GRÜNE: „Rat mutlos bei Radverkehr“

(GRÜNE Hagen): „In der Hagener Politik fehlt weitestgehend der Mut, für bessere Radverbindungen auch Experimente zu wagen“, ärgert sich der Ratsherr und Bezirksvertreter für den Hagener Norden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Jörg Fritzsche.

Die Fraktion hatte den Antrag in den Rat eingebracht, über Eckeseyer Straße bis zum Vorhaller Kreisel einen auf die Sommerferien befristeten Radweg einzurichten. Da die Verwaltung Schwierigkeiten mit der Planungszeit sowie hinsichtlich der Verkehrsströme über diese Bundesstraße geltend gemacht hatte, schlugen die Grünen als Kompromiss vor, nur an einem der Wochenenden der Sommerferien dieses Radwegprojekt auszuprobieren. „Die Strecke ist sowohl für Freizeitfahrer, die an die Ruhr wollen, als auch für Berufspendler, die überlegen aufs Rad umzusteigen, interessant. Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, müssen wir auch solche Angebote schaffen. Eine verkehrsärmere Zeit, wie die Sommerferien, wäre ideal, hier Erfahrungen zu sammeln“,  erläutert Jörg Fritzsche die Idee. Viele Städte haben die verkehrsärmeren Corona Zeiten dazu genutzt, kurzfristig sogenannte Pop-Up-Lanes einzurichten, um dem Radverkehr mehr Aufmerksamkeit und Raum einzuräumen. Die Ratsmehrheit in Hagen konnte sich hingegen lediglich darauf einlassen, den Antrag der Grünen Fraktion in die Fachausschüsse zu verweisen. Die tagen allerdings erst wieder nach den Sommerferien. Eine vertane Chance, findet auch Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer. „Ein solcher Radweg von der Innenstadt zur Ruhr wäre gerade in diesen Sommerferien, in den mehr Menschen als sonst zu Hause bleiben oder Urlaub in Deutschland planen, eine tolle Marketing-Aktion für die Stadt gewesen.“