Kontrollen im Raser-Millieu: Hagener sorgt für Verfolgungsjagd

Am Freitag- und Samstagabend (26.6./27.6.) haben Beamte der Dortmunder Polizei bis in die Nacht hinein einen Kontrolleinsatz zur Bekämpfung der illegalen Raser- und Tuningszene durchgeführt. Erneut sind sie konsequent gegen das sogenannte „Posing“ und die damit einhergehenden Lärmbelästigungen vorgegangen.

Hierbei fielen Zivilkräften am Freitagabend, gegen 23.30 Uhr, an der Leuthardstraße fünf Motorradfahrer auf, die den Wallring mit offenbar hohen Geschwindigkeiten befuhren und durch mehrere waghalsige Fahrstreifenwechsel auf sich aufmerksam machten. An der Einmündung Südwall/Ruhrallee sollte die Gruppe daher kontrolliert werden.

Bei Erblicken der Beamten entschlossen sich zwei von ihnen, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Mit geschätzten 100 km/h fuhren sie bei erlaubten 30 die Ruhrallee in Richtung B 54 entlang. Hierbei kam es zu mehreren Verkehrsverstößen, bei denen sie u.a. das Rotlicht einer Ampel missachteten. Auf der B 54 in Richtung Hagen/Herdecke gaben die Kräder nochmals Vollgas und fuhren ihren Verfolgern mit schätzungsweise 200 km/h davon. Vor der Einmündung Wittbräucker Straße nahmen die Einsatzkräfte die Verfolgung wieder auf.

Nach einem erneuten Rotlichtverstoß stellten sie einen 32-Jährigen aus Hagen in der dortigen Buswendeschleife. Nach eigenen Angaben „aus Panik und Herdentrieb“ geflüchtet, stellten die Beamten sowohl das Krad als auch den Führerschein des 32-Jährigen sicher. Ihn erwartet eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Rennen. Die Ermittlungen zu dem zweiten Rennbeteiligten dauern noch an.

Weitere Geschwindigkeitsmessstellen richteten die Beamten am Samstagabend an wechselnden Orten im Stadtgebiet ein. Hierbei fiel ein Autofahrer aus Dortmund negativ auf, der den Baustellenbereich der Rheinischen Straße bei erlaubten 30 mit 77 km/h befuhr. Einem 19-jährigen Dortmunder schien diese Messstelle offenbar besonders zu missfallen. Während der Vorbeifahrt beleidigte er als Beifahrer und somit eigentlich Unbeteiligter die Beamten. Diese nahmen daraufhin die Verfolgung auf, stellten die Personalien fest und fertigten eine Strafanzeige.

Insgesamt erhoben die Einsatzkräfte am Samstagabend 52 Verwarngelder und fertigten 11 Ordnungswidrigkeitenanzeigen