei Sandstein herausgefallen, der den Türsturz trägt. „Dort
besteht Einsturzgefahr.“ Die Abstützung habe schon veranlasst werden können. „Die
Kanzel hat es aus der Verankerung gerissen. Es ist nichts mehr an seinem Platz und die
Wände sind stark durchnässt.“ Inwieweit die Fresken in der Katharinenkapelle durch das
Wasser geschädigt wurden, ist wohl noch nicht abzusehen.
Assessor Henning Waskönig zeigte sich nach der Bestandsaufnahme sehr betroffen über
das Ausmaß der Katastrophe: „Die Bilder aus Dahl machen mich sprachlos“, so der
Theologe, der aber auch betont: „Vor allem die Not der Menschen, die unmittelbar von den
Schäden betroffen sind, müssen jetzt im Fokus stehen.“
In diesem Zusammenhang danke die Evangelische Kirche im Raum Hagen den
Rettungskräften für ihren tatkräftigen, schnellen und unermüdlichen Einsatz und dem
Krisenstabes der Stadt Hagen für seine Arbeit. „Es ist gut, zu sehen, wie viele Menschen
einander in dieser Ausnahmesituation geholfen und beigestanden haben.“
Mit einem Mal würden die Worte der biblischen Psalmen bedrohlich aktuell: „Gott, hilf mir!
Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein
Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.“ (Psalm 69,2+3)
Später bittet der Psalmbeter um Hilfe und Zuwendung.
„Beides ist auch jetzt dringend nötig“, so der Assessor. „Wir danken daher allen, die
solidarisch und verlässlich ihre Hilfe anbieten und tun, was möglich ist. Und wir beten: für
alle, deren Hab und Gut, deren Leib oder Seele, durch die Wassermassen Schaden
genommen haben.“