GKinD-Auszeichnung für das AKH

Dr. med. Jan-Claudius Becker, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am AKH, freut sich über die wiederholte Auszeichnung der Klinik und ist stolz auf die großartige Leistung seines Teams. Foto: AKH.

Wenn der Nachwuchs einmal erkrankt, ist Eltern die bestmögliche medizinische Versorgung wichtig. Doch woran lässt sich eine gute
stationäre Behandlung von Kindern und Jugendlichen erkennen? Das Gütesiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) zeichnet die besten deutschen Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinderchirurgie aus und gibt Eltern und Angehörigen eine objektive Orientierungshilfe bei der Klinikwahl.

Auch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus
Hagen hat sich der freiwilligen Überprüfung gestellt – mit Erfolg. Zum
wiederholten Male konnte Chefarzt Dr. med. Jan-Claudius Becker die begehrte
Urkunde in Empfang nehmen.
Kinder und Jugendliche stellen besondere Ansprüche an eine medizinische Versorgung und
benötigen daher Ihre eigene Abteilung im Krankenhaus. „Kinder sind keine kleinen
Erwachsenen, das darf man niemals vergessen“, betont Dr. med. Jan-Claudius Becker,
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Agaplesion Allgemeinen
Krankenhaus Hagen. Das Fachgebiet der Kinder- und Jugendmedizin beginnt mit der
Geburt und endet mit der Vollendung des 18. Lebensjahres. „Das ist eine lange
Zeitspanne, in der sich ein Mensch enorm entwickelt. Jede Entwicklungsphase stellt dabei
ihre eigenen Ansprüche an eine medizinische Versorgung“, weiß der Experte. Die speziellen
Anforderungen, die junge Patientinnen und Patienten an eine Klinik stellen, werden alle
zwei Jahre durch die GKinD überprüft und ausgewertet. Für das Gütesiegel „Ausgezeichnet.
FÜR KINDER“ hat auch die Hagener Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ihre Leistungen
und Behandlungsmöglichkeiten in vielen Bereichen nachweisen müssen. Um den GKinD-
Standard einer multiprofessionellen und interdisziplinären Klinik zu erfüllen, sind eine
kontinuierliche kinderärztliche Besetzung sowie die Versorgung durch Gesundheits- und
Kinderkrankenpfleger/innen und speziell qualifizierte Teams aus dem pädagogischen und
medizinisch-therapeutischen Bereich vorzuweisen. Dabei muss die Fachklinik nicht nur eine
gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke nachweisen, welche eine gute
Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden
Krankheitsbildern sicherstellen.
Darüber hinaus stellt die kinder- und familienorientierte Ausrichtung der Klinik eine
wichtige Bedingung für die Zertifikatsvergabe dar. Hierzu zählen Besuchsregelungen und
die kostenlose Mitaufnahme eines Elternteils bei Säuglingen und Kleinkindern. Zudem
müssen sämtliche Punkte der EACH-Charta (Charta für Kinder im Krankenhaus der European Association for Children in Hospital), wie zum Beispiel die räumliche Gestaltung
oder Sicherheitskriterien, erfüllt werden. Auch die Zusammensetzung des Pflegedienstes
wird streng begutachtet: Mindestens 95 Prozent Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegekräfte müssen in der patientennahen Pflege eingesetzt werden – ein
GKinD-Standard, den die Hagener Klinik in ihrer Personalstruktur sogar übertrifft.
Obendrein sind die Spezialisierungen einer Klinik ein entscheidendes Kriterium, um das
begehrte Zertifikat zu erhalten. Das AKH konnte hier die Schwerpunkte Neonatologie,
Kinderurologie, Kinderdiabetologie und -endokrinologie, Kinderneurologie und insbesondere
Kinderintensivmedizin vorweisen.
Neben den genannten Standards weist die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am AKH
noch weitere Vorteile auf, die über die GKinD-Anforderungen hinausgehen. So verfügt die
Abteilung unter anderem über ein großes und pädagogisch betreutes Spielzimmer, einen
Spielplatz, ein sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) und eine speziell für Kinder eingerichtete
Nachsorgeeinrichtung (Bunter Kreis Hagen). „Auch das Perinatalzenrum Level 1 am AKH ist
hier ergänzend anzuführen, da es einen wichtiger Pfeiler in der überregionalen Versorgung
von Frühgeborenen darstellt und gebündeltes Expertenwissen auf universitärem Niveau
anbietet – und das unter einem Dach“, betont Dr. med. Becker. Die Auszeichnung macht
den Chefarzt sehr stolz, verdeutliche sie doch die tolle Arbeit seines großartigen Teams:
„Wir alle freuen uns über die wiederholte Würdigung unserer pädiatrischen Leistung“, so
der Spezialist weiter. Insgesamt unterzogen sich 227 Kinderkliniken der Überprüfung ihrer
stationären Versorgung. Die Kliniken reichen hierfür eine Checkliste ein, die dann von einer
siebenköpfigen Bewertungskommission überprüft wird.