Auszubildende dringend gesucht!

Mit „1.500 Chancen“ noch 2020 durchstarten

Stellten das Aktionsprogramm „1500chancen“ am Mittwochmittag im Rathaus an der Volme vor (von links): Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Dr. Michael Plohmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, und SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat. Foto: Linda Kolms (Stadt Hagen)

Viele Schulabsolventen hatten in der Coronazeit andere Probleme und die Suche nach einer Ausbildungsstelle stand nicht ganz oben auf ihrer Liste. Dies ist nicht verwunderlich, denn wer denkt schon einen Schritt weiter an einen möglichen Beruf, wenn er nicht mal sicher sein kann, ob und wann Klausuren geschrieben werden können und wie der Schulabschluss zustande kommt.

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz zeigte sich nach einem Bericht des regionalen Ausbildungskonsens alarmiert. Fast jeder zweite Schulabgänger ist auf seinem Weg in eine berufliche Zukunft weder an einem Berufskolleg angekommen, noch hat er einen Ausbildungsvertrag unterschrieben oder sich um einen Studienplatz bemüht.

Die Partner des Ausbildungskonsens haben daher ein breites Beratungs- und Informationsprogramm unter www.1500chancen.de zusammengestellt. „Es freut mich sehr, dass sich so viele Akteure gemeinsam für die Zukunft der jungen Leute in der Stadt Hagen stark machen“, erklärt Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

„Selbst in dieser schwierigen Zeit ist die hohe Ausbildungsbereitschaft der heimischen Wirtschaft bemerkenswert. Besonders gute Chancen für die Jugendlichen bestehen im Büro, im Gesundheitsbereich, im Handel sowie im Handwerk“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen: „Ich kann jedem Jugendlichen nur empfehlen, jetzt eine Ausbildung zu machen. Den Bewerbungsunterlagen-Check dazu bieten wir.“

Die SIHK zu Hagen unterstützt Jugendliche bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. „Wer noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen möchte, sollte sich schnellstens bewerben, denn bis zum Beginn des Ausbildungsjahres bleibt nicht mehr viel Zeit“, rät SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat.

Interessierte können sich mit einem Klick auf www.1500chancen.de über die große Anzahl freier Ausbildungsstellen informieren. 1.500 offene Ausbildungsstellen sind 1.500 Chancen für eine berufliche Karriere. Wer noch nicht entschieden ist und sich noch orientieren möchte, kann auch einen persönlichen Termin mit den Ausbildungsberatern vereinbaren. Dr. Michael Plohmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, rät: „Bewerber sollten jetzt aktiv werden, denn aktuell bieten sich noch zahlreiche Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt. Ausbildungsbetriebe suchen noch intensiv nach motivierten Auszubildenden in nahezu allen Berufen.“

Jugendliche und junge Erwachsene können sich von den Ausbildungsmarktpartnern passgenau beraten lassen. Die Berater stellen Alternativen vor, wenn es mit dem bisherigen Berufswunsch nicht klappen will und unterstützen dabei, unter den vielen Ausbildungsberufen den individuell passenden zu finden. Außerdem helfen sie bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und vermitteln den Kontakt zum suchenden Ausbildungsbetrieb.