AKH: Neue Chefärztin in der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie

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Hagen – „Die Alte“ ist auch „die Neue“: Mit Dr. med. Ursula
Kasper übernimmt die langjährige leitende Oberärztin in der Klinik für
diagnostische und interventionelle Radiologie am Agaplesion Allgemeinen
Krankenhaus Hagen (AKH) und kommissarische Leitung nun die Position der
Chefärztin. Dabei kann die 63-Jährige auf mehr als 37 Jahre Erfahrung im AKH,
breite Akzeptanz und großes Vertrauen zurückgreifen.
„Ich habe wirklich Quantensprünge in der Radiologie erlebt“, blickt die neue Chefärztin auf
ihre Berufsjahre zurück. Damals, 1983, als die junge Assistenzärztin ihren ersten Dienst
antrat, „war die automatische Filmentwicklung technisch der letzte Schrei in der noch
vorhandenen Dunkelkammer“, erinnert sie sich mit einem Lächeln. Heute sieht ihre
Arbeitswelt doch deutlich anders aus. Früher dauerte eine CT-Aufnahme nur vom Kopf 30
Minuten, „sodass wir von morgens bis abends im Akkord Untersuchungen durchgeführt
haben“, erzählt Dr. Kasper weiter. Heute dauert eine Aufnahme des ganzen Körpers gerade
einmal 18 Sekunden. Sie hat nicht nur die komplette Entwicklung des CTs begleitet,
sondern auch die im Bereich der Kernspintomografie und Angiografie. „Früher waren die
Zugänge nahezu kugelschreiberdick, heute arbeiten wir mit haarfeinen Kathetern und
Führungsmaterial“, vergleicht Dr. Kasper aus Erfahrung. „Heute können wir zum Wohl der
Patienten viel schneller, gezielter und passgenauer diagnostizieren und intervenieren“, so
die Fachärztin für Radiologie (und Strahlentherapie) sowie für diagnostische Radiologie, die
vor allem aufgrund der guten kollegialen Zusammenarbeit und der
Entwicklungsmöglichkeit im AKH nie über einen Wechsel nachgedacht hat.
Beim Blick zurück geht der Blick aber auch direkt nach vorne, denn Dr. Kasper hat noch
viel vor: Die CT-gestützte Herzkranzgefäßdiagnostik in Zusammenarbeit mit der Klinik für
Kardiologie weiter auszubauen, ist ein Ziel. „Es ist das Faszinierende an meinem Fach, dass
ich mit vielen verschiedenen Fachgebieten zum Wohle des Patienten zusammenarbeiten
kann“, betont Dr. Kasper weiter. So können durch diese Diagnosemöglichkeit unnötige
Eingriffe bei gleichzeitig schonender nichtinvasiver Untersuchung vermieden werden. Dies
gilt auch für die Diagnose und Therapie bei atypischen Gefäßverläufen sowie bei einer
sogenannten „hohen Kalklast“ im Herzen. Darüber hinaus möchte Dr. Ursula Kasper auch
die interventionelle Radiologie weiter ausbauen; beispielsweise im Bereich der
multimodalen Chemotherapie, bei der Hitzeablationen parallel zur Chemotherapie
durchgeführt „nach neuesten Studien eine deutliche Erhöhung der Heilungschancen und
Verbesserung der Lebensqualität bedeuten“, wie die Radiologieexpertin weiß. Der
Kernspintomograph soll dagegen vermehrt im Bereich der Prostata-Diagnostik vor OPs zum
Einsatz kommen, dessen detailreiche Bilder „die urologischen Kolleg*innen in ein
Ultraschallgerät einspeisen und mit dieser modernen Technik sehr genaue Biopsien
durchführen können“, erklärt Dr. Kasper das Verfahren. Die weitere Optimierung der
Schlaganfalldiagnostik sowie die modernen Möglichkeiten, welche das neue
Mammografiegerät, das nicht nur eine sehr feine Diagnostik, sondern auch schonende
Biopsien im Sitzen und im Liegen ermöglicht, sind weitere Felder, die die neue Chefärztin
ausbauen möchte. Es ist eben „die Breite der Anforderungen, die diese Arbeit so
interessant macht“, findet Dr. Kasper. „Wir freuen uns, dass Frau Dr. Kasper sich bereit
erklärt hat, diese Aufgabe zu übernehmen“, betonten Alex Hoppe, Vorsitzender der
Geschäftsführung, und Dr. med. Andreas Schroeder, Medizinsicher Geschäftsführer, zur
Neubesetzung der chefärztlichen Position. So wisse man die Radiologie auch weiterhin in
den allerbesten Händen.