Wohnungslosenhilfe Hagen stellt Jahresbericht 2019 vor

Christine Wienstroth (links; Einrichtungsleitung der Wohnungslosenhilfe Hagen), Ulf Wegmann (rechts; Fachdienstleitung der Wohnungslosenhilfe) und Peter Wiewiorka (Mitte; Berater), stellten Jahresbericht 2019 vor. Foto: Diakonie

Hagen. 804 Klienten zählt die Wohnungslosenhilfe Hagen der Diakonie
Mark-Ruhr für das vergangene Jahr.

Im Bericht wird deutlich, dass das Beratungsangebot besonders von jungen Menschen in Anspruch genommen wird.

Die Wohnungslosenhilfe Beratungsstelle der Diakonie Mark-Ruhr unter-
stützt und berät Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte

Menschen. Christine Wienstroth, Einrichtungsleitung der Wohnungslo-
senhilfe Hagen, Ulf Wegmann, Fachdienstleitung der Wohnungslosen-
hilfe und Peter Wiewiorka, Berater; stellten am Dienstag (28.07) den Jah-
resbericht vor. „Von den 804 Besuchern waren knapp 84 % alleinste-
hend. Wir verzeichneten einen Frauenanteil von über 22 %. Der größte

Teil unserer Klienten war zwischen 20 und 30 Jahre alt (43 %)“; berichtet
Christine Wienstroth.

Das Team der Wohnungslosenhilfe Hagen sieht ihre Klienten als Einzel-
schicksale, aber den meisten Besuchern mangelt es an den gleichen

Dingen: Wohnraum, finanzielle Mittel aber auch an einem sozialen Um-
feld, welches die schwierigen Lebenssituation abfedern könnte.

„Leider ist auch auf dem Hagener Wohnungsmarkt preisgünstiger Wohn-
raum – speziell für Ein-Personen-Haushalte im Sozialleistungsbezug –

nicht genügend vorhanden. Trotzdem ist es uns gelungen, positive Er-
gebnisse bei der Vermittlung in Wohnraum zu verzeichnen und das zeigt

uns, dass unsere Arbeit Früchte trägt“, betont die Einrichtungsleitung.
Nachdem die Beratungsstelle zu Beginn der Coronazeit den Zutritt in die
Einrichtung schließen musste finden inzwischen wieder Beratungen auf
Termin in den Büros mit sogenanntem Spuckschutz und Schutzmasken
statt. Die Postausgabe erfolgt durchgängig seit Beginn der Krise über das Fenster. „Uns ist es wichtig, dass die Menschen wissen, dass wir ge-
öffnet haben und sie sich an uns wenden können. Wir beraten auch ver-
mehrt telefonisch und können helfen, Anträge an Ämter zu schicken“, betont Christine Wienstroth. Ob und wann die Zahl an Klienten durch

Corona steigen wird, kann das Team der Wohnungslosenhilfe nur spekulieren. Mit einer Zunahme ist aber auf Grund von vermehrter Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit zu rechnen.