Coronapandemie: Stadtverwaltung tauscht sich mit Migrantenvereinen aus

Persönliche Einschränkungen, Existenzängste und Sorge um die Gesundheit – das Leben in der Coronapandemie stellt alle Menschen vor große Herausforderungen. Viele Ängste und Sorgen potenzieren sich, wenn Menschen neu in ein Land oder in eine Stadt ziehen, die Gepflogenheiten im Alltag noch nicht vertraut sind, Herausforderungen in der Sprache bestehen oder gängige Infokanäle von Behörden und Medien unbekannt sind. Aus diesem Grund haben sich das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, die städtische Pressestelle sowie das Gesundheitsamt bei einem Netzwerktreffen online mit Vertreterinnen und Vertretern der Hagener Migrantenselbstorganisationen (MSOen) über das Leben und die Herausforderungen von Hagenerinnen und Hagenern mit Einwanderungsgeschichte in der Coronapandemie ausgetauscht.

Welche Vorurteile und Bedenken bestehen hinsichtlich einer Impfung gegen das Coronavirus? Was gilt es zu beachten? Welche Kanäle zur Information nutzen Menschen mit Einwanderungsgeschichte? Wo finden sich mehrsprachige Auskünfte? Neben der Klärung medizinischer Fragen durch Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Gesundheitsamtes, haben das Gesundheitsamt, die Pressestelle und das KI viele wichtige Hinweise für die tägliche Arbeit der Stadtverwaltung  erhalten. So läuft aktuell beispielsweise das Projekt „Impflotsen“ an.

Die Impflotsen sind engagierte Menschen aus Gemeinden und Vereinen, die eine Schulung rund um alle wichtigen Belange im Zusammenhang mit der Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Anschließend dienen sie als Multiplikatoren und stehen für Fragen zur Verfügung.

Außerdem fließen die Ergebnisse des Netzwerktreffens in die Arbeit des KI und der Pressestelle ein, beispielsweise beim weiteren Ausbau mehrsprachiger Medien und Online-Angebote.

Netzwerktreffen finden seit 2016 statt
Der Online-Austausch hat im Rahmen regelmäßiger Netzwerktreffen zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum, der Pressestelle und den MSOen stattgefunden. Um gegenseitige Erwartungen abzustimmen und Wünsche im Blick zu haben, hat die Stadt Hagen 2016 das Netzwerk zwischen den Hagener Migrantenselbstorganisationen, der Stadtverwaltung und den Lokalmedien ins Leben gerufen. Mehrmals im Jahr kommen alle Akteure in lockerer Atmosphäre zusammen und tauschen sich rund um Themen der Verwaltung, der Medien sowie die Vereinsarbeit aus.