40 Tage in Zeiten der Corona-Krise Fotos aus zehn Städten Europas

Herausgegeben von Andreas Rostek und Regelindis Westphal
Eine gemeinsame Publikation der edition.fotoTAPETA und der edition frölich
21×21 cm, 88 Seiten, ca. 375 Abbildungen, Broschur
deutsch/englisch
18,00 Euro (D), 18,50 Euro(A), 20,00 CHF (CH)mail@freysbuecherdienste.de
ISBN 978-3-9820807-5-8 (edition frölich)
ISBN 978-3-940524-97-3 (edition.fotoTAPETA)


Pandemie, das ist Schrecken und Überwältigung. Darin gleicht sie dem Terror. Der aber hat
meistens, ein Ziel, irgendeins; irgendeinen Wahn als Inhalt und Begründung. Das fehlt der
Pandemie, sie ist sich selbst genug. Wie die Fliegen. Sie ist überall und mischt sich überall
ein. Pandemie – und vor Kurzem mussten viele von uns noch nachlesen, was genau das ist,
genauso wie beim Wort Corona – will Isolation und Grenzen und Abschottung. Wie so
mancher nationalistische Wahn. Und nun soll das heilsam sein oder wenigstens helfen, die
Gefahr einzudämmen.
Wir wollten uns zwar an die Abschottung halten, weil uns natürlich unser Leben lieb ist. Uns
ist aber auch das Leben all der anderen um uns herum und jenseits der Grenzen lieb, und so
wollten wir weiter in Kontakt bleiben und schauen, wie es ist, das Leben unter den
erschwerten Bedingungen, die den Namen Corona tragen.
Wir haben also 40 Tage regelmäßig über die Grenzen zu unseren Nachbarn geschaut, von
Berlin nach Minsk, von Lemberg nach London, von Paris nach Budapest, von Oslo nach
Warschau und zurück. Vierzig Tage lang dauerte in früheren Zeiten die Quarantäne – die
Dauer orientierte sich an der Zahl 40 – quaranta –, die in passenden Zusammenhängen in
der Bibel auftauchte. Woran soll man sich auch orientieren, angesichts des Unbekannten?
Vierzig Tage lange haben zehn Fotografinnen und Fotografen aus Europa jeden Tag ein Bild
aus ihrem Leben zur Verfügung gestellt, und wir haben daraus tagtäglich auf der Facebook-
Seite der edition.fotoTAPETA ein europäisches Album präsentiert: #anotherday.

Aus dem digitalen Projekt entstand die Idee, die Fülle der individuellen Fotografien auch in
der analogen Form einer Publikation zu präsentieren. Doppelseite für Doppelseite dem
Zeitstrahl dieser 40 Tage folgend, verdichten sich die fotografisch eingefangenen
persönlichen Momente – ähnlich wie der Blick durch ein Kaleidoskop – Tag für Tag zu
einem neuen Gesamteindruck.