Ev. Stiftung Volmarstein bietet interdisziplinäre Hilfe aus einer Hand

Stabswechsel im Therapiezentrum Ennepetal. V.li.: Isabel Wildförster, Sina Fiedler, Bernhard Bertina und Marcel Sandhaus.

Das war Pionierarbeit im südlichen EN-Kreis: Das Ehepaar Cordula Bauschke-Bertina und Bernhard Bertina bauten seit 1996 im Therapiezentrum Ennepetal mit ihrem Team umfassende Hilfe für Kinder mit Förderbedarf auf. Beide sind nun im Ruhestand. Ihr Lebenswerk übergaben sie an ein neues Leitungsteam: Sina Fiedler (Therapie und Koordination), Isabel Wildförster (Psychologie und Diagnostik) und Marcel Sandhaus (Heilpädagogik und Autismustherapie).

Bei der Gründung des Therapiezentrums umfasste das Angebot Beratung, Diagnostik und Therapie. „Der Bedarf war riesig“, erinnert sich das Ehepaar Bauschke-Bertina. „In kürzester Zeit betreuten wir rund 40 Kinder.“ Die Interdisziplinäre Frühförderstelle schloss Kooperationsverträge mit anderen Praxen vor Ort. Zusätzlich zur heilpädagogischen Leistung konnte so ab 2008 auch Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unter einem Dach angeboten werden. 2013 war das Therapiezentrum das erste anerkannte Zentrum für Autismus-Therapie im EN-Kreis.

Seit 2018 gehört das Therapiezentrum Ennepetal zur Ev. Stiftung Volmarstein – bis zum Renteneintritt unter der Leitung von Bernhard Bertina. „Vor unserem Ruhestand wollten wir einen starken Partner finden, der die Versorgung der Kinder im EN-Kreis sicher und kompetent fortführt“, so das Ehepaar. Stiftung und Therapiezentrum kannten sich aus der gemeinsamen Betreuung von Oberlinschülern oder BBW-Teilnehmern im Rahmen der vernetzten Autismus-Förderung. „Das passte“, betont auch Anja Schleiden, Leiterin des Geschäftsbereich Kinder- und Jugendhilfe. „Die Interdiszipinäre Frühförderstelle rundet unsere Angebotspalette perfekt ab. Und wir sehen hier gute Chancen zur Weiterentwicklung.“

Aktuell bietet das Therapiezentrum Ennepetal für rund 180 Klienten Interdisziplinäre Frühförderung, Autismus-Therapie und Heilpädagogik. Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ennepetal und Umgebung, deren Entwicklung erschwert oder beeinträchtigt ist, werden betreut und gefördert. Zusätzlich begleitet und berät das Zentrum die betroffenen Eltern und Familiensysteme in der Krise. Zu den neun Mitarbeitenden zählen Heil- und Rehabilitationspädagogen sowie Psychologen. Eng kooperiert das Therapiezentrum mit dem Netzwerk der Stiftung und mit externen Partnern. Damit bietet das Therapiezentrum vor Ort zusätzlich Physio-, Ergo- und Logopädie. Das Team entwickelt zurzeit ein Konzept für eine Zweigstelle im EN-Nordkreis und arbeitet am Ausbau des Autismus-Zentrums.

Kontakt: www.therapiezentrum-ennepetal.de.