Ab 22. Januar verstoßen Atomwaffen gegen das Völkerrecht


Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN begrüßt mit großer Genugtuung, dass am 22. Januar der UN-
Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen in Kraft tritt. Der Verein wird aus diesem Grund den Rat der Stadt
Hagen auffordern, dem ICAN-Städteappell beizutreten. In diesem Appell fordern Städte die
Bundesregierung auf, dem UN-Vertrag, den über 122 Staaten unterzeichnet und den inzwischen 50 Staaten
ratifiziert haben, beizutreten. Diesen Appell haben über 100 Städte allein in Deutschland und vier
Bundesländer beschlossen.
Auch im deutschen Bundestag wird das Thema derzeit diskutiert. Abgeordnete aus den Reihen von SPD,
GRÜNEN und Linken halten es für wichtig, sich für eine Welt ohne Atomwaffen einzusetzen. Aus unserer
Region arbeiten die Abgeordneten René Röspel und Ralf Kapschack im Parlamentskreis Atomwaffenverbot
mit. Sie waren auch 2020 an einer Aktion in Büchel beteiligt, wo nach wie vor Atomwaffen lagern.
Die Stadt Hagen ist Mitglied im internationalen Städtebündnis Mayors for peace (Bürgermeister für den
Frieden). Das HAGENER FRIEDENSZEICHEN und die Stadt Hagen erinnern seit einigen Jahren regelmäßig am

  1. Juli, dem internationalen Flaggentag, an das Urteil des internationalen Gerichtshofs, der die Drohung mit
    Atomwaffen für völkerrechtswidrig erklärte.
    Zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag erklärt Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des HAGENER
    FRIEDENSZEICHENs: „Dass die Weltgemeinschaft in der überwiegenden Mehrheit ihrer Staaten die Ächtung
    der Atomwaffen 2017 beschlossen hat, geht auf die Initiative kleiner Gruppen in der Welt zurück.“ Er
    betont damit die Bedeutung von lokalen und bürgerschaftlichen Aktivitäten für Frieden und Sicherheit. In
    diesem Sinne wird sich der Verein weiterhin engagieren.