FESH zieht nach Vorhalle – Planung einer vierten städtischen Gesamtschule geht weiter

Die Schülerzahlen in Hagen steigen – ab dem Schuljahr 2028/29 werden laut Berechnung eines Gutachters in der Sekundarstufe I pro Schuljahr 150 Plätze fehlen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Schulausschuss bereits im Juni vergangenen Jahres einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss gefasst, der durch den Rat der Stadt Hagen am 25. Juni 2020 mit einer Mehrheit bestätigt wurde.

Der Standort der neuen städtischen Gesamtschule soll das Schulzentrum Wehringhausen werden. Voraussetzung dafür ist, dass für die dort untergebrachte Freie Evangelische Gesamtschule Hagen (FESH) und die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh andere Standorte bereitgestellt werden können. Die Verwaltung hat dazu mit der FESH zunächst verschiedene Optionen erörtert. Eine mögliche Übernahme des Hauptschulgebäudes Voßacker in Vorhalle stellte sich auch für die FESH als besonders sinnvoll heraus. Über den möglichen Kauf des Gebäudes, an dem die FESH grundsätzlich interessiert ist, wird derzeit noch gesprochen.

Die ebenfalls von den Maßnahmen betroffene Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh könnte laut Gutachten zur Schulentwicklungsplanung zukünftig im Gebäude der ehemaligen Förderschule August-Hermann-Francke untergebracht werden. Hierzu muss dieses Gebäude erweitert und den neuen Anforderungen angepasst werden. Daher wird die Verwaltung folgenden Vorschlag in die Gremien einbringen: Als Voraussetzung für die Errichtung einer vierten Gesamtschule wird die Verwaltung mit der Erstellung eines organisatorischen Szenarios für die Freistellung des Schulzentrums Wehringhausen beauftragt.  Der Rat der Stadt Hagen stimmt zur Erreichung dieses Ziels grundsätzlich einer Übernahme der Hauptschulgebäudes Voßacker 21 in Hagen-Vorhalle durch die FESH zu. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der FESH weiter hinsichtlich eines Verkaufs des Hauptschulgebäudes Voßacker zu verhandeln und die Ergebnisse den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.

Sollte der Beschluss so erfolgen, wird die Verwaltung hierzu ein Konzept entwickeln, in dem diese Abhängigkeiten auch unter dem zeitlichen Aspekt berücksichtigt werden. Dieses wird im Anschluss der Politik vorgestellt. Außerdem müssen die schulorganisatorischen Maßnahmen der Bezirksregierung zur Genehmigung vorgelegt werden. Auch die baulichen und finanziellen Umsetzungsmöglichkeiten müssen berücksichtigt werden.