GRÜNE weiterhin in Sorge um die Zukunft des Wasserwerks Volmarstein


GRÜNE Wetter: DIE GRÜNEN Wetter sind weiterhin besorgt um die Zukunft des Wasserwerks Volmarstein und kritisieren das Vorgehen, wie das Areal zum privaten Verkauf angeboten wurde. Eine Übernahme des gesamten Geländes in öffentliche Trägerschaft muss das Ziel bleiben, damit die öffentliche Nutzung für naturnahen Tourismus und Naherholung sichergestellt werden kann.
Dazu erklärt Bürgermeisterkandidatin Karen Haltaufderheide:
Das Verkaufsangebot, über das erst infolge unserer offiziellen Anfrage informiert wurde, bleibt
fragwürdig. Als Grund wird nun angegeben, es sei um eine Wertermittlung gegangen. Dazu ist es
nicht notwendig, eine Verkaufsofferte auszuschreiben, und offenbar hat die Wertermittlung auch
getrennt vom Verkusangebot stattgefunden. Irritierend ist außerdem, dass in dem Verkaufsangebotdie Planungen der Stadt Wetter und des Kreises für eine öffentliche Nachnutzung und die IGA-Beteiligung mit keinem Wort erwähnt werden. Stattdessen ist von ‚Gewerbeimmobilie‘, ‚Business‘,

und ‚Alleinlage‘ die Rede, die Möglichkeit einer Wohnnutzung wird angedeutet.
Wir sind froh, dass nun Bürgermeister, Landrat und AVU erklärt haben, nicht vom bisherigen Plan
einer öffentlichen Nachnutzung abweichen zu wollen. Aber die Erklärung wirft weitere Fragen auf.
Bisher wurde in den Diskussionen der Politik davon ausgegangen, dass eine Trägerschaft der
öffentlichen Hand für das gesamte Areal angestrebt wird. Nun ist von möglicher Aufteilung oder auch
einem Privatverkauf die Rede. Das könnte die Verfügungsmöglichkeiten über das Gelände und damit
auch Entscheidungen für eine öffentliche Nutzung erheblich einschränken. Vor diesem Hintergrund
wird allerdings auch das Vorgehen nachvollziehbarer, das Gelände auf dem freien Markt anzubieten,
denn dann handelt es sich offenbar um eine Markterkundung und das Werben um mögliche
Interessentinnen. Wieso und wie allerdings die Stadt Wetter vor diesem Hintergrund den Auftrag einer Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung im Sinne von IGA, öffentlicher Nutzung und naturnahem Tourismus vergibt, ist schwer nachvollziehbar. Unser Ziel muss bleiben, das gesamte Gelände in die Trägerschaft der öffentlichen Hand zu übernehmen. Das ist auch wichtig, um Sicherheit für die weitere landwirtschaftliche Nutzung und für den Erhalt der Seilhängebrücke zu haben. Falls die Stadt Wetter sich dazu nicht in der Lage sähe, wäre ein Wunschkandidat der RVR. Der wird allerdings schwer zu überzeugen sein, wenn die AVU im Einverständnis mit der Stadt Wetter bereits die Fühler nach privatwirtschaftlichen Interessentinnen
ausstreckt.