Über 2100 Anzeigen von Kurzarbeit im März

am

Die Agentur für Arbeit Hagen liefert eine erste Einschätzung zur wirtschaftlichen Auswirkung der Corona-Krise. Danach haben bis vergangenen Freitag

über 2100 Betriebe in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Anzeige auf
Kurzarbeit gestellt. Bei den Zahlen handelt es sich um erste vorsichtige
Hochrechnungen.

„Mit der Anzeige von Kurzarbeit versuchen Betriebe, ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten und vor Arbeitslosigkeit zu bewahren.

Deshalb ist es gut, dass viele jetzt davon Gebrauch machen und in der Folge von den gelockerten Regelun-
gen profitieren“, betont Agenturchefin Maren Lewerenz.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanz-
krise mit dem Höhepunkt der Nutzung von Kurzarbeitergeld im Mai 2009, zeigten

knapp 1300 Betriebe für rund 34 650 Menschen im Agenturbezirk Kurzarbeit an.

Diese Marke wird jetzt schon nach wenigen Wochen überschritten. Allerdings han-
delt es sich bei den aktuellen Zahlen um erste Hochrechnungen mit beschränkter

Aussagekraft: „Wir werden die tatsächlichen Anträge abwarten müssen, um statis-
tisch korrekt quantifizieren zu können“, so Lewerenz weiter. „Derzeit gehen die

Anzeigen auf Kurzarbeit auf verschiedenen Kanälen bei uns ein, teilweise auch
mehrfach. Wenn wir diese Ungenauigkeiten bereinigt haben, werden wir ein
schärferes Bild erhalten. Doch ganz egal, wie hoch die Inanspruchnahme ist –
Kurzarbeitergeld ist eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält die
Leistung in jedem Fall.“