Grußwort zum 1. Mai, Bürgermeister Hasenberg, Wetter (Ruhr)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich möchte den heutigen 1. Mai, den traditionellen Tag der Arbeit, als
Anlass nehmen, an die Werte zu appellieren, für die der 1. Mai steht:
Solidarität und Gerechtigkeit sind die Werte, an die uns dieser Tag alle
symbolisch erinnert.
Sie sind Grundwerte für eine moderne, lebenswerte und soziale
Gemeinschaft.
Dieses inklusive Miteinander haben wir nicht nur in unserem Aktionsplan
„Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr)“ formuliert, wir leben es Tag für
Tag.
Und unser solidarisches Miteinander ist insbesondere unter den
aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie noch wichtiger geworden.
Liebe Mitbürgerinnnen und Mitbürger,
der 1. Mai als Tag der Arbeit ist auch immer wieder ein Anlass danach
zu fragen, ob Arbeitnehmerrechte eingehalten und Menschen für Ihre
geleistete Arbeit gerecht bezahlt werden.
Hier richtet sich derzeit natürlich der Blick auf die Pflegekräfte und die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen:
Sie arbeiten am Limit und leisten in der Corona-Pandemie eine sehr
wertvolle Arbeit unter harten Bedingungen. Das darf uns nicht kalt
lassen, das darf uns nicht gleichgültig sein. Reichen uns da als
Gesellschaft Applaus und wohlfeile Worte? Oder sollten wir nicht
vielmehr die Forderung nach adäquater Bezahlung unterstützen?
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich weiß, dass viele von Ihnen unter den Beschränkungen der Pandemie
leiden – sei es als von Kurzarbeit betroffene Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer, als Angehörige von Menschen in Pflegeheimen, als
Hinterbliebene von an oder mit Corona Verstorbenen oder als selbst an
Covid Erkrankte.

Ich möchte Ihnen daher allen herzlich danken, dass Sie sich an die
Corona-Schutzmaßnahmen halten und dadurch mithelfen, die
Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das haben wir jetzt
schon über ein Jahr durchgehalten – und das schaffen wir nun auch
noch das letzte Stück des Weges.
Mit den vielen Schnelltest-Möglichkeiten im Stadtgebiet und der Aussicht
auf eine Beschleunigung der Impfkampagne in den nächsten Wochen
kommen wir ein gutes Stück voran auf dem Weg hin zu einem wieder
etwas „normaleren“ Leben mit weniger Beschränkungen und mehr
Möglichkeiten.
Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam daran arbeiten, die Pandemie
möglichst gut zu überstehen. Mit dem Einhalten der Hygieneregeln, der
weithin gezeigten Hilfe für Menschen in Not und dem solidarischen
Miteinander. Ich bin mir sicher: Wir schaffen das!
Wir sind eine Stadt des Miteinanders und stehen füreinander ein. Das
zeigen nicht zuletzt die vielen ehrenamtlich organisierten Aktionen für
ältere und gefährdete Mitmenschen in den Zeiten der Pandemie wie
etwa die Nachbarschaftshilfe.
Wir in Wetter (Ruhr) sind und bleiben eine soziale und lebenswerte
Gemeinschaft – nicht nur am 1. Mai, sondern das ganze Jahr hindurch!