Infektionsschutz: Ein multifunktionaler Tresen für die Kita Eugen-Richter-Straße

(v.r.) Holger Peetz, Maren Rühl-Malachia und Mandy Baltzer freuen sich über das gelungene Ergebnis (Foto: Heike Thomese-Osthoff)

Ein Tresen im Jugendstil-Design mit integrierter Fiebermessstation – so begrüßt die städtische Kindertagesstätte in der Eugen-Richter-Straße seit Anfang November alle Kinder und ermöglicht es den Eltern, die Kita unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes zu betreten. Mit der Unterstützung des Gebäudemanagements und der Schreinerei des Werkhofs entstand diese kreative Lösung.

„Bislang gab es bei uns ein Betretungsverbot für die Eltern“, sagt Maren Rühl-Malachia, die Leiterin der Kita, „Gespräche oder die Übergabe von Dokumenten fanden aus Infektionsschutzgründen vor der Eingangstür statt. Mit Blick auf den heranziehenden Winter war das kein Zustand.“ Mit der Idee eines Tresens mit integrierter Fiebermessstation für eine einfache aber geschützte Kommunikation trat die Kita-Leitung an das städtische Gebäudemanagement heran. Aufgrund zahlreicher guter Erfahrungen nahmen die Beteiligten über Mandy Baltzer, Leiterin des Bereichs Malerarbeiten und Trockenbau beim Werkhof, Kontakt zu der Schreinerei des Werkhofs auf.

„Wir haben bei der Gestaltung bewusst kein typisches Kindergarten-Design gewählt“, sagt Holger Peetz, Leiter der Schreinerei des Werkhofs, „das Möbelstück sollte einerseits Funktionalität ausstrahlen, andererseits auch vermitteln, dass es sich um eine ernste Angelegenheit handelt und nicht um ein Spiel.“ So entstand auf dem Zeichenblock ein multifunktionaler Tresen mit gerahmter Plexiglasschreibe und Dokumentenschublade. Auf der Vorderseite wurde eine klappbare Ablage- und Schreibfläche vorgesehen, während die Rückseite neben Fächern auch einen kleinen ausziehbaren Schreibtisch bietet. An den Seiten des Tresens befinden sich Schwingtüren, die einen Durchgang hinter den Tresen ermöglichen. Zusätzlich angebrachte Rollen machen das Möbelstück mobil. Bei der Gestaltung entschieden sich die Kita-Leitung und Holger Peetz für ein Jugendstil-Design, passend für die Architektur in Wehringhausen. Nach viereinhalb Tagen war der Prototyp fertig und wurde mit einer Sicherheitsunterweisung an die Kita ausgeliefert.

Maren Rühl-Malachia zeigt sich sehr zufrieden mit dem angefertigten Möbelstück und sagt „tatsächlich wurden meine Erwartungen noch übertroffen. Das Team vom Werkhof hat mit eigenen Ideen für Design und Funktion eine tolle Lösung geschaffen, die auch bei den Eltern sehr gut ankommt. Und obwohl der Tresen ja eigentlich für Distanz sorgt, wirkt er freundlich und einladend.“