Berufsorientierung in Corona-Zeiten

Arbeitsministerium NRW präsentiert beispielhafte Arbeit der Kommunalen Koordinierung Hagen/Ennepe-Ruhr

Dietrich Hackenberg, Dortmund: (v.l.n.r.) Nina Gilfert, Lena Lohrmann, Michaela Trzecinski, Iris Simmler und Benedict Pavelka von der Kommunalen Koordinierung Hagen/Ennepe-Ruhr bei der agentur mark GmbH.

Durch die coronabedingte Schließung der Schulen mussten in diesem Jahr viele bewährte Berufsorientierungsangebote ausfallen. Wie das Thema in den Köpfen der Jugendlichen dennoch präsent gehalten werden kann, zeigt das Arbeitsministerium NRW auf seiner Website am Beispiel der Angebote der Kommunalen Koordinierung Hagen/Ennepe-Ruhr bei der agentur mark GmbH.

Eigentlich steht fest, was wann in Sachen Berufsorientierung an nordrhein-westfälischen Schulen geschehen soll. Das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ sieht für die Jugendlichen ab Klasse 8 bestimmte Standardelemente vor. Als wegen Corona auch die Schulen in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis schließen mussten, war sehr schnell klar, dass diese Angebote ausfallen müssten – und dass sie auch nicht für alle nachgeholt werden könnten.

Damit nicht alles stockt, hat die Kommunale Koordinierung Hagen/Ennepe-Ruhr (KoKo) – gefördert mit kommunalen und Landesmitteln sowie Mitteln des Europäischen Sozialfonds – coronataugliche Alternativangebote auf den Weg gebracht.

So stellten Azubis in einem Video-Clip ihre Ausbildungsberufe vor. Diesen Clip kombinierte die KoKo mit einem Berufequiz, an dem sich 150 Jugendliche beteiligten. Bei einer virtuellen Schnitzeljagd mussten die Jugendlichen regionale Betriebe im Internet recherchieren – eine gute Vorbereitung, wenn man ausbildungsbereite Betriebe finden will.

Für die Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen stellte die KoKo in Zusammenarbeit mit externen Partnern und den ebenfalls bei der agentur mark angesiedelten JOBSTARTER-plus-Projekten „Ausbildung jetzt!“ und „KAUSA-Servicestelle Märkische Region“ eigene Formate zur Verfügung. Beide Projekte werden gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung; „Ausbildung jetzt!“ auch mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

So konnten die Jugendlichen bei zwei Telefonhotlines ihre Fragen rund um das Thema Ausbildung stellen. Statt eines geplanten Azubi-Workshops stellte die KoKo Videoclips ins Netz, in denen der Fachbereichsleiter Ausbildung der SIHK, die Kreislehrlingswartin der Kreishandwerkerschaft und der Lehrlingswart der Dachdeckerinnung über den richtigen Start in die Ausbildung, Rechte und Pflichten und Probezeit sprachen. Auch das Video „Vorstellungsgespräche online meistern“ war speziell für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger konzipiert.

Verbreitet und an die Jugendlichen weitergeleitet wurden diese Angebote über die Schulen, aber auch Instagram wurde zur „Werbung“ eingesetzt. Die meisten Videos sind über die Internetseite der agentur mark https://www.agenturmark.de abrufbar.

Die Flexibilität und Kreativität der Kommunalen Koordinierung Hagen/Ennepe-Ruhr bei der Versorgung der Jugendlichen mit virtuellen Berufsorientierungsangeboten hat das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium so überzeugt, dass es einen Artikel darüber auf seiner Internetseite veröffentlicht hat. Zu finden ist der Link ebenfalls auf www.agenturmark.de.