ProA: Phoenix Hagen fährt zum Geisterspiel nach Leverkusen


Das wird alles andere als eine normale Saison: ProA-Ligist Phoenix Hagen tritt am
Samstag, 17. Oktober, zum Saisonauftakt bei den BayerGiants Leverkusen an (19.30
Uhr, Ostermann-Arena). Ein Spiel, das leider ohne Zuschauer stattfinden muss: Auch in
Leverkusen sorgt der hohe Inzidenzwert für leere Ränge.
Und so muss der Gastgeber zwar auf lautstarke Unterstützung von bis zu 2.000
Zuschauern verzichten, aber auch die Feuervögel werden von ihren Fans nur aus der
Ferne angefeuert werden können: Sportdeutschland.TV überträgt das NRW-Derby live
und kostenlos.
Für das Team von Chris Harris, das sich ganz klar die Playoffs zum Ziel gesetzt hat, geht
es damit gleich zum Saisonauftakt gegen einen direkten Konkurrenten um eben diese
Playoff-Plätze. Und um den ersten Schritt dorthin zu machen, kann Phoenix – Stand jetzt –
in Bestbesetzung nach Leverkusen reisen. Der Headcoach will auf temporeiches Spiel
setzen und hofft dank Kyron Cartwright auf einen verlängerten Arm auf dem Parkett, der
durch den einen oder anderen „Zauberpass“ glänzen soll. „Wir wollen schneller spielen als
zuletzt, dabei aber auch für Stabilität sorgen. Ich denke, dass das Team diese Ziele gut
umsetzen kann“, so Harris.
Die Vorsaison hat gezeigt, dass die Giants eine Rolle mitspielen können, wenn es um das
Erreichen der Postseason geht. Neben Paderborn war der Aufsteiger aus dem Rheinland
das Überraschungsteam der Liga. Kaum eine Truppe verstand es so gut, teamorientierten
Basketball zu spielen, in dem nahezu alle zwölf Spieler auf dem Meldebogen zu Spielzeit
und Punkten gekommen sind. Das Fundament, sich fortan wieder in der ProA zu
etablieren, scheint gelegt. Viele altbekannte Gesichter konnten gehalten werden. Abgänge
von Nino Celebic und Nick Hornsby scheinen durch die Ex-Hagener J.J. Mann und Haris
Hujic mehr als nur gleichwertig ersetzt. Zudem konnte man mit Marco Bacak einen
interessanten Big Man aus Schwenningen verpflichten. Leverkusen hat gute Chancen, das
Vorjahr zu bestätigen. Unterschätzen wird sie aber niemand mehr – und das werden auch
die Feuervögel am Samstag nicht, obwohl die beiden Spiele der vergangenen Saison
recht deutlich gewonnen werden konnten (99:81, 84:68).
Giants-Coach Hansi Gnad erwartet ein interessantes Spiel: „Eigentlich sind die Partien
gegen Hagen immer sehr emotional, was vor allem an den lautstarken Fans auf beiden
Seiten liegt. Diese Unterstützung fällt am Samstag weg, was vor allem uns in eigener
Halle sehr fehlen wird. Wir werden dennoch alles geben, damit wir gewinnen. Dafür

müssen wir hochkonzentriert in die Partie gehen. Das Hauptaugenmerk müssen wir auf
unsere eigene Spielweise legen, es gilt die eigenen Stärken gut in Szene zu setzen und so
den Gegner unter Druck zu setzen.“ Bis auf Lennard Winter (Fußverletzung) werden die
Giants wohl mit ihrem gesamten Kader in die Saison 2020/21 starten können.