Statement der Geschäftsführung AKH zum Todesfall am 2. August

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Hintergrund: Am Abend des zweiten August wurde in Hagen ein 32-jähriger Mann leblos aufgefunden. Eingesetzte Rettungskräfte stellten bei ihrem Eintreffen den Tod der Person fest. Die Umstände des Todes sind derzeit ungeklärt und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Der Verstorbene hat sich am Morgen des zweiten August im AKH aufgehalten. Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht und den laufenden Ermittlungen können zu den Hintergründen des vorangegangenen Aufenthaltes des Mannes im AKH keine Angaben gemacht werden. Fest steht, dass der Verstorbene organisch gesund war, es also keinen notfallmedizinischen Behandlungsgrund gab.

In der Folge mehren sich in den sozialen Medien die Vorwürfe, das AKH hätte sich dem Verstorbenen nicht angenommen, ihn aufgrund seines sozialen Status oder aufgrund seines körperlichen Zustandes nicht behandeln wollen. Auch der Vorwurf von unterlassener Hilfeleistung wird an das AKH gerichtet.

Statement der Geschäftsführung des AKH:

„Wir alle im AKH – insbesondere die Mitarbeitenden in der Notaufnahme – sind erschüttert über den tragischen Tod unseres Hagener Mitbürgers und sprechen den Angehörigen und Freunden unser Beileid aus. Auch wir kannten den Mann schon länger und die Mitarbeitenden der Notaufnahme haben sich in diesem Fall und auch in der Vergangenheit wiederholt sehr verantwortungsvoll um ihn gekümmert – übrigens über das rein medizinische Maß hinaus.

Dass jetzt unsere Mitarbeitenden, die sich gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie tagein, tagaus mit viel Hingabe um die Menschen in Hagen kümmern, in den sozialen Medien verurteilt und beschimpft werden, ist für uns nicht länger hinnehmbar. Wir wehren uns entschieden gegen Aussagen, dass sich unsere Mitarbeitenden dem Verstorbenen aufgrund seines sozialen Status oder seines körperlichen Zustandes nicht angenommen hätten.

Die Mitarbeitenden des AKH waren und sind immer für alle Menschen da – ganz gleich welcher Herkunft, Religion, Kultur oder dem sozialen Status!

Wir werden im Einzelfall prüfen, auch juristisch gegen beleidigende Kommentare und falsche Behauptungen oder Vorwürfe in den sozialen Medien vorzugehen. 

Über die genauen Umstände des Todes wissen wir mittlerweile aufgrund der polizeilichen Ermittlungen, dass der Verstorbene organisch gesund war, es also keinen notfallmedizinischen Behandlungsgrund gab. Wir arbeiten eng mit der ermittelnden Behörde zusammen und haben alle Dokumente zur weiteren Untersuchung übergeben. Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht und der laufenden Ermittlungen nicht dazu sagen.“

Alex Hoppe
Vorsitzender der Geschäftsführung

Dr. med. Andreas Schroeder
Medizinischer Geschäftsführer